
Pädagogische Fachkräfte und ihr Bild vom Kind
Beschreibung
Während das Bild vom Kind im Kontext frühpädagogischer Konzeptpapiere und den Diskursen um Qualität und professionelle Haltung immer wieder als wichtiger Ausgangspunkt pädagogischen Handelns vorausgesetzt wird, finden sich keine empirischen Arbeiten, die sich mit dem Bild vom Kind pädagogischer Fachkräfte befassen. An diesem Desiderat ansetzend widmet sich die vorliegende Studie dem Bild vom Kind pädagogischer Fachkräfte der Kindertagesbetreuung. Ausgehend von einer praxeologischen Gegenstandskonstruktion, teilnarrativen Interviews und einem qualitativ-rekonstruktiven Interpretationszugang wird das Bild vom Kind akteursbezogen und mehrdimensional rekonstruiert.
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Person
Der Autor
Samuel Kähler ist akademischer Rat an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der qualitativ-rekonstruktiven Forschung, der Erforschung von Kind- und Kindheitsbildern sowie den Themenfeldern der Inklusion und Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Inhalt
- Intro
- Danksagung
- Kinder sind.
- Inhaltsverzeichnis
- 1 Hinführung: Erkenntnisinteresse, Forschungsfragen und Forschungsfeld
- 1.1 Einleitung
- 1.2 Aufbau der Arbeit
- 1.3 Kindertageseinrichtungen und ihre Fachkräfte
- 1.3.1 Theoretische Rahmung
- 1.3.2 Administrativ-rechtliche Rahmung
- 1.3.3 Die pädagogischen Fachkräfte
- 1.3.4 Zusammenfassung und Ausblick
- 2 Wissenschaftliche Perspektiven auf das Kind
- 2.1 Das Bild vom Kind in historischer Perspektive: Die Historisierung von Kindheit
- 2.1.1 Das Bild vom Kind im historischen Wandel
- 2.1.2 Zwischenfazit und Ausblick
- 2.2 Das Bild vom Kind in disziplinärer Perspektivierung
- 2.2.1 Das Kind in der Pädagogik
- 2.2.2 Das Kind in der Entwicklungspsychologie
- 2.2.3 Das Kind in der Kindheitssoziologie
- 2.2.4 Das Kind in der Kindheitspädagogik
- 2.2.5 Zwischenfazit und Ausblick
- 3 Einbettung in die Forschungslandschaft
- 3.1 Diskursanalytische Perspektive
- 3.2 Akteursbezogene Perspektive
- 3.2.1 Bilder vom Kind: Studien im Anschluss an die neuere Kindheitsforschung
- 3.2.2 Bilder vom Kind: Jenseits der Kindheitssoziologie
- 3.3 Studien zwischen Disposition und Performanz
- 3.4 Zwischenfazit und Ausblick
- 4 Grundlagen- und gegenstandstheoretische Präzisierungen
- 4.1 Die Praxeologische Wissenssoziologie: Verortung in der Methodologie der Dokumentarischen Methode
- 4.1.1 Die Ethnomethodologie als Ausgangspunkt der Praxeologischen Wissenssoziologie
- 4.1.2 Das Konzept des konjunktiven Erfahrungsraumes: Kommunikatives und konjunktives Wissen
- 4.1.3 Organisationen als konjunktive Erfahrungsräume
- 4.1.4 Zwischenfazit und Ausblick
- 4.2 Der Forschungsgegenstand: Das Bild vom Kind
- 4.2.1 Explizite Kindbilder
- 4.2.2 Implizite Kindbilder
- 4.2.3 Zwischenfazit und Ausblick
- 5 Forschungsmethoden und Anlage der Studie
- 5.1 Verortung in der qualitativ-rekonstruktiven Sozialforschung
- 5.2 Das teilnarrative Leitfadeninterview als Erhebungsmethode
- 5.2.1 Erzähltheoretische Grundlagen: Kognitive Figuren und die Zugzwänge des Erzählens
- 5.2.2 Der Leitfaden: Zentrale Orientierungspunkte und Komposition
- 5.2.3 Die Interviewsituation: Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung
- 5.3 Das Sample und Strategien der Fallauswahl
- 5.3.1 Samplingstrategie: Kriteriengeleitete Strichprobenziehung
- 5.3.2 Beschreibung des Samples
- 5.3.3 Gewinnung der InterviewpartnerInnen
- 5.4 Die Dokumentarische Methode als Auswertungsmethode
- 5.4.1 Die formulierende Interpretation
- 5.4.2 Die reflektierende Interpretation
- 5.4.3 Typenbildung in der Dokumentarischen Methode
- 5.5 Zwischenfazit und Ausblick
- 6 Erkenntnisse
- 6.1 Basistypik: Das Kind in asymmetrischer Rahmung
- 6.1.1 Erkenntnisse aus der fallübergreifenden Komparation: Implizite Kindbilder
- 6.1.2 Zusammenfassung und Ausblick
- 6.2 Sinngenetische Typologie der impliziten Kindbilder
- 6.2.1 Typus 1: Das compliante Kind
- 6.2.2 Typus 2: Das komplementär-kooperative Kind
- 6.2.3 Typus 3: Das Kind in adäquater Rahmung
- 6.2.4 Sinngenetische Typologie: Zusammenfassung und Komparation
- 6.3 Explizite Kindbilder: Ontologisierungen des kindlichen Wesens
- 6.3.1 Erkenntnisse aus der fallübergreifenden Komparation: Die Einstiegspassage
- 6.3.2 Erkenntnisse aus der fallübergreifenden Komparation: Exmanente Setzung
- 6.3.3 Zusammenfassung und Ausblick
- 6.4 Antworten auf die Forschungsfragen
- 6.4.1 Welches Bild vom Kind haben pädagogische Fachkräfte der Kindertagesbetreuung?
- 6.4.2 Wie ist das Verhältnis von impliziten und expliziten Kindbildern?
- 6.4.3 Welche Gemeinsamkeiten und Differenzen zeigen sich zu diskursiv hervorgebrachten Bildern vom Kind?
- 6.4.4 Inwiefern markiert das Bild vom Kind einen aufschlussreichen Forschungsgegenstand?
- 7 Diskussion
- 7.1 Rückbindung an den Stand der Forschung: Neue Erkenntnisse und Perspektiven
- 7.1.1 Diskursanalytische Perspektive
- 7.1.2 Akteursbezogene Perspektive
- 7.1.3 Interaktionsforschung in der Kindertagesbetreuung
- 7.2 Limitationen und Ausblick
- 7.2.1 Limitation I: Propositionale Ausrichtung
- 7.2.2 Limitation II: Das Sample
- 7.2.3 Limitation III: Fokussierung auf pädagogische Fachkräfte der Kindertagesbetreuung
- 7.2.4 Limitation IV: Die Soziogenese der sinngenetischen Typologie
- 7.3 Das Bild vom Kind: Sechs Thesen
- 7.3.1 These I: Das Bild vom Kind der Kindheitspädagogik ist ein »Mixtum compositum«
- 7.3.2 These II: Die generational-asymmetrische Differenz ist zentrales Moment der Institution der Kindertagesbetreuung
- 7.3.3 These III: Die generational-asymmetrische Differenz steht im spannungsvollen Verhältnis zu kindheitspädagogischer Programmatik
- 7.3.4 These IV: Das Bild vom Kind ist selbstreferentiell
- 7.3.5 These V: Das sinngenetische Bild vom Kind und vordergründige Handlungsorientierungen sind eng verknüpft
- 7.3.6 These VI: Das Bild vom Kind impliziert blinde Flecken
- 8 Fazit
- Literaturverzeichnis
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