Wohnraumanpassung

 
  • AOTA (Herausgeber)
 
Hogrefe AG (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 2. November 2017
  • |
  • 112 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-456-95780-7 (ISBN)
 
Leitlinien der Ergotherapie - Instrumente für Praxis, Lehre und Wissenschaft Praxis verbessern, Versorgungsqualität steigern, Kosten sparen und Zufriedenheit der Klienten erhöhen: Die Anforderungen an die therapeutischen Gesundheitsfachberufe sind hoch. Praxisleitlinien stellen Informationen und Interventionen bereit - systematisch und evidenzbasiert. Band 2: WohnraumanpassungDer Wohnraum ist mehr als nur ein Raum zum Wohnen - er steckt voller Erinnerungen und Aktivitäten, vermittelt Geborgenheit und Schutz. Wenn Menschen sich in ihrem Wohnraum nicht mehr sicher bewegen können, dann verändern sich auch ihre Aktivitäten und Betätigungen. Anpassungen des Wohnraums verbessern die Leistungsfähigkeit, reduzieren die Risiken zu Hause, verhindern Stürze und Verletzungen und entlasten die pflegenden Angehörigen in ihrer Sorge. Ergotherapeuten evaluieren die personalen und umweltbezogenen Faktoren und die täglichen Aktivitäten, entwickeln einen Interventionsplan, unterstützen bei der Beschaffung oder Installation von Hilfsmitteln und trainieren deren Anwendung. Die Leitlinie umfasst:Gegenstandsbereich und Prozess der ErgotherapieÜberblick zu WohnraumapassungenErgotherapeutischer Prozess bei Klienten mit Bedarf an WohnraumanpassungBest Practice und Zusammenfassung der EvidenzSchlussfolgerungen für Praxis, Ausbildung, ForschungEvidenzbasierte Praxis und Übersicht zur EvidenzGlossar aus dem Occupational Therapy Practice Framework (OTPF, 2014) des AOTA in deutscher Sprache
  • Deutsch
  • Ergotherapeuten in Praxis, Lehre, Forschung und Wissenschaft
  • 12
  • |
  • 12 Tabellen
  • Höhe: 28 cm
  • |
  • Breite: 21 cm
  • 4,99 MB
978-3-456-95780-7 (9783456957807)
3456957807 (3456957807)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Wohnraumanpassung [Seite 2]
1.1 - Nutzungsbedingungen [Seite 6]
1.2 - Inhaltsverzeichnis [Seite 7]
1.3 - Danksagung [Seite 9]
1.4 - Geleitwort [Seite 11]
1.5 - 1 Einführung [Seite 15]
1.5.1 - 1.1 Zweck und Anwendung dieser Veröffentlichung [Seite 15]
1.5.2 - 1.2 Gegenstandsbereich und Prozess der Ergotherapie [Seite 16]
1.5.2.1 - 1.2.1 Gegenstandsbereich [Seite 16]
1.5.2.2 - 1.2.2 Prozess [Seite 16]
1.6 - 2 Überblick zur Ergotherapie bei Wohnraumanpassungen [Seite 19]
1.6.1 - 2.1 Intervention im Kontext [Seite 20]
1.6.2 - 2.2 Interprofessionelle Zusammenarbeit [Seite 20]
1.6.3 - 2.3 Wohnraum als Ort der Intervention [Seite 20]
1.6.3.1 - 2.3.1 Bedeutung des eigenen Wohnraumes [Seite 20]
1.6.3.2 - 2.3.2 Familienmitglieder [Seite 21]
1.7 - 3 Der ergotherapeutische Prozess bei Wohnraumanpassungen [Seite 23]
1.7.1 - 3.1 Überweisung [Seite 23]
1.7.2 - 3.2 Evaluation [Seite 23]
1.7.2.1 - 3.2.1 Betätigungsprofil [Seite 24]
1.7.2.2 - 3.2.2 Analyse der Betätigungsperformanz [Seite 25]
1.7.2.3 - 3.2.3 Betätigungsbereiche [Seite 26]
1.7.2.4 - 3.2.4 Performanzfertigkeiten [Seite 27]
1.7.2.5 - 3.2.5 Performanzmuster [Seite 28]
1.7.2.6 - 3.2.6 Klientenfaktoren [Seite 30]
1.7.2.7 - 3.2.7 Kontext und Umwelt [Seite 31]
1.7.2.8 - 3.2.8 Überlegungen zum Assessment [Seite 33]
1.7.3 - 3.3 Intervention [Seite 35]
1.7.3.1 - 3.3.1 Interventionsarten [Seite 35]
1.7.3.2 - 3.3.2 Interventionsplan [Seite 36]
1.7.3.3 - 3.3.3 Grundsätze der Interventionsplanung [Seite 37]
1.7.3.4 - 3.3.4 Überlegungen zur Interventionsplanung [Seite 39]
1.7.3.5 - 3.3.5 Durchführung der Intervention [Seite 41]
1.7.3.6 - 3.3.6 Auswertung der Intervention [Seite 43]
1.7.4 - 3.4 Outcome [Seite 43]
1.7.4.1 - 3.4.1 Betätigungsperformanz [Seite 43]
1.7.4.2 - 3.4.2 Prävention [Seite 44]
1.7.4.3 - 3.4.3 Gesundheit und Wellness [Seite 44]
1.7.4.4 - 3.4.4 Lebensqualität [Seite 44]
1.7.4.5 - 3.4.5 Partizipation [Seite 45]
1.7.4.6 - 3.4.6 Rollenkompetenz [Seite 45]
1.7.4.7 - 3.4.7 Wohlbefinden [Seite 45]
1.7.4.8 - 3.4.8 Betätigungsgerechtigkeit [Seite 46]
1.7.5 - 3.5 Abschluss, Entlassungsplanung und Nachsorge [Seite 46]
1.7.6 - 3.6 Zusammenarbeit mit Anbietern von Wohnraumanpassung [Seite 47]
1.7.6.1 - 3.6.1 Delegieren von Aufgaben [Seite 47]
1.7.6.2 - 3.6.2 Beratung von Organisationen [Seite 47]
1.7.6.3 - 3.6.3 Erweiterung der Leistungsfähigkeit von Organisationen [Seite 48]
1.8 - 4 Best Practice und Zusammenfassung der Evidenz [Seite 51]
1.8.1 - 4.1 Reduktion von Stürzen [Seite 51]
1.8.1.1 - 4.1.1 Wohnraumanpassung zur Sturzprävention [Seite 52]
1.8.1.2 - 4.1.2 Interventionen zur Wohnraumanpassung [Seite 53]
1.8.1.3 - 4.1.3 Zusammenfassung der Interventionen zur Sturzprävention [Seite 54]
1.8.2 - 4.2 Verbesserung der Funktion [Seite 54]
1.8.2.1 - 4.2.1 Gebrechliche ältere Menschen [Seite 56]
1.8.2.2 - 4.2.2 Ausgeprägte funktionelle Einschränkung [Seite 58]
1.8.2.3 - 4.2.3 Status nach Hüftgelenkoperation [Seite 58]
1.8.2.4 - 4.2.4 Eingeschränktes Sehvermögen [Seite 58]
1.8.2.5 - 4.2.5 Schizophrenie [Seite 58]
1.8.3 - 4.3 Pflegende Bezugspersonen von Menschen mit funktionellen Einschränkungen und Demenz [Seite 59]
1.8.3.1 - 4.3.1 Verbesserung der Fähigkeiten zur Betreuung von Menschen mit Demenz [Seite 60]
1.8.3.2 - 4.3.2 Funktionsverbesserung bei betreuten Menschen mit Demenz [Seite 60]
1.8.3.3 - 4.3.3 Reduktion der Betreuungszeit bei Menschen mit vorbestehenden Einschränkungen [Seite 60]
1.9 - 5 Schlussfolgerung für Praxis, Ausbildung und Forschung der Ergotherapie [Seite 61]
1.9.1 - 5.1 Zusammenfassung [Seite 61]
1.9.2 - 5.2 Schlussfolgerung für die Praxis [Seite 61]
1.9.3 - 5.3 Schlussfolgerung für die Ausbildung [Seite 62]
1.9.4 - 5.4 Schlussfolgerung für die Forschung [Seite 63]
1.10 - 6 Anhänge [Seite 65]
1.10.1 - A Vorbereitung und Qualifikationen von Ergotherapeuten und Ergotherapie-Assistenten [Seite 65]
1.10.2 - B Selected CPTT Codes for Occupational Therapy for Home Modifications [Seite 67]
1.10.3 - C Evidenzbasierte Praxis [Seite 69]
1.10.4 - D Übersicht zur Evidenz [Seite 72]
1.11 - Literatur [Seite 95]
1.12 - Sachwortregister [Seite 101]
1.13 - Glossar [Seite 105]
1.13.1 - Literaturhinweise zum Glossar [Seite 111]
1.14 - Personenindex [Seite 113]
3 Der ergotherapeutische Prozess bei Wohnraumanpassungen (S. 21-22)

3.1 Überweisung

Verschiedene Faktoren führen zu einer Wohnraumanpassung bei einem Klienten: Eine Veränderung der personellen Fähigkeiten, eine Veränderung beim Wohnen oder ein neuer Wunsch des Klienten bezogen auf seine zuhause ausgeführten Betätigungen. Wohnraumanpassung kann auch präventiv durchgeführt werden (zum Beispiel Sturzprävention). In einigen Fällen ist der Bedarf nach Wohnraumanpassung ausschlaggebend für die Überweisung zur Ergotherapie (oder führt zur Anmeldung durch den Klienten selbst). Andernfalls zielt die Überweisung neben der Wohnraumanpassung auf weitere Interventionen ab. Eine Person, welche durch Wohnraumanpassung Stürze vermeiden möchte, wird möglicherweise durch den Geriater zur Sturzprävention überwiesen. Es ist auch möglich, dass ein Klient für Behandlungen am Domizil angemeldet wird und die Wohnraumanpassung eine von verschiedenen Interventionen ist.

Die in ihrer Betätigungsperformanz eingeschränkte Person äußert häufig kein Bedürfnis nach Wohnraumanpassung. Sie erlebt eine plötzliche Veränderung ihrer Fähigkeiten und erhält Ergotherapie zur Wiedererlangung von Fähigkeiten oder zum Erlernen von Kompensationsstrategien. Vielleicht erkennt die Ergotherapeutin bei der Durchführung entsprechender Maßnahmen auch einen Bedarf an Wohnraumanpassung, weil die Sicherheit und die Effektivität bei der Durchführung von Alltagstätigkeiten reduziert sind. Möglicherweise wird der Bedarf nach Wohnraumanpassung bei der Entlassungsplanung eines stationären Klinikaufenthalts oder von ambulanten Pflegediensten festgelegt (Schawe & Crist, 2013). Im Verlauf einer chronisch-progredienten Erkrankung oder während des Alterungsprozesses verändern sich die Fähigkeiten der Person allmählich. Sie erkennt Schwierigkeiten bei Betätigungen zuhause oder sieht diese voraus und kümmert sich um eine Verordnung für Wohnraumanpassung. Allenfalls erhält die Person im Rahmen der Rehabilitation bereits Ergotherapie, bei der sich der Bedarf an Wohnraumanpassung herausstellt. Die Überweisung kann auch durch andere Professionsangehörige initiiert werden oder durch Organisationen, welche Betroffene unterstützen. Dies sind u. a. Patientenorganisationen, Programme für selbstständiges Wohnen, Organisationen für ältere Menschen, Dienstleistungsorganisationen für Wohnrauminstandsetzung, Bauherren, Institutionen für Arbeitsrehabilitation, Medicaid5, Anwälte, Case Manager, Life Care Planners (Schawe & Crist, 2013).

3.2 Evaluation

Ergotherapeuten führen in Zusammenarbeit mit dem Klienten eine Evaluation durch. Sie informieren den Klienten zu seinem Thema wie zum Beispiel der Belastungsreduktion von betreuenden Angehörigen oder der Sturzprävention. Zur ergotherapeutischen Evaluation gehört:

1. die Sammlung von Informationen zum Betätigungsprofil
2. die Analyse der Betätigungsperformanz (AOTA, 2014).

Auf Wohnraumanpassung spezialisierte Ergotherapeuten benützen möglicherweise standardisierte wie nicht standardisierte Assessments. Sie sind aufgefordert, ihre klinischen Beobachtungen mit standardisierten Assessments zu überprüfen, da ein einheitlicher Gebrauch von standardisierten Assessments die Kontinuität des gesamten Prozesses erhöht, eine retrospektive Resultate Analyse ermöglicht und dadurch zu einer evidenzbasierten Praxis beiträgt. Tabelle 3-1 gibt einen kurzen Überblick zu ausgewählten, empfohlenen Assessments für die Hausabklärung

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