
Staatliche Bildung und Erziehung
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Inhalt
- Cover
- Vorwort
- Inhaltsverzeichnis
- 1. Kapitel Einleitung: Paradigmenwechsel im deutschen Schulwesen
- I. Traditionelle Input-Steuerung
- 1. Instrumente der Input-Steuerung
- 2. Erfassung der Leistungen über Schulnoten
- 3. Fehlende Instrumente und Verfahren
- II. Kritik der Input-Steuerung
- 1. Internationale und nationale Schulleistungsstudien
- a) Sinn und Zweck von Schulleistungsstudien
- b) Inhaltliche Konzeptionalisierungen von Schulleistungsstudien
- aa) Erfasste Leistungsbereiche bei Schulleistungsstudien
- bb) Kompetenzen und Kompetenzmodelle
- cc) Der Verlust des Kanons und das Lernen des Lernens
- c) Skizzierung der Ergebnisse der Schulleistungsstudien
- aa) Leistungsbezogene Ergebnisse deutscher Schülerinnen und Schüler
- bb) Soziale Selektivität des deutschen Bildungswesens
- (1) Bildungschancen und sozioökonomischer Hintergrund
- (a) "Risikoschülerinnen und Risikoschüler"
- (b) Schulformen und soziale Segregation
- (c) Effekte der Bildungsexpansion
- (2) Bildungschancen und Migrationshintergrund
- (a) Differenzierte Betrachtung "des" Migrationshintergrundes
- (b) Benachteiligungen und Migrationshintergrund im Schulsystem
- (c) Schulleistungsstudien und inputorientiertes Steuerungsmodell
- 2. Gründe für die Schwächen der Input-Steuerung
- a) Die Komplexität der Institution Schule
- b) Pädagogische und rechtliche Freiräume
- c) Steuerungsdefizite von Lehrplänen
- aa) Individueller und tatsächlicher Lehrplan
- bb) Unbestimmtheit der Lehrpläne
- cc) Sekundäre Lehrplanbindung über Lehr- und Lernmittel
- dd) Steuerungsfunktion des Lehrplans
- III. Modifikationen des Steuerungsmodells im Schulwesen: Stärkung der Output-Steuerung
- 1. Bildungsstandards
- a) Mindest-, Regel- und Maximalstandards
- b) Bildungsstandards als Steuerungsinstrument
- 2. (Teil-)Selbständige Schule
- a) Selbständigkeit und Rechenschaft
- b) Schulprogramm und Schulprofil
- c) Instrumente der Rechenschaftslegung
- 3. Verhältnis zwischen Schule und Schulaufsicht
- a) Schulaufsicht im outputorientierten Steuerungsmodell
- b) Schulen im outputorientierten Steuerungsmodell
- aa) Veränderungen der Akteure schulischer Entscheidungen
- bb) Veränderungen des professionellen Selbstverständnisses
- cc) Veränderungen der Struktur und Ausübung von Aufsicht
- 4. Einführung und Ausbau von Ganztagsschulen
- a) Begründungen für den Ausbau der Ganztagsschule
- b) Ganztagsschule und Umbau der Steuerungstechnologie
- aa) Ganztagsschulen in Deutschland
- (1) Finanzielle Förderung von Ganztagsschulen
- (2) Mehr Ganztagsschulen, mehr Ganztagsschülerinnen und -schüler
- bb) Ganztagsschulen und soziale Selektivität
- (1) Kulturelles Kapital
- (2) Schulkulturen und Kultur der Schule
- (3) Ganztagsschule als Instrument
- cc) Konzeptionalisierung ganztägiger Beschulung
- dd) Ganztagsschulen und empirischer Befund
- IV. Auswirkungen auf den staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag
- 2. Kapitel Einführung und Ausbau der Ganztagsschule: Staatlicher Schulgestaltungsauftrag und Elternrecht
- I. Einleitung
- 1. Definition und Modelle der Ganztagsschule
- a) Definition der Ganztagsschule
- b) Offene Ganztagsschule
- c) Gebundene Ganztagsschule
- 2. Gründe für die gebundene Ganztagsschule
- a) Gebundene Ganztagsschule in den Schulgesetzen
- b) Bedingungen und Möglichkeiten der gebundenen Ganztagsschule
- c) Nachteile offener Ganztagsschulmodelle
- d) Überfrachtung der Halbtagsschule
- II. Das Elternrecht aus Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG
- 1. Schutzbereich des Elternrechts
- 2. Inhaltliche Bindungen des Elternrechts
- 3. Elternrecht als Abwehrrecht
- III. Elternrecht und staatliche Schule
- 1. "Elternrecht bricht Staatsrecht": Vorrang des Elternrechts
- a) Das Elternrecht aus Sicht der katholischen Kirche
- aa) Die Weimarer Schulkompromisse und ihre Folgen
- bb) Gemeinschaftsschule und Bekenntnisschule
- b) Der Vorrang des Elternrechts in der juristischen Literatur
- aa) "Interpretationsprimat"
- bb) Begründung für den Vorrang des Elternrechts
- c) Kritik
- aa) Art. 7 Abs. 1 GG und das Verhältnis zum Elternrecht
- bb) "Natürlich" und "zuvörderst"
- cc) Unmöglichkeit eines staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrages
- 2. "Staatsrecht bricht Elternrecht": Vorrang der staatlichen Schulhoheit
- 3. Elternrecht und Staatsrecht: Gleichordnung und Abwägung
- a) Begründung des Gleichordnungsmodells
- b) Folgen der Gleichordnung von Eltern und Staat
- c) Kritik des Gleichordnungsmodells
- aa) Berücksichtigung des Elternrechts in der Schule
- bb) Fehlen tauglicher Abwägungskriterien
- (1) Bereichslehren
- (2) "Gesamterziehungsplan"
- cc) Konflikthaftes Verhältnis zwischen Eltern und staatlicher Schule
- 4. Abschichtungsmodell
- a) Vorläufer des Abschichtungsmodells
- b) Aktualität des Abschichtungsmodells
- aa) Pluralisierung der Gesellschaft
- bb) Allgemeiner Ethikunterricht
- cc) Ausbau der Ganztagsschule
- (1) Zeitliche Gestaltung der Ganztagsschule und Elternrecht
- (2) Qualitative Gestaltung der Ganztagsschule und Elternrecht
- c) Dogmatische Begründung des Abschichtungsmodells
- d) Folgen des Abschichtungsmodells
- e) Ausübung des staatlichen Gestaltungsrechts: Grundsatz der Neutralität
- IV. Gebundene Ganztagsschulmodelle und Elternrecht
- 1. Reichweite des staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrages
- a) Bildungsorientierte Funktion der Schule
- b) Reichweite des Art. 7 Abs. 1 GG
- aa) Extensive Auslegung des Aufsichtsbegriffs im Sinne des Art. 7 Abs. 1 GG
- bb) Kritische Betrachtung einer extensiven Auslegung
- (1) Historische Auslegung
- (2) Funktionen der Schule
- cc) Argumente für eine extensive Auslegung
- (1) Erziehungsziele in Landesverfassungen
- (2) Unmöglichkeit der Trennung von Bildung und Erziehung
- (a) Terminologische Schwierigkeiten
- (b) Institutionell-praktische Schwierigkeiten
- (aa) Wissensvermittlung und Erziehung
- (bb) Erziehung in der pädagogischen Kommunikation
- (cc) Schule als Institution und Lebensraum
- (dd) Gesellschaftliche Funktionen der Schule
- (3) Überwiegen der Wissensvermittlung
- (a) Vermischung von Bildung und Erziehung
- (b) Pädagogisch-didaktische Komplexität ganztägiger Schulprogramme
- 2. Übermäßige zeitliche Beanspruchung der Schülerinnen und Schüler
- a) Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG und die zeitliche Gestaltung der Schule
- b) Art. 7 Abs. 1 GG und die zeitliche Gestaltung der Schule
- 3. Personelle Reichweite
- a) Verfassungsrechtliches Differenzierungsgebot?
- b) Ziel- und Zweckbestimmung der gebundenen Ganztagsschule
- (1) Soziale Selektivität und Empirie
- (2) Einschätzungs- und Gestaltungsspielraum, multiple Ziele und Möglichkeiten der Ganztagsschule
- (3) Wahlrechte der Eltern und Differenzierung des Schulwesens
- V. Résumé
- 3. Kapitel Bildungsstandards
- I. Einleitung
- 1. Gesetzliche Bildungs- und Erziehungsziele
- a) Steuerungswirkung von Bildungs- und Erziehungszielen
- b) Unbestimmtheit von Bildungs- und Erziehungszielen in einer pluralistischen Gesellschaft
- c) Bildungs- und Erziehungsziele in der Lehrplanarbeit
- d) Negatorische Funktion von Bildungs- und Erziehungszielen
- 2. Lehrpläne etc
- II. Die Einführung bundesweiter Bildungsstandards
- III. Eigenschaften und Funktionen von Bildungsstandards
- 1. Eigenschaften von Bildungsstandards
- a) Kompetenzen und Kompetenzmodelle
- b) Verhältnis zu Bildungs- und Erziehungszielen
- c) Exemplarisch: Bildungsstandards im Fach Mathematik in der Primarstufe
- 2. Funktionen und Bedeutung von Bildungsstandards
- a) Bildungsstandards als Steuerungsinstrument
- b) Bildungsstandards im Steuerungsregime des Schulwesens
- c) Bildungsstandards als Konkretisierung des Bildungs- und Erziehungsauftrages
- IV. Rechtliche Relevanz von Bildungsstandards
- 1. Modifikationen der grundgesetzlichen Kompetenzordnung im Schulwesen
- a) Innerstaatliche Konflikte um Kompetenzen im Bildungswesen
- aa) Föderalismusreform
- (1) Art. 91b GG
- (2) Art. 104b GG
- bb) Kreative Umgehungen oder das Unterlaufen der Verfassung
- (1) Ursachen andauernder Kompetenzkonflikte
- (2) Beispiele
- cc) Korrekturforderungen
- b) Verschiebungen der föderalen Kompetenzordnung
- aa) Zentralisierung
- bb) Unitarisierung
- (1) Stellung und Bedeutung der Bildungsstandards im deutschen Bildungssystem
- (a) Primäre Vorgabe für schulische Lehr- und Lernprozesse
- (b) Bildungsstandards und Bildungsabschlüsse
- (c) Bildungsstandards und Test- und Qualitätssicherungsverfahren
- (d) Rolle und Bedeutung des "Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen"
- cc) Résumé
- c) Bildungspolitische Souveränität des Nationalstaates
- aa) Der Einfluss der Bildungspolitik der OECD
- (1) Intention von PISA: Beeinflussung nationaler Bildungspolitik
- (2) Autorität der Schulleistungsstudie: Wissenschaftlichkeit und Objektivität
- (3) Ranking und zyklische Wiederholung
- bb) Résumé
- (1) Verlust der Bildungspolitik
- (2) Verlust bildungspolitischer Souveränität
- (3) Das Beispiel der Bildungsstandards
- (4) Kompensation auf internationaler Ebene?
- (a) Innerstaatliche Bedingungen
- (b) Bedingungen auf internationaler Ebene
- 2. Staatlicher Bildungs- und Erziehungsauftrag gemäß Art. 7 Abs. 1 GG
- a) Bildungsverständnis der Bildungsstandards
- b) Reduziertes Bildungs- und Erziehungsverständnis der Bildungsstandards
- aa) Vernachlässigung nicht-standardisierbarer Aspekte von Bildung und Erziehung
- bb) Reduktion des staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrages
- c) Marginalisierung von Schulfächern
- aa) Konzentration auf Domänen internationaler Schulleistungsstudien
- bb) Verschiebung der Relevanzzuschreibungen und die Folgen
- (1) Modi der Weltbegegnung
- (2) "Teaching-to-the-test"
- (3) "Kernfächer" und "Orchideenfächer"
- d) Résumé
- 4. Kapitel Erweiterte Selbständigkeit der Schule
- I. Einleitung
- 1. Erweiterte Selbständigkeit der Einzelschule zwischen 1949 und 1990
- 2. Erweiterte Selbständigkeit der Einzelschule seit 1990
- II. Aktuelle Motive und Begründungen
- 1. Defizite der Input-Steuerung
- 2. Organisationssoziologie: Die Selbstorganisations- und Lernfähigkeit der Einzelschule
- 3. "Lokalisierung" der Schule
- 4. Einbeziehung der Beteiligten / Demokratisierung der Schule
- 5. "Neues Steuerungsmodell" und "New Public Management"
- 6. Konkurrenz, Wettbewerb, Qualitäts- und Vielfaltssteigerung
- III. Terminologische Klärung: "Autonomie" der Einzelschule?
- IV. Bereiche einer erweiterten Selbständigkeit der Einzelschule
- 1. Erweiterte curriculare Selbständigkeit
- a) Möglichkeiten der Umsetzung curricularer Freiräume
- b) Erweiterte Selbständigkeit der Einzelschule und Bildungsstandards
- c) Schulprogramm und Schulprofil
- 2. Erweiterte finanzielle Selbständigkeit
- 3. Erweiterte personelle Selbständigkeit
- V. Schulgesetzliche Umsetzung der erweiterten Selbständigkeit
- 1. Erweiterte Selbständigkeit der Einzelschule in den Schulgesetzen
- 2. "Selbständige" Schule und Aufsicht
- VI. Verfassungsrechtliche Relevanz
- 1. Gefahren der Erweiterung der Selbständigkeit der Einzelschule
- a) Profilierung, Differenzierung und Konkurrenz
- b) Selektion durch Schule und Eltern
- bb) Selektion der Schülerinnen und Schüler durch die Schule
- cc) Wahlrechte der Eltern
- dd) Selektion und Segregation
- c) Soziale Segregation und divergente Qualitätsniveaus
- aa) "Gute" Schulen, "schlechte" Schulen
- bb) Abbildung in Schulrankings
- cc) Mögliche Folgen für den staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag
- 2. Stärkung der Selbständigkeit der Einzelschule
- 3. Steuerungstechnologische Interdependenzen
- VII. Verfassungsrechtlicher Rahmen der erweiterten Selbständigkeit der Einzelschule
- 1. Grenzen der erweiterten Selbständigkeit der Einzelschule: Schulaufsicht des Staates und Demokratieprinzip
- a) Art. 7 Abs. 1 GG: Schulaufsicht des Staates
- b) Demokratieprinzip und Ordnung der Verwaltung
- aa) Demokratieprinzip im Sinne des Art. 20 Abs. 2 GG
- bb) Korrespondierendes Organisationsmodell der Verwaltung
- cc) Übertragung auf die Schule
- (1) Das "legitimatorische Vakuum" (in) der Schule
- (2) Begrenzung der Partizipation und Sicherungsmechanismen
- 2. Möglichkeiten der erweiterten Selbständigkeit der Einzelschule: Schulaufsicht des Staates und Demokratieprinzip
- a) Schulaufsicht des Staates
- aa) Schulaufsicht: Pflicht zur wirksamen Wahrnehmung
- bb) Komplexität des Steuerungsregimes
- (1) Erweiterung der Selbständigkeit der Einzelschule als Steuerungsinstrument
- (2) Interdependenzen im Steuerungsregime
- (a) Komplexe Steuerung und "Gesamtsystemebene"
- (b) Notwendigkeit und Grenzen systemischer Sicherungsinstrumente
- (c) Rahmenvorgaben und effektive Kontrollmechanismen
- cc) Vielfalt zulässiger Wahrnehmung der Schulaufsicht
- dd) Gesamtverantwortung des Staates
- (1) Reichweite der Gesamtverantwortung des Staates
- (2) Beschränkung auf Rechtsaufsicht
- (3) (Teil-)Rechtsfähigkeit der Einzelschule?
- b) Demokratieprinzip und Ordnung der Verwaltung
- aa) Alternative Lesarten des Demokratieprinzips
- (1) Offenheit und Variabilität des Demokratieprinzips
- (2) Neuere Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
- bb) Alternative Verwaltungsorganisationsmodelle
- (1) Pluralität divergenter Organisationsmodelle
- (2) Gründe für eine Pluralität divergenter Organisationsmodelle
- (a) Konträre Verwaltungsrealität
- (b) Wandlungen des Gesetzes
- (c) Verwaltungsorganisation und politische Entscheidung
- cc) Gestaltungsspielräume des demokratischen Gesetzgebers
- dd) Ausreichendes Legitimationsniveau
- 3. Verfassungsrechtlicher Rahmen der selbständigen Schule
- 5. Kapitel Der staatliche Bildungs- und Erziehungsauftrag
- Literaturverzeichnis
- Stichwortverzeichnis
Systemvoraussetzungen
Dateiformat: PDF
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