
Werte, Herausforderungen und nachhaltige Resilienz im internationalen Kontext
Beschreibung
Als Gegenbegriff zur Verletzbarkeit und Vulnerabilität profiliert sich das Resilienz-Ideal in der Forschung über und aus Afrika oft in Form der Problemlösefähigkeit und adaptiven Bewältigungskompetenz traditioneller Volkskulturen in Prozessen der Modernisierung, der Globalisierung und vor allem gegenüber den damit verbundenen sozio-ökonomischen Fehlentwicklungen, Konflikten und Krisen. Aus dem Blickwinkel der nunmehr über 50 Jahre bestehenden interkulturellen Germanistik in Afrika südlich der Sahara versuchen die im vorliegenden Band gesammelten Beiträge, sich von der im Krisen-Fetischismus quasi gefangen gehaltenen Forschungstradition zu entfernen, um sich mit Werten und Wertebildern auseinanderzusetzen, die Gesellschaften und Wissenschaften für ein positives Resilienzverständnis nachhaltig vorbereiten können. Dabei wird im Band folgenden zentralen Fragen nachgegangen: Welche positiven Werte können für vergangene, gegenwartsbezogene und zukünftige Krisensituationen fruchtbar gemacht werden? Nach welchen strategischen Mitteln werden diese Werte ausgearbeitet und übertragen? Welche Rolle spielt dabei eine afrikanische Germanistik, die sich als interkulturell versteht?
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Person
Prof. Dr. Akila Ahouli: hat die Professur für Interkulturelle Germanistik an der Universität Lomé (Togo) inne. Er ist Vorsitzender des Germanistenverbands GAS (Germanistik in Afrika Subsahara). Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen bei Interkultureller deutscher Literatur und DaF-Didaktik.
Inhalt
1. Diskurse - (Un)Wissen - Resilienz. Mediale und diskursive Produktion neuer Normalität.- 2. Caillié contra Barth in Timbuktu oder Vulnerabilität vs. Resilienz der endogenen Technologie ums Schießpulver. Eine postkoloniale Literaturkritik am Forschungs- und Entdeckungsdiskurs.- 3. Rückgabe von Kulturgütern als Auswirkung kulturdiplomatischer Resilienz? Am Beispiel von Benin.- 4. "Zu Hause aber nicht Daheim". Von der Situation und den Möglichkeiten afrikanischer Migrant*innen in Deutschland am Beispiel der kamerunischen Diaspora.- 5. Wege zur nachhaltigen Resilienz der afrikanischen Länder im Kontext der illegalen Migration von Afrikanern nach Europa. Eine Kritik an Asfa-Wossen Asserates Werk Die neue Völkerwanderung.- 6. Selbstnarration und Krisenbewältigung. Zum resilienzfördernden Potenzial des Ich-Erzählens im Lichte ausgewählter Erzähltexte.- 7. Resilienz im Kontext krisenhafter Kulturbegegnung. Kultureller Universalismus als resilientes Verhaltensmuster des Homo adaptabilis vs. kulturellen Partikularismus im Lichte von Iphigenie auf Tauris (1786) und Der Zwiespalt des Samba Diallo (1961). - 8. Zum ästhetischen Lernen von Resilienz. Eine Analyse von Jean Paul Lissocks Werk Mein Freund, der weiße Mann. Von Kamerun nach Deutschland. - 9. Plädoyer für eine interkulturelle Didaktik im DaF-Unterricht in Notfallsituationen in Burkina Faso.- 10. Deutschlehren in Togo: Herausforderungen und Resilienz.
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