
Die gerettete Welt
Beschreibung
Die Studie zeichnet nach, wie vielfältig der Cambridger Platonismus die europäische Aufklärung mitprägte und auf welche Weise anhand der Diskussion um den Topos der 'Welt' das Verhältnis von Theologie, Philosophie und Naturwissenschaft zu Beginn des 18. Jahrhunderts neu bestimmt worden ist. Gezeigt wird, wie Ralph Cudworths True Intellectual System und dessen französische Übersetzung durch Jean Leclerc eine europaweite Debatte um die Leistungsfähigkeit der plastischen Natur auslösten, an der sich neben Pierre Bayle, Leibniz und Shaftesbury auch Cudworths Tochter, Lady Masham, beteiligte. Während Leibniz auf das Problem der Theodizee fokussierte und Shaftesbury die Diskussion um die Dimension des Schönen erweiterte, versuchte Lady Masham, den Cambridger Platonismus mit der Locke'schen Kritik an den angeborenen Ideen zu versöhnen.
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Inhalt
- Intro
- 1 Einleitung
- 1.1 Exposition des Themas
- 1.2 Zur Methodik
- 1.2.1 Konstellationsforschung
- 1.2.1.1 Die Cambridge-Konstellation
- 1.2.1.2 Die Rezipienten-Konstellation
- 1.2.2 Der Begriff der Rezeption
- 1.2.3 Topik
- 1.3 Forschungsstand und Gliederung der Dissertation
- 2 Welt und Geist bei den Platonikern von Cambridge
- 2.1 Der Begriff der Welt
- 2.1.1 Die Stellung der Welt
- 2.1.2 Der Ursprung der Welt
- 2.2 Die Möglichkeit der Erkenntnis der Welt - Eine Verschiebung von Deutungshoheit
- 2.2.1 Die ewige Philosophie
- 2.2.2 Das Corpus Hermeticum
- 2.2.3 Atome und physikalischer Monadenbegriff - Zum Überlieferungszusammenhang
- 2.2.3.1 Zur Person: Ralph Cudworth
- 2.2.3.2 Cudworths pythagoreischer Atomismus
- 2.2.3.3 Zur Person: Henry More
- 2.2.3.4 Mores Geschichte der Weisheit
- 2.3 Der metaphysische Aufbau der Welt
- 2.3.1 Die materielle Welt
- 2.3.1.1 Cudworths Atome
- 2.3.1.2 Mores kleinste Teilchen
- 2.3.1.3 Der Raum der Welt
- 2.3.2 Die immaterielle Urmonade - zur geistigen Durchdringung der Welt
- 2.3.2.1 Cudworths geistiges Lebensprinzip und Mores ausgedehnter Geist
- 2.3.2.2 Cudworths plastische Natur
- 2.3.2.3 Mores Geist der Natur
- 2.3.2.4 Naturwissenschaftliche Implikationen des spirit of nature
- 2.4 Zwischenergebnis und Ausblick
- 3 Die Plastische Natur bei Jean Leclerc und Pierre Bayle
- 3.1 Bearbeitungen
- 3.1.1 Leclercs Bibliotheque Choisie
- 3.1.1.1 Zur Person: Jean Leclerc
- 3.1.1.2 Hinführung zu einem ehrgeizigen Übersetzungsunternehmen
- 3.1.1.3 Analyse der Übersetzungsleistung
- 3.1.1.4 Vollständigkeit
- 3.1.1.5 Wortwahl
- 3.1.1.6 Bewertung der Übersetzungsleistung
- 3.1.1.7 Weiterführende Bearbeitungsstrategien
- 3.1.2 Alternative Textvarianten des True Intellectual System
- 3.1.2.1 Wises An Abridgement
- 3.1.2.2 Mosheims Systema Intellectuale
- 3.1.3 Exkurs: Baumgartens Predigtensammlung
- 3.2 Die Debatte um die plastische Natur
- 3.2.1 Übersetzungen bezüglich der plastischen Natur bei Leclerc
- 3.2.1.1 Article I - Plastische Natur unter falschen Vorzeichen
- 3.2.1.2 Article II - Positive Reinterpretation des plastischen Prinzips
- 3.2.2 Debatte um die plastische Natur zwischen Bayle und Leclerc
- 3.2.2.1 Bayles Positionierung gegen die plastische Natur
- 3.2.2.2 Leclercs Positionsnahme für die plastische Natur
- 3.2.3 Bezugnahme auf die Bayle-Leclerc-Debatte
- 3.2.3.1 Wises Auseinandersetzung mit der Debatte um die plastische Natur
- 3.2.3.2 Mosheims Kommentare hinsichtlich der plastischen Natur
- 3.2.3.3 Exkurs: Windheims Bemühungen der Weltweisen
- 3.3 Fazit
- 4 Vernunftkonzeption und Innate Ideas
- 4.1 Zur Person: Lady Masham
- 4.2 Die Rezeption der Debatte um die plastische Natur
- 4.2.1 Der Leibniz-Masham-Briefwechsel
- 4.2.2 Verortung der Frage nach der plastischen Natur
- 4.2.2.1 Die Frage nach der plastischen Natur unter erkenntnistheoretischen Voraussetzungen
- 4.2.2.2 Verortung der plastischen Natur im theologischen Kontext
- 4.3 Aspekte des Weltverhältnisses: Das Erkennen der Welt
- 4.3.1 Bestimmung der Vernunft bei den Cambridge Platonists
- 4.3.1.1 Zur Person: Benjamin Whichcote
- 4.3.1.2 Der Vernunftbegriff bei Whichcote
- 4.3.1.3 Zur Person: John Smith
- 4.3.1.4 Der Vernunftbegriff bei Smith
- 4.3.1.5 Cudworths Verständnis von Vernunft
- 4.3.2 Der Topos der innate ideas
- 4.3.2.1 Cudworths Entwicklung einer natürlichen Gottesidee im True Intellectual System
- 4.3.2.2 Die angeborene Gottesidee bei More
- 4.3.3 Die Kritik Lockes
- 4.3.3.1 Zur Person: John Locke
- 4.3.3.2 Der Begriff des Verstandes bei Locke
- 4.3.3.3 Lockes Kritik der innate ideas
- 4.3.4 Der Vermittlungsversuch Mashams
- 4.3.4.1 Ein schwankender Vernunftbegriff
- 4.3.4.2 Innate Ideas?
- 4.3.5 Die Frage der innate ideas beiLeclerc, Wise und Mosheim
- 4.3.6 Ausblick: Leibniz' und Shaftesburys Positionierung in der Frage der innate ideas
- 4.4 Fazit
- 5 Die Theodizeefrage
- 5.1 Zur Person: Gottfried Wilhelm Leibniz
- 5.2 Die plastische Natur
- 5.2.1 Der Leibniz-Masham-Briefwechsel
- 5.2.1.1 Exkurs: Rorarius
- 5.2.1.2 Die plastische Natur im letzten Leibnizbrief an Lady Masham
- 5.2.2 Leibniz' Auseinandersetzung mit der plastischen Natur in Manuskripten
- 5.2.3 Die Debatte um die plastische Natur in der Theodizee
- 5.2.4 Zwischenergebnis
- 5.3 Aspekte des Weltverstehens: Die Frage nach dem Schlechten in der Welt
- 5.3.1 Cudworths Auseinandersetzung mit dem Theodizee-Problem
- 5.3.1.1 Gott und Welt
- 5.3.1.2 Die menschliche Vernunft und ihre Standortgebundenheit
- 5.3.1.3 Gut und Böse
- 5.3.1.4 Theodizee und plastische Natur
- 5.3.2 Bayles Manichäer
- 5.3.3 Leibnizens Theodizee
- 5.3.3.1 Die menschliche Vernunft
- 5.3.3.2 Gott und Welt
- 5.3.3.3 Böse und Gut
- 5.3.4 Ausblick: Shaftesbury
- 5.4 Fazit
- 6 Der Moral Sense
- 6.1 Zur Person: Anthony Ashley Cooper, Dritter Earl von Shaftesbury
- 6.2 Shaftesbury zur Frage der plastischen Natur
- 6.3 Shaftesburys emphatischer Naturbegriff
- 6.3.1 Schönheit
- 6.3.2 Einheit
- 6.4 Aspekte des Weltverstehens: Die Moral
- 6.4.1 Religion und Moral
- 6.4.2 Moral und Natur
- 6.4.3 Moral und Vernunft - Whichcotes Select Sermons
- 6.4.4 Das Selbst
- 6.4.5 Shaftesburys Moral Sense
- 6.5 Fazit
- 7 Schlussbetrachtung
- 8 Literaturverzeichnis
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