Wie gelangte in die Medien, was diese schließlich druckten oder sendeten? Dieser grundlegenden Frage geht Ebbo Schröder anhand der Arbeit von britischen und US-amerikanischen Auslandskorrespondenten beim Nürnberger Prozess 1945-46 nach. Statt den Selbstdarstellungen in der Memoirenliteratur der Großen ihrer Zunft Glauben zu schenken, rekonstruiert die Arbeit anhand umfangreicher Archivrecherchen die journalistische Praxis zahlreicher Korrespondenten aller Mediengattungen. Vom Geschmack des chlorierten Wassers im zerstörten Nürnberg über den Kampf mit den eigenen Redaktionen und der Kommunikationstechnik bis zu ihren Gedanken über den beginnenden Kalten Krieg wird jede Facette ihrer Arbeits- und Lebenswelt in den Blick genommen. Anhand vieler erstmals ausgewerteter Quellen wird gezeigt, welche Faktoren entscheidend dafür waren, was gedruckt und gesendet wurde. Und die Bedeutung, die den Korrespondenten dabei zukam, entsprach selten ihrer Selbstdarstellung.
Reihe
Thesis
Dissertationsschrift
2020
TU Braunschweig
Sprache
Verlagsort
Illustrationen
Maße
Höhe: 232 mm
Breite: 156 mm
Dicke: 31 mm
Gewicht
ISBN-13
978-3-412-53067-9 (9783412530679)
Schweitzer Klassifikation
Autor*in
Ebbo Schröder hat am Institut für Geschichtswissenschaft der TU Braunschweig promoviert.
Reihen-Herausgeber
Ulrike von Hirschhausen hat den Lehrstuhl für Europäische und Neueste Geschichte an der Universität Rostock inne.
Frank Bösch ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) und Professor für deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam.