
Arbeitsplatz Privathaushalt
Städtische Hausgehilfinnen im 20. Jahrhundert
Mareike Witkowski(Autor*in)
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 4. Dezember 2023
373 Seiten
978-3-647-31150-0 (ISBN)
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Beschreibung
Hausgehilfinnen stellten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die größte weibliche Berufsgruppe dar. Charakteristisch ist das Leben im Haushalt der Arbeitgeber:innen: An kaum einem anderen Arbeitsplatz trafen zwei unterschiedliche Klassen so direkt aufeinander.
Die Zahl der Hausgehilfinnen, so die weit verbreitete Meinung, sei seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts stetig gesunken, und spätestens mit dem Jahr 1945 gäbe es die Berufsgruppe nicht mehr. Bereits ein kurzer Blick in die Statistik zeigt, dass der Anteil der Haugehilfinnen vom Ende des 19. Jahrhunderts zwar absolut und prozentual langsam, aber kontinuierlich sank - allerdings von einem sehr hohen Niveau ausgehend. Mareike Witkowski zeigt, dass die Berufsgruppe im Verlauf des 20. Jahrhunderts einen Wandel durchlief: Aus der Hausgehilfin wurde mehr und mehr die stundenweise beschäftigte Reinigungskraft.
Weitere Details
Reihe
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Göttingen
Deutschland
Illustrationen
mit 4 Abbildungen und 9 Grafiken
Dateigröße
9,71 MB
ISBN-13
978-3-647-31150-0 (9783647311500)
Schweitzer Klassifikation
Weitere Ausgaben
Person
Dr. Mareike Witkowski ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Universität Oldenburg.
Inhalt
- Intro
- Title Page
- Copyright
- Body
- Table of Contents
- Einleitung
- Forschungsperspektive Ungleichheiten
- Dimensionen sozialer Ungleichheit
- Praktiken sozialer Ungleichheit
- Forschungsfelder
- Vorgehensweise und Quellen
- I. Dienstmädchen am Ende des >langen 19. Jahrhunderts<
- 1. Charakteristika des Dienstmädchen-Berufes bis 1918
- 2. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Dienstmädchen
- 3. Dienstbotenfrage
- II. In (untergeordneter) Stellung. Die Berufsgruppe von 1918 bis in die sechziger Jahre
- 1. Ein Frauenberuf >par exellence<. Spezifika der Berufsgruppe
- 2. Von der Hausgehilfin zur Reinigungskraft. Der Wandel der Berufsgruppe zwischen 1918 und den sechziger Jahren
- 2.1 Ein sicherer Beruf in unruhigen Zeiten? Hausgehilfinnen in der Zeit der Weimarer Republik
- 2.2 »Die Personifizierung des nationalsozialistischen Frauenideals«? Hausgehilfinnen in der Zeit des Nationalsozialismus
- 2.2.1 Hausgehilfinnen in jüdischen Haushalten
- 2.2.2 Jüdische Hausgehilfinnen
- 2.2.3 Hausgehilfinnen als Opfer von Zwangssterilisierungen
- 2.2.4 Zwangsarbeiterinnen in privaten Haushalten
- 2.3 Von der Vollzeit- zur Teilzeitkraft. Hausgehilfinnen von der Nachkriegszeit bis in die sechziger Jahre
- III. Unterprivilegierte Herkunft und prekäre Arbeitsverhältnisse: Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Hausgehilfinnen
- 1. Der Weg in den Beruf
- 1.1 Herkunft
- 1.2 Kindheit und Jugend
- 1.3 Berufswahl und Arbeitsantritt
- 2. Arbeitsbedingungen
- 2.1 Barlohn, Kost und Logis
- 2.2 Arbeitszeit, Freizeit und Urlaub
- 2.3 Arbeitsalltag, Technisierung und Rationalisierung
- 2.4 Arbeitslosigkeit, Krankheit und Alter
- 3. Leben und arbeiten unter einem Dach mit der Arbeitgeberfamilie
- 3.1 Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen
- 3.2 Praktiken alltäglicher Distinktion
- 3.3 Kündigung
- IV. Zwischen Klassenkampf und Standesbewusstsein. Berufsständische und gewerkschaftliche Verbände der Hausangestellten
- 1. Hoffnungsvolle Anfänge und rasche Ernüchterung. Berufsständische und gewerkschaftliche Verbände von der Jahrhundertwende bis zum Beginn der dreißiger Jahre
- 1.1 Verband katholischer Hausangestellten- und Dienstmädchen-Vereine in Deutschland und Berufsverband der katholischen weiblichen Hausangestellten Deutschlands (1907 - heute)
- 1.2 Zentralverband der Hausangestellten Deutschlands (1909-1933)
- 1.3 Reichsverband weiblicher Hausangestellter Deutschlands (1919-1933)
- 1.4 Berufsvereinigung der evangelischen Hausgehilfinnen Deutschlands (1926-1939)
- 2. Zwangsorganisiert. Hausgehilfinnen in der Deutschen Arbeitsfront (1933-1945)
- 3. »nur zusätzliche Arbeit und keinen Erfolg«? - Die gewerkschaftliche Vertretung der Hausgehilfinnen in der Bundesrepublik
- 3.1 Berufsverband katholischer Hausgehilfinnen in Deutschland (Anfang der fünfziger Jahre bis heute)
- 3.2 Industriegewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten (seit 1949)
- V. Die Arbeit im Privathaushalt als Lehrberuf
- 1. Die ersten >Geprüften Hausgehilfinnen<. Die Anfänge der hauswirtschaftlichen Ausbildung in der Weimarer Republik
- 2. >Geprüfte Hausgehilfinnen<, >Anlernmädel< und >Pflichtjahrmädchen<: Hauswirtschaftliche Ausbildung in der Zeit des Nationalsozialismus
- 3. Auf dem Weg zur Gleichstellung mit anderen Lehrberufen. Die >Geprüfte Hauswirtschaftsgehilfin< in der Zeit der Bundesrepublik
- VI. Städtische Hausgehilfinnen im 20. Jahrhundert. Fazit und Ausblick
- Fazit
- Ausblick
- Quellen- und Literaturverzeichnis
- Archivalien
- Systematisch ausgewertete Periodika
- Geführte Interviews
- Gedruckte Quellen und Literatur
- Register
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