
Mission Rakomelo
Beschreibung
Ein weiteres Vorhaben für den Sommer hat Kira auf Lager. Ernsthaft bemüht sich um mehr Umweltschutz auf der Insel, hat sie mit Unterstützung einer internationalen Organisation eine große Informationskampagne aufgestellt. Zusammen mit Niko und seiner Familie ist eine Schifffahrt um die Insel und viel Aufklärungsarbeit geplant.
Kaum ist diese gestartet, geraten Kira, Niko und die anderen an eine Gruppe Krimineller, die das Schiff zerstört und Kiras Träume mit einem Schlag zunichtemacht.
Doch die Verbrecher haben nicht mit Niko gerechnet. Zusammen mit Kiras Freunden will er dafür sorgen, dass die Verbrecher von der Insel verschwinden und Kira ihre Pläne weiterführen kann.
Dieses Mal bekommt er zusätzliche Unterstützung von einer Gruppe, die selbst schon einiges auf der Insel erlebt hat. Und gemeinsam werden sie abermals die Insel auf den Kopf stellen...
Im letzten Teil der "Lost Tales"-Trilogie treffen nicht nur Nikos Freunde und seine Familie zusammen, es kommt auch zu einem Wiedersehen mit Takis, Brian, Christina und Despina, bekannt aus dem Roman "Bittersüßer Rakomelo".
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Person
Die Handlungen in seinen Büchern finden zumeist an real existierenden Orten statt, sei es Wien, Kreta oder Schottland.
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Inhalt
Eine Woche später
Die Anzeigetafel in der Ankunftshalle des Flughafen Heraklion zeigte 35 Grad.
»Und wir haben gerade erst zehn Uhr morgens«, jammerte Denise.
»Sobald unsere Gäste da sind, werden wir an den Strand gehen«, versicherte ihr Freund Aléxandros, »etwas anderes kann man heute sowieso nicht machen.«
Insgesamt standen sie zu fünft in der Ankunftshalle und erwarteten die Passagiere der Maschine aus Wien.
»Da kommen jede Menge Leute raus, hoffentlich übersehen wir ihn nicht.«
»Keine Sorge Thaumas, Niko wird nicht zu übersehen sein. Er wird derjenige sein, der heraussticht. Garantiert kommt er wieder ganz in Schwarz«, war sich Kira sicher. Die 20-jährige stellte sich auf die Zehenspitzen und reckte den Kopf, um über die anderen Leute hinwegsehen zu können. Ihr Freund Manos bot an, sie hochzuheben, was sie aber verweigerte.
»Ich weiß, dass ich klein bin.«
»Kommt er mit seiner Freundin?«, wollte Thaumas wissen.
»Wenn sie mitkommt, sind sie noch leichter zu erkennen. Groß, dichtes rotes Haar, so war die Beschreibung.«
»Du weißt doch, dass Niko immer für Überraschungen gut ist?«, erinnerte Thaumas an Nikos letzten Aufenthalt.
»Überraschungen? Oh ja. Aber dieses Mal wird es ein ausgedehnter Sommerurlaub, mehr nicht!«
»Das würde mich sehr freuen, Kleine«, meldete sich eine Stimme hinter Kira.
Sie schreckte zusammen und wirbelte herum. Neben ihr stand ein Paar, welches sie im ersten Moment nicht erkannte. Die Überraschung dauerte aber nur kurz.
»Niko! Was ist denn mit dir geschehen?«
Niko trug knielange Jeans, ein rotes Hawaii-Hemd mit schwarzen Blumen, dessen oberen Knöpfe offen waren.
Seine dunklen Haare waren auf wenige Millimeter gestutzt. Kira erinnerte sich nicht daran, dass Niko einen Bart trug. Nun hatte er einen Drei-Tages-Bart.
»Ich freue mich auch, hier zu sein.«
Kira machte einen Schritt zurück und betrachtete ihn.
»Ich auch ... aber das bist doch nicht du. Kein Schwarz, nicht einmal dein geliebtes Armband oder eine dunkle Sonnenbrille.«
»Ich musste ihn für den Urlaub umstylen«, meinte Julia, die neben Niko stand. Sie war tatsächlich sofort zu erkennen. Ihre roten Haare strahlten in der Sonne.
»Du musst Julia sein. Für dich gilt gleich mal folgende Regel: Eincremen, viel eincremen.«
Kira deutete auf ihre blasse Haut.
»Ansonsten bist du morgen rot wie deine Haare.«
Nachdem Niko jeden begrüßt hatte, machte sich die Gruppe auf den Weg zum bereitstehenden Kleinbus. Im klimatisierten Wagen stellte Niko seiner Freundin alle Anwesenden vor.
»Von Kira hast du schon gehört.«
»Ja, und von deiner beeindruckenden Tätowierung.«
Julia deutete auf Kiras Dekolleté. Da sie nur ein Trägerleibchen trug, war die farbenprächtige Tätowierung auf ihrer Brust deutlich zu sehen. Ein blauer Diamant, der auf einer roten Blüte zu liegen schien. Dornenbesetzte Ranken verliefen zu den Schultern hinauf, auf jeder Seite saß ein Vogel mit ausgebreiteten Flügeln auf den Ranken.
»Ich hoffe, der alte Mann hat mehr von mir erzählt als das hier«, meinte Kira und streckte ihren Oberkörper hinaus.
»Ja, von deiner wilden Frisur und deinem losen Mundwerk«, gab Niko als Antwort. Kiras Haare waren weißblond, mit vielen knallroten Strähnen, die herausleuchteten.
»Und du bist Manos, ihr Freund?«, wandte sich Julia an den vollbärtigen Fahrer neben Kira.
»Du hast zugelegt«, stellte Niko fest.
»Ich arbeite auch nicht in einem Fitnessstudio, so wie
Du. Wenn man den ganzen Tag vor dem Computer sitzt, leidet die Figur.«
Auch von Denise, der Tochter seines besten Freundes, und ihrem Verlobten Aléxandros hatte Julia schon gehört. Niko hatte ihr sein Abenteuer, bei dem er die ganze Gruppe kennengelernt hatte, bereits ausführlich geschildert. Der Jüngste im Wagen war Thaumas.
Nahezu schüchtern begrüßte er Julia. Er konnte nicht verstecken, dass sie ihn faszinierte, immer wieder wanderte sein Blick von ihrem Gesicht zu ihrer üppigen Oberweite.
»Was ist mit deiner ... eurer Tochter?«, wollte Kira wissen.
»Sie kommt morgen oder übermorgen mit dem Privatjet. Sie ist gerade mit ihrer Freundin unterwegs, die nicht mitfliegen konnte«, erklärte Julia und wischte sich über ihr Gesicht. Die Hitze auf Kreta war sie als Schottin nicht gewohnt.
Die Fahrt bis nach Bali, dem kleinen Ort an der Nordküste Kretas, nutzte Julia, um einen ersten Eindruck von der Insel zu bekommen.
Das Meer glänzte unter der Sonne am wolkenlosen Himmel, die schroffen Küsten waren großteils karg, vereinzelt standen Bäume auf den Feldern. Die Strände dazwischen wirkten gut besucht.
»Das Meer wirkt völlig anders als daheim. Sandstrände gibt es zwar auch in Schottland, aber ...«
»Aber hier sind es Badestrände. Das Wasser hat sicher angenehmere Temperaturen«, meinte Kira.
»Was ist mit deinem Bruder?«, wandte sie sich an Niko, »Wird er vorbeikommen, oder müssen wir wieder über eine Klippe fahren und zu ihm schwimmen?«
Niko hatte inzwischen seine Sonnenbrille aus seinem Rucksack gekramt und lehnte sich entspannt zurück.
»Er ist im Moment in Athen, wird aber nächste Woche zurückkommen.« Auch er freute sich, seinen Bruder Stefanos wiederzusehen, der seit Jahren in einem Kloster an der Südküste der Insel lebte.
Sie fuhren die Küstenstraße entlang, vorbei an Ortschaften, in denen sich Hotelanlagen aneinanderreihten, meist direkt am Sandstrand.
Dazwischen befanden sich Dörfer mit nur einigen weißen Häusern, die noch nicht vom Tourismus überrannt schienen. Während auf einer Seite das schier endlose türkisblaue Meer bis zum Horizont reichte, konnte Julia auf der anderen Seite die Hügellandschaft sehen, die weit ins Landesinnere reichte. Die Vegetation war noch nicht völlig ausgetrocknet, zwischendurch leuchteten immer wieder saftige Bäume und Sträucher zwischen den steinigen Feldern heraus.
»Der Frühling war dieses Jahr recht feucht, ansonsten wäre schon alles ausgedörrt. Es wird jedes Jahr früher Sommer und die Temperaturen steigen«, klärte Kira sie auf.
Sie versprach Julia und Niko, dass sie die kommenden Tage mit vielen Ausflügen rechnen durften, um noch mehr von Kreta zu sehen. Dabei versicherte sie ihnen weniger Kulturausflüge, sondern vor allem landschaftliche Highlights der Insel.
»Und dann könnt ihr bei einem Schiffsausflug dabei sein, der hoffentlich Geschichte schreiben wird.«
Niko hatte bislang nur Andeutungen erfahren, eine genaue Erklärung versprach Kira in Bali.
»Und zwar im >Porto Paradiso< bei mindestens einem kalten Mythos.«
»Auf diese Strandbar bin ich schon sehr gespannt, nach allem was ich schon davon gehört habe.« Julia konnte ihre freudige Aufregung nicht verstecken. Es war der erste gemeinsame Urlaub mit Niko und nach Langem endlich eine Möglichkeit, viel Zeit miteinander zu verbringen.
Endlich ein gemeinsamer Urlaub. Wenn da nur nicht diese Kleinigkeit wäre, kam Niko sein letztes Treffen mit seinem Freund Martin in den Sinn.
Zwei Tage vor seinem Abflug:
Das Anwaltsbüro von Martin Leitner lag im ersten Wiener Gemeindebezirk, direkt an der Ringstraße.
Dementsprechend nobel war die Ausstattung der Räume. Als Niko den Vorraum betrat, blickte die Sekretärin kurz auf und nickte ihm zu.
»Er hat noch einen Klienten bei sich. Nehmen Sie einfach Platz.«
Martin war es, der vor Jahren dafür gesorgt hatte, dass Niko nach einem missglückten Einbruch vorzeitig aus der Haft entlassen wurde und sein Leben wieder in den Griff bekam. Dabei freundeten sich die beiden Männer an. Niko hatte ihm viel zu verdanken, weshalb er ihm gerne half, ob bei diversen Aufträgen für seine Kanzlei oder auch persönlichen Angelegenheiten. Er war es auch, der damals Denise nach Kreta gefolgt war, um sicherzugehen, dass es ihr mit ihrem Freund gut geht.
Bei diesem Abenteuer hatte er auch Kira und ihre Freunde kennengelernt.
Kaum hatte er es sich auf einem dunklen Ledersofa im Warteraum bequem gemacht, öffnete sich die Tür zu Martins Arbeitszimmer. Ein bekannter Politiker kam heraus und erschrak, als er Niko erblickte.
»Keine Sorge, das ist ein Mitarbeiter von mir. Schönen Abend, ich melde mich im Laufe der Woche bei ihnen«, beruhigte Martin den Mann und begleitete ihn hinaus.
Mit einer Flasche Whisky kam Martin zurück und bat Niko zu sich ins Zimmer.
»Du wirst in den nächsten Tagen viel von einem hochanständigen Politiker lesen, der natürlich niemals etwas mit Veruntreuung zu tun hatte«, meinte Martin sarkastisch und füllte zwei Gläser.
»In zwei Tagen ist mir das alles...
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