
Handbuch des Strafrechts - Band 1
Beschreibung
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Band 1 widmet sich den "Grundlagen des Strafrechts" aus rechtsphilosophischer, rechtssoziologischer und geistesgeschichtlicher Sicht. Auch verfassungsrechtliche Vorgaben, Fragen der juristischen Methodenlehre und neue dogmatische Herausforderungen werden eingehend diskutiert. Zur Klärung der empirischen Grundlagen sind Kriminologie und Kriminalstatistik prominent vertreten. Den bestehenden Entwicklungen des deutschen Strafrechts wird ebenso Rechnung getragen wie neueren Diskussionsfeldern, z.B. der strafrechtlichen Compliance und der zunehmenden Interkulturalität.
Konzeption:
Das auf neun Bände angelegte "Handbuch des Strafrechts" ist eine Gesamtdarstellung des deutschen Strafrechts und Strafverfahrensrechts, das nicht über Kommentierungen einzelner Vorschriften, sondern in Form themenspezifischer Abhandlungen erschlossen wird.
Es besteht aus drei Sektionen, von denen die erste die Grundlagen sowie den Allgemeinen Teil des Strafrechts behandelt, die zweite den Besonderen Teil mit ausgesuchten Teildisziplinen des Strafrechts und die dritte das Strafverfahrensrecht.
Das Handbuch des Strafrechts stellt dezidiert die Dogmatik in den Mittelpunkt. Es berücksichtigt vor allem die Grundlagen und deren Fortentwicklung. Losgelöst von den Herausforderungen des Augenblicks und des Einzelfalls begleitet es die Entwicklung des deutschen Strafrechts beständig und dauerhaft aus einer kritischen Distanz. Es trägt dazu bei, andere strafrechtswissenschaftliche Untersuchungen auf ein solides Fundament zu stellen. Aufgrund von Interdisziplinarität und Einbeziehung europäischer und internationaler Tendenzen ist das Werk über die nationalen Grenzen hinaus für die gesamte strafrechtliche Forschung und Praxis von Interesse.

Das Schweitzer Vademecum ist ein renommierter Fachkatalog, der speziell die relevanten Angebote für juristisch und steuerrechtlich Interessierte sortiert, aufbereitet und seit über 100 Jahren der Orientierung dient. Das Schweitzer Vademecum beinhaltet Bücher, Zeitschriften, Datenbanken, Loseblattwerke aus dem deutschsprachigen In- und Ausland und ist seit 1997 wichtiger Bestandteil des Schweitzer Webshops.
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Personen
Herausgegeben von:
- Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf Würzburg, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
- Prof. Dr. Hans Kudlich Erlangen, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosphie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
- Prof. Dr. Brian Valerius Bayreuth, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht und Medizinstrafrecht an der Universität Bayreuth
Die Autoren:
Prof. Dr. Robert Esser
Prof. Dr. Wolfgang Heinz
Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf
Prof. Dr. Tatjana Hörnle
Prof. Dr. Johannes Kaspar
Prof. Dr. Arnd Koch
Prof. Dr. Christoph Knauer
Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Kubiciel
Prof. Dr. Hans Kudlich
Prof. Dr. Thomas Rotsch
Prof. Dr. Stefanie Schmahl
Prof. Dr. jur. Bertram Schmitt
Prof. Dr. Frank Peter Schuster
Prof. Dr. Georg Steinberg
Prof. Dr. Brian Valerius
Prof. Dr. Moritz Vormbaum
Prof. Dr. Dr. Thomas Vormbaum
Prof. Dr. Thomas Weigend
Inhalt
- Intro
- Handbuch des Strafrechts: Band 1
- Impressum
- Vorwort
- Inhalt Band 1
- Verfasser
- Abkürzungsverzeichnis
- Literaturverzeichnis
- Verzeichnis der Festschriften/Festgaben und Gedächtnisschriften
- 1. Abschnitt: Das Strafrecht im Gefüge der Gesamtrechtsordnung
- § 1 Strafrecht im Kontext der Normenordnungen
- A. Strafrecht als Indikator der Freiheitlichkeit einer Rechtskultur
- B. Soziale Ordnung, soziale Normen und das Recht
- I. Zur Genese sozialer Normen
- II. Arten sozialer Normen und Sanktionen
- III. Abweichendes Verhalten
- C. Recht und Moral
- I. Gemeinsame Wurzeln
- II. Zur Unterscheidung von Recht und Moral
- III. Überschneidungen
- IV. Zur "sittenbildenden Kraft" des Strafrechts
- V. Radbruchs Formel
- D. Werte
- I. Wertobjektivismus
- II. Wertsubjektivismus
- III. Grenzziehungen
- E. Die Menschenwürde als Leitwert jeder humanen Rechtsordnung
- F. Die Reflexionsebene: Rechtswissenschaft und Ethik
- I. Die (Straf-)Rechtswissenschaft und das Problem der Wertfreiheit
- II. Ethik
- G. (Straf-)Recht und Religion
- H. Bereichsspezifische Sitten, Bereichsmoralen und das Standesrecht
- I. Gruppenspezifische Normen
- II. Standesrecht
- I. Sorgfaltsanforderungen, Technische Normen und Technikstandards
- I. Ungeschriebene Sorgfaltsanforderungen
- II. Technische Normen
- J. Strafrecht vor neuen Herausforderungen
- I. Europäisierung und Globalisierung
- II. Kulturelle Pluralisierung und neue Interkulturalität
- III. Technische Entwicklung
- IV. Antworten
- Ausgewählte Literatur
- § 2 Verfassungsrechtliche Vorgaben für das Strafrecht
- A. Strafrecht und staatliche Strafgewalt im verfassungsrechtlichen Gesamtgefüge
- I. Grundgesetzliche Parameter
- II. Europa- und völkerrechtliche Implikationen
- III. Normenhierarchie und Gewaltenverschränkung
- B. Staatsstrukturprinzipien und grundlegende allgemeine Verfassungsgebote
- I. Achtung der Menschenwürde
- II. Rechtsstaatsprinzip und seine wesentlichen strafrechtsrelevanten Emanationen
- 1. Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
- 2. Objektives Willkürverbot
- 3. Funktionsfähigkeit der Strafrechtspflege
- III. Demokratieprinzip
- IV. Sozialstaatsprinzip
- V. Bundesstaatsprinzip
- VI. Materielle Grundrechte
- VII. Rechtsschutzgarantie
- VIII. Beschleunigungsgebot
- C. Justizgrundrechte als besondere verfassungsrechtliche Einzelgarantien
- I. Recht auf den gesetzlichen Richter (Art. 101 Abs. 1 S. 2 GG)
- II. Verbot der Todesstrafe (Art. 102 GG)
- III. Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG)
- IV. Nullum crimen, nulla poena sine lege (Art. 103 Abs. 2 GG)
- 1. Gesetzlichkeitsgebot (nulla poena sine lege scripta)
- 2. Bestimmtheitsgebot (nulla poena sine lege certa)
- 3. Rückwirkungsverbot (nulla poena sine lege praevia)
- V. Ne bis in idem crimen judicetur (Art. 103 Abs. 3 GG)
- VI. Verfassungsgarantien bei Freiheitsbeschränkung und -entziehung (Art. 104 GG)
- 1. Allgemeine Anforderungen an Freiheitsbeschränkungen
- 2. Spezielle Vorgaben bei Freiheitsentziehungen
- D. Grundrechtlich fundierte strafrechtsrelevante Maximen und Gebote
- I. Recht auf ein faires Verfahren
- II. Gebot der Waffengleichheit
- III. Prozessuale Fürsorgepflicht des Gerichts
- IV. Nulla poena sine culpa
- V. Unschuldsvermutung
- VI. Nemo tenetur se ipsum accusare
- VII. In dubio pro reo
- E. "Strafverfassungsrecht" und verfassungsgerichtliche Kontrolle einfachgesetzlicher Gewährleistungen
- Ausgewählte Literatur
- § 3 Die Auslegung von Strafgesetzen
- A. Einführung: Auslegungsbedürftigkeit und Auslegungsvorgang
- I. Die Auslegungsbedürftigkeit - auch im Strafrecht
- II. Der Konkretisierungsvorgang und die Auslegungsmetapher
- B. Die Auslegungsinstrumente
- I. Die klassischen Kanones der Auslegung und ihre Anwendung im Strafrecht
- 1. Grammatische Auslegung
- a) Der Kontext des (natürlichen und/oder Fach-) Sprachgebrauchs
- b) Verengung der Verständnismöglichkeiten
- c) Erweiterung der Verständnismöglichkeiten
- d) Beispiele aus der Rechtsprechung
- e) Exkurs: "Grammatische Auslegung" und "Regeln der Grammatik"
- 2. Systematische Auslegung
- a) Der Kontext der Begriffsverwendung an anderen Stellen und der Gesetzesstruktur
- b) Verengung der Verständnismöglichkeiten
- c) Erweiterung der Verständnismöglichkeiten
- d) Beispiele aus der Rechtsprechung
- e) Exkurs: Systematische Auslegung und Akzessorietät von Strafnormen zu außerstrafrechtlichen "Primärmaterien"
- 3. Historische und historisch-genetische Auslegung
- a) Der Kontext von Vor- und Entstehungsgeschichte
- b) Verengung der Verständnismöglichkeiten
- c) Erweiterung der Verständnismöglichkeiten
- d) Beispiele aus der Rechtsprechung
- 4. Teleologische Auslegung
- a) Der Kontext des "wahren" Gesetzeszweckes
- b) Verengung der Verständnismöglichkeiten
- c) Erweiterung der Verständnismöglichkeiten
- d) Beispiele aus der Rechtsprechung
- II. Die "Konformauslegungen" - Bedeutung, Arten und Abgrenzung
- 1. Die verfassungskonforme Auslegung
- 2. Die verfassungsorientierte Auslegung (diesseits "harter Verfassungswidrigkeit")
- a) Einordnung: Strafrecht - Verfassung - Auslegung
- b) Vorbehalte gegen die Berücksichtigung verfassungsrechtlicher Überlegungen?
- c) Die Wirkweise verfassungsorientierter Auslegung
- aa) Allgemeine Fragen
- bb) Insbesondere die Anwendung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes
- 3. Weitere Arten der Konformauslegung bzw. der "vorrangorientierten Auslegung"
- a) Einordnung
- b) Konformauslegung mit Blick auf die EMRK
- c) Unionsrechtskonforme Auslegung
- III. Die strafrahmenorientierte Auslegung als strafrechtsspezifisches Auslegungskriterium "zweiter Stufe"
- 1. Die Divergenz zwischen theoretischer Behandlung und praktischer Bedeutung einer "strafrahmenorientierten Auslegung"
- 2. Zur Abgrenzung: Strafrahmenorientierung und allgemeine Folgenorientierung
- 3. Strafrahmenorientierung und klassisches Methodenquartett
- a) Verhältnis zur systematischen Auslegung
- b) Verhältnis zur historisch-genetischen Auslegung
- c) Verhältnis zur teleologischen Auslegung
- d) Zwischenergebnis
- 4. Inhaltliche Berechtigung einer strafrahmenorientierten Auslegung
- a) Die Strafrahmenberücksichtigung als Folge der allgemeinen Teleologie rechtlicher Regelungen
- b) Das Verhältnis von Sanktionshöhe und Weite der Auslegung
- c) Der Umgang mit Weite und partieller Inkonsistenz der Strafrahmen im StGB
- 5. Grenzen der strafrahmenorientierten Auslegung
- IV. Die Rangfolge der Auslegungsargumente
- C. Fazit
- Ausgewählte Literatur
- § 4 Anknüpfung des Strafrechts an außerstrafrechtliche Normen
- A. Einleitung und Vorfragen
- B. Echte Blankettverweisungen
- I. Erscheinungsformen und Gesetzlichkeitsprinzip
- 1. Blankettverweisungen auf inländische parlamentarische Gesetze
- 2. Eindeutigkeit der Verknüpfung und Umfang der Akzessorietät
- 3. Besonderheiten bei Blankettverweisungen auf inländische administrative Normen
- 4. Besonderheiten beim Blankettverweis auf Europarecht
- 5. Zulässigkeit von Blankettverweisungen auf sonstige supranationale Normen, ausländisches Recht und privat gesetzte Normen
- II. Blankettverweisungen und intertemporales Strafanwendungsrecht
- III. Blankettverweisungen und Irrtumsproblematik
- C. Verweisung auf Verwaltungsakte und andere konstitutive Einzelanordnungen
- I. Erscheinungsformen und Gesetzlichkeitsprinzip
- II. Umfang der Akzessorietät, Bedeutung von Vollziehbarkeit und Rechtmäßigkeit
- 1. Belastende Einzelakte
- 2. Begünstigende Einzelakte
- III. Verweisung auf Einzelakte und intertemporales Strafanwendungsrecht
- IV. Verweisung auf Einzelakte und Irrtumsproblematik
- D. Rechtsnormative Tatbestandsmerkmale
- I. Erscheinungsformen und Gesetzlichkeitsprinzip
- II. Rechtsnormative Tatbestandsmerkmale und intertemporales Strafanwendungsrecht
- III. Rechtsnormative Tatbestandsmerkmale und Irrtumsproblematik
- Ausgewählte Literatur
- 2. Abschnitt: Strafrechtsgeschichte
- § 5 Geschichte des europäischen Strafrechts bis zum Reformationszeitalter
- A. "Geschichte des europäischen Strafrechts"
- B. Antike
- I. Griechenlands "klassische Zeit" (500-300 v.Chr.)
- II. Rom: Zeit der Republik und "klassische" Kaiserzeit (500 v.Chr.-300 n.Chr.)
- C. Die Völkerwanderungszeit und das frühe Mittelalter (300-1000 n.Chr.)
- D. Hoch- und Spätmittelalter (1000-1500)
- I. Das deutsche König- und Kaiserreich, die Kirche, die Städte
- II. Scholastik und Strafrecht der Kirche
- III. Entstehung eines weltlichen öffentlichen Strafanspruchs
- E. Das Reformationszeitalter (1500-1650)
- I. Renaissance, Humanismus und gelehrtes Recht
- II. Reichsreformen, Reformation und Dreißigjähriger Krieg
- III. Die Constitutio Criminalis Carolina
- IV. Die Praxis des Gemeinen Strafrechts
- Ausgewählte Literatur
- § 6 Die geistesgeschichtlichen Grundlagen des heutigen Strafrechts in der Aufklärung
- A. Einleitung
- B. Strafrecht in der Frühen Neuzeit
- C. Gegenreaktionen und Aufbruch in eine neue Zeit
- I. Kritik an den Hexenprozessen: Friedrich von Spee und die Cautio Criminalis
- II. Hugo Grotius als Wegbereiter eines säkularen Strafrechtskonzepts
- D. Aufklärung und Strafrechtsreform
- I. Grundgedanken
- II. England
- 1. Thomas Hobbes (1588-1679)
- 2. John Locke (1632-1704)
- 3. Bernard Mandeville (1670-1733)
- III. Frankreich
- 1. Montesquieu (1689-1755)
- 2. Voltaire (1694-1778)
- IV. Italien
- 1. Cesare Beccaria (1738-1794)
- 2. Gaetano Filangieri (1752-1788)
- V. Deutschland
- 1. Vorläufer
- 2. Die Strafrechtsreformen Friedrichs II.
- 3. Karl Ferdinand Hommel (1722-1781)
- 4. Johann David Michaelis (1717-1791)
- VI. Österreich
- E. Die Reformdiskussion in den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts
- F. Kant
- G. Feuerbach (1775-1833) und die Begründung der deutschen Strafrechtswissenschaft
- H. Der Ertrag: Strafrechtsdenken in den Schranken von Humanität und Menschenrechten
- Ausgewählte Literatur
- § 7 Deutsche Strafrechtsgeschichte seit dem Bayerischen Strafgesetzbuch von 1813 bis 1871
- A. Beginn des Kodifikationszeitalters
- I. Reformbedürftigkeit des Strafrechts
- II. Das Ende des gemeinen Strafrechts
- III. Der strafrechtliche Kodifikationsstreit
- 1. Gelehrtenstreit
- 2. Reformmotive
- B. Partikularstrafgesetzbücher des 19. Jahrhunderts
- I. Strafgesetzbücher
- II. Entwicklungslinien
- C. Die Bedeutung des Code pénal für das deutsche Strafrecht
- I. Französisches Strafrecht in Deutschland
- 1. Implementierung
- 2. Beibehaltung des Code pénal nach 1815
- II. Wissenschaftshistorische Einordnung
- D. Das Bayerische Strafgesetzbuch von 1813
- I. Überblick und Entstehungsprozess
- 1. Bedeutung und Verklärung
- 2. Paul Johann Anselm Feuerbach
- II. Aufbau des Gesetzes
- III. Wesentliche Inhalte
- 1. Theorie vom psychologischen Zwang
- 2. Strafensystem
- 3. Einschränkung des richterlichen Ermessens
- 4. Rechtsverletzungslehre
- IV. Weitere Entwicklung und wissenschaftshistorische Einordnung
- E. Strafgesetzgebung im Vormärz
- I. Strafgesetzgebung im frühkonstitutionellen Staat
- II. Aufbau der Gesetze
- III. Wesentliche Inhalte
- 1. Strafensystem
- 2. Dogmengeschichtliche Aspekte
- F. Vom Konstitutionalismus des Vormärz zur Paulskirchenverfassung
- I. Verfassungen als Kodifikationsersatz
- II. Die Frankfurter Reichsverfassung als strafrechtlicher Wendepunkt
- 1. "Politische Professoren"
- 2. Justizgrundrechte und Gerichtsorganisation
- 3. Verfahrensrevolution
- 4. Sanktionsverbote
- 5. Wirkungen
- G. Das Strafgesetzbuch für die Preußischen Staaten von 1851
- I. Überblick und Entstehungsprozess
- II. Aufbau des Gesetzes
- III. Wesentliche Inhalte
- 1. Strafensystem
- 2. Dogmengeschichtliche Aspekte
- IV. Weitere Entwicklung und wissenschaftshistorische Einordnung
- H. Polizeistrafrecht
- I. Übersicht und Forschungsstand
- II. Polizeistrafrecht - ein vergessener "Trabant des Strafrechts"
- III. Zeitgenössische Stellungnahmen
- 1. Grundsatzkritik und Durchsetzung des richterlichen Strafmonopols
- 2. Polizeiunrecht vs. Kriminalunrecht
- I. Wissenschaftshistorischer Rück- und Ausblick: Strafrechtswissenschaft im 19. Jahrhundert
- I. Übersicht
- II. Das Entstehen einer neuen Strafrechtswissenschaft
- III. Strafrechtswissenschaftliche Literatur
- 1. Phantomwissenschaften: Das Lehrbuch des gemeinen deutschen Strafrechts
- 2. Krise des wissenschaftlichen Kommentars
- 3. Ein neues Wissenschaftsmedium: Strafrechtliche Fachzeitschriften
- IV. Strafrecht im Rechtsstudium und in der Juristenausbildung
- 1. Strafrecht an Juristischen Fakultäten
- 2. Strafrecht in der Juristenausbildung
- V. Fazit: Entfremdung zwischen Strafrechtswissenschaft und Praxis
- Ausgewählte Literatur
- 3. Abschnitt: Geistige Grundlagen und Strömungen des deutschen Strafrechts
- § 8 Entstehung und Entwicklung des Strafgesetzbuchs von 1871
- A. Vorgeschichte
- I. Strafrechtliche Rechtsvereinheitlichung und "innere Reichsgründung"
- II. Verfassungsrechtliche Voraussetzungen
- III. "Entwurf Friedberg"
- B. Entstehung
- I. Forschungsstand
- II. Chronologie
- 1. Die Entstehung des Strafgesetzbuchs für den Norddeutschen Bund
- 2. Vom Strafgesetzbuch für den Norddeutschen Bund zum Reichsstrafgesetzbuch
- III. Rechtsvereinheitlichung unter preußischer Vorherrschaft
- 1. "Politischer Akt"
- 2. "Beschleunigtes Verfahren"
- 3. Verfahrensherrschaft
- 4. Todesstrafe
- C. Das Reichsstrafgesetzbuch
- I. Wesentliche Inhalte
- 1. Sanktionen und Strafarten
- 2. Dogmengeschichtliche Aspekte
- 3. Eingrenzung politisch umstrittener Straftatbestände
- II. Leerstellen
- 1. Übersicht
- 2. Strafvollzugsrecht
- 3. Strafaussetzung auf Bewährung
- 4. Jugendstrafrecht
- III. Wissenschaftshistorische Einordnung und Ausblick
- D. Entwicklung - Beginn einer neuen Epoche
- I. Übersicht
- II. Maßgebliche Änderungsgesetze bis 1914
- 1. 1876 - Revision und Neufassung des Reichsstrafgesetzbuchs
- a) Übersicht
- b) Körperverletzungsdelikte
- c) Antragsdelikte
- d) Politisches Strafrecht
- 2. 1900 - "Lex Heinze"
- 3. 1912 - Strafrechtsnovelle
- III. Gelegenheitsgesetze
- 1. "Kanzelparagraph", "Duchesne-Paragraph", "Arnim-Paragraph"
- 2. Politische Attentate
- IV. Nebenstrafrecht
- 1. Expansion
- 2. Funktion
- Ausgewählte Literatur
- § 9 Entwicklungsphasen des Strafgesetzbuchs
- A. Vorbemerkung
- B. Historischer Hintergrund
- I. Politische Systeme im Wechsel
- II. Politische Einflüsse auf die Strafgesetzgebung
- 1. Deutsches Kaiserreich
- 2. Erster Weltkrieg
- 3. Weimarer Republik
- 4. Zeit der NS-Herrschaft
- 5. Besatzungszeit
- 6. Westdeutscher Teilstaat
- a) Die Frühzeit
- b) Reformzeit
- c) Jenseits der Reformen
- 7. Wiedervereinigtes Deutschland
- C. Rechtliche Einflussfaktoren
- I. Sonderentwicklungen
- II. Strafrechtsreform
- III. Wichtige einzelne Änderungsgesetze
- D. Strafrechtstheoretische und kriminalpolitische Einflüsse
- I. Methodenfragen
- II. Markierungspunkte
- III. Hauptlinien
- IV. Rechtsgüterschutz
- V. Zusammenfassung
- E. Folgerungen
- I. Strafrechtsverständnis
- II. Rechtsidee
- Ausgewählte Literatur
- § 10 Das Strafrecht der Deutschen Demokratischen Republik
- A. Entwicklung des DDR-Strafrechts
- I. Besatzungszeit
- 1. Strafrechtliche Verfolgung von NS-Unrecht
- 2. Wirtschaftsstrafrecht
- 3. Weitere Gesetzgebungstätigkeit während der Besatzungszeit
- II. "Ulbricht-Phase"
- 1. Stalinisierung des Strafrechts (1949-1953)
- a) Arbeits- und Handelsstrafrecht
- b) Art. 6 der DDR-Verfassung 1949
- c) Volkseigentumsschutzgesetz (1952)
- d) Gesetz auf Grundlage des Justizbeschlusses (1952)
- 2. "Neuer Kurs" (1953-1957)
- 3. Konsolidierung der Strafrechtsentwicklung (1957-1968)
- a) Strafrechtsergänzungsgesetz (1957)
- b) Passgesetz (1957)
- c) Aufenthaltsbeschränkungsverordnung (1961)
- d) Rechtspflegeerlass (1961/63)
- 4. Das Strafgesetzbuch der DDR (1968)
- a) Schaffung des DDR-Strafgesetzbuchs
- b) Präambel
- c) Allgemeiner Teil
- aa) Grundsätze des sozialistischen Strafrechts
- bb) Voraussetzungen der strafrechtlichen Verantwortlichkeit
- cc) Schuld
- dd) Rechtfertigung und Beteiligung an der Straftat
- ee) Sanktionsrecht
- ff) Jugendstrafrecht
- gg) Geltungsbereich und Verjährung
- hh) Fazit zum Allgemeinen Teil
- d) Besonderer Teil
- aa) Völkerrechtsverbrechen
- bb) Staatsschutzstrafrecht
- cc) Straftaten gegen die Persönlichkeit
- dd) Straftaten gegen Jugend und Familie
- ee) Wirtschaftsstrafrecht
- ff) Straftaten gegen die allgemeine Sicherheit
- gg) Straftaten gegen die staatliche Ordnung
- hh) Militärstraftaten
- e) Flankierende Strafgesetze
- f) Das neue Strafgesetzbuch in der Praxis
- g) Reaktionen in der Bundesrepublik
- III. "Honecker-Phase"
- 1. 1. Strafrechtsänderungsgesetz (1974)
- 2. 2. Strafrechtsänderungsgesetz (1977)
- 3. 3. Strafrechtsänderungsgesetz (1979)
- 4. 4. Strafrechtsänderungsgesetz (1987)
- 5. 5. Strafrechtsänderungsgesetz (1988)
- 6. 6. Strafrechtsänderungsgesetz (1990)
- B. Die Praxis des DDR-Strafrechts
- I. Strafjustiz
- 1. Aufbau einer "anti-faschistischen" Strafjustiz
- 2. Justizsteuerung
- II. Ministerium für Staatssicherheit
- 1. Das MfS als Strafverfolgungsorgan
- 2. Maßnahmen zur Verbrechensprävention
- C. Deutungsmuster zum DDR-Strafrecht
- Ausgewählte Literatur
- § 11 Aufbau und Struktur des Strafgesetzbuchs
- A. Wozu Systematik?
- B. Historische Wurzeln?
- I. Constitutio Criminalis Carolina (1532)
- II. Codex juris Bavarici Criminalis (1751)
- III. Österreichisches Strafgesetzbuch von 1787 ("Josephina")
- IV. Preußisches Allgemeines Landrecht (1794)
- V. Französischer Code pénal (1810)
- VI. Strafgesetzbuch für das Königreich Bayern (1813)
- VII. Strafgesetzbuch für die preußischen Staaten (1851)
- C. Eine systematische Ordnung im geltenden Strafgesetzbuch?
- I. Allgemeiner und Besonderer Teil
- II. Die Abschnitte des Besonderen Teils
- III. Zusammenfassung
- D. Eine neue Systematik?
- Ausgewählte Literatur
- § 12 Straftheorien
- A. Einleitung
- B. Die Diskussion in der deutschen Strafrechtswissenschaft
- I. Die Einteilung in absolute und relative Straftheorien
- II. Absolute Straftheorien
- III. Relative Straftheorien
- 1. Spezialprävention
- 2. Abschreckung (negative Generalprävention)
- 3. Positive Generalprävention
- IV. Vereinigungstheorien
- C. Auf dem Weg zu einer hinreichend komplexen Straftheorie
- I. Notwendige Differenzierungen
- 1. Definition von Kriminalstrafe versus Straftheorie
- 2. Deliktsspezifische Unterschiede
- 3. Abschichtung nach Verbot, Verurteilung, Vollstreckung
- 4. Rechtfertigung einer Institution versus Rechtfertigung von Grundrechtseingriffen
- II. Einbeziehung von Opferinteressen
- D. Notwendigkeit und Legitimität von Strafnormen
- I. Die Notwendigkeit von Strafnormen
- II. Legitimität von Verhaltensnormen und Sanktionsdrohungen
- E. Notwendigkeit und Legitimität von strafgerichtlichen Verurteilungen
- I. Die Notwendigkeit strafgerichtlicher Verurteilungen
- 1. Negative und positive Generalprävention
- 2. Expressive Straftheorien
- a) Normerhaltung
- b) Kommunikation mit dem Täter
- c) Interessen von Opfern
- d) Auffangen von Gefühlen der Empörung
- II. Legitimität strafgerichtlicher Verurteilungen
- F. Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
- Ausgewählte Literatur
- § 13 Internationalisierung des Strafrechts
- A. Zum Begriff der "Internationalisierung" des Strafrechts
- B. Supranationalität des Strafrechts als höchster Grad der Internationalisierung
- I. Einrichtung internationaler strafrechtlicher Spruchkörper
- II. Entwicklung des Völkerstrafrechts
- III. Supranationalisierung des Strafrechts in der Europäischen Union
- 1. "EU-Strafrecht", "EU-Strafgericht" und "EU-Strafprozessordnung?
- 2. Übertragung von Regelungskompetenzen
- C. Nationales Strafrecht als Gegenstand internationaler Übereinkommen und daraus abzuleitender Pönalisierungs- und Effektivierungspflichten - am Beispiel der Terrorismusbekämpfung
- I. Internationale Ebene
- II. Europarat
- III. Europäische Union
- D. Rechtssoziologische Aspekte
- I. Bedeutung des Strafrechts in unterschiedlichen Kulturkreisen
- II. Strafrecht als nationales "Kulturgut"
- 1. Nationale Perspektive
- 2. Europäische Union
- 3. Humanitäres Völkerrecht
- 4. Resumé
- III. Akzeptanz unterschiedlicher Wertevorstellungen oder clash of cultures?
- 1. Ehrenmorde
- a) Ehrenmord als objektiv niedriger Beweggrund iSv § 211 StGB?
- b) Berücksichtigung eines fremdkulturellen Hintergrunds?
- 2. Beschneidung (Zirkumzision) als strafbare Körperverletzung
- a) Männliche Personen
- b) Weibliche Personen
- 3. Schutz des religiösen Bekenntnisses durch das Strafrecht
- 4. Legalisierung der Prostitution
- E. Strafanwendungsrecht als Seismograph für die Internationalisierung des nationalen Strafrechts
- I. Einleitung
- II. Verfolgungszuständigkeit nach dem VStGB
- III. Strafanwendungsrecht nach dem StGB
- 1. Verfolgungszuständigkeit statt Kollisionsrecht
- 2. Dogmatische Folgefragen
- 3. Weltrechtsprinzip
- a) Grundsätze und praktische Anwendung - am Beispiel der Drogenkriminalität
- b) Nichtauslieferung als Folge des Weltrechtsprinzips?
- 4. Territorialitätsprinzip, § 3 StGB
- 5. Personalitätsprinzip
- 6. Schutzprinzip
- 7. Prinzip der stellvertretenden Strafrechtspflege
- 8. Ausnahme: Tatbestandsimmanente Inlandsbeschränkung
- 9. Verfolgungspraxis
- a) § 153c StPO
- b) § 153f StPO
- IV. Fremdrechtsanwendung im deutschen Strafrecht
- 1. Keine unmittelbare Anwendung ausländischer Strafgesetze
- 2. "Akzessorisches Inlands-Strafrecht"
- 3. Indirekte Anwendung ausländischen Rechts durch deutsche Strafgerichte
- 4. Sonderkonstellation: Unionsrecht
- F. Internationalisierung als Herausforderung für die Strafzumessung
- I. Berücksichtigung der Ausländereigenschaft
- 1. Strafschärfung gegenüber ausländischen Tätern
- 2. Strafmilderungen gegenüber ausländischen Tätern
- II. Berücksichtigungsfähigkeit ausländischer Vorstrafen
- III. Anrechnung einer vollstreckten ausländischen Strafe, § 51 Abs. 3 S. 1 StGB
- IV. Nachträgliche Gesamtstrafenbildung und Härteausgleich bei Auslandsstrafen
- V. Berücksichtigung von Auslandstaten beim Bewährungswiderruf
- VI. Berücksichtigung rassistischer Motive ("Hasskriminalität")
- 1. Internationale Maßnahmen und Forderungen
- 2. Umsetzung in Deutschland
- Ausgewählte Literatur
- § 14 Internationale Kriminalitätsphänomene und nationale Verfolgungspraxis
- A. Reaktionsmechanismen des nationalen Strafrechts auf internationale Kriminalitätsphänomene
- I. Schutz ausländischer Rechtsgüter und Interessen im deutschen Strafrecht
- II. Tatbestandliche Erstreckung von Strafnormen auf ausländische Rechtsgüter
- 1. Straftaten gegen ausländische Staaten, §§ 102-104 StGB
- 2. Aussagedelikte, § 162 StGB/Art. 30 EuGH-Satzung
- 3. Subventionsbetrug, § 264 StGB
- 4. Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr, § 299 StGB
- 5. Geldwäsche (§ 261 StGB)
- III. Auslegung bestehender Strafbestimmungen im internationalen Kontext
- 1. Volksverhetzung, § 130 StGB
- 2. Kreditbetrug, § 265b StGB
- 3. Geheimnisverrat, § 17 UWG
- IV. Überarbeitung und Ergänzung bestehender Straftatbestände aus Gründen der Rechtsharmonisierung
- 1. Sexualstrafrecht im Allgemeinen
- 2. Sexuelle Nötigung/Vergewaltigung (§ 177 StGB)
- 3. Strafbarkeit exhibitionistischer Handlungen (§ 183 StGB)
- 4. Korruptionsdelikte
- a) Einleitung
- b) Entwicklung in Deutschland
- c) Einfluss durch das Recht der Europäischen Union
- d) Maßnahmen der OECD
- e) Maßnahmen des Europarats
- f) Einfluss durch die Arbeit der Vereinten Nationen
- g) Umsetzung internationaler Vorgaben zur Korruptionsbekämpfung im deutschen Strafrecht
- V. Schaffung neuer Straftatbestände
- 1. Geldwäsche, § 261 StGB
- a) Erste EG-Geldwäscherichtlinie (1991)
- b) Zweite EG-Geldwäscherichtlinie (2001)
- c) Dritte EG-Geldwäscherichtlinie (2005)
- d) Vierte Geldwäscherichtlinie (2015)
- e) Fünfte Geldwäscherichtlinie (2018)
- 2. Mandatsträgerbestechung, § 108e StGB
- B. Internationale Strafverfahren in Deutschland
- I. Verhältnis der nationalen Strafgerichtsbarkeit zu internationalen Strafgerichtshöfen
- II. Verfahren vor deutschen Gerichten mit Auslandsbezug auf der Grundlage des Weltrechtsprinzips
- III. Verfahren mit Bezügen zum Völkerstrafrecht
- 1. Zuständigkeit des Generalbundesanwalts und weitere Voraussetzungen für die Strafverfolgung
- 2. Grundlegende Judikatur zum Tatbestand des Völkermordes
- 3. Irak
- 4. Ruanda (OLG Frankfurt a.M.)
- 5. Kundus/Afghanistan (GBA)
- 6. FDLR/Kongo (OLG Stuttgart)
- IV. Strafverfahren wegen Seepiraterie
- 1. Engagement der Marine im Rahmen der EU-Mission Atalanta
- 2. Anwendbarkeit deutschen Strafrechts
- 3. Spezifische Herausforderungen für Strafverfahren in Deutschland
- a) Verfahrenskosten
- b) Dauer des Verfahrens
- c) Ladung von Auslandszeugen
- d) Wirtschaftliche und soziale Lebensverhältnisse der Angeklagten
- e) Fehlende abschreckende Wirkung der Verurteilung
- f) Besondere Herausforderungen bei jugendlichen Tatverdächtigen (Altersfeststellung)
- g) Probleme im Nachgang des Verfahrens
- V. Auslandseinsätze der Bundeswehr
- VI. Verfahren gegen heimkehrende IS-Kämpfer
- C. Internationalisierung des Strafverfahrensrechts
- I. Implementierung internationaler Beschuldigtenstandards
- 1. Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) und Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte (IPBPR)
- 2. Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen (WÜK)
- 3. Internationale Konvention über die Rechte des Kindes
- 4. Internationale Vorgaben zum Opferschutz
- II. Schaffung grenzüberschreitender Ermittlungs- und Eingriffsbefugnisse
- 1. Grundsatz der staatlichen Souveränität als Hindernis für internationale Ermittlungstätigkeit
- 2. Operative Internationalisierung - am Beispiel des Einsatzes von Ermittlungsbeamten im Ausland und der Bildung gemeinsamer Ermittlungsgruppen (GEG)
- 3. Zentralisierung der innerstaatlichen Zuständigkeit für die Aufklärung und Verfolgung von Straftaten mit Auslandsbezug
- III. Klassische Felder grenzüberschreitender Ermittlungstätigkeit
- 1. Überwachung ausländischer Telekommunikation
- 2. Zugriff auf im Ausland elektronisch gespeicherte Daten
- 3. Auswertung von E-Mail- und Verkehrsdaten
- 4. Molekulargenetische Untersuchung
- 5. Grenzüberschreitende Observation und verdeckte Ermittlungen
- IV. Internationalisierung in der Hauptverhandlung
- 1. Audiovisuelle Vernehmung von Zeugen im Ausland
- a) Bedeutung der Videokonferenz (§ 247a StPO) für ein internationales Strafverfahren
- b) Allgemeine Regeln zur Durchführung (der Auslandszeugenvernehmung)
- c) Durchführung (der Auslandszeugenvernehmung), Art. 10 EURhÜbK
- d) Weitere Regelungen zur audiovisuellen Vernehmung
- 2. (Nicht-)Ladung von Auslandszeugen, § 244 Abs. 5 StPO
- Ausgewählte Literatur
- 4. Abschnitt: Strafrechtssetzung, -anwendung und -forschung
- § 15 Grundlagen der Strafjustiz
- A. Einführung
- B. Strafjustiz und Rechtsstaatsprinzip des Grundgesetzes
- I. Das Rechtsstaatsprinzip als Begründung staatlicher Strafgewalt
- II. Das Rechtsstaatsprinzip als Begrenzung staatlicher Strafgewalt
- III. Das Rechtsstaatsprinzip als Rahmenordnung der Strafjustiz
- C. Verfahrensbeteiligte
- I. Strafgerichte
- 1. Berufsrichter
- 2. Laienrichter (Schöffen)
- II. Die Staatsanwaltschaft
- III. Der Beschuldigte
- IV. Die Verteidigung
- V. Verletzte
- D. Verfahrensgrundsätze
- I. Offizialprinzip (§ 152 Abs. 1 StPO)
- II. Legalitätsprinzip (§§ 152 Abs. 2, 170 Abs. 1 StPO)
- III. Anklagegrundsatz (§ 151 StPO)
- IV. Ermittlungsgrundsatz und Aufklärungspflicht (§§ 160 Abs. 1, 163 Abs. 1, 244 Abs. 2 StPO)
- V. Freie richterliche Beweiswürdigung (§ 261 StPO)
- VI. Unschuldsvermutung und Grundsatz "in dubio pro reo" (Art. 6 Abs. 2 EMRK)
- VII. Mündlichkeitsgrundsatz (§ 261 StPO)
- VIII. Unmittelbarkeitsprinzip, (§ 250 StPO)
- IX. Öffentlichkeitsgrundsatz (§ 169 S. 1 GVG)
- X. Beschleunigungsgebot (Art. 20 Abs. 3 GG, 5 Abs. 3 S. 1 HS. 2, 6 Abs. 1 S. 1 EMRK)
- XI. Gebot eines fairen Strafverfahrens (Art. 20 Abs. 3 GG, 6 Abs. 1 S. 1 EMRK)
- XII. Gesetzlicher Richter (Art. 101 GG)
- XIII. Rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG)
- XIV. Doppelbestrafungsverbot (Art. 103 Abs. 3 GG)
- XV. Selbstbelastungsfreiheit (§ 136 StPO)
- E. Der Ablauf des Strafverfahrens
- I. Erkenntnisverfahren
- 1. Ermittlungsverfahren
- 2. Zwischenverfahren
- 3. Hauptverfahren
- 4. Rechtsmittelverfahren
- a) Berufung
- b) Revision
- 5. Rechtskraft und Wiederaufnahme des Verfahrens
- II. Strafvollstreckung und Strafvollzug
- F. Strafgerichtsverfassung
- I. Sachliche Zuständigkeit
- 1. Zuständigkeit erster Instanz
- a) Amtsgericht
- aa) Strafrichter
- bb) Schöffengericht
- b) Landgericht
- c) Oberlandesgericht
- 2. Die Berufungsinstanz
- 3. Die Revisionsinstanz
- a) Oberlandesgericht
- b) Bundesgerichtshof
- II. Örtliche Zuständigkeit
- III. Funktionelle Zuständigkeit
- IV. Jugendstrafverfahren
- G. Herausforderungen
- I. Allgemeines
- II. Internationalisierung des Strafprozessrechts
- 1. Europäisierung des Strafverfahrensrechts
- 2. Europäische Menschenrechtskonvention
- 3. Internationale Strafjustiz
- a) Die Entwicklung einer internationalen Strafrechtspflege
- b) Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH)
- c) Implementierung des IStGH-Statuts in deutsches Recht
- Ausgewählte Literatur
- § 16 Strafverteidigung
- A. Hinführung, Themenstellung und Abgrenzung
- B. Die Rolle des Strafverteidigers im Strafprozess
- I. Das Spannungsfeld: Organ - Kampf - Beistand
- II. Elemente der Beistandsfunktion
- III. Die Selbstständigkeit des Verteidigers
- IV. Normative Grundlagen
- V. Verteidigerleitbild und fair trial
- C. Die Bedeutung des Strafverteidigers bei der strafrechtlichen Rechtsfindung
- I. Grundlagen
- II. Die Mitwirkung des Strafverteidigers am juristischen Diskurs im Strafverfahren
- III. Tatsächlicher Einfluss des Verteidigers auf die Rechtsfindung des Gerichts?
- D. "Zurechnung" von Verteidigerverschulden im Strafverfahren
- I. Problemstellung
- II. "Bessere oder schlechtere" Verteidigung und ihre Auswirkungen auf den Angeklagten
- III. Beispiele für "Zurechnungsfragen im weiteren Sinne"
- 1. (Frist-)Versäumnisse des Verteidigers
- 2. Mitwirkungspflichten zur Rügeerhaltung
- 3. Konsequenzen von Verteidigerversäumnissen im Wiederaufnahmeverfahren
- 4. Zwischenfazit
- E. Das Strafrecht der Strafverteidigung
- I. Allgemeine Problemstruktur
- II. Strafvereitelung durch Strafverteidigung?
- III. Entgegennahme von Verteidigerhonorar als Geldwäsche?
- IV. Äußerungsdelikte des Strafverteidigers
- V. Rechtsrat des Strafverteidigers und Teilnahmestrafbarkeit
- F. Neue Herausforderungen durch das Verständigungsgesetz
- I. Die Allianz der professionellen Verfahrensbeteiligten
- II. Neue Strafbarkeitsrisiken durch das Verständigungsgesetz?
- 1. Strafvereitelung durch den Strafverteidiger, § 258 StGB
- 2. Teilnahme an Rechtsbeugung, §§ 339, 26, 27 StGB
- 3. Parteiverrat, § 356 StGB
- 4. Weitere Risiken
- Ausgewählte Literatur
- § 17 Strafrechtspolitik und Rechtsgutslehre
- A. Einführung
- I. Strafrechtspolitik als Teil der Kriminalpolitik
- II. Strafrechtspolitik zwischen Kriminologie und politischer Entscheidung
- 1. Strafrechtspolitik und Kriminologie
- 2. Strafrechtspolitik und Strafrechtsdogmatik
- B. Ziele
- I. Sicherheit als Voraussetzung von Freiheit
- II. Rechtsgüterschutz als konkretisierte Aufgabe der Strafrechtspolitik
- C. Mittel
- I. Strafrecht als Mittel des Rechtsgüterschutzes
- 1. Ziel des strafrechtlichen Rechtsgüterschutzes: Prävention
- 2. Zur Präventionswirkung von Strafnormen
- a) Das Problem zuverlässiger empirischer Sanktions- und Wirkungsforschung
- b) Spezial- und Generalprävention
- aa) Spezialprävention
- bb) Generalprävention
- c) Negative Wirkungen von Strafe
- II. Zur Bedeutung informeller Sozialkontrolle
- III. Kriminalpolitische Folgerungen
- 1. Kriminalpolitik ist mehr als Strafrechtspolitik
- 2. Eher weniger als mehr Strafrecht
- 3. Alternative Reaktionen auf Kriminalität
- D. Grenzen der Kriminalpolitik
- I. Verfassungsrechtliche Vorgaben
- 1. Die Menschenwürde
- 2. Die Grundrechte und der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz
- 3. Der Schuldgrundsatz
- 4. Das Gesetzlichkeitsprinzip
- II. Das Rechtsgutskonzept als Mittel der Strafrechtsbegrenzung
- 1. Zur Geschichte des Rechtsgutsdenkens
- a) Die frühen Anfänge der Rechtsgutslehre
- b) Neuere Konzepte
- aa) Hassemer
- bb) Amelung
- cc) Roxin
- dd) Lagodny und Appel
- ee) Hörnle
- ff) Die Auffassung des Bundesverfassungsgerichts
- gg) Jakobs
- 2. Zum Konzept einer systemkritischen Rechtsgutslehre
- a) Die Unbestimmtheit des Konzepts
- b) Präzisierungsversuche
- c) Folgerungen
- 3. Weitergehende Funktionen des Rechtsgutskonzepts
- a) Rationalisierung
- b) Systematisierung und Didaktik
- c) Argumentation
- d) Die anwendungsbezogene Funktion der Rechtsgutslehre
- III. Kriminalpolitische Leitprinzipien
- 1. Weitere Konzepte zur Strafrechtsbegrenzung
- 2. Strafwürdigkeit und Strafbedürftigkeit
- 3. Fazit
- E. Historischer Rückblick
- I. Voltaire und Beccaria: Die Grundsteinlegung moderner Kriminalpolitik durch die Aufklärungsbewegung
- II. Die absoluten Straftheorien bei Kant und Hegel
- III. Die negative Generalprävention bei Feuerbach
- IV. Spezialprävention bei von Liszt und Radbruch
- V. Nach 1945
- F. Akteure
- I. Gesetzgebungsverfahren
- 1. Der Bundestag als wichtigster kriminalpolitischer Akteur: Die Gesetzgebungskompetenz des Bundes zur Strafgesetzgebung
- 2. Der Ablauf des Gesetzgebungsverfahrens
- a) Die Gesetzesinitiative
- b) Die Zuleitung an den Bundestag
- c) Die Beratungen des Gesetzesentwurfs im Bundestag
- d) Der Gesetzesbeschluss
- e) Beteiligung des Bundesrates
- f) Das Abschlussverfahren
- g) Die materielle Entscheidungsfindung
- aa) Entscheidung, ein bestimmtes Verhalten strafrechtlich zu verbieten
- bb) Der Weg des Gesetzgebers zum "Wie" des Rechtsgüterschutzes
- II. Der Einfluss externer Expertinnen und Experten
- III. Öffentlichkeit und Presse
- G. Strafrechtspolitik auf dem Prüfstand
- H. Aktuelle Tendenzen und Ausblick
- I. Strafrechtsausweitung
- 1. Rechtsgüterschutz als Strafausdehnungsgrund
- 2. Flexibilisierung
- 3. Materielle Strafrechtsausweitung und verfahrensrechtliche Reaktion
- 4. Punitivität
- II. Europäisierung
- III. Kulturelle Pluralisierung
- IV. Technisierung unserer Lebens- und Arbeitswelt
- Ausgewählte Literatur
- § 18 Die deutsche Strafrechtswissenschaft der Gegenwart
- A. Einleitung
- I. Zum Begriff "Strafrechtswissenschaft"
- II. Internationaler Einfluss der deutschen Strafrechtsdogmatik
- B. Zur Geschichte der deutschen Strafrechtswissenschaft
- C. Anmerkungen zur Wissenschaftssoziologie
- D. Die Akteure der deutschen Strafrechtswissenschaft
- E. Vorherrschen von Strafrechtsdogmatik in der Strafrechtswissenschaft
- F. Adäquatheitsbedingungen für gelingende Strafrechtsdogmatik
- G. Schulen und Forschungsverbünde
- H. Themen und Formen
- I. Forschung und Lehre
- J. Strafrechtswissenschaft und Strafrechtspraxis
- I. Kooperation statt Konfrontation
- II. Konfliktfelder: Juridischer Konservativismus gegen Elfenbeinturm
- K. Strafrechtswissenschaft und Strafrechtspolitik
- L. Die USA als Gegenmodell?
- M. Stärken und Schwächen der deutschen Strafrechtswissenschaft
- I. Stärken der deutschen Strafrechtswissenschaft
- II. Probleme
- N. Neue Herausforderungen
- Ausgewählte Literatur
- § 19 Grundlagen der Kriminologie
- A. Begriff und Inhalt der Kriminologie als Wissenschaft
- B. Zum Begriff des "Verbrechens"
- C. Die Kriminologie im Kontext ihrer Bezugswissenschaften
- D. Zur Geschichte der Kriminologie
- I. Beccaria als Wegbereiter kriminologischen Denkens
- II. Der Einfluss des Positivismus
- III. Die "italienische" und die "französische Schule"
- IV. Franz v. Liszt und die sog. "Marburger Schule"
- V. Zur weiteren Entwicklung der Kriminologie in Deutschland
- 1. Entwicklung bis 1945
- 2. Neubeginn nach 1945
- E. Die Kriminologie als Teil der "Gesamten Strafrechtswissenschaft"
- I. Kriminologie und Kriminalistik
- II. Kriminologie und Strafrecht
- III. Kriminologie und Kriminalpolitik
- F. Methoden kriminologischer Forschung
- G. Kriminalitätstheorien (Ätiologie)
- I. Persönlichkeitsorientierte Ansätze
- 1. Biologische Kriminalitätstheorien
- 2. Psychoanalytische Ansätze
- 3. Theorie der Neutralisationstechniken
- 4. Halt- und Kontrolltheorien
- 5. Lerntheorien
- 6. Rational-Choice-Ansatz
- II. Gesellschaftsbezogene Ansätze
- 1. Anomietheorie
- 2. Kulturkonfliktstheorie
- 3. Subkulturtheorien
- 4. Broken-Windows-Theorie
- 5. Etikettierungsansätze
- III. Mehrfaktorenansätze und übergreifende theoretische Ansätze
- 1. Mehrfaktorenansätze
- 2. Lebenslaufforschung
- 3. Theorie des reintegrative shaming
- 4. Situational Action Theory
- Ausgewählte Literatur
- § 20 Kriminologische Forschungsfelder
- A. Kriminalstatistiken und Dunkelfeldforschung
- I. Kriminalstatistiken als Erkenntnisquelle der kriminologischen Forschung
- II. Dunkelfeldforschung
- 1. Grundlegende Fragen und methodische Probleme
- 2. Ausgewählte Ergebnisse der Dunkelfeldforschung
- B. Kriminalprognose
- I. Schwierigkeiten bei der Vorhersage kriminellen Verhaltens
- II. Prädiktoren
- III. Prognosemethoden
- IV. Prognosepraxis
- C. Viktimologie
- I. Gegenstand der Viktimologie
- II. Opfertypologien
- III. Viktimologische Theorien
- IV. Wichtige Erkenntnisse der viktimologischen Forschung
- D. Kriminalitätsfurcht
- I. Komponenten der Kriminalitätsfurcht
- II. Empirische Befunde
- III. Kriminalitätsfurcht-Paradox
- IV. Allgemeine Erklärungsmodelle zur Kriminalitätsfurcht
- E. Kriminalprävention und Sanktionsforschung
- I. Grundlagen
- II. Ergebnisse der Sanktionsforschung
- 1. Spezialprävention
- 2. Generalprävention
- 3. Praxis der Kriminalprävention
- F. Perspektiven der Kriminologie im 21. Jahrhundert
- Ausgewählte Literatur
- § 21 Kriminalstatistik - die amtlichen Tabellenwerke
- A. Entwicklung des Systems der deutschen Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken
- I. Von "Criminal"-Tabellen zu "Kriminalstatistiken"
- II. Ziele der Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken
- III. Die Entwicklung der Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken in Deutschland
- IV. Übersicht über die gegenwärtig in Deutschland vorhandenen Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken
- B. Optimierungsbedarf der deutschen Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken
- I. Defizite der derzeitigen Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken
- 1. Rechtliche Defizite
- 2. Organisatorische Defizite
- 3. Beschränkung auf das Hellfeld
- 4. Defizite im Nachweis strafrechtlicher Sozialkontrolle
- 5. Fehlende kontinuierliche Rückfallstatistik
- 6. Lücken bei den zu erfassenden Erhebungsmerkmalen
- a) Fehlende bzw. unvollständige Erfassung der informellen wie der formellen ambulanten Sanktionen
- b) Unvollständige Erfassung von Zahl und Merkmalen der Gefangenen, Verwahrten und Untergebrachten
- 7. Ausfilterung und Bewertungsänderung im Strafverfahren - ein statistisches Dunkelfeld
- 8. Defizite hinsichtlich der Veröffentlichung und Interpretation der Daten
- II. Optimierung durch Ablösung des bisherigen Systems isolierter Datenerhebung und -aufbereitung durch ein statistisches Datenbanksystem
- Ausgewählte Literatur
- § 22 Kriminalität und Kriminalitätskontrolle
- A. Polizeilich registrierte Kriminalität, Tatverdächtige und Opfer
- I. Umfang, Struktur und Entwicklung der Kriminalität
- II. Struktur und Entwicklung der Tatverdächtigen, insbesondere der Jugendkriminalität
- 1. Alters- und Geschlechtsstruktur der Tatverdächtigen
- 2. Entwicklung der Tatverdächtigenbelastungszahlen
- III. Altersstruktur von Tatverdächtigen und Opfern
- B. Tätigkeit und Entscheidungen der Instanzen der Strafverfolgung
- I. Staatsanwaltschaft
- II. Zunehmender Gebrauch von informeller Sanktionierung
- III. Entwicklung der formellen Sanktionen
- C. Vollstreckung und Vollzug der Rechtsfolgen
- D. Rückfall nach strafrechtlichen Rechtsfolgen
- Ausgewählte Literatur
- § 23 Strafrechtsvergleich
- A. Geschichte
- B. Gegenwärtige Situation der Strafrechtsvergleichung
- I. Bedeutung der Strafrechtsvergleichung
- II. Grundsatzkritik
- C. Anwendungsbereiche der Strafrechtsvergleichung
- I. Wissenschaftliches Interesse
- II. Rechtsanwendung durch die Justiz
- III. Rechtsreform
- 1. Übernahme fremder Straf- und Verfahrensrechtsordnungen
- 2. Hilfe bei Einzelreformen
- 3. Vergleichende Bewertung
- 4. "Transplantation" fremder Regelungen?
- IV. Harmonisierung des Rechts
- 1. Recht der Europäischen Union
- 2. Völkerstrafrecht
- D. Methodik der Strafrechtsvergleichung
- I. Funktionale Methode
- II. Vergleichung und Rechtskultur
- III. Praktische Rechtsvergleichung
- E. Institutionen der Strafrechtsvergleichung
- Ausgewählte Literatur
- 5. Abschnitt: Neuere Entwicklungen des Strafrechts
- § 24 Die Flexibilisierung des Strafrechts
- A. Einführung
- B. Begriff und Erscheinungsformen der Flexibilisierung
- I. Begriff
- II. Legislative Flexibilisierung
- 1. Gesetzesänderungen
- 2. Prozeduralisierung des Strafrechts, reflexives und aktivierendes Strafrecht
- 3. Akzessorietät des Strafrechts
- II. Flexibilisierung des Strafrechts in seiner Anwendung
- 1. Auslegung
- 2. Flexibilisierung des Strafverfahrens
- C. Triebfedern der Flexibilisierung des Strafrechts
- I. Triebfedern der legislativen Flexibilisierung
- 1. Demokratische Strafgesetzgebung
- 2. Internationalisierung der Normgenese
- 3. Komplexitätssteigerung der Ordnungssysteme
- II. Triebfedern der Flexibilisierung des Strafrechts in seiner Anwendung
- 1. Anachronistische und unterkomplexe Zurechnungsregeln
- 2. Effektivierung des Strafverfahrens
- D. Grenzen der Flexibilisierung
- I. Grenzen der Verfassung?
- 1. Verfassungsrechtliche Anforderungen an die Verhaltensnorm
- 2. Verfassungsrechtliche Anforderungen an die Sanktionsnorm
- 3. Verhältnismäßigkeitsprüfung
- 4. Konsequenzen
- II. Strafwürdigkeitskonzeptionen
- 1. Statisches Naturrecht und Strafrecht
- 2. Elastisches Naturrecht: Vom statischen zum passiven Strafrecht
- 3. Genuin strafrechtliche Konzeptionen: Von der Deaktivierung zur Aktivierung des Strafrechts
- a) Deaktivierung des Strafrechts durch die Rechtsverletzungslehre
- b) Aktivierung des Strafrechts durch die Rechtsgutslehre
- c) Fazit
- III. Grenzen strafrechtlicher Zurechnung
- 1. Statische Zurechnung
- 2. Gesellschaftsrelativität der Zurechnung
- 3. Zurechnung und Kriminalpolitik
- 4. Zurechnung und Straftheorie
- IV. Straftheoretische Grenzen der Flexibilisierung
- 1. Statischer Strafbegriff und flexible Strafbegründungen
- 2. Begrenzung der Flexibilisierung durch eine retributive Strafbegründung
- 3. Grenzen der Begrenzungsversuche
- E. Richtung der Flexibilisierung
- F. Flexibilisierung der Strafrechtswissenschaft
- Ausgewählte Literatur
- § 25 Strafrecht und Interkulturalität
- A. Einführung
- I. Tatsächliche Grundlagen
- II. Interkulturalität und Recht
- B. Grundfragen
- I. Begriffsbestimmungen und kulturwissenschaftliche Betrachtungen
- 1. Zum Begriff der "Kultur"
- 2. Kultur und Recht
- 3. "Kulturen" und "Kulturkreise"
- II. Rechtsphilosophische Fragestellungen
- III. Rechtspolitische Überlegungen
- C. Hauptteil
- I. Allgemeine Erläuterungen
- 1. Grundlagen
- 2. Berücksichtigung kultureller Wertvorstellungen bei den Voraussetzungen der Strafbarkeit
- a) Berücksichtigung kultureller Wertvorstellungen bei einzelnen Straftatbeständen
- b) Berücksichtigung kultureller Wertvorstellungen im Allgemeinen Teil des Strafrechts
- aa) Berücksichtigung kultureller Wertvorstellungen auf der Ebene der Rechtswidrigkeit
- bb) Berücksichtigung kultureller Wertvorstellungen auf der Ebene der Schuld
- 3. Berücksichtigung kultureller Wertvorstellungen bei der Rechtsfolgenseite von Strafvorschriften
- II. Klassische Fragestellungen
- 1. Sog. Ehrenmorde
- a) Tatsächliche Grundlagen
- b) Rechtliche Beurteilung
- 2. Zwangsheiraten
- a) Tatsächliche Grundlagen
- b) Rechtliche Beurteilung
- 3. Beschneidung
- a) Tatsächliche Grundlagen
- b) Rechtliche Beurteilung
- III. Aktuelle und zukünftige Herausforderungen
- D. Rechtsvergleichende Betrachtungen
- I. Diskussionen um die "Interkulturalität" in Österreich, in der Schweiz und in den USA
- II. Strafbarkeit von Ehrenmorden, Zwangsheiraten und Beschneidungen in anderen Staaten
- 1. Strafbarkeit von Ehrenmorden
- 2. Strafbarkeit von Zwangsheiraten
- 3. Strafbarkeit der Genitalverstümmelung
- E. Fazit
- Ausgewählte Literatur
- § 26 Criminal Compliance
- A. Der Begriff der Criminal Compliance
- I. Grundlagen
- II. Compliance
- III. Criminal Compliance
- B. Erklärungsversuche des Phänomens der Criminal Compliance
- C. Originäre Compliance-Probleme im Strafrecht
- I. . im materiellen Recht
- 1. Pflicht zur Criminal Compliance?
- 2. Nutzen und Nachteil der Criminal Compliance
- 3. Unternehmensorganisation versus strafrechtliche Individualverantwortlichkeit
- 4. Bedeutung einer originären Unternehmensstrafbarkeit
- 5. Bedeutung der §§ 30, 130 OWiG
- 6. "Best practice" versus "ultima ratio"
- 7. Delegation hoheitlicher Aufgaben auf Private
- 8. Die Bedeutung von Criminal Compliance für die Auslegung einzelner Straftatbestände
- 9. Der "Besondere Teil" der Criminal Compliance
- II. . im Verfassungsrecht
- III. . im Verfahrensrecht
- 1. Unternehmensrichtlinien
- 2. Unternehmensinterne Ermittlungen
- 3. Whistleblowing
- IV. Zurechnungsfragen
- 1. Die strafrechtliche Verantwortlichkeit der Unternehmensleitung
- 2. Die sog. "Geschäftsherrenhaftung" des Vorgesetzten
- 3. Die Garantenpflicht des Compliance-Beauftragten
- D. Ausblick
- Ausgewählte Literatur
- Stichwortverzeichnis
- Register der Gesetzesverweise
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