
Biographisches Erzählen auf Jiddisch
Beschreibung
Gegenstand der funktional-pragmatischen Untersuchung ist Jiddisch, wie es gegenwärtig in Israel gesprochen wird. Auf der Grundlage von biographischen Erzählungen, empirischen Sprachdaten, transkribiert und übersetzt, wird die Umsetzung der jiddischen Grammatik in der Diskursart Erzählen nachvollzogen. In diesem Zusammenhang werden Strukturen wie das Tempussystem, komplexe Sätze und Wortstellung in ihren Erscheinungsformen zwischen Grammatik und Realisierung im Diskurs thematisiert. Darüber hinaus verfolgt die Untersuchung implizit die Frage nach der Genese des Jiddischen als Sprache, die sich von frühneuhochdeutschem Grundinventar mit hebräischem Spezialwortschatz ausgehend selbständig entwickelte.
Jiddisch ist eine Sprache, die in einem komplexen Zusammenhang von Schriftlichkeit und Mündlichkeit entstanden ist. Ist es der Kontakt mit slawischen Sprachen oder die Dynamik des westgermanischen Inventars des Jiddischen, das sich in slawischer Umgebung und tendentiell eher als gesprochene denn als geschriebene Sprache entwickelte, was dem modernen Jiddisch seinen eigenen Charakter gegeben hat?
Weitere Details
Weitere Ausgaben
Person
Inhalt
- Intro
- Vorwort
- Einleitung
- 1. Methode und theoretische Grundlagen
- 1.1. Materialerhebung
- 1.2. Theoretische Grundlagen
- 1.2.1. Erzählen
- 1.2.2. Funktionale Pragmatik
- 1.3 Zusammenfassung
- 2. Soziolinguistische Aspekte
- 2.1. Gesprochene und geschriebene Sprache
- 2.2. Diglossie - gesprochenes Jiddisch und geschriebenes Hebräisch
- 2.3. Standardisierung: Moderne jiddische Schriftsprache versus Standardsprache
- 2.4. Jiddisch in Israel
- 2.5. Zusammenfassung
- 3. Zur Verwendung von L2-Elementen in jiddischen Narrationen
- 3.1. Worterklärungen
- 3.2. Interferenzen
- 3.3. Code-Switching
- 3.3.1. Code-switching auf Diskursebene
- 3.3.2. Code-switching auf Äußerungsebene
- 3.4. Die Verwendung von L2-Elementen als Erzähltechnik
- 3.5. Verteilung der Fälle von L2-Verwendung
- 3.6. Zusammenfassung
- 4. Zur inhaltlichen Gestaltung von biographischen Rekonstruktionen
- 4.1. Meir V. (Interview 10)
- 4.1.1. Gesprächskonstellation
- 4.1.2. Aufbau
- 4.1.3. Ein sozialistischer Bildungsroman
- 4.1.4. Die Geschichte von der Bundistin
- 4.2. (Interview 1)
- 4.2.1. Gesprächskonstellation
- 4.2.2. Aufbau
- 4.2.3. Eine Emanzipationsgeschichte
- 4.3. (Interview 4)
- 4.3.1. Gesprächskonstellation
- 4.3.2. Aufbau
- 4.3.3. Eine Detektiv geschickte
- 4.4. Zusammenfassung
- 5. Hörerorientierte Techniken in rekonstruktiven Diskursformen
- 5.1. Deixis
- 5.1.1. Die Abgrenzung von Erzählräumen
- 5.1.2. Verweisen im Erzählraum
- 5.1.3. Organisation von Wissenselementen
- 5.2. Definitheit und Indefinitheit
- 5.3. Fragen: Die realen und fiktiven Funktionen des Hörers
- 5.4. Interjektionen
- 5.4.1. 'Nu'
- 5.4.2. 'Oj'
- 5.5. Zusammenfassung
- 6. Szenische Umsetzung von Wissen im narrativen Diskurs
- 6.1. Ikonische Handlungswiedergabe
- 6.2. Die Inszenierung von Denken und Sprechen
- 6.2.1. Direkte Rede
- 6.2.2. Das Verflechten von direkter und indirekter Rede
- 6.3. Tempus
- 6.3.1. Die Tempora des Jiddischen
- 6.3.2. Die Funktion von 'Präsens' und 'Vergangenheit' beim Erzählen auf Jiddisch
- 6.3.3. Absolutes Partizip
- 6.3.4. 'Futurum'
- 6.3.5. Die 'vol'- Konstruktion
- 6.3.6. Zoln und Zol- + Infinitiv
- 6.4. Zusammenfassung
- 7. Techniken der Wissensprozessierung
- 7.7. Wortstellung
- 7.1.1. Wortstellung des Jiddischen
- 7.1.2. Gliederung des Wissens durch Wortstellung
- 7.1 .3. V1 -Konstruktionen
- 7.1.4. Topikalisierung
- 7.2. Komplexe Sätze im Erzähldiskurs am Beispiel von Relativkonstruktionen
- 7.2.1. Relativkonstruktionen im Jiddischen
- 7.2.2. Zur Funktion des Relativums
- 7.2.3. Zur Funktion des Relativsatzes beim Erzählen auf Jiddisch
- 7.3. Zusammenfassung
- 8. Literaturverzeichnis
- 8.1. Quellen
- 8.1.1. Gesprochene Sprache
- 8.1.2. Geschriebene Sprache
- 8.2. Wörterbücher
- 8.3. Literatur
- 9. Dokumentation des Sprachmaterials (Corpus II)
- 9.1. Präsentation des Sprachmaterials
- 9.1.1. Interviewsituation
- 9.1.2. Auswahl
- 9.1.3. Transkription
- 9.1.4. Transliteration
- 9.1.5. Übersetzung und Wort-für-Wort Übertragung
- 9.1.6. Die Sprecher des Corpus II
- 9.2. Transkriptionen und Übersetzungen
- 10. Ausblick
Systemvoraussetzungen
Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)
Systemvoraussetzungen:
- Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).
- Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions oder die App PocketBook (siehe E-Book Hilfe).
- E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m.
Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein „weicher” Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich – sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.
Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.