Der süße Kuss der Prinzessin

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 29. Januar 2018
  • |
  • 130 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-5482-2 (ISBN)
 
Das größte Geheimnis des Palastes ist in Gefahr! Denn Marcus Desmarais wird zum Bodyguard von Prinzessin Rhia ernannt. Wie sollen sie da die magische Anziehungskraft verbergen, die zwischen ihnen herrscht?
  • Deutsch
  • 1,53 MB
978-3-7337-5482-2 (9783733754822)
3733754824 (3733754824)

1. KAPITEL

Prinzessin Rhiannon Bravo-Calabretti konnte es immer noch nicht glauben. Wie war das bloß passiert? Wie hoch war denn die Wahrscheinlichkeit für dieses Aufeinandertreffen gewesen?

Ja, Montedoro war nur ein kleines Fürstentum, und Elite-Bodyguards wie Marcus Desmarais gab es nicht viele im Dienst der Herrscherfamilie.

Aber Marcus war entschlossen gewesen, ihr für den Rest seines Lebens aus dem Weg zu gehen, das hatte er überdeutlich gemacht. Warum hatte er nicht einfach Nein gesagt, als er den Auftrag bekam, bei dieser Reise für ihre Sicherheit zu sorgen?

Natürlich wusste Rhiannon die Antwort selbst: Wenn er den Auftrag abgelehnt hätte, dann hätten seine Vorgesetzten Fragen gestellt. Seine Weigerung hätte Neugier und Verdacht erregt, und das wollte er um jeden Preis vermeiden.

Trotzdem, wie konnte er sie beide nur in diese Situation bringen?

Verzweifelt versuchte Rhia das Gedankenkarussell in ihrem Kopf zu stoppen. Sie saß in der alten hölzernen Kirchenbank und starrte auf ihre nervös im Schoß verkrampften Hände. Vorne fand die Trauung in englischer Sprache statt, und entschlossen starrte Rhia geradeaus und versuchte, sich auf die Worte des Priesters zu konzentrieren. Schließlich heiratete ihre große Schwester nur einmal.

Die kleine, innen und außen weißgekalkte Kirche des Städtchens Elk Creek in Montana war schlicht und feierlich. Es roch nach Kerzenwachs und Holzpolitur, feuchten Jacken und Mänteln und altem Weihrauch.

Die schweren Eichenbänke waren bis auf den letzten Platz gefüllt. An den Seitenwänden und im Hintergrund der Kirche drängten sich die vielen Hochzeitsgäste, die keinen Sitzplatz mehr gefunden hatten.

Natürlich stand auch Marcus hier irgendwo. Hinten bei der Tür, stumm, diskret, wie die übrigen Security-Leute. Rhias Schultern schmerzten vor Anspannung, während sie förmlich spürte, wie seine ernsten graugrünen Augen ihr Löcher in den Hinterkopf starrten.

Es spielt keine Rolle. Vergiss es. Vergiss ihn.

Heute war Belles Tag. Ihre hinreißende Schwester Arabella stand strahlend, ganz in Weiß vor dem massiven Altar, an der Seite von Preston McCade, dem hochgewachsenen amerikanischen Rancher, den sie im letzten Jahr lieben gelernt hatte.

Es war eine Doppelhochzeit. Belles langjährige Vertraute, Lady Charlotte aus dem Mornay-Zweig der Familie, heiratete gleichzeitig Prestons Vater, den charmant ergrauten Silas McCade.

"Erheben Sie sich", sagte der Priester.

Rhia erhob sich mit der versammelten Gemeinde. Aber es gelang ihr nicht, sich auf die Worte des Priesters zu konzentrieren. Ihre Gedanken wanderten unwillkürlich zurück zu Marcus.

Wer hatte ihn wohl für diesen Einsatz eingeteilt? Wusste jemand, was einst zwischen ihnen geschehen war? Nur einem einzigen Menschen hatte Rhia von jenen unvergesslichen, verzauberten Wochen damals erzählt. Diese Person hätte es niemals weiter. erzählt. Und Marcus hatte sich ganz sicher keiner Menschenseele anvertraut.

Ihre Geschichte lag nun acht Jahre zurück, Rhia war damals Studentin an der Universität von Los Angeles gewesen. Sobald sie ein Zimmer im Wohnheim bewohnte und Vorlesungen und Seminare besuchte, hatte niemand sie mehr bewacht. Sie hatte es genossen, eine Studentin wie alle anderen zu sein und ein ganz normales Leben zu führen.

Sie war ja auch nur die Nummer sechs der Thronfolge in dem kleinen Fürstentum, ihre vier Brüder und Belle kamen alle vor ihr an die Reihe. Außerdem war sie immer die wohlerzogene, vorbildliche Prinzessin gewesen, und die Skandalblätter hatten sich kaum für sie interessiert.

Am Altar wurden jetzt die Versprechen ausgetauscht. Rhia reckte sich ein bisschen und lauschte den vertrauten Worten.

"Vor Gottes Angesicht nehme ich, Preston, dich, Arabella, zu meinem angetrauten Weibe ."

Seit sie gestern in Nizza an Bord des Familienjets gegangen waren, hatte Marcus keine drei Worte mit ihr gewechselt. Er war hier, um sie zu beschützen, und er würde seine Pflicht hundertprozentig erfüllen und keine Sekunde lang seine untergeordnete Stellung vergessen. So war er immer gewesen.

Sie musste nur den heutigen Tag und den Abend überstehen, und morgen flogen sie alle zurück nach Europa. Dann war sie wieder frei von ihm. Für immer.

Rhia seufzte leise. Jetzt war Belle vorne an der Reihe, und sie wandte den Blick nicht von ihrem Bräutigam. Ihr feingeschnittenes Gesicht schien von innen heraus zu leuchten. "Vor Gottes Angesicht nehme ich, Arabella, dich, Preston, zu meinem angetrauten Ehemann ."

Benjamin, Prestons kleiner Sohn, krähte fröhlich auf dem Schoß einer älteren Verwandten: "Belle, Dada, Papa!" Die Gäste lachten, als beide Brautpaare sich kurz umdrehten und dem Kleinen zuwinkten.

Es ist nur für einen Tag, sagte Rhia sich noch einmal. Bei dem Lachen des kleinen Jungen hatte ihre Stimmung sich schon ein wenig aufgehellt.

Nach der Trauung nahmen Rhias Eltern, Ihre Fürstliche Hoheit Adrienne und Prinzgemahl Evan von Montedoro, gemeinsam mit den beiden Hochzeitspaaren an der Tür die Glückwünsche entgegen. Anschließend erwartete sie noch der Fototermin, zu dem auch Rhia gebeten wurde. Die Sonne hing schon tief über den schneebedeckten Berggipfeln draußen, und die Luft war merklich abgekühlt.

Die ganze Zeit hielt Marcus sich gerade außerhalb von Rhias Gesichtsfeld auf. Er verstand es perfekt, außer Sicht und doch ständig in ihrer Nähe zu sein. Wann immer sie den Fehler beging, einen nervösen Blick in seine Richtung zu werfen, war sein Gesichtsausdruck so ruhig und unergründlich wie ein tiefer Bergsee.

Sie versuchte ihn zu ignorieren. Sie gab sich große Mühe, den Kopf nicht in seine Richtung zu drehen, aber es half nichts. Marcus Desmarais schien gleichzeitig überall und nirgends zu sein.

Während der Fotograf jetzt Fotos von Belle und Charlotte mit dem strahlenden Benjamin schoss, gingen Silas und Preston McCade freundlich winkend an Rhia vorbei und blieben irgendwo hinter ihr stehen.

Sie drehte sich um und sah, dass sie zu Marcus getreten waren.

Marcus nickte Vater und Sohn zu: "Gentlemen." Seine klare, ernste, beherrschte Stimme hätte Rhia unter Hunderten herausgehört. "Herzlichen Glückwunsch."

Silas streckte ihm lächelnd die Hand entgegen. "Schön, Sie zu sehen, Marcus. Sie haben uns gefehlt."

Marcus erwiderte den Händedruck und sagte noch etwas, so leise, dass Rhia es nicht verstand. Silas und Preston lachten.

Überrascht und getroffen wandte Rhia sich ab. Es tat weh, wie vertraut und beinahe freundschaftlich Marcus mit den McCades verkehrte, während er sich ihr gegenüber wie ein kalter, wachsamer Fremder verhielt.

Sie hasste das Geheimnis zwischen ihnen. Sie schämte sich nicht dafür, dass sie Marcus einmal geliebt hatte. Es war Marcus gewesen, der sie beschworen hatte, dass niemand je davon erfahren durfte.

Rhia schlüpfte durch die weit offenen Eichentüren hinaus in den Kirchenvorraum. Es drängte sie, Abstand zu Marcus zu bekommen, auch wenn sie wusste, dass es sinnlos war. Er war sein Job, ihr überallhin zu folgen. Es gab einfach kein Entrinnen.

Im Vorraum trat ihre jüngere Schwester Alice auf sie zu, schlang einen Arm um sie und flüsterte: "Wie kommst du klar?"

"Frag nicht", seufzte Rhia.

Alice lachte leise. "Ups, zu spät!"

Rhia verstand sich mit allen ihren vier Schwestern sehr gut, aber sie und Alice waren sich besonders nah. Sie waren nicht nur Schwestern, sie waren beste Freundinnen. Sie erzählten sich alles und hatten sich von Kindheit an geschworen, ihre gegenseitigen Geheimnisse zu bewahren. Alice war es, die Rhias und Marcus' Geschichte kannte.

Marcus trat durch die offene Tür in den Vorraum heraus. Er sah sie und verschwand sofort hinter einer Säule im Halbschatten, wo er außer Sicht war und sie doch im Blick behalten konnte.

"Ich werde noch verrückt!", stöhnte Rhia. "Wieso macht es mir so viel aus, Allie?"

Alice stellte sich zwischen Rhia und Marcus und versperrte dem Bodyguard damit kurzzeitig die Sicht. Jetzt konnten sie reden, ohne zu befürchten, dass Marcus sie hören oder von ihren Lippen lesen konnte.

"Wenn du es gar nicht mehr aushältst, dann rede mit Alex", schlug Alice leise vor. "Sag ihm, dass du einen anderen Leibwächter willst."

Ihr Bruder Alexander war Chef der gesamten Sicherheitsdienste. Er befand sich mit seiner Frau, Ihrer Königlichen Hoheit Liliana von Alagonien, und ihren drei Monate alten Zwillingen noch im Inneren der Kirche.

Rhia schüttelte den Kopf. "Es würde ein schlechtes Licht auf Marcus werfen. Außerdem könnte Alex sich fragen, ob da etwas zwischen uns ist."

Alice schnaubte und sagte leichthin: "Na und? Dann streitest du es ab."

"Es würde trotzdem auf Marcus zurückfallen", murmelte Rhia. "Hatten wir das alles nicht schon mal?"

Sie sah sich vorsichtig um. Niemand schien sich für ihre Unterhaltung zu interessieren. Alice strich ihr tröstend über die Wange.

Acht Jahre lang hatte Rhia nun versucht, die Vergangenheit ein für alle Mal zu begraben. Inzwischen war sie zweimal verlobt gewesen, beides wunderbare Männer und perfekte Partien: der eine ein international bekannter Künstler aus berühmter Familie, der andere ein Angehöriger des Hochadels, der sich unermüdlich zahllosen wohltätigen Organisationen widmete.

Irgendwie hatte sie sich nicht dazu durchringen können, einen von ihnen zu heiraten. Und beide hatten irgendwann gemerkt, dass sie nicht...

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