
Buch-Empfehlungen
Tschechien ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2026 und präsentiert sich unter dem Motto „Ein Land an der Küste“. Die von Shakespeares Das Wintermärchen inspirierte Leitidee lädt dazu ein, Tschechien als Teil des großen Weltmeers der Literatur zu entdecken. Entdecken Sie hier aktuelle ins Deutsche übersetzte Werke tschechischer Autor*innen und lassen Sie sich von einer vielfältigen Literaturlandschaft inspirieren. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Stöbern und Entdecken!

Eine Familiengeschichte aus dem Riesengebirge
Benetzko im Sudetenland. Hier begegnen sich Wilderer und freigeistige Frauen, Stofffabrikanten und spiritistische Damen, hier heiraten Tschechen Deutsche – nur um sich dann darüber zu streiten, welche Nationalität sie bei der Volkszählung angeben sollen, wer zuerst die neue Schule bauen wird und wer einen Hund namens Masaryk getötet hat.
Inmitten geheimer Romanzen, Desertionen aus der Armee, beiläufigem Verrat und Namensänderungen kosten kleine Entscheidungen am Ende Menschenleben. Ausgehend von der Geschichte ihrer eigenen Familie – von kostbaren Erinnerungen und traurigen Memoiren, von Fotos, vergilbten Zeitungen und Archivfunden – webt die Autorin eine mitreißende Familiensaga.

Tschechischer Literaturpreis Magnesia Litera 2026
In einer mittelgroßen Kleinstadt im Europa des 20. Jahrhunderts sind der Hypnotiseur Leo Svengali und sein federleichte Assistentin Elis ein Herz und eine Seele, bis der Diktator Tito sie auseinanderbringen will: Die tschechische Autorin Dora Kaprálová erzählt in Die Mariborhypnose von weißer und schwarzer Magie, von Treue und Machtmissbrauch, sowie davon, dass uns nur die Liebe retten kann.
“Eine der originellsten Liebesgeschichten, die ich seit Langem gelesen habe.” Denis Scheck, ARD / Druckfrisch

Lorenzo, Caspar und Miss Detroit sind unterwegs im alten Saab. Drei Freunde, irgendwo zwischen Lebensmitte und Lebensmüdigkeit. Ihr Ziel: die Friedhöfe Mitteleuropas. Während sich Lorenzo durch Bücher frisst und versucht, eine Doktorarbeit über die toten europäischen Dichter zu schreiben, träumt Miss Detroit hinter dem Lenkrad davon, Friedhofsbotanikerin zu werden und durch die Blumen mit den Toten zu sprechen. Und der fast blinde Caspar denkt an seinen Vater im Böhmischen Paradies, dessen verstorbene Freunde noch immer durch seine Stammkneipe geistern.
Mit jedem gefahrenen Kilometer rücken die drei näher aneinander und hören die Stimmen der Toten von Grab zu Grab deutlicher: Wovon sprechen sie, wenn man ihnen zuhört? Und wem hört man besser nicht zu? Als sie auf einem Berliner Friedhof plündernden Reichsbürgern zuvorkommen und die Knochen eines NS-Verbrechers entwenden, beginnt eine absurde Verfolgungsjagd entlang der Grenzen der europäischen Mitte.











