
Datenschutz und Persönlichkeitsrechte im Sport
Beschreibung
Tagungsband 2023
Dieser Band vereint die auf der Tagung der Deutschen Vereinigung für Sportrecht e.V. (DVSR – Konstanzer Arbeitskreis) in Wörlitz im Herbst 2023 gehaltenen Referate.
Öffentlichkeit des Sports versus Datenschutz und Persönlichkeitsrechte
Enorme Herausforderungen für Athletinnen und Athleten, Vereine und Verbände leiten sich aus dem komplexen Titelthema ab. Dies gilt gleichermaßen für die Rechtsanwendung und Rechtsberatung in diesem Bereich. Während im Datenschutz die europäische Dimension dauerhafte Bedeutung erlangt hat, unterliegt der Bereich der Persönlichkeitsrechte durch die diversen medialen Verbreitungsformen von Inhalten einer ständigen Aktualisierung.
Verbandsarbeit und Bußgeldgefahr
Nico Winter beleuchtet »Das Datenschutzrecht für die Arbeit im Verein und Verband«. Dr. Raphael Rohrmoser berichtet über »Talent-Scouting und Bußgeldgefahr«. Das Thema »DSGVO im Beratungsalltag: Auskunftsersuchen, Akteneinsicht, Bußgelder« steht im Mittelpunkt des Beitrags von Prof. Niko Härting.
Prangerwirkung und Verdachtsberichterstattung
Die beiden Referate von Dr. Johannes Öhlböck und Prof. Dr. Rainer Tarek Cherkeh problematisieren die »NADA-Veröffentlichungspraxis« in Österreich und Deutschland und ihre datenschutzrechtliche Umsetzung. Der Tagungsband schließt mit dem Beitrag »Verdachtsberichterstattung und Persönlichkeitsrechte« von Simon Bergmann.
Praktische Lösungsansätze
Die Autoren bereiten diese aktuellen Fragen zum Datenschutz im Sport sowie zum Schutz der Persönlichkeitsrechte von Sportlerinnen und Sportlern fundiert auf und präsentieren rechtliche und praktische Lösungsansätze.

Das Schweitzer Vademecum ist ein renommierter Fachkatalog, der speziell die relevanten Angebote für juristisch und steuerrechtlich Interessierte sortiert, aufbereitet und seit über 100 Jahren der Orientierung dient. Das Schweitzer Vademecum beinhaltet Bücher, Zeitschriften, Datenbanken, Loseblattwerke aus dem deutschsprachigen In- und Ausland und ist seit 1997 wichtiger Bestandteil des Schweitzer Webshops.
Weitere Details
Weitere Ausgaben
Personen
Herausgegeben von
- Professor Dr. Jan F. Orth
Unter Mitarbeit von
- Dr. Thomas Summerer
- Professor Dr. Jan F. Orth
- Dr. Raphael Rohrmoser
- Professor Niko Härting
- Dr. Johannes Öhlböck
- Professor Dr. Rainer Cherkeh
- Simon Bergmann
Inhalt
- Cover
- Titel
- Impressum
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Grußwort
- Das Datenschutzrecht für die Arbeit im Verein und Verband
- I. Allgemeines Datenschutzrecht
- 1. Kurzeinführung Datenschutzrecht
- 2. Die datenschutzrechtlichen Rollen von Verein und Verband
- a) Datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit des Vereins
- b) Datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit des Verbands
- 3. Überblick der Pflichten des Verantwortlichen
- II. Datenschutz-Compliance im Verein und Verband
- 1. Bestandsaufnahme der Verarbeitungsprozesse -Entwicklung des Verarbeitungsverzeichnisses
- 2. Die Grundsätze der Datenverarbeitung als Bausteinefür die Datenschutz-Compliance
- a) Grundsatz der Rechtmäßigkeit der Verarbeitung
- aa) Einwilligung, Art. 6 Abs. 1 lit. a) DSGVO
- bb) Datenverarbeitung zur Durchführung eines Vertrags
- aaa) Erforderlichkeit der Datenverarbeitung für die Vertragsdurchführung,Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO
- bbb) Spezialtatbestand: Datenverarbeitung von Mitarbeitern,§ 26 Abs. 1 DSGVO
- 1 Arbeitnehmer
- 2 Freie Mitarbeiter und Ehrenamtler
- ccc) Berechtigtes Interesse, Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO
- b) Grundsatz der fairen und transparenten Datenverarbeitung
- c) Grundsatz der Zweckbindung der Datenverarbeitung
- d) Grundsatz der Datenminimierung
- e) Grundsatz der Speicherbegrenzung
- f) Grundsatz der Richtigkeit der Daten
- g) Grundsatz der Gewährleistung der Integrität und Vertraulichkeitder Datenverarbeitung
- h) Rechenschaftspflicht (Dokumentation)
- 3. Bestellung eines Datenschutzbeauftragten
- 4. Übermittlung personenbezogener Daten
- a) Datenübermittlung zwischen Verein und Verband
- b) Datenübermittlung vom Verein an Mitglieder
- c) Datenübermittlung bei Reisen
- d) Einsatz von Software
- 5. Minderjährige Vereinsmitglieder
- 6. Rechte der Vereinsmitglieder
- a) Recht auf Auskunft
- b) Recht auf Berechtigung und Vervollständigung
- c) Recht auf Löschung
- d) Recht auf Einschränkung der Verarbeitung
- e) Recht auf Datenübertragbarkeit
- f) Widerspruch gegen die Verarbeitung und Widerruf der Einwilligung
- III. Besondere Datenverarbeitungssituationen
- 1. Interne Ermittlungen bei Pflichtverstößen oder Straftaten
- 2. Öffentlichkeitsarbeit und Datenschutz
- a) Veröffentlichung von Spiel- und Ereignisberichten
- b) Veröffentlichung von Fotos
- 3. Veröffentlichung von Sportgerichtsentscheidungen
- IV. Fazit
- Talent-Scouting und Bußgeldgefahr
- I. Einleitung
- II. Datenverarbeitung beim Talent-Scouting
- 1. Zulässigkeit der Datenverarbeitung allgemein
- 2. Verantwortlichkeiten nach DSGVO
- 3. Datenquellen und deren rechtmäßige Nutzbarkeit
- a) Offizielles Ligaportal/Öffentliche Daten
- b) Gesundheitsdaten
- c) Leistungsdaten
- d) Social-Media-Daten
- 4. Zwischenfazit
- III. Bußgelder im Kontext der DSGVO
- 1. Allgemeines zu Bußgeldern
- 2. Rechtliche Ausgangslage
- 3. Beispielfall und Analogie zum Scouting
- a) Berechnung von Bußgeldern
- IV. Fazit
- DSGVO im Beratungsalltag: Auskunftsersuchen,Akteneinsicht,Bußgelder
- I. Am Anfang steht die Beschwerde
- II. Post von der Datenschutzbehörde
- III. Akteneinsicht
- 1. Rechtliche Grundlagen
- 2. Pflichten des Beraters
- 3. Materieller Aktenbegriff
- 4. Ausnahmen
- 5. Rechtsbehelfe
- IV. Grenzen der Auskunftsverpflichtung
- 1. Bestimmtheit
- 2. Erforderlichkeit
- 3. Sachverhaltsaufklärung
- 4. Selbstbelastungsverbot
- V. Bußgelder nach "Deutsche Wohnen"
- VI. Fazit
- Die NADA-Veröffentlichungspraxis in Österreich und der EuGH
- I. Ausgangsverfahren in Österreich
- II. Vorlagefragen an den Gerichtshof
- III. Schlussanträge der Generalanwältin
- 1. USK als Gericht i. S. v. Art. 267 AEUV
- 2. Anwendbarkeit der DSGVO
- 3. Gesundheitsdaten i. S. v. Art. 9 DSGVO
- 4. Daten über strafrechtliche Verurteilung i. S. v. Art. 10 DSGVO
- 5. Rechtmäßigkeit und Datenminimierung
- a) Rechtslage in Österreich
- b) Verhältnismäßigkeit
- c) Information an die Allgemeinheit
- d) Veröffentlichung im Internet
- IV. Beurteilung
- Die NADA-Veröffentlichungspraxis bei Schiedssprüchen inDeutschland und ihre datenschutzrechtliche Umsetzung
- I. Ausgangslage
- II. Beschwerde zum LDI NRW
- 1. Personenbezogen Daten
- 2. Keine Rechtfertigung der bisherigen Veröffentlichungspraxis
- a) Einwilligung der Athleten (Art. 6 Abs. 1 lit. a) i. V. m. Art. 7 DSGVO)
- aa) Kein Hinweis auf Widerrufsmöglichkeit, Art. 7 Abs. 3 DSGVO
- bb) Keine Transparenz, Art. 7 Abs. 2 DSGVO
- cc) Keine Freiwilligkeit, Art. 4 Nr. 11, Art. 7 Abs. 4 DSGVO
- aaa) Ungleichgewicht
- bbb) Erforderlichkeit, Art. 7 Abs. 4 DSGVO
- ccc) Kriterium der zumutbaren Alternative
- b) WADC/NADC i. V. m. Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f) DSGVO
- c) Unverhältnismäßigkeit der Verarbeitung
- III. Die datenschutzrechtlichen Bewertungen des LDI NRW
- IV. Lösungsmöglichkeiten
- Verdachtsberichterstattung und Persönlichkeitsrechte
- I. Einleitung
- II. Verdachtsberichterstattung
- 1. Unterscheidung zwischen Tatsachenbehauptung, Eindruckserweckung,Meinungsäußerung und Verdachtsberichterstattung
- 2. Anforderungen an eine zulässige Verdachtsberichterstattung
- a) Öffentliches Interesse
- b) Mindestmaß an Beweistatsachen
- c) Ausgewogenheit der Verdachtsberichterstattung
- d) Einräumung einer Stellungnahmemöglichkeit durch den Betroffenen
- III. Rechtliche Vorgehensweise bei unzulässigerVerdachtsberichterstattung
- 1. Unterlassungsanspruch
- 2. Gegendarstellung, Richtigstellung, Widerruf
- 3. Anspruch auf ergänzende Berichterstattung
- 4. Schadensersatz und Schmerzensgeldansprüche
- Herausgeber und Autoren
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