
Das Verhältnis zwischen der einstweiligen Anordnung im Familienverfahren nach den §§ 49ff. FamFG und dem deckungsgleichen Hauptsacheverfahren
Beschreibung
Die Arbeit untersucht anhand des Verfahrensverlaufs die Frage, ob mit der Neuregelung der einstweiligen Anordnung in Familiensachen durch §§ 49 ff. FamFG das Ziel des Gesetzgebers, die Verselbständigung des Anordnungsverfahrens und damit verbunden die Erwartung der Akzeptanz der Eilentscheidung als endgültig streitbeilegend, erreicht ist. Sie kommt zu dem Ergebnis einer Bedeutungssteigerung des einstweiligen Rechtsschutzes im Verhältnis zur Hauptsache, die sich allerdings in den zumeist besonders konfliktbelasteten Familienverfahren auf die Funktion eines Zwischenverfahrens beschränkt. Entsprechendes wird für die Antragsverfahren in Unterhaltssachen konstatiert, da das hier bestehende Interesse an Planungssicherheit nur durch eine materiell-rechtskräftige Hauptsacheentscheidung befriedigt werden kann.
Rezensionen / Stimmen
"Die Autorin hat (.) nicht nur die Auffassungen der Gerichte und Kommentatoren dargestellt und kritisch ausgeleuchtet. Sie ist vielmehr bemüht gewesen, die jeweiligen Probleme eigenständig zu durchdringen und ist hierbei auch zu neuen Erkenntnissen gelangt. Das Buch ist allerdings nicht ganz leicht zu lesen. Die behandelte Materie ist indes sehr komplex und die Verfasserin bleibt (.) nicht an der Oberfläche."
Dr. Hans van Els, FamRZ 2013, Heft 15
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Inhalt
- Cover
- Impressum
- Inhalt
- Vorwort
- 1. Teil
- Einleitung
- 2. Teil
- Systemwechsel zur hauptsacheunabhängigen einstweiligen Anordnung
- A. Hauptsacheabhängiger einstweiliger Rechtsschutz im Familienverfahren
- B. Bewertung der Hauptsacheabhängigkeit
- I. Funktionelles Verhältnis aus der Justizgewährungspflicht
- II. Zweckmäßigkeit der bisher hauptsacheabhängig ausgestalteten Eilrechtsschutzmittel
- C. Ausgestaltung der einstweiligen Anordnung als selbständiges Verfahren
- 3. Teil
- Verfahren bis zum Erlass einer einstweiligen Anordnung (§§ 49-51 FamFG)
- A. Rechtsschutzziel
- I. Verfahrensgegenstand
- II. Konsequenz für das Verhältnis zur Hauptsache
- III. Keine anderweitige Rechtshängigkeit
- IV. Rechtsschutzbedürfnis
- B. Verfahrenseinleitung
- I. Amtsverfahren
- II. Antragsverfahren
- 1. Antragsverfahren
- 2. Erforderlichenfalls von Amts wegen
- C. Kein Anwaltszwang, § 114 IV Nr. 1 FamFG
- I. Sonderregelung im familienverfahrensrechtlichen Anordnungsverfahren, § 114 IV Nr. 1 FamFG
- II. Verhältnis zum Hauptsacheverfahren
- III. Bewertung der Befreiung vom Anwaltszwang im Verhältnis zur Hauptsache
- IV. Fazit
- D. Verfahrenskostenhilfe
- I. Persönlicher Anwendungsbereich
- II. Sachlicher Anwendungsbereich
- 1. Erfolgsaussicht und Mutwilligkeit
- 2. Mutwilligkeit bei Nichtinanspruchnahme außergerichtlicher Streitbeilegungsmöglichkeiten
- 3. Mutwilligkeit auf Grund der Verfahrensselbständigkeit der einstweiligen Anordnung gegenüber dem Hauptsacheverfahren
- III. Beiordnung eines Rechtsanwalts
- 1. FG-Familiensachen, § 78 II FamFG
- 2. Familienstreitsachen, § 121 II ZPO
- IV. Fazit
- E. Zuständigkeit, § 50 FamFG
- I. Gleichlauf der Zuständigkeit
- 1. Orientierung an der Hauptsachezuständigkeit
- 2. Ermittlung der Zuständigkeit nach § 50 I FamFG
- 3. Voraussetzung für den Gleichlauf
- II. Mögliche Durchbrechungen des Gleichlaufs
- 1. Verhältnis von § 50 I 2 FamFG zur ausschließlichen Zuständigkeit in Unterhaltsverfahren nach § 232 II FamFG
- 2. Verfahren vor dem Bundesgerichtshof
- 3. Spätere Anhängigkeit der Hauptsache
- a) Abgabe des Anordnungsverfahrens, § 4 FamFG
- b) Abgabe des Hauptsacheverfahrens, § 154 FamFG
- c) Abgabe in Familienstreitsachen
- d) Abgabe nach Anordnungserlass
- e) Widerspruch zum Grundsatz der Selbständigkeit des Anordnungsverfahrens
- 4. Abgabe an das Gericht der Ehesache, §§ 153, 202, 233, 263, 268 FamFG
- a) Rechtshängigkeit der Ehesache
- b) Abgabe trotz Eilbedürftigkeit
- c) Abgabe nach Erlass der einstweiligen Anordnung
- 5. Eilzuständigkeit, § 50 II FamFG
- a) Begründung der Eilzuständigkeit, § 50 II 1 FamFG
- b) Abgabe an das gem. § 50 I FamFG zuständige Gericht, § 50 II 2 FamFG
- 6. Identisches Hauptsacheverfahren abgeschlossen
- III. Bewertung des Verhältnisses zwischen Anordnungs- und Hauptsachezuständigkeit
- F. Verfahrensverlauf (§ 51 FamFG)
- I. Erlassvoraussetzungen, § 49 I FamFG
- 1. Anordnungsanspruch
- a) Erforderlichkeit einer materiell-rechtlichen Grundlage
- b) Prüfungsintensität im summarischen Verfahren
- aa) Sachverhaltsermittlung
- bb) Materiell-rechtliche Prüfung
- 2. Dringendes Regelungsbedürfnis
- a) § 49 I FamFG
- b) Besondere Vorschriften
- aa) Gewaltschutzsachen, § 214 I 2 FamFG
- bb) Unterhaltssachen, §§ 246-248 FamFG
- cc) Kindschaftssachen, § 155 FamFG
- II. Entscheidung
- 1. Inhalt
- a) Maßnahmen, § 49 II FamFG
- b) Vorläufigkeit der Maßnahme der einstweiligen Anordnung
- aa) Verbot der Vorwegnahme der Hauptsache
- bb) Einstweiligkeit und Vorläufigkeit
- (1) Einstweiligkeit der Anordnung innerhalb des FamFG
- (2) Entsprechung von Einstweiligkeit und gesetzgeberischer Zielsetzung für das Verhältnis zur Hauptsache
- (3) Bewertung
- 2. Form und Wirkung
- a) Beschluss, § 38 I 1 FamFG
- b) Rechtsbehelfsbelehrung, § 39 FamFG
- c) Wirksamkeit und Rechtskraft
- III. Vergleich
- IV. Bewertung der Ausgestaltung des Anordnungsverfahrens
- 1. Gewaltschutzsachen
- 2. Unterhaltssachen
- 3. Kindschaftssachen
- V. Mittel der verfahrensrechtlichen Ausgestaltung des Eilverfahrens als Rechtsschutzalternative zum Hauptsacheverfahren
- VI. Auswirkungen auf das Hauptsacheverfahren
- G. Gegenstandswert, § 41 FamGKG
- I. Systematik und Bedeutung der selbständigen einstweiligen Anordnung
- II. Gesteigerte Bedeutung der einstweiligen Anordnung im Verhältnis zur Hauptsache
- III. Gewaltschutzsachen
- IV. Unterhaltssachen
- V. Kindschaftssachen
- VI. Fazit
- A. Rechtsschutzziel
- 4. Teil
- Vollstreckung (§ 53 FamFG)
- A. Vollstreckung der einstweiligen Anordnung, § 53 FamFG
- I. § 53 I FamFG
- II. § 53 II FamFG
- III. Bewertung
- B. Gefahr der doppelten Vollstreckung aus einstweiliger Anordnung und Hauptsacheentscheidung auf Unterhaltsleistungen
- I. Entgegenwirken der doppelten Vollstreckung durch Hinderung der sofortigen Wirksamkeit i.S.v. § 116 III 3 FamFG
- II. Entgegenwirken der doppelten Vollstreckung durch Außerkrafttreten der einstweiligen Anordnung
- III. Entgegenwirken der doppelten Vollstreckung durch Abänderungs- und Aussetzungsantrag gem. § 54 i.V.m. § 55 FamFG
- IV. Anwendbarkeit des § 241 FamFG auf das summarische Abänderungsverfahren (§ 54 FamFG)
- V. Ergebnis
- 5. Teil
- Rechtsbehelfe gegen die einstweilige Anordnung
- A. Rechtsbehelfssystem
- I. Grundsatz der eingeschränkten Anfechtbarkeit, § 57 S. 1 FamFG
- 1. Zweck der eingeschränkten Anfechtbarkeit
- 2. Übertragung auf das selbständige Anordnungsverfahren
- II. Ausnahmen von dem Grundsatz der eingeschränkten Anfechtbarkeit, § 57 S. 2 FamFG
- 1. Gewaltschutzangelegenheiten, § 57 S. 2 Nr. 4 FamFG
- 2. Elterliche Sorge und Herausgabe des Kindes, § 57 S. 2 Nr. 1 und 2 FamFG
- III. Umgangs- und Unterhaltssachen
- 1. Umgangssachen
- 2. Unterhaltssachen
- IV. Ausgleich der eingeschränkten Anfechtbarkeit innerhalb des Rechtsbehelfssystems
- 1. Ausgleich innerhalb des summarischen Verfahrens durch § 54 FamFG
- a) Gegenüberstellung der Verfahren gem. §§ 57 S. 2, 58 I FamFG und § 54 FamFG
- b) Ergebnis und Bewertung
- 2. Ausgleich durch die Hauptsacheerzwingung gem. § 52 II FamFG
- 3. Ausgleich durch negativen Feststellungsantrag in Unterhaltssachen (§ 256 I ZPO i.V.m. § 113 I 2 FamFG)
- 4. Bewertung des Ausgleichs innerhalb des gesamten Rechtsbehelfssystems
- 5. Bedeutung des Abänderungsverfahrens gem. § 54 FamFG
- V. Anwendung des Grundsatzes der Unanfechtbarkeit auf Nebenentscheidungen
- 1. Versagung von Verfahrenskostenhilfe, § 127 II 2 ZPO
- 2. Festsetzung des Verfahrenswertes, § 59 I i.V.m. § 57 II-VII FamGKG
- B. Gesamtbewertung des Rechtsbehelfssystems
- 6. Teil
- Außerkrafttreten der einstweiligen Anordnung (§ 56 FamFG)
- A. Außerkrafttreten, § 56 FamFG
- I. Außerkrafttreten der einstweiligen Anordnung durch Entscheidung im deckungsgleichen Hauptsacheverfahren
- II. Außerkrafttreten kraft Gesetzes und Selbständigkeit des Verfahrens
- III. Außerkrafttretensgründe gem. § 56 I, II FamFG
- 1. Außerkrafttreten durch eine anderweitige Regelung gem. § 56 I FamFG
- 2. Außerkrafttreten gem. § 56 II FamFG
- a) § 56 II Nr. 1 FamFG
- aa) Rücknahme des Hauptsacheantrags, § 22 FamFG bzw. § 269 I ZPO i.V.m. § 113 I 2 FamFG
- bb) Wegfall des Anordnungsgrundes
- cc) Schutz des Antragsgegners
- (1) Schutzbedürftigkeit
- (2) Restriktive Auslegung
- (3) Verhältnis zu § 52 II FamFG
- dd) Anwendungsbereich des § 56 II Nr. 1 FamFG
- b) § 56 II Nr. 2 FamFG
- c) § 56 II Nr. 3 und Nr. 4 FamFG
- d) Anwendungsbereich des § 56 II FamFG
- 3. Wirkung der rechtskräftigen Ehescheidung auf die einstweilige Anordnung auf Trennungsunterhalt
- a) Nichtidentität von Trennungs- und Scheidungsunterhalt
- b) Rechtsprechung zu § 620f ZPO a.F.
- c) Übertragung auf § 56 FamFG
- d) Ergebnis
- IV. § 248 V 1 FamFG
- V. Feststellungsverfahren, § 56 III FamFG
- 1. Anwendungsbereich
- 2. Verfahrenseinleitung
- 3. Zuständigkeit
- 4. Entscheidung
- 5. Rechtsmittel, § 56 III 2 FamFG
- B. Bewertung
- 7. Teil
- Einleitung des Hauptsacheverfahrens (§ 52 FamFG)
- A. Bedeutung für das Verhältnis zwischen einstweiliger Anordnung und Hauptsache
- B. Systematik
- C. Gemeinsame Voraussetzungen
- I. Anwendungsbereich
- II. Zuständigkeit
- D. Einleitungsmodalität in Amtsverfahren, § 52 I FamFG
- I. Verfahrenseinleitung auf Antrag eines Beteiligten, § 52 I 1 FamFG
- II. § 52 I 1 i.V.m. § 55 FamFG analog
- III. Verfahrenseinleitung durch das Familiengericht
- IV. Wartefrist, § 52 I 2, 3 FamFG
- 1. Zweck
- 2. Vereinbarkeit des § 52 I 2 FamFG mit dem Anspruch auf wirksamen Rechtsschutz aus Art. 20 III i.V.m. 2 I GG
- 3. Pflichtgemäße Ermessensausübung i.R.v. § 52 I 2, 3 FamFG
- a) Fristsetzung, § 52 I 2 FamFG
- b) Fristdauer, § 52 I 3 FamFG
- 4. Bewertung
- 5. Fristsetzung nach Erlass der einstweiligen Anordnung
- 6. Verfahrensanregender Antrag vor Fristablauf
- V. Bewertung der Einleitungsmodalität in Amtsverfahren, § 52 I FamFG
- VI. Auswirkungen der Einleitungsmodalität des § 52 I FamFG auf das Verhältnis zwischen einstweiliger Anordnung und Hauptsacheverfahren
- 1. Verfahrenstrennung
- 2. Stärkung des Anordnungsverfahrens
- E. Einleitungsmodalität in Antragsverfahren, § 52 II FamFG
- I. Erzwingungsverfahren, § 52 II 1, 2 FamFG
- 1. Antragserfordernis
- a) Antragsberechtigung
- b) Statthaftigkeit des Antrags
- 2. Rechtsschutzbedürfnis
- 3. Setzung der Erzwingungsfrist
- 4. Fristdauer, § 52 II 2 FamFG
- 5. Anfechtbarkeit der Entscheidung
- 6. § 52 II 1 i.V.m. § 55 FamFG analog
- II. Aufhebungsverfahren
- 1. Verfahrenseinleitung
- 2. Sonstige Zulässigkeitsvoraussetzungen
- 3. Begründetheit der Aufhebung
- 4. § 52 II 3 FamFG analog
- 5. Aufhebungsbeschluss
- 6. Anfechtbarkeit des Aufhebungsbeschlusses
- III. Verzicht auf § 52 II FamFG
- IV. Bewertung des Einleitungsmechanismus in Antragssachen, § 52 II FamFG
- F. Gesamtbewertung der Einleitungsmodalitäten aus § 52 FamFG
- 8. Teil
- Abschließende Bemerkungen
- Literatur- und Quellenverzeichnis
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