
Bürgernahe Ziviljustiz: Die französische juridiction de proximité aus deutscher Sicht
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Inhalt
- Cover
- Titel
- Vorwort
- Inhaltsübersicht
- Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- A. Einleitung
- I. Ziel der Untersuchung
- II. Gang und Methodik der Untersuchung
- III. Entstehung und Diskussion des Begriffes "Bürgernähe" in Deutschland und Frankreich
- 1. Entwicklung des Begriffes "Bürgernähe der Justiz" in Frankreich
- 2. Entwicklung des Begriffes "Bürgernähe der Justiz" in Deutschland
- IV. Definition des Begriffes "Bürgernähe" - Bürgernähe als multidimensionale Bezeichnung
- 1. Positive Grundaussage des Begriffes "Bürgernähe"
- 2. Konturierung des Begriffes anhand verschiedener Dimensionsbeschreibungen
- a) strukturelle Bürgernähe
- b) prozessuale Bürgernähe
- c) Bürgernähe durch effektiven Rechtsschutz
- 3. Grenzen der Bürgernähe
- a) Bürgernähe als Widerspruch zu Verfahrensrechten Dritter
- b) Bürgernähe als Widerspruch zur richterlichen Unabhängigkeit
- aa) Schutzbereich der richterlichen Unabhängigkeit
- bb) Eingriff in den Schutzbereich der richterlichen Unabhängigkeit durch Bürgernähe der Justiz
- (1) Umgestaltungen der Justiz in Richtung Bürgernähe
- (2) Evaluierung der Justiz im Hinblick auf Bürgernähe
- (3) Ergebnis
- B. Die juridiction de proximité als Ansatz zur Herbeiführung von Bürgernähe der Ziviljustiz
- I. Die neue Institution "juridiction de proximité" als Fortführung früherer bürgernaher Streitbeilegungsmodelle
- 1. Vom "juge de paix" zur juridiction de proximité
- a) Frühzeitige Existenz sog. Friedensrichter in Frankreich
- aa) Geschichtliche Entwicklung des juge de paix
- bb) Ausgestaltung der justice de paix
- cc) Entwicklung und Abschaffung des juge de paix
- dd) Bewertung im Hinblick auf die Bürgernähe
- b) Bürgernahe Streitbeilegungsmodelle in Frankreich vor Einführung der juridiction de proximité
- aa) Conciliation und médiation außerhalb gerichtlicher Verfahren
- (1) Abgrenzung von conciliation und médiation
- (2) Conciliation
- (a) Verfahren der conciliation
- (b) Person des conciliateurs
- (3) Médiation
- (a) Verfahren der médiation
- (b) Person des médiateurs
- (4) Médiation und conciliation als Alternativen zur Justiz
- bb) Conciliation und médiation im gerichtlichen Verfahren
- (1) Der allgemeine Auftrag an den Richter zu gütlicher Streitbeilegung in jedem Verfahrensstadium (Art. 21 CPC)
- (2) Die Schlichtung vor dem tribunal d'instance zu Verfahrensbeginn (Art. 840, 847, 847-3 CPC)
- (3) Die tentative préalable de conciliation vor dem tribunal d'instance nach Art. 829, 830 ff. CPC
- (4) Die Wahrnehmung richterlicher Schlichtungsaufgaben durch externe conciliateurs de justice
- (a) Abgrenzung zur médiation judiciaire
- (b) Aufgabe der conciliateurs
- (c) Person des Dritten
- (5) Die médiation judiciaire
- (a) Aufgabe des médiateurs
- (b) Person des médiateurs
- cc) Akzeptanz von conciliation und médiation
- (1) Generell hohe Akzeptanz der conciliation außerhalb der Gerichte
- (2) Geringe Akzeptanz der médiation
- dd) Resultat von Bemühungen zur einvernehmlichen Streitbeilegung
- (1) Transaction
- (2) Désistement
- (3) Aquiescement
- (4) Retrait du rôle
- (5) Praktische Relevanz der Ergebnisse einvernehmlicher Streitbeilegung
- ee) Bewertung im Hinblick auf die Bürgernähe
- c) Die Einführung der juridiction de proximité: Eine erwartete, aber dennoch stark kritisierte Reform
- aa) Entwicklung der Idee für die juridiction de proximité und Ziele der Schaffung der neuen Institution
- bb) Fehlen einer öffentlichen Diskussion im Gesetzgebungsverfahren
- cc) Rechtlicher Status der juges de proximité: Ein auf bereits erworbenen Kompetenzen beruhendes, stark kritisiertes System
- (1) Rechtlicher Rahmen des Richterstatus der juges de proximité
- (2) Anforderungen an die juges de proximité hinsichtlich der Fachkompetenz
- (a) Voraussetzungen für eine Ernennung zum juge de proximité
- (b) Die Einstellungsentscheidung durch den Conseil supérieur de la magistrature
- (c) Aus- und Weiterbildung der juges de proximité
- (3) Unterwerfung der juges de proximité unter das generelle Richterstatusrecht
- d) Ergebnis
- 2. Die juridiction de proximité als neue Institution im Bereich des Zivilprozessrechts
- a) Zuständigkeit der juridiction de proximité im Zivilrecht als Gericht für die Beilegung von Alltagsstreitigkeiten
- aa) Beschränkung der Zuständigkeit ratione personae
- bb) Ursprünglich zu niedrig angesetzter Streitwert als Hindernis für einen Erfolg der neuen Institution
- (1) Zuständigkeit für sog. actions personnelles mobilières
- (2) Zuständigkeit für Klagen mit unbestimmtem Streitwert, denen die Erfüllung eines Anspruchs zugrunde liegt, dessen Streitwert 1.500 ? nicht übersteigt
- (3) Injonction de payer et injonction de faire
- (4) Homologation von Einigungsverträgen unter den Parteien
- cc) Zuständigkeiten der juridictions de proximité nach der Zuständigkeitsausweitung durch die Reform von 2005
- (1) Komplette Aufgabe der Beschränkung der Kompetenz ratione personae
- (2) Zuständigkeit für sog. actions personnelles ou mobilières
- (3) Zuständigkeit für unbezifferte Klageanträge, die aus der Erfüllung einer Verbindlichkeit, deren Wert 4.000 ? nicht übersteigt, resultieren
- (4) Injonction de payer et injonction de faire
- (5) Homologation von Einigungsverträgen unter den Parteien
- (6) Zuständigkeit für inzidente Anträge (demandes incidentes) und Verteidigungsmittel (moyens de défense)
- (7) Klagen auf Rückzahlung von Mietkautionen betreffend Wohnräume bis zu einem Streitwert von 4.000 ?
- (8) Ausnahmen von der Zuständigkeit der juridiction de proximité
- dd) Örtliche Zuständigkeit der juridiction de proximité
- b) Einbindung der juridiction de proximité in die französische Gerichtsorganisation im Bereich des Zivilrechts
- aa) Institutionelle Eigenständigkeit der juridiction de proximité
- bb) Berührungspunkte der juridiction de proximité mit anderen Gerichten erster Instanz
- c) Ergebnis
- II. Erzielung von Bürgernähe durch Einzelmaßnahmen im Bereich der Justiz in Deutschland
- 1. Der "deutsche" Friedensrichter als historischer Ansatz zur Schaffung von Bürgernähe in Deutschland
- a) Die Friedensgerichte in Württemberg - Baden
- aa) Entwicklung und Aufbau der Friedensgerichtsbarkeit
- bb) Zuständigkeit und Verfahren der Friedensgerichtsbarkeit
- cc) Verfassungswidrigkeit der Friedensgerichtsbarkeit
- dd) Überwiegend negative Erfahrungen mit der Friedensgerichtsbarkeit
- b) Überlegungen zur Einführung einer Friedensgerichtsbarkeit im Rahmen der Justizreformen in der Frühzeit der Bundesrepublik
- c) Bewertung im Hinblick auf die Bürgernähe
- 2. Bürgernahe Gegebenheiten und Umgestaltungen des Verfahrens in Zivilsachen
- a) Das amtsgerichtliche Verfahren als Verfahren für Bagatellstreitigkeiten
- aa) Grundzüge und Ziele des amtsgerichtlichen Verfahrens
- bb) Das amtsgerichtliche "Bagatellverfahren" des § 495a ZPO
- (1) Vorgeschichte des "Bagatellverfahrens" nach § 495a ZPO
- (2) Ausgestaltung des Verfahrens nach § 495a ZPO
- (3) Begrenzte Erreichung von Bürgernähe durch das Bagatellverfahren des § 495a ZPO
- b) Das verfahrensrechtliche Prinzip einvernehmlicher Streitbeilegung
- aa) Entwicklung der gütlichen Streitbeilegung zu einer der Hauptaufgaben der Justiz - Hintergrund der Vorschrift des § 278 I ZPO
- bb) Gehalt des § 278 I ZPO
- (1) Ziele des Gütegedankens im Zivilprozess
- (2) Geltungsbereich des § 278 I ZPO
- (3) Inhaltsbestimmung des § 278 I ZPO
- (4) Mögliche Formen einvernehmlicher Streitbeilegung im Verfahren und Auswirkungen des § 278 I ZPO auf die Praxis
- (a) Prozessvergleich
- (b) Klage- oder Rechtsmittelverzicht, Erledigungserklärung, Verzicht oder Anerkenntnis
- (c) Praktische Relevanz des § 278 I ZPO und Bewertung des § 278 I ZPO im Hinblick auf die Bürgernähe
- 3. Die neue Betonung von Mitteln alternativer Konfliktbewältigung als Ausdruck von Bürgernähe
- a) Einführung einer obligatorischen Güteverhandlung in den Zivilprozess und die Auswirkungen dieser Reform
- aa) Ziel der Einführung einer obligatorischen Güteverhandlung
- bb) Verpflichtender Charakter
- cc) Ablauf und Verfahren der Güteverhandlung
- dd) Erfahrungen mit der obligatorischen Güteverhandlung und Bewertung im Hinblick auf die Bürgernähe
- b) Der Einsatz von Richtern als Schlichter
- aa) Projekte zur Integration der Mediation in den Zivilprozess
- bb) Das bayerische Güterichter-Projekt
- (1) Projektziele und Verfahren i. R. d. Modellversuchs
- (2) Beurteilung der Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation unter dem Gesichtspunkt der Bürgernähe
- cc) Zusammenfassende Beurteilung
- c) Einführung eines obligatorischen Schlichtungsverfahrens als Zulässigkeitsvoraussetzung
- aa) Anwendungsbereich des § 15a EGZPO
- (1) Mögliche Fälle der obligatorischen Schlichtung
- (2) bundesrechtliche vorgesehene Ausnahmen von der obligatorischen Schlichtung
- bb) Ausgestaltung des § 15a EGZPO in den Ländern
- cc) Bewährung des Schlichtungsverfahrens in der Praxis und jüngere Reformen
- 4. Gerichtsunabhängige Mediation und Schlichtung und deren Verbindungspunkte mit dem Verfahren
- a) Abgrenzung von Schlichtung und Mediation
- b) außergerichtliche Mediation
- c) außergerichtliche Schlichtung
- d) Verbindungspunkte mit dem gerichtlichen Verfahren
- e) Zusammenfassung
- 5. Ergebnis
- III. Vergleichende Beurteilung der Instrumente zur Erzielung von Bürgernähe in Deutschland und Frankreich
- 1. Aktuelle Diskussion der Bürgernähe in beiden Ländern
- 2. Ansätze zur Schaffung einer bürgernahen Ziviljustiz
- a) Inhaltliche Gemeinsamkeiten der Realisierung von Bürgernähe
- b) Methodische Unterschiede bei der Schaffung von Bürgernähe
- C. Evaluation der Bürgernähe der juridiction de proximité im Vergleich mit den deutschen Ansätzen zur Schaffung einer bürgernahen Justiz
- I. Strukturelle Bürgernähe der juridiction de proximité - Beurteilung der gerichtsverfassungsrechtlichen Regelungen aus deutscher Sicht
- 1. Bürgernähe durch Einsatz von Laien in der Rechtsprechung
- a) Verfassungs- und statusrechtliche Beurteilung des Einsatzes von Laienrichtern in Deutschland und Frankreich vor dem Hintergrund der richterlichen Unabhängigkeit und Neutralität - Konsequenzen für die juridiction de proximité
- aa) Grundsätze des Laienrichtereinsatzes in Frankreich
- bb) Sicherung der richterlichen Unabhängigkeit und Neutralität bei der juridiction de proximité
- (1) Zeitbegrenzung der richterlichen Tätigkeit
- (2) Ausübung anderer Tätigkeiten neben dem Richteramt
- (3) Finanzieller Tätigkeitsausgleich als Sicherung der richterlichen Unabhängigkeit
- cc) Absicherung der Laienrichtertätigkeit in Deutschland
- dd) Vergleichende Bewertung der Grundsätze für einen Laienrichtereinsatz in beiden Ländern und Darstellung der Konsequenzen für die juridiction de proximité
- (1) Vergleich der allgemeingültigen Grundsätze für den Laienrichtereinsatz
- (2) Konsequenzen für die juridiction de proximité
- (a) Sicherung der richterlichen Unabhängigkeit und Neutralität in Bezug auf die subjektive Neutralität der ehrenamtlichen Richter
- (b) Sicherung der richterlichen Unabhängigkeit und Neutralität in Bezug auf die finanzielle Neutralität der ehrenamtlichen Richter
- (c) Sicherung der richterlichen Unabhängigkeit und Neutralität in Bezug auf die Tätigkeitsausübung
- (d) Ergebnis
- b) Der Einsatz von Laienrichtern zur Demokratisierung der Rechtsprechung und zur Vertrauensstärkung
- aa) Historische Erfahrungen mit unmittelbar demokratisch legitimierten Gerichten
- bb) Besetzung und Richterauswahl bei deutschen und französischen Gerichten mit ehrenamtlichen Richtern
- (1) Auswahl und Besetzung deutscher Gerichte mit ehrenamtlichen Richtern
- (a) Kammern für Handelssachen
- (b) Landwirtschaftsgerichte
- (c) Arbeitsgerichtsbarkeit
- (d) Sozialgerichtsbarkeit
- (2) Richterauswahl und Besetzung französischer Gerichte mit ehrenamtlichen Richtern
- (a) Tribunal de commerce
- (b) Conseil des prud'hommes
- (c) Tribunal paritaire des baux ruraux
- (d) Tribunal des affaires de la sécurité sociale
- cc) Demokratisierung der juridiction de proximité in Zusammenhang mit dem Laienrichtereinsatz
- (1) Begriff der Demokratisierung in Zusammenhang mit dem Laienrichtereinsatz
- (2) Wahlverfahren oder Ernennungsverfahren
- (3) Demokratisierung der Rechtsprechung durch Regelung der Zeitbeschränkung der Richtertätigkeit
- (4) Demokratisierung der Rechtsprechung durch Beschränkung der Wiederwahl bzw. Wiederernennung der Richter
- (5) Demokratisierung der Rechtsprechung durch Laienbeteiligung als Ausdruck partizipativer Demokratie
- (a) Systematisierung der vorherrschenden Gerichtstypen
- (b) Vergleich mit der juridiction de proximité
- dd) Vertrauensstärkung durch die juridiction de proximité
- (1) Begriff der Vertrauensstärkung in Zusammenhang mit dem Laienrichtereinsatz
- (2) Ergebnis für die juridiction de proximité
- ee) Ergebnis
- c) Die Einbringung von außerjuristischen Kenntnissen und Wertungen durch Laienrichter: Alternativität zwischen Exzellenz und Bürgernähe?
- aa) Erfahrungen mit dem Einsatz von Laienrichtern im Hinblick auf deren Kenntnisse und im Hinblick auf Einsatzmöglichkeiten im Vergleich mit der juridiction de proximité
- (1) Deutschland
- (a) Historische Erfahrungen
- (b) Kammern für Handelssachen
- (c) Landwirtschaftsgerichte
- (d) Arbeitsgerichtsbarkeit
- (e) Sozialgerichtsbarkeit
- (2) Frankreich
- (a) Juge de paix
- (b) Tribunal de commerce
- (c) Conseil des prud'hommes
- (d) Tribunal pariataire des baux ruraux
- (e) Tribunal des affaires de la sécurité sociale
- (3) Zusammenfassung und Systematisierung
- (a) Zusammensetzung des Spruchkörpers
- (b) Vertreter von Gruppeninteressen
- (c) Besonders sachkundige Vertreter bestimmter Kreise
- (4) Vergleich mit der juridiction de proximité
- bb) Das Modell des sachkundigen Laienrichters der juridiction de proximité: Eine Einschränkung der Bürgernähe?
- (1) Gesetzliche Anforderungen
- (2) Anforderungen des Conseil Constitutionnel
- (3) Verweisungssystem zur Kontrolle von Rechtsanwendungsfehlern
- (a) Rechtliche Ausgestaltung der Verweisung
- (b) Praktische Annahme des Verweisungssystems
- (c) Beurteilung des Verweisungssystems im Hinblick auf die Einsatzzwecke von Laienrichtern
- (4) rechtliche Schulung der juges de proximité
- (a) Theoretische Ausbildung der juges de proximité
- (b) Praktische Ausbildung der juges de proximité
- (c) Weiterbildung der juges de proximité
- cc) Bewertung des Modells des sachkundigen Laienrichters der juridiction de proximité im Hinblick auf die Einbringung außerjuristischer Kenntnisse und Wertungen
- (1) Allgemeine Bewertung
- (2) Möglichkeiten der Einbringung außerjuristischer Kenntnisse und Wertungen durch die juges de proximité
- (a) Rechtliche Beurteilung
- (b) Tatsachenbeurteilung
- (c) Rechtsfortbildung
- (d) Plausibilitätskontrolle
- d) Auswirkung der Ernennungspraxis von Laienrichtern bei der juridiction de proximité auf die Erzielung von Bürgernähe
- aa) Ernennungszahlen
- bb) Profil der Kandidaten
- cc) Bewertung
- e) Laien als Friedensrichter in anderen europäischen Ländern - Auswirkung auf die Bürgernähe
- aa) Friedensrichter und Vermittler in der Schweiz
- (1) Organisation
- (2) Verfahren
- (3) Bewertung und Vergleich
- bb) Der italienische guidice di pace
- (1) Organisation
- (2) Verfahren
- (3) Bewertung und Vergleich
- cc) Der belgische juge de paix
- (1) Organisation
- (2) Verfahren
- (3) Bewertung und Vergleich
- f) Ergebnis zur strukturellen Bürgernähe der juridiction de proximité durch Einsatz von Laienrichtern
- 2. sachliche Bürgernähe durch Regelung der sachlichen und der funktionellen Zuständigkeit
- a) sachliche Zuständigkeit
- aa) deutsches Zuständigkeitssystem im Zivilrecht
- (1) Grundsystem
- (2) Tatsächliche Inanspruchnahme des Amtsgerichts
- bb) Bewertung der zivilrechtlichen Zuständigkeiten der juridiction de proximité
- (1) Grundsystem
- (2) Tatsächliche Inanspruchnahme der juridiction de proximité (statistische Beurteilung)
- (3) Aktuelle Reformbestrebungen hinsichtlich der Zuständigkeitsverteilung und deren Auswirkungen auf die juridiction de proximité
- cc) Vergleich und Bewertung
- (1) Zuständigkeitsverteilung und -wahrnehmung nach Streitwert
- (2) Zuständigkeitsverteilung und -wahrnehmung nach Einzelgegenständen
- (3) Kompetenzverteilung als System zur Schaffung von Bürgernähe
- b) funktionelle Zuständigkeit
- aa) Grundlagen
- bb) Bewertung des Einzelrichtersystems bei der juridiction de proximité im Vergleich mit dem deutschen Recht
- c) Ergebnis zur sachlichen Bürgernähe der juridiction de proximité
- 3. örtliche Bürgernähe der juridiction de proximité im Vergleich mit dem deutschen Recht
- a) Grundsystem der Regelung der örtlichen Zuständigkeit von Amtsgericht und juridiction de proximité
- b) Besonderheiten der Regelung der örtlichen Zuständigkeit bei der juridiction de proximité im Hinblick auf die Bürgernähe
- c) Die örtliche Zuständigkeit bei der juridiction de proximité vor dem Hintergrund aktueller Reformbestrebungen
- d) Praktische Umsetzung der örtlichen Zuständigkeit: Statistische Daten zu Amtsgericht und juridictions de proximité
- e) Vergleich und Bewertung der örtlichen Bürgernähe der juridiction de proximité
- aa) Gesetzgeberische Ausgestaltung der örtlichen Zuständigkeit
- bb) praktische Umsetzung der örtlichen Zuständigkeit der juridiction de proximité
- (1) Beurteilung der Besonderheiten der örtlichen Zuständigkeit der juridiction de proximité aus deutscher Sicht
- (2) Beurteilung der statistischen Daten
- cc) Ergebnis
- 4. Bürgernähe durch Ablaufoptimierung und Gerichtsausstattung
- a) Organisatorische Rahmenbedingungen der juridiction de proximité im Vergleich mit dem deutschen Recht
- b) Vorbereitung und technischer Ablauf der Verhandlungen vor der juridiction de proximité im Vergleich mit dem deutschen Recht
- aa) Verhandlungsvorbereitung
- bb) technischer Verhandlungsablauf
- c) Bürgernahe Ausgestaltung der Geschäftsstellen zur Erleichterung des Zugangs zur Justiz
- d) Vorschläge für eine "elektronische Justiz" (e-justice) und deren Auswirkungen auf die juridiction de proximité
- aa) Bestimmung des Begriffs e-justice
- bb) Maßnahmen der elektronischen Justiz in Frankreich
- cc) Maßnahmen der elektronischen Justiz in Deutschland
- dd) Vergleich und Bewertung hinsichtlich der Auswirkungen auf die juridiction de proximité
- 5. Gesamtbeurteilung der strukturellen Bürgernähe der juridiction de proximité
- II. Prozessuale Bürgernähe der juridiction de proximité im Vergleich mit dem deutschen Zivilprozessrecht
- 1. Bürgernähe durch Förderung alternativer Streitbeilegung
- a) Die Schlichtung im oder vor dem Verfahren
- aa) Historische Vorgänger des Schlichtungsgedankens im Zivilprozess
- bb) Grundmodell der gerichtlichen einvernehmlichen Streitbeilegung während des gesamten Verfahrens
- (1) Schlichtung durch den Richter
- (2) Verfahrenswirkungen
- (3) Ergebnisse
- cc) Schlichtung vor bzw. zu Prozessbeginn
- (1) Obligatorisches oder fakultatives Schlichtungsverfahren vor Verfahrensbeginn
- (2) Güteverhandlung zu Verfahrensbeginn
- (a) Ausgestaltung
- (b) Verfahren
- (c) Ergebnis
- dd) Schlichtung durch den beauftragten oder ersuchten Richter
- ee) Tatsächliche Nutzung der Schlichtung im oder vor dem Verfahren und Erklärungsversuche für Unterschiede
- (1) Gebrauchmachen vom Verfahren
- (2) Ergebnisse der Verfahren
- ff) Ergebnis für die Bürgernähe der juridiction de proximité: Eine "Kultur der einvernehmlichen Konfliktbewältigung" in Deutschland als denkbarer Ansatz für eine Profilierung der juridiction de proximité
- (1) Status quo der einvernehmlichen Streitbeilegung durch den Richter bei der juridiction de proximité im Vergleich mit dem deutschen Recht
- (2) Erklärungsversuche für Unterschiede
- (3) Verbesserungsvorschläge
- b) Außergerichtliche, einvernehmliche Konfliktbewältigung und deren Verzahnung mit der juridiction de proximité
- aa) Die Stellung des juge de proximité im Verhältnis zur Institution der conciliateurs und médiateurs de justice: Eine durch den Gesetzgeber vorgezeichnete klare Alternativität von außergerichtlicher und innergerichtlicher einvernehmlicher Streitbeilegung
- (1) Unterschiedliches Rollenverständnis zwischen Richter und Organen außergerichtlicher Streitbeilegung
- (2) Arten und Regelungsdichte außergerichtlicher Streitbeilegung in Deutschland und Frankreich
- (3) Tatsächliche Nutzung außergerichtlicher Verfahren in Deutschland und Frankreich
- (4) Integration außergerichtlicher Schlichtung bzw. Mediation in das Verfahren
- (a) Möglichkeiten der Verzahnung außergerichtlicher Mediation und Schlichtung mit dem Verfahren
- (b) Verweisungsmöglichkeiten
- (c) Praxis der engen organisatorischen Anbindung an die Gerichte
- (d) Bedeutung von Schlichtungs- bzw. Mediationsklauseln
- (5) Besondere Anreize zur Nutzung außergerichtlicher Streitbeilegung in Deutschland und Frankreich: Die Anordnungsbefugnis des Richters hinsichtlich einer Aufklärung über die "conciliation" im Vergleich mit dem deutschen Recht
- bb) Aktuelle Reformprojekte für die außergerichtliche Schlichtung in Deutschland und Frankreich
- (1) Europäische Ansätze auf dem Gebiet der außergerichtlichen einvernehmlichen Streitbeilegung und deren Auswirkung für die juridiction de proximité
- (a) Anwendungsbereich
- (b) Auswirkung einzelner Regeln auf die juridiction de proximité im Vergleich mit dem deutschen Recht
- (2) Reformansätze in Deutschland und Frankreich
- (a) Deutschland
- (b) Frankreich
- cc) Ergebnisse und Schlussfolgerung für die juridiction de proximité
- c) Ergebnis zur prozessualen Bürgernähe durch Förderung alternativer Streitbeilegung
- 2. Bürgernähe durch Verfahrensgestaltung
- a) Regelungen über die Verfahrenseinleitung und deren mögliche Umgestaltung
- aa) Arten der Verfahrenseinleitung bei der juridiction de proximité im Vergleich mit dem deutschen Recht
- (1) Arten der Verfahrenseinleitung und deren tatsächliche Nutzung im französischen Recht
- (a) Assignation à toutes fins
- (b) Requête conjointe
- (c) Présentation volontaire
- (d) Déclaration au greffe
- (e) Opposition à une injonction de payer oder injonction de faire
- (f) Folgen von Fehlern bei der Verfahrenseinleitung
- (2) Arten der Verfahrenseinleitung und deren tatsächliche Nutzung im deutschen Recht
- (a) Einreichung einer Klageschrift
- (b) Erklärung zu Protokoll der Geschäftsstelle
- (c) Mahnverfahren
- (d) Verfahrenseinleitung nach dem Europäischen Mahnverfahren und dem Europäischen Bagatellverfahren
- (3) Vergleich und Ergebnis im Hinblick auf die Bürgernähe der juridiction de proximité
- (a) Kontradiktorische Verfahrenseinleitung
- (b) Konsensuale Verfahrenseinleitung
- (c) Verfahrenseinleitung durch Überleitung aus Mahnverfahren
- (d) Folgen von Fehlern bei der Verfahrenseinleitung
- bb) Verfahrenseinleitende Personen und verfahrensführende Personen vor der juridiction de proximité im Vergleich mit dem deutschen Recht
- (1) Rechtliche Vorschriften über die Vertretung vor Gericht vor dem Amtsgericht und bei der juridiction de proximité
- (2) Gebrauchmachen von den Vertretungsregelungen
- (3) Ergebnis für die Bürgernähe der juridiction de proximité
- b) Regelungen des Verfahrensablaufes
- aa) Schriftlichkeit oder Mündlichkeit des Verfahrens
- (1) Verfahren der juridictions de proximité
- (2) Verfahren vor den deutschen Amtsgerichten
- (3) Europäisches Bagatellverfahren
- (4) Vergleich und Bewertung im Hinblick auf die Bürgernähe der juridiction de proximité
- bb) Behandlung des Sachverhalts und der Rechtsfragen durch den Richter
- (1) Formelle Prozessleitung
- (a) Im französischen Recht
- (b) Im deutschen Recht
- (c) Vergleich und Bewertung
- (2) Materielle Prozessleitung
- (a) Im französischen Recht
- (b) Im deutschen Recht
- (c) Vergleich und Bewertung der materiellen Prozessleitung im Hinblick auf die Bürgernähe der juridiction de proximité
- cc) Urteilstechnik
- dd) Kostenwesen
- c) Vollstreckungsrechtliche Regelungen
- d) Ergebnis zur Bürgernähe durch Verfahrensgestaltung
- 3. Gesamtbeurteilung der prozessualen Bürgernähe der juridiction de proximité
- III. Bürgernähe durch Effektivität des Rechtsschutzes
- 1. Zeitliche Bürgernähe durch Schaffung der juridiction de proximité
- a) Prozessuale Maßnahmen zur Förderung zeitlicher Bürgernähe
- aa) Verfahrensgrundsätze mit Bezug zur Beschleunigung des Verfahrens
- bb) Maßnahmen zur Erleichterung der richterlichen Tätigkeit
- cc) Maßnahmen zur Vermeidung von Verzögerungen durch die Parteien
- dd) echte Eilverfahren
- ee) Die Beschränkung von Rechtsmitteln zur Erreichung von Bürgernähe durch Verfahrensbeschleunigung
- ff) Zwischenergebnis
- b) Praktische Umsetzung des Beschleunigungsgrundsatzes
- c) Ergebnis zur zeitlichen Bürgernähe der juridiction de proximité
- 2. Bürgernähe durch Entscheidungsqualität
- a) Problematik der Qualitätsdiskussion in Zusammenhang mit der Justiz
- b) Sicherung der Entscheidungsqualität durch Rechtsmittel: Rechtsmittelsystem bei der juridiction de proximité im Vergleich mit dem deutschen System
- aa) Wirkung der Rechtsmitteleinlegung
- bb) Prüfungsumfang
- cc) Zwischenergebnis
- c) qualitative Evaluation der bisherigen Tätigkeit der juridiction de proximité im Vergleich mit dem deutschen Recht
- aa) Abweichungen von der materiellen Rechtslage
- bb) Schlechte oder falsche Entscheidungsbegründungen
- cc) Beurteilungen der Tätigkeit der juridictions de proximité
- d) Ergebnis zur Bürgernähe durch Entscheidungsqualität
- 3. Ergebnis
- D. Schlussfolgerung
- I. Zusammenfassende Bewertung der Bürgernähe der juridiction de proximité
- II. Zusammenfassung der Verbesserungsvorschläge für die juridiction de proximité
- 1. Strukturelle Bürgernähe
- 2. Prozessuale Bürgernähe
- 3. Bürgernähe durch Effektivität des Rechtsschutzes
- III. Übertragbarkeit einzelner Lösungsansätze in das deutsche Recht
- IV. Definition eines Gesamtmodells für eine bürgernahe Ziviljustiz
- 1. Bürgernahe Gerichte
- a) Strukturelle Bürgernähe
- b) Prozessuale Bürgernähe
- c) Bürgernähe durch Effektivität des Rechtsschutzes
- 2. Einbindung des bürgernahen Gerichts in ein Gesamtsystem der Bürgernähe
- 3. Ausblick
- E. Résumé de la thèse
- I. Plan de la thèse et méthodologie
- II. Résumé de la thèse
- 1. Discussion de la notion de "justice de proximité"
- a) Développement de la discussion concernant la "justice de proximité" en France et en Allemagne
- b) Définition du terme de "justice de proximité" et ses limites
- aa) Proximité structurelle
- bb) Proximité processuelle
- cc) Proximité par effectivité de la protection juridique
- dd) Limites de la justice de proximité
- 2. La juridiction de proximité comme instrument de création d'une justice de proximité - Comparaison des instruments d'une justice de proximité en France et en Allemagne
- a) Existence d'une discussion actuelle sur la justice de proximité en France et en Allemagne
- b) Comparaison des approches en vue de la création d'une justice de proximité en France et en Allemagne
- aa) Points communs des approches françaises et allemandes
- bb) Différences entre les approches françaises et allemandes pour la création d'une justice de proximité
- 3. Evaluation de la juridiction de proximité en comparaison avec les approches allemandes de création d'une justice de proximité
- a) Proximité structurelle de la juridiction de proximité en comparaison avec le droit allemand
- b) Proximité processuelle de la juridiction de proximité en comparaison avec le droit allemand
- c) Proximité par effectivité de la protection juridique
- 4. Résultats et propositions
- a) Résumé concernant la proximité de la juridiction de proximité
- b) Améliorations proposées concernant la juridiction de proximité
- aa) Améliorations de la proximité structurelle de la juridiction de proximité
- bb) Améliorations de la proximité processuelle de la juridiction de proximité
- cc) Amélioration de l'effectivité de la protection juridique
- c) Utilité de certaines solutions du droit français pour le droit allemand
- d) Définition d'un modèle général de justice civile de proximité
- aa) Juridictions proches des citoyens
- bb) Intégration de ces juridictions dans un système général de justice de proximité
- Literaturverzeichnis
- Personen- und Sachverzeichnis
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