
Erfolgreiche Verhandlungsführung in Einkauf und Logistik
Beschreibung
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Im professionellen Einkaufs- und Verhandlungsmanagement liegen momentan die größten Einsparpotenziale. Damit wird über die jetzige und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen entschieden. Das Praxisbuch behandelt alle modernen Strategien und Werkzeuge, die der Profieinkäufer für Einkaufs- und Preisverhandlungen im In- und Ausland benötigt. Hierbei werden Einkäufer und Logistiker aus Klein-, Mittel- und Großbetrieben gleichermaßen angesprochen. Die anwendungsorientierten Kapitel sind anschaulich dargestellt und zeichnen sich durch ansprechende Grafiken, Tabellen, Praxis- und Rechenbeispiele aus. Das Fachbuch bietet eine bisher einzigartige zusammenhängende Darstellung aller wichtigen Themen für Einkauf, Logistik und Verhandlungsführung im nationalen wie im internationalen Bereich.
In der 2. Auflage wird ergänzend der Ablauf für einen Klein-, Mittel-und Großbetrieb beschrieben; anhand der Praxisberichte bekannter Unternehmen wird dargestellt, wie Verhandlungen ablaufen. Neu sind Abschnitte über "Verhandlungsführung in Indien und in arabischen Ländern" sowie "Controlling in der Beschaffung". Die im Buch enthaltenen Wirtschaftsdaten wurden aktualisiert.
Rezensionen / Stimmen
Das Buch wurde von der Managementbuch.de-Redaktion als eines der Besten seines Fachgebiets ausgewählt.
Aus den Rezensionen zur 2. Auflage:
"Ambitionierte Einkäufer und Logistiker werden mit diesem Band fit gemacht in den verschiedenen Techniken und Werkzeugen der Kostenreduzierung. Eine Schlüsselqualifikation in der Praxis und konsequenterweise auch des vorliegenden Titels ist die Kunst der Verhandlungsführung . Um den Leser umfassend auf die Geschäftspraxis vorzubereiten werden auch Bestechungsversuche und Korruption angesprochen." (http://www.buchkatalog.de/kod-bin/isuche.cgi)
Aus den Rezensionen zur 3. Auflage:
"... Wannenwetsch . hat seine Darstellung um anschauliche Grafiken und Tabellen sowie Praxis- und Rechenbeispiele angereichert. Das Buch ist ein nützlicher Ratgeber für die tägliche Einkaufspraxis." (Wilfried Kipp-Weike, in: Dow Jones - Einkäufer im Markt, 1. April 2009, Issue 7, S. 6)
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Person
Professor Dr. Helmut H. Wannenwetsch, geb. 1957, studierte in München und promovierte in Augsburg. Nach langjähriger Erfahrung in den Bereichen Einkauf, Logistik, Materialwirtschaft und Projektmanagement in multinationalen Unternehmen war er zuletzt tätig in der logistischen Programmführung eines großen deutschen Konzerns der Luft- und Raumfahrtindustrie. Seit 1996 lehrt Prof. Wannenwetsch an der Dualen Hochschule in Mannheim, University of Cooperative Education, die Fachgebiete Einkauf, Logistik, Materialwirtschaft und Produktion im Grund- und Hauptstudium. In diesen Bereichen führt er erfolgreich Seminare und Beratung für Unternehmen und Organisationen durch.
Inhalt
15 Verkäufer als Verhandlungspartner (S. 189-190)
15.1 Ziele und Vorgehensweisen der Verkäufer
Wichtigster (externer) Ansprechpartner jeden Einkäufers ist der Vertrieb. Ob es Ihnen gefällt oder nicht: Sie müssen mit den Damen und Herren aus dem Vertrieb leben, Sie müssen mit Ihnen verhandeln und Sie müssen mit Ihnen letztendlich Abschlüsse tätigen, d.h. Ihnen etwas abkaufen. Sicher sind Ihnen im Verlauf Ihrer Einkaufstätigkeit ganz unterschiedliche Charaktere und Typen von Vertriebsmitarbeitern begegnet. Alle werden unterschiedlich bei Ihnen aufgetreten sein und Sie haben unterschiedlich gute oder weniger gute Geschäfte mit Ihnen getätigt. Sie haben zuverlässige Geschäftspartner kennen gelernt und windige Gesellen, die Ihnen große Versprechungen gemacht – und nichts gehalten haben. So unterschiedlich Ihre Geschäftspartner aus dem Vertrieb auch sein mögen, so verblüffend ähnlich sind sie sich alle, was ihre wichtigsten Ziele angeht. Und da unterscheiden sich die Damen und Herren Vertriebler auch ganz entscheidend von jedem Einkäufer. Das Zielsystem eines Vertriebsmitarbeiters ist sehr einfach und wird im Wesentlichen von zwei Oberzielen dominiert:
1. Ihnen so viel als möglich zu verkaufen.
2. So gut es geht als Mensch behandelt zu werden und das Gesicht zu wahren.
Das Zielsystem der Vertriebsmitarbeiter mag Ihnen jetzt vielleicht etwas eindimensional oder gar primitiv erscheinen – gelingt es Ihnen jedoch sich wirklich in die Lage Ihres Gegenübers zu versetzten, dann würden Sie sich mit größter Wahrscheinlichkeit sehr genau so oder ganz ähnlich verhalten. Das hat ganz einfache Gründe: Machen Sie sich bitte immer wieder klar, dass anders als bei Ihnen im Einkauf, das Gehalt eines Vertriebsmitarbeiters keine regelmäßige und kalkulierbare Größe darstellt sondern vielmehr direkt davon abhängt, wie viel er verkauft hat. Stückzahl und Umsatz sind nun mal Größen, die sich sehr leicht messen lassen und viele Ihrer Besucher aus dem Vertrieb beginnen nach einer Verhandlung beim Kunden, noch bevor sie das Firmengelände verlassen haben, sich im Kopf ihre Provisionen auszurechnen.
Natürlich gibt es in vielen Firmen noch weitere Größen an denen der Erfolg eines Mitarbeiters aus dem Vertrieb gemessen wird. Beliebt sind hier u.a. die Anzahl akquirierter Neukunden, die Reklamationsquote oder eine Provisionsstaffel, die sich neben dem Gesamtumsatz nach einzelnen Produkten, Kunden oder Regionen bemisst. Häufig findet man auch Bonussysteme für das Erreichen individuell vereinbarter Zusatzziele. Manche Unternehmen haben aus dem Wunsch heraus alle erfolgsrelevanten Faktoren der Vertriebstätigkeit entsprechend zu honorieren ein höchst komplexes Provisions- und Bonussystem aufgebaut, das bis zu 40 (!) einzelne Zielgrößen beinhalten kann und entsprechend differenziert honoriert. Dermaßen verwirrende Gehaltssysteme führen jedoch entweder zu einer zufallsgetriebenen Gratifikation (der Steuerungseffekt wird durch die vielen, z.T. gegenläufigen Ziele zerstört) oder zu einer kompletten Verwirrung und Demotivation der Vertriebsmannschaft.
Landläufige Provisionssysteme orientieren sich daher im Wesentlichen am erzielten Umsatz. Das, meine Damen und Herren Einkäufer, werden Sie jetzt sagen, „das wissen wir schon lange". Stimmt. Und dennoch sollte sich jeder Einkäufer diese Erkenntnis mehrmals täglich gründlich durch den Kopf gehen lassen. Damit können Sie nämlich in Verhandlungen viel erreichen, denn Ihr Gegenüber aus dem Vertrieb wird ihnen mit dem Preis (oder den Konditionen) i.d.R. so weit entgegen kommen, wie es ihm seine Vorgaben gestatten. Denn bevor er ohne den Auftrag (und was für Ihn persönlich noch viel schlimmer ist, ohne die damit verbundene Provision) nach Hause fährt, begnügt er sich lieber mit einem niedrigeren Preis.
Systemvoraussetzungen
Dateiformat: PDF
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Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein „weicher” Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich – sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.
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