"Geist", "Religion" und "absolutes Wissen"

Ein Kommentar zu den drei gleichnamigen Kapiteln aus Hegels "Phänomenologie des Geistes"
 
 
Kohlhammer (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 19. Oktober 2016
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  • 491 Seiten
 
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978-3-17-031477-1 (ISBN)
 
Hegels "Phänomenologie des Geistes" ist eines der großen Werke der philosophischen Weltliteratur. Seit ihrem Erscheinen im Jahre 1807 ist sie bis heute Gegenstand heftiger Auseinandersetzung. Merkwürdigerweise stehen den vielen globalen Interpretationen aber nur wenige Versuche einer sorgfältigen Textanalyse gegenüber. Das gilt besonders für die drei letzten Kapitel, "Geist", "Religion" und "absolutes Wissen". Gerade diese Passagen aber müssen als die wichtigsten und inhaltsreichsten Abschnitte des Werks gelten, auf die dieses als ganzes zuläuft.

Der vorliegende Kommentar soll diese Lücke schließen. Nach einer zusammenfassenden Deutung der ersten Hälfte der "Phänomenologie" wird der Gehalt der drei Gipfel-Kapitel erschlossen, die die zweite Hälfte ausmachen, und zwar in engem Anschluss an den Text selbst. Auf diese Weise erhellen sich zahlreiche dunkle Stellen, über die bisher hinweggelesen wurde oder die der Deutung widerstanden. Hegels Denken zeigt sich so in neuer Frische.
  • Deutsch
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  • Deutschland
  • 8,28 MB
978-3-17-031477-1 (9783170314771)
3170314777 (3170314777)
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Prof. Dr. Josef Schmidt SJ lehrt an der Hochschule für Philosophie München.
  • Intro
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • Erster Teil: Kurzkommentar zur "Einleitung" und den Kapiteln I-V.
  • Einleitung
  • I. Die sinnliche Gewißheit
  • oder das Diese und das Meinen.
  • II. Die Wahrnehmung
  • oder das Ding und die Täuschung.
  • III. Kraft und Verstand, Erscheinung und übersinnliche Welt.
  • IV. Die Wahrheit der Gewißheit seiner selbst.
  • A. Selbstständigkeit und Unselbstständigkeit des Selbstbewußtseins
  • Herrschaft und Knechtschaft.
  • B. Freiheit des Selbstbewußtseins
  • Stoizismus, Skeptizismus und das unglückliche Bewußtsein.
  • V. Gewißheit und Wahrheit der Vernunft.
  • A. Beobachtende Vernunft.
  • a. Beobachtung der Natur.
  • b. Die Beobachtung des Selbstbewußtseins in seiner Reinheit und in seiner Beziehung auf äußre Wirklichkeit
  • logische und psychologische Gesetze.
  • c. Beobachtung der Beziehung des Selbstbewußtseins auf seine unmittelbare Wirklichkeit
  • Physiognomik und Schädellehre.
  • B. Die Verwirklichung des vernünftigen Selbstbewußtseins durch sich selbst.
  • a. Die Lust und die Notwendigkeit.
  • b. Das Gesetz des Herzens, und der Wahnsinn des Eigendünkels.
  • c. Die Tugend und der Weltlauf.
  • C. Die Individualität, welche sich an und für sich selbst reell ist.
  • a. Das geistige Tierreich und der Betrug, oder die Sache selbst.
  • b. Die gesetzgebende Vernunft.
  • c. Gesetzprüfende Vernunft.
  • Zweiter Teil: Hauptkommentar zu den Kapiteln VI- VIII: "Der Geist", "Die Religion", "Das absolute Wissen".
  • VI. DER GEIST.
  • A. Der wahre Geist, die Sittlichkeit.
  • a. Die sittliche Welt, das menschliche und das göttliche Gesetz, der Mann und das Weib.
  • (Die Teilung der sittlichen Substanz in die beiden "Gesetze", 292,13-30)
  • (Das Gemeinwesen als Bereich des "menschlichen Gesetzes", 292,31 - 293,31)
  • (Die Familie und der Einzelne als solcher als Bereich des "göttlichen Gesetzes", 293,31 - 297,5)
  • (Das Walten des Gemeinwesens und die Beziehung der beiden "Gesetze", 297,6 - 298,30)
  • (Deutlichkeitsgrade der Sittlichkeit in den familiären Verhältnissen und der Bezug zum anderen "Gesetz", 298,31 - 301,40)
  • (Die Auflösung der Spannungen im sittlichen Ganzen und seine männlich weibliche "Gerechtigkeit", 302,1 - 304,18)
  • b. Die sittliche Handlung, das menschliche und göttliche Wissen, die Schuld und das Schicksal.
  • (Das Offenbarwerden des Konfliktes durch die Handlung, 304,22 - 306,23)
  • (Bewußtes und unbewußtes Handeln, 306,24 - 307,25)
  • (Schuld und Verbrechen, 307,26 - 309,3)
  • (Die unbewußte Verstrickung in Schuld - Ödipus, 309,4-35)
  • (Die bewußte Verfehlung - Antigone, 309,36 - 310,15)
  • (Das Erleiden der Handlungsfolgen und die wiederhergestellte Gerechtigkeit, 310,16 - 311,18)
  • (Göttliches und menschliches Gesetz im Streit der Brüder - "Die Sieben gegen Theben", 311,19 - 312,21)
  • (Die Rache der entehrten Toten - "Die Schutzflehenden", 312,22 - 313,15)
  • (Das unterdrückte göttliche Gesetz und seine indirekte Macht, 312,16 - 315,19)
  • (Der allgemeine Ausgleich, die neue Stufe des Geistes, 315,20 -316,2)
  • c. Rechtszustand.
  • (Das Allgemeine des Geistes ist die Person, 316,4-27)
  • (Die Person, das "leere Eins", 316,28 -317,19)
  • (Die faktische Person gibt sich Inhalt, 317,20 -318,21)
  • (Der "Herr der Welt", die alles einende und alles besitzende Person, 318,22 -319,33)
  • (Das "Gelten" der Person mündete in die Entfremdung, 319,34 -320,11)
  • B. Der sich entfremdete Geist
  • die Bildung.
  • I. Die Welt des sich entfremdeten Geistes.
  • a. Die Bildung und ihr Reich der Wirklichkeit.
  • ("Entfremdung" und "Bildung" als Manifestation der Einheit des Geistes, 323,29 -326,20)
  • (Die Aufgliederung der substantiellen Einheit des Geistes am Beispiel der Natur, 326,21 -327,11)
  • ("Gut" und "Schlecht" als gedankliche, "Staatsmacht" und "Reichtum" als gegenständliche Aufgliederung der substantiellen Einheit des Geistes, 327,12-328,25)
  • (Die Vermittlung der gedanklichen und gegenständlichen Seite im Urteil nach dem Maßstab von Gleich und Ungleich, 328,26-331,1)
  • (Das Bewußtsein als Beurteilungsmaßstab und die Aufgabe der Vermittlung seiner eigenen Gleichheit und Ungleichheit, 331,2 - 332,11)
  • (Die Bedeutung der Vermittlung für die gegenständlichen Wesen selbst und das entsprechende Verhältnis des Bewußtseins zu ihnen, 332,12-335,3)
  • (Die Sprache als Ort des Bewußtseinsbezuges zum gleicherweise in sich vermittelten Gegenüber, 335,4-37)
  • (Die Vermittlung der gegenständlichen Totalität zur Einzelheit des Selbstbewußtseins: die Macht des Monarchen, 335,38-338,13)
  • (Die Preisgegebenheit der gegenständlichen Totalität: die Ohnmacht des Monarchen, 338,14-340,2)
  • (Der Selbstbesitz des preisgegebenen Reichtums und seine erneute und radikale Macht über das Bewußtsein, 340,3-29)
  • (Die Ohnmacht des Bewußtseins und seine Empörung, 340,30-342,26)
  • (Die Zerrissenheit des Selbstbewußtseins als Ausdruck seiner Bildung, 342,27-345,28)
  • (Die Unmöglichkeit für das Bewußtsein, der Macht der Bildung zu entfliehen, 345,29-347,3)
  • (Die Überwindung der Zerrissenheit des Bewußtseins in diesem selbst, 347,4-348,23)
  • b. Der Glauben und die reine Einsicht.
  • (Die Genese des Glaubens aus dem Geist der Entfremdung, 348,25-350,13)
  • (Der Glaube im Unterschied zur reinen Einsicht, 351,14-352,7)
  • (Der Glaube für sich betrachtet und im Verhältnis zur Welt, 352,8-354,2)
  • (Die reine Einsicht für sich betrachtet und im Verhältnis zur Welt, 354,3-355,28)
  • II. Die Aufklärung.
  • a. Der Kampf der Aufklärung mit dem Aberglauben.
  • (Glaube und Einsicht - Einheit und Unterschied, 357,11 - 30)
  • (Die indirekte Strategie in der Bekämpfung des Glaubens, 357,31 - 358,37)
  • (Kritik ohne Widerstand - Ist der Glaube kampflos erlegen? 358,38 - 360,19)
  • (Die Kritik erfährt Widerstand. - Der Weg der Selbstverwirklichung der Einsicht, 360,20 - 362,4)
  • (Kritik am Glauben als prinzipiell einsichtsvollem Selbstbewußtsein, 362,5 - 363,20)
  • (Kritik am Glauben als prinzipiell überfremdetem Selbstbewußtsein, 363,21 - 364,20)
  • (Die drei kritischen Momente an der Unmittelbarkeit des Glaubens, 364,21 - 368,22)
  • (Die "positive Realität" der Aufklärung und ihre Grundbegriffe des Absoluten, Endlichen und Nützlichen, 368,23 - 372,2)
  • (Die ungerecht erscheinende Kritik spricht im Namen des "Begriffs", der auch dem Glauben zugrunde liegt, 372,3 - 374,17)
  • (Wiederaufnahme und Bestätigung der kritischen Momente des Glaubens, 374,18 - 377,19)
  • (Die Aufklärung siegt, doch belastet mit der Sehnsucht des unbefriedigten Glaubens, 377,20 - 378,38)
  • b. Die Wahrheit der Aufklärung.
  • (Die Selbstgegenwart des "Begriffs" und die ihr innewohnende Tendenz zur Vergegenständlichung, 379,2 - 380,1)
  • (Die zweifache Sicht des Absoluten: Deismus und Materialismus, sowie deren dialektische Konvergenz, 380,2 - 382,12)
  • (Der Schritt in die Äußerlichkeit und ihre neue Integration durch den Begriff der "Nützlichkeit", 382,13 - 384,9)
  • (Zusammenfassender Rückblick auf den "entfremdeten Geist", wie er sich bisher ergab, 384,10 - 385,16)
  • III. Die absolute Freiheit und der Schrecken.
  • (Von der Nützlichkeit zur absoluten und kommunikativen Freiheit, 385,19 - 387,4)
  • (Die Freiheit, die sich als einzelne unmittelbar und kompromißlos "allgemeiner Wille" ist, 387,5 - 388,3)
  • (Die radikaldemokratische Aufhebung aller gesellschaftlichen Unterschiede als Forderung des "allgemeinen Willens", 388,4 - 389,30)
  • (Die Tilgung der Individualität als letzte Konsequenz freier selbstbezüglicher Allgemeinheit, 389,31 - 391,7)
  • (Das Erschrecken der Freiheit vor sich selbst und die Aufhebung ihrer tödlichen Abstraktheit, 391,8 - 392,4)
  • (Die positive Einbeziehung des Todes in das wahre Selbstverhältnis der Freiheit, 392,5 - 394,16)
  • C. Der seiner selbst gewisse Geist. Die Moralität.
  • a. Die moralische Weltanschauung.
  • (Das Auseinandertreten von Bewußtsein und Gegenstandswelt, von Selbst und Natur, 395,33 - 396,31)
  • (Das erste Postulat: Die Harmonie von Moralbewußtsein und äußerer Natur, Pflicht und Glück, 396,32 - 398,14)
  • (Das zweite Postulat: Die Harmonie von Moralbewußtsein und innerer Natur, Pflicht und Sinnlichkeit, 398,15 - 400,10)
  • (Die Vereinigung der beiden Postulate durch den Begriff des Handelns, 400,11-25)
  • (Das Auseinandertreten der Handlungseinheit in die vielen Gesetze, 400,26 - 401,4)
  • (Das dritte Postulat: Die Wiederherstellung der Handlungseinheit durch ein jenseitiges moralisches Bewußtsein, 401,5-38)
  • (Die Konsequenz des dritten Postulates: Das moralische Bewußtsein zwischen Abhängigkeit und Autonomie, Gnade und Verdienst, 401,39 - 402,29)
  • (Die moralische Weltanschauung steht in Ermangelung des "Begriffs" im Zeichen wechselnder "Vorstellung", 402,30 - 403,30)
  • (Die Konsequenz aus der "Vorstellung" und ihren wechselnden Positionen: es gibt ein moralisches Bewußtsein, und es gibt keines, 403,31 - 405,3)
  • b. Die Verstellung.
  • (Das vergegenständlichende Bewußtsein als "Nest gedankenloser Widersprüche", 405,5 - 406,2)
  • (Disharmonie und Harmonie von Moral und Natur - die Aporien des ersten Postulates, 406,3 - 408,25)
  • (Erfüllung der Moral und ihre Überflüssigkeit - die Aporien des zweiten Postulates, 408,26 - 410,19)
  • (Die überflüssig gewordene Moral und das damit isolierte Glückseligkeitsstreben, 410, 20 - 411,21)
  • (Der vollendete moralische Gesetzgeber und das Problem der Autonomie, 411,22 - 412,27)
  • (Das vollendete moralische Bewußtsein, Sammelpunkt der Widersprüche, 412,28 - 414,9)
  • (Der Zusammensturz der moralischen "Verstellungen" und die Rettung der Moral durch das Gewissen, 414,10 - 415,16)
  • c. Das Gewissen, die schöne Seele, das Böse und seine Verzeihung.
  • (Die Überwindung der moralischen Antinomie durch die Einheit des Selbst, 415,20 - 4172)
  • (Die neue Handlungseinheit des Gewissens als unmittelbar konkretes Pflichtbewußtsein, 417,3 - 420,17)
  • (Der Allgemeinheitsbezug des Gewissens ist die gegenseitige Anerkennung und die neue "Sache selbst", 420,18 - 421,36)
  • (Die Gefährdung der Handlungseinheit durch die Unüberschaubarkeit des Wissens und die Vielfalt der Inhalte - und die unmittelbare Handlungsgewißheit als Lösung, 421,37 - 423,28)
  • (Das Problem der Beliebigkeit im Bestimmen und Bewerten der Handlung und die nochmalige Lösung durch die sinnlich konkrete Handlungsgewißheit, 423,29 - 426,25)
  • (Die neue Unmittelbarkeit des in sich geschlossenen Handlungsvollzuges und die beliebige Deutung seiner begrenzten Ausdrucksgestalt, 426,26 - 427,37)
  • (Die Sprache als allein adäquate Ausdrucksgestalt, als Ort des kommunikativen Geistes und der eigentlichen Handlung, 427,37 - 429,23)
  • (Die Sprache als alleiniger Vollzug des Gewissens, der Anerkennung und der Religion, ihre Überbewertung und Krise, 429,24 - 432,13)
  • (Die "schöne Seele" als Gestalt der Erfüllung und der Krise des Gewissens, 432,14 - 433,14)
  • (Der unvermeidliche Außenbezug des in sich ruhenden, reinen Gewissens und der daraus erwachsende Gegensatz zwischen handelndem und beurteilendem Gewissen, 433,15 - 434,10)
  • (Die "Heuchelei" des nach außen gerichteten Gewissens - sie muß entlarvt werden, 434,11 - 436,6)
  • (Die gegenseitige Relativierung des handelnden und des beurteilenden Gewissens - beide sind "böse", 436,7 - 438,7)
  • (Das handelnde Gewissen bekennt sich, wird aber vom beurteilenden zurückgewiesen, das sich so ins Unrecht setzt und Gefahr läuft, sich zu zerstören, 438,8-440,15)
  • (Die Versöhnung des handelnden und beurteilenden Gewissens im "absoluten Geist", 440,16-441,17)
  • (In Trennung und Versöhnung offenbart sich der "absolute Geist", 441,18-442,35)
  • VII. DIE RELIGION.
  • (Die bisherigen religiösen Standpunkte und ihr Wissen vom göttlichen Gegenüber, 443,2-444,27)
  • (Der eigentliche religiöse Standpunkt als das Sichwissen des göttlich absoluten Geistes im Anderen seiner selbst, 444,28-445,40)
  • (Die Entfaltung des eigentlichen religiösen Standpunktes nach den Momenten der Erscheinungsgeschichte des Geistes, 446,1-450,16)
  • A. Natürliche Religion.
  • a. Das Lichtwesen.
  • b. Die Pflanze und das Tier.
  • c. Der Werkmeister.
  • B. Die Kunst-Religion.
  • a. Das abstrakte Kunstwerk.
  • (I. Die Präsenz des Göttlichen in der Objektivität der Statue, 461,19-464,12)
  • (I.a. Die vom Tempel umgebene Statue, 461,26-463,2)
  • (I.b. Die Krise der Dinglichkeit des Götterbildes, 463,3-464,12)
  • (II. Die Präsenz des Göttlichen in der Subjektivität der Sprache, 464,13-466,29)
  • (II.a. Der Hymnus, 464,13-39)
  • (II.b. Das Orakel, 464,40-466,29)
  • (III. Die Präsenz des Göttlichen im Kult als dem Vollzug der Einheit von Subjektivität und Objektivität, 466,30-470,11)
  • (III.a. Der abstrakte, innerliche Kult, 467,10-40)
  • (III.b. Die Konkretisierung des Kultes im Opfer, 468,1-469,19)
  • (III.c. Die Stabilisierung der kultischen Handlung durch die Einbeziehung des Götterbildes, 469,20 - 470,11)
  • b. Das lebendige Kunstwerk.
  • (Die sich preisgebende göttliche Substanz und ihre Präsenz in der sinnlichen Gewißheit, 470,13 - 472,8)
  • (Der bacchantische Kult und die ekstatische Rückkehr zur naturhaft göttlichen Substanz, 472,9-33)
  • (Die Aufhebung bacchantischer Konturlosigkeit in die Gestalt körperlicher Selbstgewißheit und in den Ausdruck der Sprache, 472,34 - 474,14)
  • c. Das geistige Kunstwerk.
  • (Das gegenseitige Sichspiegeln der irdischen und himmlischen Ordnung in der Welt des Epos, 474,16 - 476,2)
  • (Die Krise der epischen Welt als Dialektik ihrer objektiv-subjektiven Einheitsbewegung, 476,3 -478,4)
  • (Die Einheit des Begriffs und das Pathos des Subjektes: die Tragödie, 478,5 - 480,8)
  • (Die Vereinfachung der sittlich religiösen Welt durch die tragische Handlung zu einer objektiv inhaltlichen wie subjektiv formalen Polarität, 480,9 -482,16)
  • (Das Handeln in der Spannung des Bewußten und Unbewußten und die übergeordnete Einheit des Schicksals, 482,17 - 484,3)
  • (Die "Entvölkerung des Himmels" durch die Bewegung zur Einheit, 484,4 - 485,16)
  • (Die Komödie als Ausdruck der universal kritischen Macht der Subjektivität, 485,17 - 486,29)
  • (Die Einheit von Dialektik und Komödie und der Sieg der Subjektivität in der Kunst-Religion, 486,30 - 488,5)
  • C. Die offenbare Religion.
  • (I. Die Bedingungen der offenbaren Religion, 488,7 - 492,13) (I.a. Der Ertrag der Kunst-Religion, 488,7-25)
  • (I.b. Die Umkehrung der Umkehrung durch den "wirklichen Geist", 488,26 - 489,16)
  • (I.c. Der "wirkliche Geist" als Bedingung des Hervorganges der offenbaren Religion, 489,17 - 492,13)
  • (II. Gegebenheit und vorstellendes Begreifen des Inhaltes der offenbaren Religion, 492,14 - 499,29)
  • (II.a. Die begriffliche und geschichtliche Tatsächlichkeit des Inhaltes, 492,14 - 493,18)
  • (II.b. Die Offenbarung Gottes im Menschen - die erfüllte Hoffnung und das Ziel der Geschichte, 494,6 - 497,10)
  • (II.c. Die vorstellende Reflexion des offenbaren Inhaltes, 497,11 - 500,26)
  • (III. Die dreistufige Entfaltung des offenbaren Inhaltes durch das vorstellende Begreifen, 500,27 - 515,8)
  • (III.a. Gott in sich selbst - das Element des reinen Denkens, 500,27 - 502,40)
  • (III. b. Schöpfung und Erlösung - das Element der Vorstellung im engeren Sinn, 503,1-507,15)
  • (III.b.1. Die Welt als Schöpfung, 503,1-26)
  • (III.b.2. Die Tendenz der Schöpfung zum Bösen, 503,27 - 504,14)
  • (III.b.3. Die Frage nach dem vorweltlichen Bösen, 504,15 - 505,28)
  • (III.b.4. Das Gute als eigene, dem Bösen entgegentretende Wirklichkeit, 505,29 - 506,9)
  • (III.b.5. Die partikulare Versöhnung von seiten des göttlichen Wesens und ihr Allgemeinwerden, 506,10 - 507,15)
  • (III.c. Die Gemeinde - das Element des Selbstbewußtseins, 507,16 - 515,8)
  • (III.c.1. Das Eintreten der objektiven Versöhnung in das Selbstbewußtsein und dessen "Begriff", 507,16 - 509,28)
  • (III.c.2. Die Aufnahme der objektiven Versöhnung als schöpferischer Selbstvollzug der Gemeinde, 509,29 - 510,2)
  • (III.c.3. Die stets notwendige inhaltliche Vermittlung des begreifenden Selbstvollzuges, 510,3-511,34)
  • (III.c.4. Die Ich-Identität von objektiver Versöhnung und subjektivem Selbstvollzug im Leben der Gemeinde, 511,35 - 513,25)
  • (III.c.5. Das Erfassen und Überschreiten der letzten Vorstellungsbeschränkung, 513,26-515,8)
  • VIII. DAS ABSOLUTE WISSEN.
  • (Die notwendige Aufhebung und Rückgewinnung der Bewußtseinsform und ihrer konstitutiven Momente angesichts des absoluten Inhaltes der offenbaren Religion, 516,2 - 517,27)
  • (Das erneute Begreifen bedeutsamer Gestalten vom Beginn über die Vernunft bis zum Ende der Geistphilosophie aus der Entäußerungs- und Aneignungsbewegung des unendlichen Selbstbezuges, 517,28-519,34)
  • (Die Letztversöhnungen in "Geist" und "Religion" und ihre innere Einheit, 519,35-522,28)
  • (Wissen und Wissenschaft als Frucht der gewonnenen Versöhnungs- und Einheitsgewißheit, 522,28-524,7)
  • (Der Einheitsvollzug als Kreis des Begreifens, in Substanz und Subjekt, Anschauung und Begriff, Erfahrung und Wissen, 524,8 - 526,3)
  • (Die bereits aus dem "unglücklichen Bewußtsein", dann aus der "Vernunft" und dem "Geist" sich ergebende Forderung nach der endgültigen Einheit des Ich mit der raumzeitlichen Anschauung des Absoluten, 526,4 - 528,17)
  • (Das auf dem Einheitsvollzug des absoluten Wissens zu errichtende System der philosophischen Wissenschaft, 528,18-531,12.)
  • (a. Die spekulative Logik, 528,18 - 529,20)
  • (b. Die "Phänomenologie des Geistes" als Teil der Wissenschaft und als Entäußerungsbewegung des Geistes, 529,21-30)
  • (c. Natur- und Geschichtsphilosophie als Begreifen des zu sich kommenden absoluten Geistes und als dessen Manifestation in diesem Begreifen, 529,31 - 531,12)
  • ALLGEMEINER RÜCKBLICK.
  • Literaturverzeichnis
  • Personenverzeichnis
  • Sachverzeichnis

Erster Teil: Kurzkommentar zur "Einleitung" und den Kapiteln I-V.


Einleitung


Am Anfang steht eine "natürliche Vorstellung" (57,2). Sie ist nicht deswegen "natürlich", weil sie aus einer unverbildeten Spontaneität käme. Vielmehr ist sie durchaus eine Bildungsüberzeugung, und zwar eine solche, die unbefragt hingenommen wird und insofern als "natürlich" gilt. Sie besteht in der Auffassung, daß es naiv wäre, sich im Erkennen sogleich dem Gegenstand selbst zuzuwenden, bevor man sich über die Leistungsfähigkeit des Erkenntnisvermögens klar geworden ist. Doch damit wird eine Trennbarkeit von Erkenntnis und Gegenstand unterstellt, die besonders dann zu Widersprüchen führen muß, wenn "die Sache selbst" (57,3), um die es geht, oder das, "was in Wahrheit ist" (57,4) und "was An-sich ist" (57,17), keinen partikulären Gegenstand oder Gegenstandsbereich ausmacht, sondern von vornherein im Sinne des Ganzen schlechthin, des "Absoluten" (57,6) konzipiert ist.10 In bezug auf diesen schlechthin umfassenden Gegenstand läßt sich kein Außerhalb denken, von dem her das Erkenntnisbemühen seinen Ausgang nehmen könnte, und so muß in diesem Zusammenhang allen kritischen Überlegungen das Wissen um die prinzipielle Einbezogenheit in den Gegenstand und um seine immer schon vorhandene Offenbarkeit vorangehen.11 Wird jedoch das Erkennen etwa als ein formierendes Gestalten aufgefaßt, dann müßte die kritische Reflexion die so hinzugebrachte Form schließlich wieder vom Gegenstand abziehen, um ihn letztlich selbst vor sich zu haben, und man stünde am Ende dort, wo man am Anfang war. Nicht anders wäre es, wollte man das Erkenntnisvermögen als ein "passives Medium" (57,26) denken, das den Strahl der Wahrheit bricht. Doch diese Raffinesse der Habhaftwerdung ginge ebenfalls ins Leere, denn das Absolute würde, "wenn es nicht an und für sich schon bei uns wäre und sein wollte, dieser List spotten" (58,10ff).12 Wenn der beschriebene kritische Standpunkt aus einem Mißtrauen dem Erkenntnisvermögen gegenüber erwächst, so wäre nach dem bisher Gesagten eher ein "Mißtrauen in dies Mißtrauen" (58,26f) angebracht. Der Hauptfehler ist die zum Gebot erhobene strikte Trennung zwischen den Erkenntnismitteln und der zu erkennenden Sache, "vorzüglich aber dies, daß das Absolute auf einer Seite stehe und das Erkennen auf der andern Seite" (58, 34ff), ein nur vermeintlich kritisches Verfahren, "wodurch das, was sich Furcht vor dem Irrtume nennt, sich eher als Furcht vor der Wahrheit zu erkennen gibt" (58,40ff).

Warum soll man sich mit Auffassungen wie der hier kritisierten überhaupt abgeben? Warum sie nicht einfach als "leere Erscheinung des Wissens" (59,39f) verwerfen und an ihre Stelle die Wahrheit setzen? Doch die wahre Theorie ist neben einer beliebigen falschen zunächst auch nur eine "Erscheinung". Daß sie mehr ist, muß sich erst erweisen. Würde man auf den Erweis verzichten, bliebe ihre Wahrheit eine reine Versicherung mit dem gleichen Recht, das jede andere Theorie auch hätte. Von daher ist eine kritische "Darstellung des erscheinenden Wissens" (60,25f) unumgänglich, wobei auch die unwahren Theorie-Erscheinungen, in die das sich entwickelnde Wissen wohl nicht zufällig gerät, als Stufen und Ausformungen des Bewußtseins gewürdigt werden dürfen und müssen. Diese Darstellung kann freilich noch nicht identisch sein mit einer Systematik, die sich schon ganz auf dem Boden des wahren Wissens bewegt, sondern muß als "Weg des natürlichen Bewußtseins, das zum wahren Wissen dringt, genommen werden, oder als der Weg der Seele, welche die Reihe ihrer Gestaltungen, als durch die Natur ihr vorgesteckter Stationen, durchwandert, daß sie sich zum Geiste läutere, indem sie durch die vollständige Erfahrung ihrer selbst zur Kenntnis desjenigen gelangt, was sie an sich selbst ist" (60,31ff).13

Das (jeweilige) "natürliche Bewußtsein" (60,38) ist ein Wissen nur dem "Begriff" (60,38) nach, also nur dem Anspruch oder Vorgriff nach. D.h., es ist noch nicht ausgeführt und in der Realität bewahrheitet. In seinem (jeweiligen) Selbstverständnis faßt es sich aber durchaus als real bewährt auf und muß deshalb im Prozeß seiner "Realisierung" (61,2) die eigene Falsifikation und somit den "Verlust seiner selbst" (61,2) erleiden. Dieser Selbstverlust ist mehr als nur der Zweifel an der ein oder anderen partikulären Gewißheit. Vielmehr gerät die durch den umfassenden Gegenstand bestimmte Gesamtorientierung ins Wanken. Das Bewußtsein muß den "Weg der Verzweiflung" (61,5), der Skepsis, ohne Rückhalt gehen. Gefordert ist der "sich vollbringende Skeptizismus" (61,13f). Er ist mit einer kritischen Attitüde allein nicht abgetan, etwa mit dem "Vorsatze" (61,17), sich von jeder fremden Autorität zu lösen und nur das eigene Urteil gelten zu lassen. Mit solcher Art von Emanzipation würde nur die subjektive Unfehlbarkeit etabliert und dem im Grunde fruchtbaren Zweifel ein besonders hartnäckiger Feind entgegengestellt. Erst der "sich auf den ganzen Umfang des erscheinenden Bewußtseins richtende Skeptizismus" (61,36f) und seine "Verzweiflung" (61,39) können die "Geschichte der Bildung des Bewußtseins" (61,23f) ans Ziel bringen.

Für das Bewußtsein, das zur Höhe seiner Wahrheit kommen will, ist es unmöglich, auf untergeordneten Stufen stehenzubleiben. Diese alle müssen überschritten werden, und d.h: ihre Gesamtheit muß zugänglich werden. "Die Vollständigkeit der Formen des nicht realen Bewußtseins wird sich durch die Notwendigkeit des Fortganges und Zusammenhanges selbst ergeben" (62,5ff). Freilich sind die verlassenen Stufen dabei nicht einfach verschwunden. Sie bestimmen vielmehr die höheren und sind in ihnen verwandelt gegenwärtig. Ihre stets radikale Kritik führt keineswegs in die konturlose Auflösung, sondern ist als "bestimmte Negation" (62,27) auch positive Anknüpfung, d.h. als eine Negation, in der das Verlassen der jeweils letzten Stufe eine durch diese bedingte Perspektive vorzeichnet und so eine neue Gestalt des Bewußtseins begründet.

"Das Ziel aber ist dem Wissen ebenso notwendig, als die Reihe des Fortganges, gesteckt; es ist da, wo es nicht mehr über sich hinaus zu gehen nötig hat, wo es sich selbst findet und der Begriff dem Gegenstande, der Gegenstand dem Begriffe entspricht" (62,31ff), der Wissensanspruch also eingelöst ist. Fortgang und Ziel sind dem Bewußtsein innerlich: "Das Bewußtsein aber ist für sich selbst sein Begriff, dadurch unmittelbar das Hinausgehen über das Beschränkte, und, da ihm dies Beschränkte angehört, über sich selbst" (63,1ff). Zwar hat das Bewußtsein "Angst" (63,8), ja sogar Todesangst, sich aus der Beschränkung zu lösen, die ihm bisher Sicherheit und Orientierung gewährte. Denn es steht mit seinem totalen Gegenstand immer auch selbst als Ganzes auf dem Spiel. Aber das Aufbrechen der Beschränkung kommt aus der eigenen Mitte, aus der eigenen Dynamik und prinzipiellen Offenheit. "Das Bewußtsein leidet also diese Gewalt, sich die beschränkte Befriedigung zu verderben, von ihm selbst" (63,6ff). Quelle der Angst ist also das eigene Innere, die eigene Weite und Tiefe. Dabei sind die Auswirkungen vielfältig. So kann die Angst sich in der "Trägheit" (63,11) zeigen, im Widerwillen, die Beschränkung zu verlassen, aber auch in einer unverbindlichen Toleranz, die "alles in seiner Art gut zu finden versichert" (63,14f), und schließlich ist auch eine Kritik, die jeden Wahrheitsanspruch als haltlos erweisen will, ein "Eifer für die Wahrheit selbst" (63,19f), der im Grunde "Furcht der Wahrheit" (63,17f) ist.

Nach der Herausstellung dieser "Notwendigkeit des Fortgangs" (63,31) ist noch auf die "Methode der Ausführung" (63,32) einzugehen. Denn die Wissenschaft hat eine Prüfung des Bewußtseins vorzunehmen. Wo aber ist der Maßstab dieser Prüfung? Um ihn zu finden, muß das Wissen nach seinen Bestandteilen analysiert werden. "Dieses unterscheidet nämlich etwas von sich, worauf es sich zugleich bezieht" (64,11f). Dieses etwas ist das "an sich Sein" (64,16f) oder die "Wahrheit" (64,19). Ihr räumt das Wissen sowohl Selbständigkeit ihm selbst gegenüber ein als auch die Funktion, "Maßstab" für es zu sein. Dieser Maßstab geht somit aus dem Bewußtseinsverhältnis selbst hervor und wird von der wissenschaftlichen Metareflexion lediglich herausgehoben. "Das Bewußtsein gibt seinen Maßstab an ihm selbst, und die Untersuchung wird dadurch eine Vergleichung seiner mit sich selbst sein" (64,37ff). Weder der Maßstab noch die Prüfung an ihm ist also eine "Zutat von uns" (65,27), den philosophischen Beobachtern. Jene "Vergleichung" stellt das Bewußtsein selbst an. Eine Konsequenz dieser Binnenperspektive ist allerdings, daß der Maßstab keine fixe Größe ist, die nur von einem Dritten festzustellen wäre, sondern jeweils neu im Bewußtsein hervorgeht. Denn "in der Veränderung des Wissens ändert sich ihm in der Tat auch der Gegenstand...

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