
Unternehmenserfolg durch Unternehmenskultur
Beschreibung
Mit begeisterten Mitarbeitenden die Zukunft Ihres Unternehmens erfolgreich gestalten - Prof. Dr. Gunther Olesch zeigt Ihnen, wie es geht. Erfahren Sie hier, wie Sie eine HR-Vision formulieren, mit Leben füllen und erfolgreich umsetzen. Eingehen auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden, New Work für alle Ebenen, Resilienz, Wertewandel der Generationen und Blick über den Tellerrand sind dabei wichtige Bausteine. Das Buch bietet wegweisende Einsichten in die Herangehensweise an die Entwicklung einer Unternehmenskultur.
Gunther Olesch weiß, wovon er spricht und wie man Widerstände überwindet. Er war 20 Jahre Geschäftsführer der Phoenix Contact GmbH & Co. KG. In dieser Zeit konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 500 Prozent steigern und sich zu einem der besten Arbeitgeber Deutschlands entwickeln. Ermöglicht wurde dieser überdurchschnittliche Erfolg durch einen Kulturwandel.

Das Schweitzer Vademecum ist ein renommierter Fachkatalog, der speziell die relevanten Angebote für juristisch und steuerrechtlich Interessierte sortiert, aufbereitet und seit über 100 Jahren der Orientierung dient. Das Schweitzer Vademecum beinhaltet Bücher, Zeitschriften, Datenbanken, Loseblattwerke aus dem deutschsprachigen In- und Ausland und ist seit 1997 wichtiger Bestandteil des Schweitzer Webshops.
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Inhalt
Inhalte:
- Sinn von Mission, Vision und Werten
- Die Führungskraft als ein Schlüssel zum Unternehmenserfolg
- Bedürfnisanalyse von Mitarbeitenden
- Ausrichten von Human Relations
- Zielvereinbarung durch Target Card
- Entwicklung von High Potentials
- Digitalisierung als Zukunftschance
- Gesundheitsmanagement
- Aufstieg des HR-Managers / der HR-Managerin in die Unternehmensführung
1 Warum sind Visionen wichtig?
Visionen sind positive Vorstellungen der Zukunft, die man für ein Unternehmen schaffen will. Eine Vision gibt die Richtung an, in die sich ein Unternehmen entwickeln soll. Sie sollte immer inspirierend und motivierend sein. Visionen geben Menschen und Organisationen Orientierung. Sie sind wie der Nordstern, der den Menschen seit Jahrhunderten gerade in Dunkelheit den Kurs vorgibt. Manchmal kann man ihn nicht sehen, weil er sich hinter Wolken befindet oder die Sonne ihn mit ihrer Helligkeit überstrahlt. Aber wir wissen, dass er immer da ist und wir ihn wieder sehen werden. Den Nordstern selbst werden wir nie erreichen, er dient uns aber stets zur Orientierung. Diesen Nordstern bzw. eine Vision benötigt jedes Unternehmen, um erfolgreich zu werden und die Mitarbeitenden zu begeistern.1
1.1 Beispiele visionärer Manager
Bill Gates erkannte bereits als Jugendlicher, wie wichtig eine Vision ist. Frei formuliert lautete sie: In jedem Büro und in jedem Haus braucht es einen Computer!
Die Fachwelt belächelte ihn und war damals der Überzeugung, dass vier Großrechner für den IT-Bedarf der Welt ausreichen. Man begegnete Bill Gates mit einiger Ablehnung. Er ließ sich nicht beirren und gründete mit seiner Vision das Unternehmen Microsoft. Heute befinden sich in jedem Büro und Haus mehrere Computer und Bill Gates wurde zu einem der reichsten Männer der Welt.
Microsoft was founded with a vision of a computer on every desk,
and in every home. We've never wavered from that vision.
(Bill Gates)
Ein weiteres Beispiel für visionäres Management ist Elon Musk. Seine Vision lautete: Das überzeugendste Autounternehmen des 21. Jahrhunderts schaffen, das den Übergang zu Elektrofahrzeugen vorantreibt!
Tesla steht für diese Mission: Die Beschleunigung des Übergangs zu nachhaltiger Energie. Tesla wurde 2003 von einer Gruppe von Ingenieuren gegründet, die beweisen wollten, dass Elektrofahrzeuge keinen Kompromiss bedeuten, sondern mehr Leistung, Beschleunigung und Fahrspaß bieten können als Benziner.
Viele etablierte Autounternehmen mit den dominierenden Verbrennungsmotoren haben ihn belächelt. Gerade die weltweit erfolgreiche deutsche Automobilindustrie erkannte lange Zeit nicht, wie recht Elon Musk mit seiner Vision in Zeiten des Klimawandels hat. Sie verschliefen zunächst den Anschluss an die Elektromobilität. 2021 wurden in Deutschland erstmals mehr Teslas verkauft als VW Golf. So wurde aus einer Vision das weltweit wertvollste Automobilunternehmen - wertvoller als alle deutschen Automobilbauer wie VW, Audi, BMW, Porsche, Mercedes Benz etc. zusammen.
Abb. 1: Vision von Elon Musk (fourweekmba.com)
Es gehört eine gehörige Menge Resilienz dazu, um sich gegen die Widerstände der großen Konzerne durchzusetzen. Um sich zu motivieren und nicht aufzugeben, sagte der Tesla-Mitgründer:
Wenn dir etwas wichtig ist, dann tust du es,
auch wenn die Chancen gegen dich stehen!
(Elon Musk)
Mein drittes Beispiel eines visionären Managers ist Steve Jobs. Seine zentrale Vision lautete:
Wenn Du an etwas Spannendem arbeitest, das dir wirklich am Herzen liegt,
musst Du nicht gedrängt werden. Die Vision zieht dich.
(Steve Jobs)
Steve Jobs baute Apple mit unglaublichem Engagement auf. Er arbeitete teilweise Tag und Nacht und sehr hart an neuen Ideen. Und dann verlor er alles, als er von Apple die Kündigung erhielt. Was muss das für eine emotionale Niederlage gewesen sein? - Jobs reagierte mit der Haltung: »It's not a shame to fall, it's only a shame not to get up.«
Schließlich holte Apple ihn wieder zurück und Steve Jobs präsentierte der Welt das erste iPhone und machte Apple zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt. Resilienz und Ausdauer gehörten auch bei ihm zum Erfolgsrezept.
Ich empfehle jedem, der etwas Neues schaffen will, sei es ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Erfindung oder gar eine exzellente Unternehmenskultur, sich die Worte dieser drei Visionäre zu merken. Wenn man neue oder andere Wege als bisher gehen will, kann man sich verlaufen. Wenn man z. B. einen Kulturwandel schaffen will, wird man Widerständen aus den eigenen Reihen und dem eigenen Unternehmen begegnen und Niederlagen hinnehmen müssen. Das ist mir auch passiert, was ich im Weiteren näher beschreiben werde. Wenn ich verzweifelt war, dass meine Vision nicht angenommen wurde oder eine für mich wichtige Idee kein Gehör fand, habe ich mir den Spruch von Steve Jobs zu Herzen genommen, dass es keine Schande ist zu fallen, sondern nur, nicht wieder aufzustehen.
1.2 Folgen mangelnder Vision
Ich erlebte in meinem beruflichen Werdegang auch, wie ein ehemaliger Arbeitgeber von mir durch mangelnde Visionen gestrauchelt ist. Von 1979 bis 1984 war ich parallel zu meiner Promotion in einer Personalberatung tätig, die hauptsächlich für Aktiengesellschaften tätig war. 1985 erhielt ich das Angebot eines Auftraggebers, zu ihm zu wechseln. Es handelte sich um den Thyssen-Konzern. Dort war es meine Aufgabe, die Weiterbildung aufzubauen, als zu dieser Zeit das Thema Personnel Development aus Amerika nach Europa kam. Nach einem halben Jahr Tätigkeit bat ich meinen Vorgesetzten aus dem Top-Management um ein Gespräch. Ich schilderte, dass Thyssen Stahl für die Automobilindustrie produziere, die ein A-Kunde war. Es war bereits bekannt, dass weltweit Öl knapper wird, wodurch die Benzinpreise steigen werden. Zu dem damaligen Zeitpunkt kostete ein Liter Super-Benzin umgerechnet 0,52 Euro. Sollten wir daher nicht mehr Kunststoffe produzieren, da sie ein Auto leichter machen? Mein Chef antwortete: »Junger Mann, machen sie sich um die Zukunft nicht so viele Gedanken. Stahl wird immer gebraucht.«
Heute ersetzen 100 Kilogramm Kunststoff wie Polypropylen durchschnittlich die zwei- bis dreifache Menge an Metallen, was bei einer Gesamtlaufleistung von 150.000 Kilometern zu einer Einsparung von rund 750 Liter Kraftstoff führt. Außerdem bieten Kunststoffe einen erhöhten Komfort, weil das Auto leiser wird, da sie den Schall viel besser dämpfen als Metalle.
1986 beschäftigte Thyssen ca. 250.000 Mitarbeitende und Krupp ca. 120.000, also eine stattliche Zahl von zusammen 360.000 Personen. Heute beschäftigten beide zusammen als ThyssenKrupp AG 101.000 Mitarbeitende weltweit. Das kommt davon, wenn man keine Visionen entwickelt und umsetzt. Visionär geführte Unternehmen wie Microsoft, Apple und Tesla hatten stets die Zukunft fest im Blick und sind daher gewaltig gewachsen.
Fünf Jahre war ich im Thyssen-Konzern tätig, hatte die Weiterbildung aufgebaut und sie schließlich geleitet. Ich rannte jedoch gegen Windmühlen, wenn es darum ging, das Unternehmen mehr visionär auszurichten. Getreu dem Motto »Change it, love it or leave it - but don't whine« verließ ich 1989 das Unternehmen, um bei Phoenix Contact anzufangen. Hier hatte ich die Überzeugung, dass visionäres Managen möglich ist.
Video: Vortrag »Visionäres Management und Führen mit Begeisterung«
1.3 Human-Relations-Vision
Bill Gates, Steve Jobs und Elon Musk sind für mich stets Vorbilder und haben mich stark beeinflusst, visionäres Management zu praktizieren. Ich weiß, dass Steve Jobs und Elon Musk nicht immer einen guten menschlichen Umgang mit ihren Mitarbeitenden pflegten. Das halte ich für falsch, da ich Anhänger einer ethischen und menschzentrierten Führung bin. Was mich dennoch an diesen Personen begeistert, sind ihre technologischen Entwicklungen, mit denen sie die Welt verändert haben. Das taten sie mit viel Engagement und Herzblut sowie einem starken Willen gegen alle Widerstände ihrer Zeit.
Aus diesen Erkenntnissen habe ich meine eigene berufliche Sinnstiftung entwickelt und mir dabei ein Motto des österreichischen Pädagogen Hermann Gmeiner zu Herzen genommen: »Alles Große in der Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut als er muss.« Aus dieser Motivation heraus habe ich Mitte der Neunzigerjahre als Personalmanager die HR-Vision für Phoenix Contact definiert:2
»Wir wollen einer der besten Arbeitgeber sein und bei Arbeitgeberwettbewerben die Bronze-, Silber- oder Goldmedaille gewinnen.«
Abb. 2: Human-Relations-Vision
1.4 Zufriedenheit der Mitarbeitenden erzeugt hohe Performance
Warum habe ich gerade diese Vision definiert? Wenn ein Arbeitgeber vieles tut, damit sich die Mitarbeitenden in der Firma wohlfühlen und Freude an der Arbeit haben, werden sie das Unternehmen durch ihre exzellente Performance erfolgreicher machen. Prof. Dr. Heike Bruch von...
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