
Der Resilienzprozess
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"Siegrist gelingt es, die Methode des persönlichen Gesprächs für die Resilienzforschung fruchtbar zu machen. Allein deshalb ist das Werk bereits lesenswert." www.socialnet.de, 21.06.2010Weitere Details
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Inhalt
Die vorliegende Untersuchung stützt sich auf sieben Gespräche, die gemäß der qualitativen Forschungsmethode des Persönlichen Gesprächs nach Langer (2000) geführt und bearbeitet wurden. Die Gesprächspartner haben offen und ausführlich über ihr äußeres und inneres Erleben vor, während und nach einer krankheits- oder unfallbedingten Krise gesprochen und dies in Beziehung zu ihrem derzeitigen Standing im Arbeitsleben gesetzt.
Sie haben dabei einen jeweils individuellen Weg beschrieben, der zum einen von ihrem Umfeld, zum anderen von ihren eigenen Einstellungen und Verarbeitungsprozessen bestimmt wurde. Allen Gesprächspartnern ist gemeinsam, dass ihnen gelungen war, trotz schwerer krankheitsbedingter Belastungen im Arbeitsprozess integriert zu bleiben oder dort nach einer Phase der Rekonvaleszenz wieder Fuß zu fassen. In der Auswertung wurde versucht, diejenigen Aussagen der Gesprächpartner herauszuarbeiten, die vor diesem Hintergrund Aufschluss über Faktoren und Prozesse der Resilienz geben.
8.1 Möglichkeiten und Grenzen der Methodik
8.1.1 Validität und Reliabilität
„Qualitative Verfahren liefern zuverlässige und gültige Ergebnisse, wobei die jeweiligen Maßstäbe etwas anders gefasst werden müssen.“ (Lamnek, 2005, S. 146) Generell kann davon ausgegangen werden, dass qualitative Erhebungs- und Auswertungsdesigns aufgrund ihrer besonderen Nähe zum sozialen Feld, der Berücksichtigung der Relevanzsysteme der Befragten, der kommunikativen Verständigungsbasis und der geringen Prädetermination durch den Forscher in hohem Maß valide sind (Koch, 2006, S. 32). Qualitative Forschung kann eine besonders hohe Deckungsgleichheit zwischen den Äußerungen der Befragten und der empirisch zu erforschenden Realität hervorbringen.
Wie Langer (2000, S. 92) betont, werden Validitätskriterien bei der Methode des Persönlichen Gesprächs als Weg in der psychologischen Forschung außerordentlich gut berücksichtigt: „der gesamte Forschungsansatz ist ja daraufhin konzipiert und zugeschnitten“ (ebd.). Langer (ebd., S. 38) fordert als Kriterium für das Erhebungsdesign, solche Personen zum Gespräch einzuladen, bei denen die realistische Aussicht besteht, in eine vertrauensvolle Beziehung eintreten zu können.
Dieses Kriterium ist bei der vorliegenden Fragestellung, bei der das innere Erleben eine wesentliche Rolle spielt, von besonderer Bedeutung, um von den Gesprächspartnern nicht durch Oberflächlichkeit und Fassadenhaftigkeit verfälschte Informationen zu erhalten. Allerdings war es für den Autor kaum möglich, diesbezüglich im Vorfeld zu einer verlässlichen Einschätzung zu gelangen. Hier hätte ein gewisses Validitätsrisiko liegen können, wenn es bei der Durchführung der Gespräche nicht gelungen wäre, eine vertrauensvolle Beziehungsebene herzustellen.
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