
Das Kollektiv und sein Repräsentant
Zum rechtlichen Verhältnis von Verband und Verbraucher:innen bei der Verbandsabhilfeklage
Felix Beuth(Autor*in)
Duncker & Humblot (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 16. Juli 2025
Buch
Softcover
407 Seiten
978-3-428-19577-0 (ISBN)
Beschreibung
Die Arbeit beleuchtet das Verhältnis des klagenden Verbraucherverbands und der angemeldeten Verbraucher:innen bei der Verbandsabhilfeklage aus prozessualer und aus materiellrechtlicher Sicht. Die Klagebefugnis des Verbands bewertet der Autor unter Ablehnung eines eigenen Anspruchs des Verbands bei der individualisierten und der nicht individualisierten Abhilfeklage als besonders ausgestaltete Prozessstandschaft. Wegen des Opt-In der Verbraucher:innen und der repräsentativen Wahrnehmung durch den Verband ist der Anspruch auf rechtliches Gehör gewahrt. Diese Prozessstandschaft wird flankiert von einem materiellrechtlichen Schuldverhältnis von Verband und Verbraucher:innen. Ein solches ergibt sich zwar nicht auf rechtsgeschäftlicher Basis. Aufgrund ihres ähnlichen geschäftlichen Kontakts i.S.d. § 311 Abs. 2 Nr. 3 BGB besteht jedoch ein gesetzliches Schuldverhältnis. Den daher haftbaren Verband treffen insbesondere Informationspflichten und die Pflicht zur sorgfältigen Prozessführung.
Rezensionen / Stimmen
»Insgesamt leistet Felix Beuth einen profunden Überblick über die Entwicklung des kollektiven Rechtsschutzes und die Abhilfeklagetypen nach dem VDuG, beantwortet schlüssig wichtige und praxisrelevante dogmatische Fragen, gibt mittelbar wertvolle Impulse für Reformen und vermittelt nicht zuletzt ein für Dissertationen eher ungewöhnliches Lesevergnügen.« Dr. Peter Röthemeyer, in: Zeitschrift für Zivilprozess, Bd. 138, 4/2025Weitere Details
Reihe
Thesis
Dissertationsschrift
2025
Universität Halle
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Berlin
Deutschland
Produkt-Hinweis
Broschur/Paperback
Klebebindung
Maße
Höhe: 23.3 cm
Breite: 15.7 cm
Gewicht
610 gr
ISBN-13
978-3-428-19577-0 (9783428195770)
Schweitzer Klassifikation
Weitere Ausgaben
Person
Felix Beuth studierte Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München und absolvierte im Anschluss das Rechtsreferendariat im Bezirk des OLG München. Während der Ausbildung arbeitete er als studentische Hilfskraft und später als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem bürgerrechtlichen Lehrstuhl der LMU. Der deutschen Ausbildung schloss sich ein internationales LL.M.-Studium an der Tel Aviv University in Israel an. Zudem arbeitete der Autor als Rechtsanwalt in internationalen Wirtschaftskanzleien in München und Berlin. Promoviert wurde Felix Beuth im Jahr 2025 von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seit 2024 ist er bei der bayerischen Justiz tätig.
Inhalt
1. Einführung
2. Rückblick und Bestandsaufnahme: Die kollektive Rechtsschutzlandschaft vor dem VDuG
3. Die Verbandsabhilfeklage nach dem VDuG - ein Überblick
4. Verband und Verbraucher:innen: Repräsentant und Kollektiv
5. Das Prinzip der prozessualen Repräsentation der Verbraucher:innen durch den Verband
6. Rechtsgeschäftliches Schuldverhältnis zwischen Verband und Verbraucher:innen
7. Gesetzliches Schuldverhältnis zwischen Verband und Verbraucher:innen
8. Pflichtenprogramm und Haftung