
Konzepte der Psychopathologie
Von Karl Jaspers zu den Ansätzen des 21. Jahrhunderts
Markus Leser(Autor*in)
Kohlhammer (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 18. November 2015
158 Seiten
978-3-17-029782-1 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
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Beschreibung
Was ist Psychopathologie?
Heute wird dieser Begriff häufig als bloße Sammelbezeichnung für die Summe aller abnormen psychischen Phänomene verwendet. Psychopathologie kann aber auch als eine grundlegende Methodenlehre verstanden werden, in der es um die Erfassung, Beschreibung und Ordnung von krankhaften Erlebnis- und Verhaltensweisen geht. Als eine solche Grundlagenwissenschaft beinhaltet Psychopathologie eine Vielzahl von recht unterschiedlichen konzeptuellen Ansätzen. Dieses Buch möchte ausgehend von Karl Jaspers in verschiedene historische und aktuelle Konzepte der Psychopathologie einführen und deren Bedeutung für die heutige Psychiatrie und Psychotherapie darstellen.
Weitere Details
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Stuttgart
Deutschland
Illustrationen
12 Abb., 43 Tab.
Dateigröße
3,59 MB
ISBN-13
978-3-17-029782-1 (9783170297821)
Schweitzer Klassifikation
Weitere Ausgaben
Person
Prof. Dr. med. Markus Jäger, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Ärztlicher Direktor am Bezirkskrankenhaus Kempten.
Inhalt
- Deckblatt
- Titelseite
- Impressum
- Vorwort zur Reihe
- Inhalt
- Vorwort zur Reihe
- Vorwort
- 1 Einführung und Begriffsbestimmung
- 2 Psychopathologische Methodenlehre von Karl Jaspers
- 2.1 Entstehung der Allgemeinen Psychopathologie
- 2.2 Methodische Grundlagen der Psychopathologie
- Gegenstand der Psychopathologie
- Überlegungen zum Leib-Seele-Problem
- Vorurteile in der Psychopathologie
- Methodologische statt theoretische Ordnung
- 2.3 Methoden der objektiven Psychopathologie
- Erfassen der objektiven Symptome
- Kausales Erklären
- 2.4 Methoden der subjektiven Psychopathologie
- Statisches Verstehen (Phänomenologie)
- Genetisches Verstehen
- 2.5 Beispiele für die Anwendung der Methoden
- Differenzierung von Wahnphänomenen
- Unterscheidung zwischen Prozess und Entwicklung
- 2.6 Überlegungen zu Nosologie und Diagnostik
- Skepsis gegenüber den traditionellen Krankheitsmodellen
- Einführung des Typuskonzeptes in die Psychopathologie
- Entwurf eines Diagnoseschemas
- 2.7 Bedeutung sozialer Faktoren
- 2.8 Veränderungen in der 4. Auflage der Allgemeinen Psychopathologie
- Überlegungen zur Methode des Verstehens
- Auseinandersetzung mit theoretischen Vorstellungen
- Veränderungen im Diagnoseschema
- Frage nach dem Wesen des Menschen
- Überlegungen zum Krankheitsbegriff
- 2.9 Weiterführung der Psychopathologie Karl Jaspers'
- 3 Klinische Psychopathologie bei Kurt Schneider
- 3.1 Entstehung der Klinischen Psychopathologie
- 3.2 Konzept eines empirischen Dualismus
- 3.3 Systematik der Klinischen Psychopathologie
- Krankheitsbegriff bei Kurt Schneider
- Somatosepostulat der endogenen Psychosen
- 3.4 Entwurf einer Typologie psychopathischer Persönlichkeiten
- 3.5 Konzept der abnormen Erlebnisreaktionen
- 3.6 Körperlich begründbare Psychosen
- 3.7 Differenzialtypologie zwischen Schizophrenie und Zyklothymie
- Herausarbeitung von charakteristischen Symptomen
- Symptome 1. und 2. Ranges
- 3.8 Überlegungen zur Psychopathologie der Triebe und Gefühle
- 3.9 Verhältnis zur Psychopathologie von Karl Jaspers
- Subjektive Psychopathologie und Symptome 1. Ranges
- Somatosepostulat und Diagnoseschema
- Anwendung des Typuskonzeptes
- 3.10 Weiterführung der Psychopathologie Kurt Schneiders
- 4 Tübinger Schule der Psychopathologie
- 4.1 Paranoialehre von Robert Gaupp
- 4.2 Konzept des sensitiven Beziehungswahns von Ernst Kretschmer
- Charaktertypen und spezifische Reaktionsformen
- Reaktive Wahnbildung und sensitiver Beziehungswahn
- Bedeutung eines mehrdimensionalen Ansatzes
- 4.3 Unterschiede zwischen Heidelberger und Tübinger Psychopathologie
- 4.4 Weiterführung der Tübinger Schule
- 5 Wernicke-Kleist-Leonhard-Schule
- 5.1 Psychopathologische Konzepte bei Carl Wernicke
- Modell des psychischen Reflexbogens
- Anwendung auf die Ordnung psychopathologischer Symptome
- 5.2 Gehirnpathologie bei Karl Kleist
- 5.3 Psychopathologische Konzepte bei Karl Leonhard
- Psychologische Grundannahmen bei Karl Leonhard
- Aufteilung der endogenen Psychosen
- Akzentuierte Persönlichkeiten
- 5.4 Wernicke-Kleist-Leonhard-Schule im Vergleich zur Heidelberger Psychopathologie
- Bedeutung der verstehenden Psychopathologie bei Karl Leonhard
- Anwendung des Typuskonzeptes bei Karl Leonhard
- 5.5 Weiterführung der Wernicke-Kleist-Leonhard-Schule
- 6 Gestaltpsychologischer Ansatz bei Klaus Conrad
- 6.1 Kritik an der Assoziationspsychologie
- 6.2 Gestaltanalyse am Beispiel des Wahns
- Trema, Apophänie und Apokalypse
- Konsolidierung und Residualzustand
- Verlaufstypen schizophrener Psychosen
- 6.3 Folgerungen für die psychiatrische Nosologie und Diagnostik
- 6.4 Primat von naturwissenschaftlichen Ansätzen
- 7 Psychopathologie in der Nachfolge von Kurt Schneider und Klaus Conrad
- 7.1 Strukturdynamik von Werner Janzarik
- Grundlagen der Strukturdynamik
- Strukturdynamik und neurobiologische Ansätze
- Bedeutung der Strukturdynamik für die forensische Psychiatrie
- 7.2 Psychopathologische Ansätze bei Gerd Huber
- Konzept der substratnahen Basisstörungen
- Verlaufstypologie schizophrener Psychosen
- Weiterführung des Basisstörungskonzeptes im Rahmen von Früherkennungsprogrammen
- 8 Psychopathologie unter dem Einfluss des logischen Empirismus
- 8.1 Psychiatrie und logischer Empirismus
- Philosophische Grundlagen des logischen Empirismus
- Eingang des logischen Empirismus in die Psychiatrie durch Carl Gustav Hempel
- Auseinandersetzung mit den methodischen Grundproblemen der Psychiatrie
- 8.2 Reliabilitätsprobleme in der psychiatrischen Diagnostik
- 8.3 Entwicklung von standardisierten Untersuchungsinstrumenten
- Befunderhebung mit dem AMDP-System
- Befunderhebung mit der Positive and Negative Syndrome Scale (PANSS)
- Befunderhebung mit der Hamilton Depression Scale (HAMD)
- Arbeiten mit quantitativen psychopathologischen Daten
- 8.4 Bemühungen um eine Operationalisierung der Diagnostik
- Diagnosen als Konventionen
- PSE/CATEGO-System
- Neo-Kraepelinismus und Entwicklung von diagnostischen Kriterien
- Operationalisierte Diagnostik im DSM-III
- Entwicklung zu DSM-5 und ICD-10
- 8.5 Kritische Betrachtung von Ratingskalen und operationalisierter Diagnostik
- 9 Psychopathologie im Zeichen der Neurobiologie
- 9.1 Dekade des Gehirns
- 9.2 Validierungsparadigma im Sinne von Emil Kraepelin
- 9.3 Abschied vom Validierungsparadigma
- 9.4 Verbindung von neurobiologischen und psychopathologischen Ansätzen
- Psychopathologie und neuronale Netzwerkmodelle
- Ansätze einer funktionellen Psychopathologie
- Konzept einer biologischen Psychopathologie
- Psychopathologie als Lückenfüller?
- 9.5 Phänomenologisch-ökologische Konzeption als Gegenbewegung
- Einfluss der philosophischen Strömung der neuen Phänomenologie
- Überlegungen zur Psychopathologie von Leib und Raum
- Weiterentwicklung zu einem phänomenologisch-ökologischen Ansatz
- 10 Zukunftsperspektiven der Psychopathologie
- 10.1 Rückblick auf wesentliche Konzepte der Psychopathologie
- 10.2 Psychopathologie als Grundlagenwissenschaft
- 10.3 Bedeutung von anthropologischen Aspekten
- 10.4 Verbindung von quantitativen und qualitativen Ansätzen
- 10.5 Verbindung von neurobiologischen und psychopathologischen Aspekten
- 10.6 Möglichkeiten einer psychopathologischen Verlaufsforschung
- 10.7 Ausblick auf die zukünftige Psychopathologie
- Literatur
- Stichwortverzeichnis
- Personenverzeichnis
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