
SPIEGEL Buchpreis 2025 | Preisträgerin
Am 20. November 2025 verlieh der SPIEGEL erstmals den SPIEGEL Buchpreis. Ausgezeichnet wurde der Roman See der Schöpfung von Rachel Kushner. Die Begründung der Jury lautet wie folgt:
„Rachel Kushner schafft es, mit cooler Präzision eine Heldin zu erschaffen, die unsympathisch, berechnend und manipulativ ist – und der wir gebannt bis zum Ende folgen. ‚See der Schöpfung’ ist eine Agentengeschichte, die spannend ist, schnell wie eine Pistolenkugel. Hypnotisch wird die Geschichte aber dadurch, dass – sozusagen als Gratisgeschenk – immer wieder tiefschürfende Reflexionen eingestreut werden. Über die Evolutionsgeschichte des Menschen, französisches Landleben, Mythologie, Kulturtheorie, politischen Aktivismus. Am Rande entfaltet der Roman eine rasante Theorie der Menschheitsgeschichte. Kushner springt von der einen auf die andere Ebene, als wäre nichts dabei. Sie offenbart so ihre Meisterschaft und erinnert daran, dass es auch heute noch möglich ist, die Prädispositionen der Moderne in sich zu tragen und gleichzeitig so unbeschwert, begeistert und opulent zu erzählen, als gäbe es kein Morgen.”
Aus insgesamt 230 Einreichungen hatte die Jury aus sieben renommierten Kritiker*innen eine Vorauswahl von 20 belletristischen Titeln getroffen siehe Shortlist.
Der SPIEGEL vergibt den SPIEGEL-Buchpreis 2025 erstmals. Eine renommierte Jury prämiert mit diesem Preis belletristische Literatur, die in diesem Jahr auf dem deutschen Markt erschienen ist. Dabei werden nicht nur deutsche Originalausgaben berücksichtigt, sondern auch Übersetzungen internationaler Autor:innen. Weitere Informationen über das Auswahlverfahren und den Preis: SPIEGEL Buchpreis

Ausgezeichnet mit dem SPIEGEL Buchpreis 2025
Sadie Smith – 34, skrupellos, verführerisch, ehemalige FBI-Agentin – wird von einem namenlosen Auftraggeber in eine entlegene Gegend in Südfrankreich geschickt. Ihr Auftrag: Sie soll eine Kommune anarchistischer Umweltaktivisten infiltrieren, die im Verdacht steht, Anschläge verübt zu haben. Sadie blickt zunächst mit Verachtung auf die Idealisten und die französische Provinz mit ihren verschlafenen Dörfern und Höfen.
Doch dann gerät sie in Kontakt mit Bruno Lacombe, dem Vordenker der Gruppe. Bruno lehnt die Zivilisation ab, er lebt in einer Neandertalerhöhle und sieht die Rettung der Menschheit in der Rückwendung zu ihren Ursprüngen. Die Auseinandersetzung mit ihm lässt Zweifel in der eigentlich so abgebrühten Sadie keimen, und sie, die die Fäden in der Hand zu halten glaubte, gerät mehr und mehr in seinen Bann.
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