
Gastland der Frankfurter Buchmesse 2025: Philippinen | Buch-Empfehlungen
Die Philippinen sind 2025 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Unter dem Motto „The imagination peoples the air“ („Fantasie beseelt die Luft”) präsentiert sich der Inselstaat, der kulturell gerade die Vielfalt in den Mittelpunkt stellt. Anlässlich des Auftritts, bei dem das bedeutende kulturelle Erbe durch zahlreiche Künstler*innen und die Traditionen indigener Gemeinschaften repräsentiert wird, stellen wir Ihnen hier hervorragende Autor*innen und literarische Klassiker und Entdeckungen rund um die Philippinen vor

Der große Literatur-Klassiker der Philippinen
Noli me tangere ist ein revolutionärer Widerstandsroman und eines der frühesten literarischen Zeugnisse der Kritik am Kolonialismus. José Rizal musste die Veröffentlichung mit dem Leben bezahlen und wurde zum Märtyrer der Philippinen. Mit seiner erzählerischen Opulenz, seinem Humor und seinem unhintergehbaren Glauben an die Menschlichkeit strahlt der Roman weit in die Gegenwart hinein.
Der Roman des philippinischen Nationalhelden, Rizal (1861-1896) war Schriftsteller, Arzt sowie engagierter Verfechter der philippinischen Unabhängigkeit, inspirierte auch das Ehrengastmotto bei der Frankfurter Buchmesse 2025: „The imagination peoples the air“ – „Fantasie beseelt die Luft“. Der Roman wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und ist bis heute Pflichtlektüre in allen Schulen und Hochschulen der Philippinen.
Wer also das vielseitige Archipel literarisch kennenlernen möchte, kommt um diesen Klassiker nicht herum!

Der feministische Klassiker der Philippinen! Lualhati Bautista (1945-2023) hat mit ihren Romanen ein Nachdenken über die Rolle der Frau und die politische Lage im Land angeregt. Klar und kraftvoll geschrieben, wurden ihre Werke in preiswerten Ausgaben veröffentlicht und waren für alle zugänglich. Bautista ist bis heute ein Vorbild – auch für die jüngeren Autorinnen auf den Philippinen.

Francisco Sionil José gilt als einer der größten Autoren der Philippinen. Katharina Borchardt, Neue Zürcher Zeitung, war in einer Rezension voll des Lobes: „Gagamba ist ein bis zum Schluss packender Roman, der ein genaues und äußerst kritisches Gesellschaftspanorama der Philippinen zeichnet und der die Frage aufwirft, ob nur ein Gottesgericht es schafft, ein korruptes Gesellschaftssystem zu erschüttern.”
Weitere Romane von philippinischen Autor*innen oder mit den Philippinen als Schauplatz

Sachbücher | Kochen, Kultur, Reisen und Geschichte
Und hier finden Sie einen bunten Mix an Sachbüchern, der Ihnen das vielfältige südostasiatische Land, das aus sage und schreibe 7.641 Inseln besteht und auf denen 135 Sprachen gesprochen werden, näherbringt – sei es kulturell, historisch oder kulinarisch. Es gibt viel zu entdecken! Und wer dem Land gleich einen Besuch abstatten möchte, wird sich über unsere empfohlene Reiseliteratur freuen.


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