
Folgen sequenzieller Traumatisierung
Zeitgeschichtliche und psychotherapeutische Reflexionen zum Werk von Hans Keilson
Psychosozial-Verlag
1. Auflage
Erschienen am 1. April 2021
274 Seiten
978-3-8379-7741-7 (ISBN)
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für PDF ohne DRM
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Jene, die der Shoah entkamen, litten oft lebenslang unter schwerwiegenden Auswirkungen ihrer grauenvollen Erfahrungen. Die sogenannten »Child Survivors«, überlebende Kinder und Jugendliche, bedurften aufgrund der über einen langen Zeitraum hinweg erlittenen Traumata besonderer Zuwendung und Unterstützung.
Die Beiträgerinnen und Beiträger nehmen Lebenswege von »Child Survivors« und die gesellschaftliche Wahrnehmung ihrer belastenden Langzeiterfahrungen sowie den Wandel der bundesdeutschen Entschädigungspraxis in den Blick. Sie betrachten Forschungen Hans Keilsons und die grundlegende Arbeit des Kinder- und Jugendpsychiaters Reinhart G.E. Lempp sowie deren aktuelle Weiterentwicklung. Die interdisziplinäre Herangehensweise eröffnet neue Anschlussmöglichkeiten für die Traumaforschung. Vor dem Hintergrund historischer Zusammenhänge und aktueller Entwicklungen in der Migrationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts wird gezeigt, dass stabilen Bindungen und Halt vermittelnden Umgebungen eine kaum zu überschätzende Bedeutung für den weiteren Lebensweg Traumatisierter zukommt.
Mit Beiträgen von Werner Bohleber, Gudrun Brockhaus, Reinmar du Bois, Heide Glaesmer, Katja Happe, Christine Kausch, Ulrich Lamparter, Cordula Lissner, Yuriy Nesterko, Isabel Piesker, Barbara Stambolis und Gabriele Teckentrup
Weitere Details
Reihe
Auflage
1. Auflage 2021
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Gießen
Deutschland
Dateigröße
4,13 MB
ISBN-13
978-3-8379-7741-7 (9783837977417)
DOI
10.30820/9783837977417
Schweitzer Klassifikation
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Andere Ausgaben

Ulrich Lamparter | Barbara Stambolis
Folgen sequenzieller Traumatisierung
Zeitgeschichtliche und psychotherapeutische Reflexionen zum Werk von Hans Keilson
Buch
04/2021
Psychosozial-Verlag
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Personen
Herausgeber*in
Barbara Stambolis lebt und arbeitet in Münster. Sie ist Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Paderborn und forscht zu Kindheits-, Jugend- und Generationengeschichte im 20. Jahrhundert.
Stand: Oktober 2021
ISNI: 0000 0000 6666 4580
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Ulrich Lamparter ist Facharzt für Psychotherapeutische Medizin und Psychoanalyse, war von 1985 bis 2016 an der Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf tätig und von 1996 bis 2017 Leiter des Adolf-Ernst-Meyer-Instituts für Psychotherapie in Hamburg. Er arbeitet als Psychoanalytiker (DPV) in eigener Praxis. Mitherausgeber der Zeitschrift Forum der Psychoanalyse. Wissenschaftliche Schwerpunkte sind die Klinische Psychosomatik und die seelischen Folgen des Zweiten Weltkriegs.
ISNI: 0000 0000 4950 2184
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Beiträge von
Werner Bohleber, Psychoanalytiker in eigener Praxis in Frankfurt am Main, Lehranalytiker der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV), deren Vorsitzender 2000-2002. Mitglied des Board of Representatives der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV). Herausgeber der Zeitschrift PSYCHE. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Theorie und zur Geschichte der Psychoanalyse, zu Adoleszenz und Identität, zur psychoanalytischen Erforschung der nationalsozialistischen Vergangenheit, zu Fremdenhass und Antisemitismus, zur Traumaforschung und zum Terrorismus.
ISNI: 0000 0003 8210 6388
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Gudrun Brockhaus ist Psychologin und Soziologin, Psychoanalytikerin in München und forscht u.a. über Politische Psychologie des NS und seiner Nachwirkungen. Publikationen u.a.: Schauder und Idylle. Faschismus als Erlebnisangebot. München (Kunstmann 1997). Muttermacht und Lebensangst. Zur Politischen Psychologie der NS-Erziehungsratgeber Johanna Haarers. In: Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte: Mütterliche Macht und väterliche Autorität - Elternbilder im deutschen Diskurs. Göttingen (Wallstein 2008), S. 63-77.
ISNI: 0000 0000 3816 3172
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ISNI: 0000 0001 1051 8768
ISNI: 0000 0000 2026 8398
ISNI: 0000 0000 5301 3703
ISNI: 0000 0000 4206 6746
ISNI: 0000 0005 1518 6896
ISNI: 0000 0000 4390 1678
Gabriele Teckentrup ist analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (VAKJP) in eigener Praxis, Dozentin und Supervisorin am Michael-Balint-Institut in Hamburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind klinische und kulturtheoretische Fragen zur Adoleszenz, zur geschlechtsspezifischen Entwicklung und zur Geschlechterdifferenz, zuletzt: »Sexualisierung und Sexualität in der weiblichen Adoleszenz«, in: Anne Springer, Karsten Münch & Dietrich Munch (Hg): Sexualitäten (Psychosozial-Verlag, Gießen 2008).
Inhalt
Geleitwort
Michael Schödlbauer
Vorwort
Barbara Stambolis & Ulrich Lamparter
Einleitung
Barbara Stambolis & Ulrich Lamparter
Öffentliche und wissenschaftliche Wahrnehmung von Hans Keilsons Arbeit mit traumatisierten jüdischen Kriegswaisen
Barbara Stambolis
Hans Keilson und die Entwicklung der Traumatheorie in der Psychoanalyse
Werner Bohleber
Untertauchzeit
Vom prekären Leben in den Niederlanden unter deutscher Besatzung
Christine Kausch & Katja Happe
Interview mit Dr. Hans Keilson am 27. März 2001
Katja Happe
Erzählte Lebensgeschichte und die Frage, wer zuhört
Die Kindertransporte 1938/39
Cordula Lissner
Sequentielle Traumatisierung bei unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten
Isabel Piesker, Heide Glaesmer & Yuriy Nesterko
Vom Aufbruch in den Widerstand
Motive von Frauen, 1968 politisch aktiv zu werden
Gabriele Teckentrup
Child Survivors, ein Nachkriegskapitel in Hamburg
Barbara Stambolis
»Man ist grausam wie der andere«
Attraktion von Hasspolitik - betrachtet mit Hans Keilson
Gudrun Brockhaus
Extrembelastung im Kindes- und Jugendalter im Spiegel eines Jahrhunderts
Reinmar du Bois
Hans Keilson: Kurzbiografie und Literaturauswahl seiner Publikationen
Abkürzungen
Personenverzeichnis
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