
Legitimität der Moderne
Beschreibung
In diesem Band liefern renommierte Wissenschaftler:innen in vier großen Blöcken zum Thema Legitimität der Moderne kontroverse und erhellende Beiträge, die in ihrer Vielschichtigkeit dieses Feld beleuchten werden.
Zwischen den Disziplinen der systematischen Theologie, des (Kirchen-)rechts, der Kirchengeschichtswissenschaften besteht ein spannungsvolles Verhältnis, wenn es um die Frage der Geltung und Genese von Moderne geht. Gibt es 'die' Moderne? Wann fängt sie an? Welche Legitimität hat ein solches Konzept? Nicht nur an der Frage der Sattelzeit sowie der Epocheneinteilung scheiden sich die akademischen Geister, sondern auch in den theologischen Debatten kommt im Anspruch der Dogmatik, wahrheitsverpflichtete Hermeneutik zu sein, zudem der Problemhorizont hinzu, wie sich dieser Anspruch fassen und geltend machen lässt. Hier ist das 'natürliche' Gegenüber die jeweilige Rechtsgestalt. Wie allerdings gestalten sich dann Geltung und Genese von Wahrheit, Offenbarung und Recht? Diese Fragen finden ihre Ursprungskonfliktlinien insbesondere im 18./19. Jahrhundert, Konfliktlinien, die sich im 20. und 21. Jahrhundert durchtragen, aber doch auch weit in die Jahrhunderte vorher reichen. Dies sind theologische Fragen, sie finden ihre Resonanzräume jedoch ebenso, aufgrund der Themen oder der Überschneidungen, in anderen Fächern.
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Personen
Dr. Gunda Werner ist Professorin für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.
Matija Vudjan und Kathrin Ritzka sind wissenschaftliche Mitarbeitende am Lehrstuhl für Systematische Theologie am Zentralinstitut für Katholische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Inhalt
Einleitung.- Legitimationsstrategien von 'Modernität': historische Reflexionen - Kontinuitäten - Innovationen.- Legitimationsfragen zwischen Dogmatik und (Kirchen)recht.- Kollektive Identitäten und/oder Autonomie als Thema politischer Theologie.- Ekklesiologische Plausibilisierungen und Konsequenzen.- Ausblick: Ein Gespräch zwischen Christoph Markschies und Georg Essen über die Moderne.
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