
Geschichte der Schweizer Armee
Rudolf Jaun(Autor*in)
Orell Füssli Verlag
1. Auflage
Erschienen am 15. November 2019
550 Seiten
978-3-280-09081-7 (ISBN)
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Beschreibung
Die Geschichte der Schweizer Armee wird von einer Vielzahl von Widersprüchen geprägt. Einige vergleichen sie sogar mit "schwarzem Schnee". Denn kaum ein anderes europäisches Land war in den letzten beiden Jahrhunderten so wenig mit Krieg, aber so viel mit seinem Militär beschäftigt wie die Schweiz. Nicht von ungefähr heißt es deshalb manchmal, die Schweiz habe keine Armee, sondern sie sei eine Armee.
Die vorliegende "Armeegeschichte" zeigt die Entwicklung der Schweizer Armee im Kontext der europäischen Streitkräftebildung, Waffenentwicklung und Kampfverfahren. Das Buch bietet eine Entwicklungs- und Periodisierung des militärischen Wandels, welche sowohl die großen Zäsuren als auch die langdauernden Veränderungen der militärischen Kampfinstrumente zu fassen sucht.
Weitere Details
Auflage
Auflage
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Zürich
Schweiz
Dateigröße
22,72 MB
ISBN-13
978-3-280-09081-7 (9783280090817)
Schweitzer Klassifikation
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Person
Prof. Dr. Rudolf Jaun studierte Geschichte, Staatsrecht und Soziologie. Leitete 1985-1996 diverse Nationalfondsprojekte. Von 1998-2005 Leiter des Archivdienstes VBS und Armee, von 2005-2013 Dozent an der Militärakademie der ETH Zürich und Titularprofessor für Geschichte der Neuzeit und Militärgeschichte am Historischen Seminar der Universität Zürich (UZH).
Inhalt
- Intro
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Vorwort
- Einleitung
- 1 Die Miliz der Alten Eidgenossenschaft: Vom ersten Exerzierreglement zur Niederlage gegen Napoleon 1615-1798
- Einleitung
- Wandel und Problemlagen der Milizstreitkräfte der eidgenössischen Orte
- Die personelle Alimentierung und Versorgung der Milizverbände
- Milizverbände und Solddiensttruppen: Zugewinn und Belastungen
- Führung der örtlichen Kontingente - kantonaler und eidgenössischer Zuzug - eidgenössische Defensionalordnungen
- Bewaffnung und Ausrüstung - Fortifikationen und städtischer Schanzenbau
- Artillerie und Kavallerie
- Uniformierung
- Reglementierung der Gefechtstechnik und Formalisierung der Ausbildung
- Der Zweite Villmergerkrieg 1712 als Modernisierungstest
- Ausrüstungs- und Ausbildungsstand im ausgehenden 18. Jahrhundert
- 2 Modernisierung durch Zentralisierung: Auf dem Weg zur nationalen Armee 1798-1874
- Einleitung und Kontextualisierung
- Militärpolitik: Zentralisierung als Heilmittel aller Defizite
- Personelle Alimentierung der Milizverbände
- Wandel der Kampfführung und Waffentechnologie: Adaption an die Revolutionen des Gefechtsfeldes im 19. Jahrhundert
- Ausbildung von Soldaten, Offizieren und Formationen
- Ausbildung der Wehrpflichtsoldaten
- Ausbildung der Offiziere für Truppe und Stäbe
- Formationsausbildung der kantonalen Kontingente
- Einheiten und Truppenkörper - Armeeeinteilung und Organisation der Stäbe
- Militärdiskurse und Militärdebatten: Kriegsführung und Nation - Kriegsdeutung und Staatsexistenz
- Geplante Strategie: Erfassung des militärisch nutzbaren Raumes und Landesverteidigungspläne
- Eidgenössische Aufgebote und Mobilmachungen
- Eidgenössisches Aufgebot 1815
- Eidgenössische Aufgebote 1830-1845
- Auflösung des Sonderbundes 1847: Aufspaltung und Krieg der Bundeskontingente/Kantonaltruppen gegeneinander
- Eidgenössische Teilmobilmachung während des Neuenburger Konfliktes 1856/57
- Eidgenössische Teilmobilmachung während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71
- 3 Gefechtsfeld-, Technik-, und Erziehungsrevolution: Richtungsstreit im Offizierskorps und Aufstieg Ulrich Willes 1874-1914
- Militärdiskurse und Militärdebatten
- Militärpolitik 1874-1914: Grenzen der radikal-freisinnigen Zentralisierungspolitik, Aufwertung der militärischen Expertise und aufkeimende linke Opposition
- Wandel von Kampfführung, Waffentechnologie und strategisch-operativem Vorgehen
- Bestandesentwicklung und personelle Alimentierung der Milizverbände
- Ausbildung von Soldaten, Offizieren und Formationen
- Organisation der Armeeführung, Stäbe und Truppen
- Aufgebote und Einsätze: Interventionen und Ordnungsdienste
- 4 Die erste Generalmobilmachung: Neutralitätsschutz-Dienst, militärtechnologischer Terrainverlust und politischer Prestigeverlust 1914-1918
- Strategische Grundlagen, Lagebeurteilung, Generalmobilmachung und Armeestellungen
- Zusammenarbeit mit Streitkräften der Nachbarländer
- Generalswahl
- Mobilmachungsablauf
- Mobilmachungsaufstellung, Bezug und Veränderungen der Armeestellung
- Aspekte des Aktivdienstes 1914/1918
- Ablösungs- und Neutralitätsschutzdienst
- Bewaffnung und Munition
- Dienst- und Ausbildungsbetrieb - Verhältnis zwischen Offizieren und Mannschaften
- Öffentlichkeit und Presse
- Abweichende operativ-taktische Vorstellungen des Generalstabschefs, des Unterstabschefs und des Oberbefehlshabers
- Geborgte Kriegserfahrung: Offiziersmissionen auf Kriegsschauplätze
- Oberstenaffäre: Nachrichtendienstliche Zusammenarbeit mit den Mittelmächten
- Militärische Zusammenarbeit mit Frankreich: Schweizerische Unterstützung der Eventualplanung «H(élvetie)»
- Ordnungsdienst-Einsätze und Planungen: Aufstandsbekämpfung 1915-1918
- Der Landesgeneralstreik vom November 1918
- Die Schweizer Armee am Ende des Ersten Weltkrieges
- 5 Das Ringen um den Anschluss: Die Modernisierung der Kampfmittel und die Grenzen der Aufrüstung 1919-1939
- Militärdiskurse und Militärdebatten
- Wandel der Kampfverfahren und der Waffentechnologie
- Felddienst 27: Die versuchte Synthese von Taktik und soldatischer Erziehung
- Ansätze zu operativen Konzepten
- Ausbildung im Zeichen der Kontinuität der Wille-Schule
- Militärpolitik der Zwischenkriegszeit: Die Rückkehr der Linken zur Armee
- Personelle Alimentierung der Truppenverbände und Bestandesentwicklung
- Organisation der Armeeführung, der Truppen und Stäbe
- Aufgebote und Einsätze: Nochmals Ordnungsdienste in Zürich/Basel 1919 und Genf 1932
- 6 Der Krieg kommt zu früh: Verlust der modernen Kriegführungsfähigkeit und die Notlösung des Alpenreduits 1939-1945
- Vor Kriegsausbruch
- Zustand der Schweizer Armee
- Armeeführung und Nachrichtendienst
- Operative Planungen
- Zusammenarbeit mit Drittmächten
- Nach Kriegsausbruch
- Kriegsmobilmachung und Generalswahl
- Mobilmachungsaufstellung und Bezug der Aare-Limmatstellung
- Nach der Niederlage Frankreichs
- Operative Angriffsstudien der Wehrmacht gegen die Schweiz
- Bedrohungswahrnehmung, Ernüchterung und die Suche nach Widerstandsmöglichkeiten
- Frontisten-Untersuchung, die Denkschrift Däniker und die Ausschaltung des Korpskommandanten Wille
- Der Offiziersbund: eine Offiziersverschwörung
- Strategie und Bezug des Reduits
- Entstehung und Konsensfindung
- Aufruf zum militärischen Widerstand General Guisans am Rütli-Rapport vom 25. Juli 1940
- Kampfweise und Ausstattung
- Problemlagen und flankierende Massnahmen
- Einschätzung des Reduitentschlusses
- Auszug aus dem Reduit und Kriegsende
- Planungen und Problemlagen
- Die Ausarbeitung des Operations-Befehls Nr. 18 - Fall West im Jahre 1944
- Aufmarsch aus dem Reduit nach den alliierten Invasionen in der Normandie und in Südfrankreich
- Armeereform-Bewegung und Bericht über den Aktivdienst
- 7 Kampf um das Erbe Ulrich Willes: Operativer Sieg durch mobile Kampfführung oder Feindabhaltung durch hinhaltenden Widerstand? 1945-1966
- Militärdiskurse im Widerstreit: Armeereformer gegen Wille-Schüler
- Adaption an den Wandel der Kampfführung und der Waffentechnologie
- Truppenordnung 51/Taktische Führung 51
- Mirage-Affäre und die Genesis der Konzeption 66
- Reform der Führungs- und Ausbildungsverhältnisse
- Personelle Alimentierung der Verbände und Bestandesentwicklung
- Organisation der Armeeführung, Stäbe und Truppen
- Armeeführung
- Organisation der Truppen: Truppenordnung 1951 und 1961
- Ausbildung von Soldaten, Offizieren und Formationen
- Militärpolitik: Konsens unter zunehmendem Störfeuer
- Abbauversuche am Militärbudget und Antiatomwaffen-Bewegung
- Politische Dimensionen des Konzeptionsstreites und der Mirage-Affäre
- Aufgebote und Einsätze: Bewegung gegen Kraftwerk Ursern, Aprikosenkrawall im Wallis und Konferenzbewachungen
- 8 Den totalen Krieg unter atomaren Bedingungen führen: Militärische Abwehr, Gesamtverteidigung und die Vision der Abschaffung der Armee 1966-1994
- Entwicklung des Militärdiskurses: Durch Kriegsgenügen und Gesamtverteidigung zur Dissuasion
- Entwicklung von Kampfführung und Kampfmitteln
- Fortgesetzte Opposition der «operativen Sieger» 1966-1972
- Kampf um die Raumverteidigung: Kontroversen um die Steigerung von Mobilität und Feuerkraft 1973-1984
- Das Ende der Konzeption 66: Zunehmende Kritik, schwindende Kontextelemente und militärtechnologische Aushebelung 1985-1994
- Die operativen Befehle der Armee 61: Von den Bereitschafts- und Kampfbefehlen PRONTO und THEOPHIL zu den Grunddispositiven JANUS und ZEUS
- Gesamtverteidigung und ihr Verhältnis zur Armee
- Politischer Kampf um die Armee: Angriffsversuche und Abwehrerfolge
- Kasernenbewegung der Soldatenkomitees, Militärpolitik der SPS und Abschaffungsbewegung
- Linke Militärpolitik: Vom Konsens über Distanzierung und Dissens zur Liquidierung der Armee im Dienste des Weltfriedens
- Verdichtung plebiszitärer Entscheide zwischen versuchtem Populismus und Utopismus
- Streitobjekte der Militärpolitik: Militärbudget und Rüstungsvorhaben
- Ausbildung und Führung unter Druck
- Das Ringen um die Verbesserung der Ausbildung
- Von der imperativen zur kommunikativen Führung
- Bestandesentwicklung 1961-1994: Vom Überbestand zur fehlenden Division
- Organisation der Armeeführung, Stäbe und Truppen
- Aufgebote und Einsätze 1966-1994: Von der Flughafen- zur Konferenzbewachung
- 9 Die Milizarmee in der Postmoderne: Eine Staatsbürger-Armee auf der Suche nach ihrem Platz im Feld globaler Gewaltbedrohungen 1995-2017
- Armee 95
- Kontext und Anstoss
- Das Armeereform-Projekt als Medienthema
- Die «Eckwerte» im Zusammenhang und der Sinn der Multifunktionalität
- Opposition gegen das Armeereform-Projekt
- Der Nebenauftrag «Friedensförderung»
- Der Nebenauftrag «Existenzsicherung»
- Die Kampfdoktrin «Dynamische Raumverteidigung» und der Hauptauftrag «Kriegsverhinderung und Verteidigung»
- Armee XXI
- Problemfelder und militärisch-politischer Kontext
- Ausbildungsniveau
- Bestandesniveau
- Finanzierungsniveau
- Einleitung eines Strategieschöpfungsprozesses mit einem «Bericht für strategische Fragen»
- Wandel des Aktionsmodus der Armee
- Zweck der Armee
- Aktivierung: Vom Aufgebot zur differenzierten, teilprofessionellen Einsatzbereitschaft
- Wandel Aktionsinstrument und Aktionsform: Vom Kampfinstrument zur Sicherheitsreserve- und prospektiv zu entwickelnden Kampfinstrument
- Kooperation / Interoperabilität / Modularität
- Organisationsform der Armeeführung
- Die Ausgestaltung der Armeeaufträge in der Armee XXI im Reglement «Operative Führung»
- Debatte, Opposition und Referendum gegen die Armee XXI
- Die Armeereform, die keine sein wollte: Der Entwicklungsschritt 2008/2011
- Kontext und Anstoss
- Der Inhalt der Entwicklungsschritt-Botschaft
- Opposition und Kritik
- Parlamentarischer Widerstand
- WEA: Die weiterentwickelte Armee 2017
- Reformruinen rufen die nächste Reform
- Der Armeebericht 2010
- Ausarbeitung einer Botschaft zur Weiterentwicklung der Armee
- Parlamentarische Behandlung des Armeeberichtes und der Botschaft zur WEA
- Die Strukturen der weiterentwickelten Armee
- Kritik, Opposition und Widerstand gegen die Weiterentwicklung der Armee
- 10 Drei Baustellen der Schweizer Armee nach vier Reformen: Verteidigungsbegriff, Rüstungsfinanzierung und Bestandesentwicklung
- Baustelle Verteidigungsbegriff: Streit um einen Verfassungsauftrag der Schweizer Armee
- «Verteidigung» in den Reglementen der Operativen und Taktischen Führung 17
- Baustelle Rüstungsfinanzierung: Von den Friedensdividenden der 1990er Jahre zu den Ersatzinvestitionen der 2020er Jahre
- Unterfinanzierung der Armee XXI
- Rüstungsvorhaben 1968-2004
- Masterplanung: Eine Überlebende aus dem «Planungsstab der Armee 04-10»
- Rüstungsvorhaben 2005-2018
- Von «Nutzungsenden» und «finanzieller Verträglichkeit»
- Baustelle Bestandesentwicklung: Vom Überbestand zum Unterbestand
- Armee XXI: Bestandesreduktion auf 220000
- WEA: Bestandesreduktion auf 140000
- Anmerkungen
- Literaturverzeichnis
- Anhang
- Verzeichnis der Hauptbeschaffungslisten Waffensysteme der Schweizer Armee
- Verzeichnis der Bestandeslisten
- Militärbudget und Materialbeschaffung
- Abkürzungen
- Register
- Bildnachweis
Systemvoraussetzungen
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