
Die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2026
Die Finalisten für den Deutschen Buchpreis 2026 stehen fest! Die diesjährige Jury hat insgesamt 205 aktuelle Titel gesichtet, 20 Romane daraus für die Longlist nominiert und nun die Finalisten für die letzte Runde bekanntgegeben. Der "Roman des Jahres" wird dann am 5. Oktober 2026 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verkündet.
Lernen Sie hier die sechs Romane kennen, die es in die finale Runde geschafft haben – Sie können alle Romane innerhalb Deutschlands selbstverständlich versandkostenfrei bei uns bestellen! Und schauen Sie auch gerne in die Leseproben ("Blick ins Buch"), die Sie oft bei den jeweiligen Büchern finden können. Viel Spaß beim Schmökern!
Die sechs Anwärter auf den Roman des Jahres

Begründung der Jury: "Shida Bazyar bringt verschwiegene Kapitel deutscher Vergangenheit zur Sprache. „Die Lücken“ erzählt von jüdischen Familien, von NS-Profiteuren sowie von kurdischen und iranischen Menschen, die in Deutschland Schutz und Zuflucht suchen. Ein Roman, der mit seinem transnationalen Blick die Grenzen des Heimatromans auslotet und ihn neu definiert." Maha El Hissy, Jurorin

Begründung der Jury: "Franziska Gänsler beschreibt in ihrem Roman „Orca“ viel mehr als die Freundschaft zweier junger Frauen. Sie hat eine ganze Generation im Blick, die, ausgehend von den Corona-Einschränkungen, immer weniger fähig ist, ihr Verhältnis zueinander in einem direkten Miteinander auszuloten. Die genau beobachtete Beziehungsgeschichte ist in ein Radikalisierungsszenario eingebettet, in dem wir uns als Leser*innen geradezu fassungslos umschauen und uns fragen: Wie konnte das denn jetzt passieren?" Theresa Donner, Jurorin

Begründung der Jury: "Der Roman spielt in Deutschland, in der Ukraine und in Russland: Ein Geschwisterpaar versucht sich im Zeichen des Krieges in Europa, angesichts eines autoritären Regimes und des Größenwahns des Menschen, der so gerne unsterblich wäre, zurechtzufinden. Gordeev schreibt sich mit diesem umfassenden Werk in die Tradition jener Schriftsteller*innen der Moderne ein, die dem Unrecht und der Unterdrückung mit den Mitteln der Groteske und des Witzes, des Absurden und des Surrealen begegneten." Adam Soboczynski, Juror

Begründung der Jury: "Elias Hirschl legt mit „Schleifen“ einen wunderbar überdrehten Roman vor, der durch seine intellektuellen Spielereien, erzählerischen Tricks und seinen schier unerschöpflichen Ideenreichtum brilliert. Wer sich auf diesen irren Ritt durch Sprachwissenschaft, Mathematik, Philosophie, Soziologie und Medizin einlässt, wird sich dem Sog des Romans kaum entziehen können und immer weiter ins Absurde abtauchen wollen. Ein Roman, der einen auf die bestmögliche Art verwirrt, herausfordert und vor allem schallend laut zum Lachen bringt." Emily Grunert, Jurorin

Begründung der Jury: "Peggy Mädler erzählt empathisch und unaufgeregt, aber mit großem Faktenwissen über ein selten betrachtetes Kapitel der DDR-Geschichte. Ihre Figuren, deren Zerrissenheit sie psychologisch hervorragend ausleuchtet, sind keine lauten Widerstandskämpfer*innen, sondern leise Dissident*innen, die ihre Lebensträume unter dem politischen Druck immer wieder neu anpassen müssen, sich selbst und ihren Idealen aber dennoch treu bleiben. Wie es ihr gelingt, diese Lebensläufe mit dem Feld der Kybernetik zu verbinden und immer wieder verblüffende Parallelen aufzuzeigen, ist beeindruckend." Jan Ehlert, Juror

Begründung der Jury: "Dana Vowinckels „Anton und Alma“ ist eine eindringlich erzählte Liebes- und Familiengeschichte sowie ein politischer Gegenwartsroman, der in Berlin und New York spielt. Er zeichnet sich durch ein überzeugendes Changieren der titelgebenden Figuren zwischen Nähe und Distanz aus. Zugleich sind die individuellen Schicksale mit weltpolitischen Ereignissen verschränkt, wodurch eine vielschichtige Reflexion von Gesellschaft, Religion und Familie sowie speziell von Judentum und Antisemitismus gelingt." Stefanie Kreuzer, Jurorin
Das war die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2026

Der Deutsche Buchpreis
Der Deutsche Buchpreis wird jedes Jahr zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verliehen. Die Preisverleihung findet am 5. September 2026 im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt und wird live übertragen. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner erhält 25.000 €, die Finalist*innen bekommen jeweils 2.500 €. Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins vergeben. Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main.
Und wer ist dieses Jahr die Jury?
Die Jury setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Theresa Donner (Buchhandlung heiter bis wolkig, Halle an der Saale), Jan Ehlert (NDR), Maha El Hissy (freie Kritikerin), Cornelia Geißler (Berliner Zeitung), Emily Grunert (Literaturbüro NRW), Stefanie Kreuzer (Universität Kassel) und Adam Soboczynski (DIE ZEIT).













