
Rasse, Siedlung, deutsches Blut
Das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS und die rassenpolitische Neuordnung Europas
Isabel Heinemann(Autor*in)
Wallstein (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 3. März 2011
704 Seiten
978-3-8353-2049-9 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
für PDF ohne DRM
E-Book Einzellizenz
Bei dem Kauf dieses E-Books erwerben Sie eine Einzel-Lizenz für eine natürliche Person, die nicht übertragbar ist. [L]
Als Download verfügbar
Beschreibung
Alles über E-Books | Antworten auf Fragen rund um E-Books, Kopierschutz und Dateiformate finden Sie in unserem Info- & Hilfebereich.
Isabel Heinemann analysiert eine der Schlüsselinstitutionen des SS-Imperiums und deren Rolle bei der NS-Bevölkerungspolitik während des Zweiten Weltkriegs.
Das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS (RuSHA) war im NS-Staat zuständig für die rassische Überprüfung von SS-Angehörigen sowie ab 1939 von sogenannten Volksdeutschen, von Polen, Russen, Slowenen, Elsässern und Lothringern. Weit mehr als eine Million Menschen aus ganz Europa wurden diesen Musterungen unterzogen, für die meisten war das Votum der SS-Rassenprüfer von existentieller Bedeutung. Der »rassische Wert« der Menschen bestimmte, ob sie enteignet, vertrieben, umgesiedelt oder zur Zwangsarbeit herangezogen, als Jude identifiziert, zur Ermordung in ein Vernichtungslager geschickt wurden - oder nicht. Damit lieferte die rassische Hierarchisierung nicht nur die vermeintlich wissenschaftliche Begründung der NS-Bevölkerungspolitik, sondern prägte entscheidend die besatzungspolitische Praxis. Die rassischen Überprüfungen und damit verbundenen Umsiedlungen erweisen sich als Grundpfeiler der NS-Diktatur, als zentrales Element des Rassenstaates.
Isabel Heinemann analysiert das RuSHA als eine Schlüsselinstitution des SS-Imperiums und stellt die Rasseexperten der SS aus dem RuSHA als eine spezifische Gruppe von NS-Funktionären vor. Daneben zeigt sie, wie die Rasseexperten die rassische Auslese konzipierten, umsetzten und welche Konsequenzen dies hatte. Sechs Fallstudien demonstrieren, wie das Votum der SS-Rasseexperten die gewaltsame Vertreibungs- und Neuordnungspolitik in den europäischen Regionen prägte - in der Tschechoslowakei, in Westpolen, in Elsaß-Lothringen, im »Generalgouvernement«, in der besetzten Sowjetunion und im »Altreich«.
Weitere Details
Reihe
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Göttingen
Deutschland
Dateigröße
7,05 MB
ISBN-13
978-3-8353-2049-9 (9783835320499)
Schweitzer Klassifikation
Weitere Ausgaben
Andere Ausgaben

Isabel Heinemann
Rasse, Siedlung, deutsches Blut
Das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS und die rassenpolitische Neuordnung Europas
Buch
04/2003
2. Auflage
Wallstein
50,00 €
Artikel ist vergriffen; siehe andere Ausgabe
Person
Autor*in
Isabel Heinemann ist seit 2025 Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin und Inhaberin des Lehrstuhls für Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuvor war ab 2023 Inhaberin des Lehrstuhls für Neueste Geschichte an der Universität Bayreuth 2019 bis 2023 Professorin für Neueste Geschichte (W 2) an der Universität Münster.
ISNI: 0000 0001 2006 0439
ISNI: 0000 0001 2006 0439
Inhalt
- Umschlag
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Einleitung
- Das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS und die SS-Rasseexperten
- »Rasse« und »Siedlung«: Das Prinzip der »rassischen Auslese« und die Versuche ethnischer Neuordnung durch Umsiedlung als Kernelemente nationalsozialistischer Politik
- Die SS und die nationalsozialistische Vernichtungspolitik: Forschungsstand
- Fragestellung, Quellen und Aufbau
- I. Vom Rassenamt der SS zum Rasse- und Siedlungshauptamt. Rassenauslese, SS-Sippengemeinschaft, Siedlungspolitik 1932 - 1938
- Rassenauslese und Heiratsgenehmigungen in der SS
- Weltanschauliche Schulung, SS-Siedlung und der Aufbau der Fachämter
- Mitarbeiterrekrutierung und die Rolle des RuSHA innerhalb des »neuen Ordens«: »Mund und Hirn der SS«
- Das RuSHA und die Entstehung der Nu¨rnberger Gesetze 1934/35
- Germanenforschung und Ausbau der ideologischen Grundlagen: Der Verein »Ahnenerbe«
- Praktische Schulung: SS-Mannschaftshäuser, SS-Leithefte und Schulung der Polizei
- Im Dienste der »SS-Sippengemeinschaft«: »Lebensborn« e.V. und SS-Pflegestellen
- 1938 als Einschnitt: Der Abgang Darrés und der Beginn einer stärker praxisorientierten SS-Rassenpolitik
- Neue Räume fu¨r die SS-Siedlungspolitik: Österreich und Sudetenland
- Zwischenbilanz: Die ideologische Konditionierung und Homogenisierung der SS und das Modell der SS-Rassenauslese
- II. Germanisierungspolitik in Böhmen und Mähren und im »Sudetengau«: SS-Bodenpolitik und »rassische Bestandsaufnahme« des tschechischen Volkes
- »Bodenpolitik auf dem Ru¨cken der Tschechen«: Das Bodenamt in Prag im Jahr 1939
- Deutsche Siedlung - Aussiedlung der Tschechen
- Die Umsiedlung der Su¨dtiroler und die Verbindungen zur Germanisierungspolitik im Protektorat
- Richtungsstreit in der Germanisierungspolitik: Die SS-Siedlungspolitik im Konflikt mit der Linie des Reichsernährungsministeriums
- Die »rassische Bestandsaufnahme« des tschechischen Volkes und die RuSHA-Außenstelle in Prag
- Trendwende in der Germanisierungspolitik im Protektorat 1941/42 unter Reinhard Heydrich als stellvertretendem Reichsprotektor
- Durchsetzung rassischer Kategorien in der Volkstumspolitik: Volksdeutsche, »Fremdvölkische«, »völkische Mischehen« und »Judenmischlinge«
- Die Versuche zur »Endlösungder Tschechenfrage« im Sudetenland:Die SS-Rasseexperten und die »RuS-Landesstelle Sudeten«
- Zwischenbilanz: Bodenbeschlagnahme und Rassenselektionen: Ein Modell fu¨r die Volkstumspolitik der SS in den besetzten Gebieten
- III. Die »Germanisierung« der annektierten westpolnischen Gebiete. Juden, Polen und Volksdeutsche
- Heinrich Himmler als »Reichskommissar fu¨r die Festigung deutschen Volkstums«
- Beruf »Eignungspru¨fer«: Die Rasseexperten bei Einwandererzentralstelle (EWZ) und Umwandererzentralstelle (UWZ)
- Die RuS-Einsatzgruppen und der Aufbau des volksdeutschen Selbstschutzes 1939
- Erfassung des Landes und Vertreibung von Polen und Juden: Bodenämter, SS-Ansiedlungs- und SS-Arbeitsstäbe 1939/1940
- Die Ansiedlung der Volksdeutschen: Erfassung, Rassenpru¨fung und Ansatzentscheide
- Die rassische Überpru¨fung der Polen und die RuSHA-Außenstelle Litzmannstadt
- Die »Deutsche Volksliste« (DVL) und die Utopie der »rassereinen Siedlergesellschaft«
- »Erwu¨nschter Bevölkerungszuwachs«: Das »Wiedereindeutschungsverfahren«
- Zwischenbilanz: Germanisierung auf rassischer Grundlage
- IV. Die Rassenpolitik der SS im Westen. Elsaß-Lothringen, Nordfrankreich, Niederlande, Norwegen
- Nationalsozialistische Volkstumspolitik in Lothringen
- Die Umsiedlungspolitik im Elsaß
- Die Erfassung von Volksdeutschen und »Deutschstämmigen« in der »besetzten Zone« und in den nördlichen Départements
- Rekrutierung der »Germanischen SS«: Die RuS-Fu¨hrer im Westen und die Germanische Leitstelle (GL)
- Der RuS-Fu¨hrer in Paris
- Zwischenbilanz: Ansätze ethnischer Neuordnung im Westen
- V. »Völkischer Vorposten«. Die »Germanisierung« des Generalgouvernements
- Neue Planungen fu¨r den Osten: Der »Generalplan Ost« und der Einfluß der Rasse- und Siedlungsexperten
- Der Ostkrieg und die Ansätze zur »Germanisierung« des Generalgouvernements: Trendwende im Distrikt Lublin
- Odilo Globocnik und die »Fahndung nach deutschem Blut«: Die Vertreibungen im November 1941
- Die Dienststelle des RuS-Fu¨hrers in Lublin und der Aufbau der SS- und Polizeistu¨tzpunkte
- Die »Durchschleusung« der Volksdeutschen im Distrikt Lublin 1942/43
- Das »Zamosc-Projekt« 1942/1943
- Zwischenbilanz: Ein Modell fu¨r die Zukunft - Arbeitskräfteselektion und Partisanenkampf
- VI. Der Griff nach Osten. Wirtschaft, Siedlung und »Sicherung« in der Ukraine
- RuS-Fu¨hrer, SS- und Polizeistu¨tzpunkte, SS-Wirtschaftsbetriebe
- Großangelegte Siedlungsprojekte und landwirtschaftliche Nutzung: Der RuS-Fu¨hrer »Rußland-Su¨d«
- Die Volksdeutschen in der Ukraine: Siedlungsprojekte im Generalkommissariat Shitomir und auf der Krim
- Himmlers »Hegewald« - der »Sonderstab Henschel«
- Das »Krimkommando«
- Das Ende aller Siedlungsutopien: Ru¨ckzug und »Partisanenbekämpfung«
- Zwischenbilanz: Die SS und der »deutsche Osten« - das Scheitern der Siedlungsprojekte
- VII. »Gutrassige Arbeitskräfte« und die »Jagd auf gutes Blut«. Die Rassenpolitik der SS in der letzten Kriegsphase
- Der Arbeitskräftebedarf und die Intensivierung des »Wiedereindeutschungsverfahrens«
- »Unterbindung der Blutsvermischung«: Verbotener Geschlechtsverkehr und »Sonderbehandlung«. Die Rolle der lokalen RuS-Fu¨hrer
- »Bis zum letzten Tropfen guten Blutes«: »Schwangerschaftsfälle« und »gutrassige Kinder fremden Volkstums«
- Die Jagd auf »gutrassige Kinder« in den besetzten Gebieten: »Waisenkinder«, »Partisanenkinder« und »Soldatenkinder«
- Rassenmusterungen an Kriegsgefangenen und Konzentrationslagerhäftlingen
- Ausländische Rekruten in der Waffen-SS
- Die Wannsee-Konferenz und die Folgekonferenzen: »Endlösung der Judenmischlingsfrage«
- Zwischenbilanz: Selektionen fu¨r die »rassereine Gesellschaft«
- Exkurs. Die Rasseexperten der SS. Generationelle Zusammensetzung und Nachkriegskarrieren
- Generationelle Prägung
- Der Nu¨rnberger Folgeprozeß Fall VIII (1947-1948)
- Ermittlungs- und Strafverfahren in der BRD
- Nachkriegskarrieren
- Schlußbemerkung
- Die SS-Rasseexperten als spezifischer Tätertyp
- Die Bedeutung der Rassenauslese fu¨r die nationalsozialistische Umsiedlungs- und Germanisierungspolitik
- Personenglossar: 100 Rasseexperten
- Abku¨rzungen
- Verzeichnis der Abbildungen
- Quellen und Literatur
- Anhang
- Das Rasse- und Siedlungshauptamt-SS im Jahr 1942
- Die Chefs, Amtschef und Außenstellenleiter des Rasse- und Siedlungshauptamtes-SS
- Die Bodenämter, SS-Ansiedlungsstäbe und SS-Arbeitsstäbe in den besetzten Gebieten
- Die RuS-Fu¨hrer in den SS-Oberabschnitten 1937, 1942, 1944
- Personenregister
- Dank
Systemvoraussetzungen
Dateiformat: PDF
Kopierschutz: ohne DRM (Digital Rights Management)
Systemvoraussetzungen:
- Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).
- Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions oder die App PocketBook (siehe E-Book Hilfe).
- E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m.
Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist.
Ein Kopierschutz bzw. Digital Rights Management wird bei diesem E-Book nicht eingesetzt.
Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.