
Polyphon Pervers
Beschreibung
In einer beschaulichen Kleinstadt in der Schweiz passiert Erstaunliches: Kaum gegründet, mischen Sabine und Schanti mit ihrem Verein »Polyphon Pervers« die Kulturszene auf. Risikofreudig und clever agierend steigen sie als Theater-Produzentinnen zu nationalen Größen auf und scharen eine illustre Runde um sich: vom eitlen Regisseur Lucien über den versoffenen Ghostwriter Yves, den Lebemenschen und DJ Milan und die opportunistische Schauspielgröße Chantal bis zu Jules und seinen Hanf-Bauern, die unversehens als Performance-Künstler brillieren. Dem Erfolg ordnet der Verein für Unterhaltung im Laufe der Geschichte alles unter, und so folgen auf erste Unsauberkeiten schon bald alle möglichen Formen des Betrugs.
Béla Rothenbühler belebt mit seinem zweiten Roman die Tradition des Schelmenromans neu – diesmal mit schlagfertigen Hochstaplerinnen. Seine satirische Reise durch Kultur, Unterhaltung und Geld ist nicht nur clever, sondern selbst ein Meisterwerk der Unterhaltung.
Rezensionen / Stimmen
„[…] Polifon Pervers ist Literatur wie grosses Kino. Mit einem Stoff aus einem Hollywood am Vierwaldstättersee. In einer Sprache, die es antreibender, unmittelbarer und ja, Schweizerischer, in der deutschsprachigen Gegenwarts- literatur gerade nicht gibt.” Zur Nominierung des luzerndeutschen Originals für den Schweizer Buchpreis 2024
„Polyphon Pervers" ist ein großer Spaß und in all seinen unsubtilen Anspielungen auf den Kulturbetrieb in seiner Übertreibung und theatralischen Inszenierung treffsicher.” Katarina Rafailović, @kata_lovic
„Dieses Buch macht so viel Spaß! Béla Rothenbühler kreiert mit seinem Schreibstil und der Handlung feinstes Entertainment auf rund 200 Seiten.” Nathalie Nied, @needyandwitty
„Die fetzigste Kultursatire, die ich je gelesen habe ... rasend komisch!” Joachim Scholl im Interview mit Béla Rothenbühler, Deutschlandfunk Kultur "Lesart"
„Ein Schelmen- und Hochstaplerroman, wie ich ihn lange nicht gelesen habe. [...] Der Sound [...] bleibt im Ohr: Eine irre verschwafelte und halbgenaue Erzählerstimme, die nicht richtig festgelegt werden will, mit ihrer unendlichen indirekten Rede und ihrem leichten Dauerspott erinnert sie an das Maul in den Krimis von Wolf Haas oder an einen bekifften Thomas Bernhard.” Alexander Wasner, SWR Kultur "lesenswert Magazin"
„Eine Tour de Force durch die Absurditäten der freien Theaterszene und der Kulturförderung, eine köstliche Satire auf die Kunst- und Förderkultur, in der einer wichtiger als die andere ist.” Anke Schmeier, @ankeschmeier
„Ich habe mich köstlich amüsiert mit diesem intelligenten Heimatroman aus einer völlig schrägen Szenerie. Wer Wolf Haas und Thomas Bernhard mag sollte unbedingt einen Blick in diesen Roman werfen - um sich dann gleich festzulesen.” Frank Menden, @frank.menden
„Polyphon Pervers ist Schelmenroman, Satire und Milieustudie zugleich – ein scharfsinniger, humorvoller und sprachlich origineller Blick auf den Schweizer Kulturbetrieb. Vor allem aber: eine Liebeserklärung an das kreative Chaos der Kulturszene.” litty Buchhandlung
„Das war ja mal grandios! Witzig, toller Schreibstil und unglaublich authentische Figuren.” Karolina Minaev, @karosreads
„Ein Buch, das schillert, kracht, über die Stränge schlägt und dabei verdammt klug ist. Man kann es lesen, um zu lachen. Oder um mal kurz die Kulturbranche zu durchblicken. Oder einfach, weil es fetzt. Und ja: Es fetzt!” Antonia von Wissel, @lesefin
„Ich hab mich bestens amüsiert mit diesem Roman. Er ist schnell, lustig, schlau, überzogen und wirklich originell. Vor allem sprachlich war ich hin und weg.” Mirka Degen, @lesenaufderueberholspur
„Sprachlich eigenwillig [...], aber sehr stark sprudelt die Geschichte vor sich hin. Rothenbühler beherrscht den aktuellen SzeneSlang perfekt und weiß daraus doch mehr als Satire, nämlich echte Literatur zu machen [...].” Karsten Zimalla, Westzeit
„Béla Rothenbühler hat eine derart liebevolle Satire auf den Kulturbetrieb geschrieben, man vergisst darüber fast, dass es Leute gibt, denen Theater noch etwas bedeutet; denen Kunst noch etwas bedeutet. [...] Es ist ein Buch, das klingt, als würde einem an irgendeinem Tresen eine derart lustige Geschichte erzählt, dass man ausnahmsweise bereit ist, zwei Stunden die Fresse zu halten.” Frédéric Valin, neues deutschland
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Personen
Béla Rothenbühler, geboren 1990 im schweizerischen Reussbühl, ist freischaffender Dramaturg, Autor und Musiker. Mit dem Kollektiv "Fetter Vetter & Oma Hommage" ist er in der freien Luzerner Theaterszene aktiv, mit der Krautrockband "Mehltau" als Musiker. Sein luzerndeutscher Debütroman "Provenzhauptschtadt" erschien 2021 bei Der gesunde Menschenversand. Sein Zweitling "Polifon Pervers" erschien 2024 ebenda, landete auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis 2024 und gewinnt 2025 den Schweizer Literaturpreis. Rothenbühler lebt und arbeitet in Luzern.
ISNI: 0000 0005 1597 4964
Uwe Dethier, 1959 in Kleve geboren, lebt als freiberuflicher Übersetzer und Autor in Düsseldorf. Er arbeitete zuvor als Schreiner, Bühnentechniker und Lichtdesigner. Seit 1992 arbeitet er als freier Übersetzer aus dem Amerikanischen, Australischen, Niederländischen, Flämischen und aus schweizerdeutschen Dialekten. Für Voland & Quist hat Uwe Dethier den Dialekt-Roman kunstvoll in eine am gesprochenen Wort orientierte hochdeutsche Sprache übertragen.