
Gender Studies - Queer Studies - Intersektionalität
Eine Zwischenbilanz aus mediävistischer Perspektive
V&R unipress
1. Auflage
Erschienen am 9. Dezember 2019
437 Seiten
978-3-8470-1062-3 (ISBN)
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für PDF ohne DRM
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Beschreibung
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Der Band versammelt aktuelle mediävistische Forschungsansätze aus den Bereichen der Gender Studies, der Queer Studies und der Intersektionalitätsforschung. Der Horizont relevanter Fragestellungen, die sich mit diesen Theoriebildungen in den letzten Jahren und Jahrzehnten ergeben haben, ist weit gespannt. Die vorliegenden Beiträge prägt eine doppelte Agenda: einerseits die Fortschreibung der traditionsreichen Gender Studies in Auseinandersetzung mit den neuen Ansätzen, andererseits die Öffnung des Forschungsfelds in die neuen Richtungen mit dem Ziel, eine möglichst umfassende Auseinandersetzung mit Differenzlogiken und -kategorien der mittelalterlichen Literatur zu ermöglichen. This volume presents contemporary scholarly approaches from the fields of Gender Studies, Queer Studies, and Intersectionality from a medievalist perspective. These approaches have engendered a particularly broad range of research questions in recent decades. Therefore, the contributions take on a two-fold agenda: they seek to both reassess Gender Studies in the light of newer methodological frameworks, and to facilitate new lines of enquiry when investigating concepts of difference and identity in medieval and early modern literatures.
Prof. Dr. Ingrid Bennewitz ist Inhaberin des Lehrstuhls für Deutsche Philologie des Mittelalters an der Universität Bamberg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben Fragen der Überlieferung und Edition mittelalterlicher Texte und deren Rezeption in der Gegenwart seit vielen Jahren die mediävistischen Gender Studies.
Prof. Dr. Ingrid Bennewitz ist Inhaberin des Lehrstuhls für Deutsche Philologie des Mittelalters an der Universität Bamberg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben Fragen der Überlieferung und Edition mittelalterlicher Texte und deren Rezeption in der Gegenwart seit vielen Jahren die mediävistischen Gender Studies.
Weitere Details
Reihe
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Göttingen
Deutschland
Illustrationen
mit 11 Abbildungen
Dateigröße
5,04 MB
ISBN-13
978-3-8470-1062-3 (9783847010623)
Schweitzer Klassifikation
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Ingrid Bennewitz | Jutta Eming | Johannes Traulsen
Gender Studies - Queer Studies - Intersektionalität
Eine Zwischenbilanz aus mediävistischer Perspektive
Buch
12/2019
1. Auflage
Brill Deutschland
69,00 €
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Prof. Dr. Ingrid Bennewitz ist Inhaberin des Lehrstuhls für Deutsche Philologie des Mittelalters an der Universität Bamberg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben Fragen der Überlieferung und Edition mittelalterlicher Texte und deren Rezeption in der Gegenwart seit vielen Jahren die mediävistischen Gender Studies.
Inhalt
- Intro
- Title Page
- Copyright
- Table of Contents
- Body
- Ingrid Bennewitz / Jutta Eming / Johannes Traulsen: Einleitung: Gender Studies - Queer Studies - Intersektionalitätsforschung
- 1. Altgermanistische Gender-Forschung in der 'Bilanz'-Reihe
- 2. Queer Studies und Intersektionalitätsforschung
- 3. Zur Agenda des vorliegenden Bandes
- 3.1 Poetiken des Geschlechts
- 3.2 Interdependenzen von Gender
- 3.3 Körper und Identität
- 3.4 Grenzen des Menschlichen
- 1. Poetiken des Geschlechts
- Annette Gerok-Reiter: Genderinszenierungen im Minnesang. Vier Varianten und ihr poetologisches Potential
- 1. Die geliehene Frauenstimme
- 2. Das unbeschriebene Blatt
- 3. Die liebestolle Alte
- 4. Fazit oder: Vom Glanz des androgynen Körpers
- Jutta Eming: Zorn im Heinrich von Kempten. Verkörperte Emotion und monologische Männlichkeit
- 1. Die Konfliktlage
- 2. Gewalt und Affekthandeln
- 3. Zorn und Herrschaft
- 4. Verkörperter Zorn als intersektionale Kategorie
- 5. Komische Konfliktlösung
- 6. Resümee
- Seraina Plotke: Lücken und Leerstellen - Explorative Erprobungen gleichgeschlechtlicher Beziehungsmodelle im Herzog Ernst B
- Tilo Renz: Begegnungen am anderen Ort. Geschlechterverhältnisse und das mittelalterliche Wissen von utopischen Gemeinschaften (Straßburger Alexander, Heinrichs von Neustadt Apollonius von Tyrland)
- 1. Straßburger Alexander
- 2. Heinrichs von Neustadt Apollonius von Tyrland
- 3. Zusammenfassung und Überlegungen zum Schluss
- Ralf Schlechtweg-Jahn: Weibliche Abenteuer? Die Abenteuer der Herzogin Alheyt in der Historie von Herzog Herpin
- 1. Einleitung
- 2. Alheyts Abenteuer, erster Teil
- Exkurs: Zum Status des Religiösen im Herzog Herpin
- 3. Alheyts Abenteuer, zweiter Teil
- 4. Schlussfolgerungen
- 2. Interdependenzen von Gender
- Dina Aboul Fotouh Salama (Universität Kairo): Das übel wîp oder: Grenzüberschreitende Frauen. Eine komparatistische Lektüre der Erzählung Al-?akim bi-Amr Allah und die Frauen des Ibn al-Djauzi und der Versnovelle Der Mönch als Liebesbote (A)
- 1. Vorüberlegungen
- 2. Vorhaben
- 3. Al-?akim bi-Amr Allah und die Frauen: Entstehungs- und Überlieferungskontext
- 4. Der Mönch als Liebesbote (A): Entstehungs- und Überlieferungskontext
- 5. Collatio und Comparatio
- 6. Conclusio
- Astrid Lembke: Riskante Nachbarschaften. Konflikte um Religion und Geschlecht bei Caesarius von Heisterbach, Hans Folz, Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen und in Juspa Schammes' Sefer Mayse Nissim
- 1. Intersektionalität und Sündenbocktheorie
- 2. Opfertexte: Klage und Anklage
- 3. Verfolgungstexte: Lob der listigen Täter
- 4. Ermächtigungstexte: Aufbegehren gegen die aufgezwungene Rolle
- Susanne Knaeble: "Do mit viel sie von leyd in onmacht nyder zuo der erden" - Narrative Formen der Inszenierung weiblichen Machthandelns zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit im Hug Schapler (1500)
- 1. Die Frau als Auslöser des Thronfolgestreits
- 2. Strategisches Machthandeln der Königinmutter
- 3. Die Instrumentalisierung 'ritueller Kommunikation'
- 4. Strategien weiblichen Machthandelns: Die Instrumentalisierung des Helden
- Nadine Hufnagel: "Was half in, daz er künec was?" - Die Figur Etzel, Geschlecht und Herrschaft in zwei Fassungen des Nibelungenliedes (k, n)
- 1. Etzel und der Gender Trouble in Wiedererzählungen des Nibelungenliedes
- 2. Methodische Überlegungen
- 3. Die Darstellung Etzels in NL k und NL n
- 3.1 Religion/Geschlecht
- 3.2 Stand/Geschlecht
- 3.3 Geschlecht und Herrschaft
- Johannes Traulsen: Jungfrau und Mönch. Askese und Geschlecht in Crossdressing-Legenden des Mittelalters
- 1. Asketische Literatur und Identität
- 2. Crossdressing-Legenden - Forschungsansätze
- 3. Ephrosyne, Marina, Hildegund
- 4. Crossdressing in Legenden und monastische Kultur
- 3. Körper und Identität
- Regina Toepfer: Kinderlos werden. Annas und Joachims Diskriminierung im Protevangelium des Jakobus und in den Marienleben des Priesters Wernher und Wernhers des Schweizers
- 1. Die Etablierung der Reproduktionsnorm im Protevangelium des Jakobus
- 2. Internalisierung der Norm in den Driu liet von der maget des Priesters Wernher
- 3. Kinderlose Identitätsbildung im Marienleben Wernhers des Schweizers
- 4. Fazit
- Sonja Kerth: Homo debilis. Dis/ability und Alter?(n) in kleinepischen Verserzählungen
- 1. Blindheit
- 2. Genitalverstümmelung
- 3. Alter?(n)
- 4. Resümee und Ausblick: Dis/ability und Mitleid
- Andrea Moshövel: "Sie ist mehrmals für ain hermaphroditen oder androgynum geachtet worden" - Zur Funktion von Leiblichkeit in Personendarstellungen der Zimmerischen Chronik
- 1. Problemaufriss
- 2. Geschlechtliche Entgrenzungen von Frauen - einige Fallbeispiele
- 3. Geschlechtliche Entgrenzungen von Männern - Ansätze einer Typologie?
- 4. Fazit und Ausblick
- 4. Grenzen des Menschlichen
- Claudia Brinker-von der Heyde: "Cundrie la surziere, die unsüeze unde fiere". Intersektionale Analyse einer widersprüchlichen Figur
- 1. Wer ist Cundrîe?
- 2. "Ich dunke iuch ungehiure"
- 3. "Cundrîe, la surziere"
- 4. "Diu wîse, niht diu tumbe" (V. 779,7)
- 5. Ergebnis und Ausblick
- Susanne Schul: "ain hierß leit mir ain luoder": Intersektionalität, Animalität und Begehren im Minne- und Aventiureroman Friedrich von Schwaben
- 1. Intersektionalität, Animalität und Begehren im Friedrich von Schwaben
- 2. "er îlt nâch ûf der fart" (V. 74): Begehren affizieren
- 3. "ob ich erloest wurd zuo etlicher stund" (V. 639): Begehren lenken
- 4. "darum biß staet, vil werder tegen!" (V. 705): Begehren regulieren
- 5. "von ainem hierß trag ich ach und wê" (V. 4229): Ein Fazit
- Britta Wittchow: Skalen des Menschlichen. Versuch einer intersektionalen Analyse der Monster im Apollonius von Tyrland Heinrichs von Neustadt
- 1. Die Versprechen des Intersektionalitätsansatzes aus literaturwissenschaftlicher Perspektive
- 2. Heinrichs Apollonius von Tyrland und sein Interesse an hybriden Wesen
- 3. Genealogische Ordnung als Ver- und Entmenschlichung
- 4. Der Körper als Abbildung der genealogischen Defizienz und als narrativer Selbstzweck
- 5. Verstärkung: Verhaftung im 'Unzivilisierten'
- 6. Gegenbewegungen und ihre Grenzen: Zivilisatorische Errungenschaften und emotionale Tiefe
- 7. Kategorien als Skalen, hybride Kombinationen und die Rektion durch den Körper
- 8. Grenzen der Hybridität: Gender als unauflöslicher Binarismus?
- 9. Schluss: Gewinn einer intersektionalen Analyse?
- Silke Winst: Wilde Frauen. Intersektionelle Überkreuzungen von Wildheit, Gender und Monstrosität
- 1. Historische Intersektionalitätsforschung und Wilde Frauen
- 2. Wildheit
- 2.1. Lokalisierung in der 'Wildnis'
- 2.2. 'Wilde' Körperlichkeit
- 2.3. 'Wilde' Handlungsmacht
- 2.4. Wildheit als Transformationsergebnis
- 3. Gender im Spannungsfeld von Leib, Literatur und Begehren
- 4. Monstrosität
- 5. Schlussüberlegungen
- Julia Weitbrecht: Humanimale Heilsgemeinschaften. Intersektionale Perspektiven auf Mensch-Tier-Beziehungen in der Wüstenväterliteratur
- 1. Asketen, Kentauren, Satyrn: Die Wüste als interspezifischer Lebensraum
- 2. Der dankbare Löwe in paganer Antike und Christentum
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