
Geschichte und Kultur des Senizids
Beschreibung
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Was geschieht, wenn eine Gesellschaft ihre Alten nicht mehr trägt - sondern sie verliert? Dieses Buch führt tief hinein in ein ebenso verdrängtes wie grundlegend menschliches Thema: Senizid, die kulturelle, soziale oder stille Tötung bzw. Selbsttötung alter Menschen. Aus interdisziplinärer Perspektive verbindet der Autor jahrtausendealte Rituale, ethnologische Befunde und historische Quellen mit aktuellen Fragen von Ageism, Palliative Care, Inedia (Sterbefasten) und rechtlichen Debatten um Sterbehilfe und Selbstbestimmung. Mit analytischer Schärfe und großem Respekt vor dem Alter zeigt das Werk, wie unterschiedlich Kulturen weltweit mit dem Lebensende umgehen - vom rituellen Opfertod bis zum modernen "Stillen Tod" in Pflegeheimen. Es beleuchtet, warum Altersbilder, ökonomischer Druck, Jugendwahn und gesellschaftliche Erwartungen das Leben alter Menschen zutiefst prägen. Und es fragt, wie ein würdiges Sterben möglich bleibt, wenn Selbstbestimmung auf Verletzlichkeit trifft. Ein außergewöhnliches, umfassendes und berührendes Buch über Altern, Sterben und Menschlichkeit - und darüber, was wir als Gesellschaft über das Alter wirklich denken.
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Person
Raimund Pousset ist Diplom-Pädagoge und Gerontologe und er war Oberstudienrat an verschiedenen Schultypen. Gleichzeitig ist er Herausgeber von Nachschlagewerken zur Altenpflege und Pädagogik.
Inhalt
Vorwort.- 1. Einleitung.- 2. Alter und Altern.- 3. Die Altentötung.- 4. Autonome Autothanasie.- 5. Senizid in der Ethnologie.- 6. Senizid in der Geschichte.- 7. Kulturen mit gut belegtem Senizid.- 8. Senizid.- 9. Die aktive Autothysie: ein Heldentod?.- 10. Der Opfertod der Alten.- 11. Senio-Euthanasie: Sterben durch andere.- 12. Der Stille Tod.- 13. Anhang.
Systemvoraussetzungen
Dateiformat: PDF
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