
Die Völkerwanderung
Beschreibung
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Der Kirchenvater Hieronymus zeichnete im Jahr 396 ein bewegendes Bild aus jener Epoche, die wir Völkerwanderung nennen: "Es sind nun zwanzig und etwas mehr Jahre, dass zwischen Konstantinopel und den Julischen Alpen römisches Blut vergossen wird. Skythien, Thrakien, Makedonien, Thessalien, Dardanien, Dakien, Epirus, Dalmatien sowie alle Teile Pannoniens verwüsten, entvölkern und plündern der Gote, der Sarmate, der Quade und der Alane, die Hunnen, die Vandalen und die Markomannen. Mit wie vielen Ehegattinnen und gottgeweihten Frauen, freigeborenen und adligen Personen haben diese Untiere ihren Spott getrieben! Bischöfe wurden gefangen, Priester und Kleriker der verschiedenen Ränge getötet, Kirchen wurden zerstört, Altäre Christi zu Pferdeställen gemacht und Gebeine der Märtyrer ausgegraben. Überall Trauer, überall Seufzen, und weit und breit ein Bild des Todes." Hieronymus ahnte: "Der römische Erdkreis stürzt." Was aber waren die Ursachen solcher Völkerbewegungen, in deren Verlauf das weströmische Reich tatsächlich unterging? Welchen Gang nahmen die Ereignisse, wer waren die Protagonisten - und welcher Missbrauch sollte später einmal mit der Geschichte der Völkerwanderung getrieben werden? Vertraut mit den Quellen und in anschaulicher Darstellung behandelt der Verfasser diese und andere Fragen.
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Inhalt
- Cover
- Titel
- Zum Buch
- Über den Autor
- Impressum
- Inhalt
- Motto
- I. Adrianopel: «Der Anfang des Unglücks»
- II. Die Völkerwanderung: Ein historischer Rückblick aus dem Mittelalter
- III. Warum es immer wieder Völkerwanderungen gab: Ein ethnologischer Traktat aus der Antike
- IV. Von der «Invasion der Barbaren» zur «Völkerwanderung»: Eine deutsche Geschichte
- V. Rom und die Germanen vor der Völkerwanderung: Eine fünfhundertjährige Vorgeschichte
- VI. Von der Niederlage von Adrianopel zum Fall Roms 378-410
- VII. Vom Fall Roms zum Fall des weströmischen Kaisertums 410-476
- VIII. Die autonomen Germanenreiche auf römischem Boden 476-585
- IX. Warum die römische Germanenpolitik nach 500 Jahren am Ende war
- X. Die Völkerwanderung und das deutsche Sonderbewusstsein
- Bibliographie
- Zeittafel
- Register
- Karte 1: Untergang des Römischen Weltreichs und Germanische Völkerwanderung
- Karte 2: Erneuerung des Römischen Reiches durch Justinian 527-565
Systemvoraussetzungen
Dateiformat: PDF
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