Die internationale Entwicklung zielt auf eine wettbewerbsorientierte Re-Regulierung der bislang monopolisierten Stromversorgung. Zugleich erfordert die Bedeutung des Stromsektors für Umwelt- und Klimaschutz neue Formen systembeeinflussender Steuerung, die die Selbststeuerungsmechanismen der Stromwirtschaft nutzen. Die ausführliche Einführung in das Thema durch die Herausgeber ordnet die energierechtlichen Reformüberlegungen (Pool- bzw. Durchleitungsmodell) aus dieser Perspektive in den Rahmen der allgemeinen Steuerungsdebatte ein.
Im Beitrag von Bohne (Bundesumweltministerium) wird das Modell einer Strombörse detailliert entwickelt. Koch und Schröder behandeln die verfassungsrechtlichen, insbesondere eigentumsrechtlichen Vorgaben für eine Liberalisierung. Ladeur votiert für eine Umsetzung des Least-Cost Planning. Ferner werden die Positionen der EG (Baumanns), eines Bundeslandes (Vahrenholt), des Bundeswirtschaftsministeriums (Cronenberg) und zweier Energieversorger (Reh, Oesterwind) dokumentiert. Der Band wird durch eine energieökonomische Analyse in internationaler Perspektive (Schulz) und die Erörterung kartellrechtlicher Rahmenbedingungen (Niederleithinger) abgerundet.
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ISBN-13
978-3-7890-3714-6 (9783789037146)
Schweitzer Klassifikation