
Beschäftigungsorientiertes Fallmanagement
Beschreibung
Alles über E-Books | Antworten auf Fragen rund um E-Books, Kopierschutz und Dateiformate finden Sie in unserem Info- & Hilfebereich.
Soziale und berufliche Integration fördern
Das beschäftigungsorientierte Fallmanagement hat sich seit seiner Einführung 2005 in der Grundsicherung für Arbeitsuchende zu einem etablierten Verfahren entwickelt. Insbesondere für Menschen mit lang anhaltender Arbeitslosigkeit bietet sich den umsetzenden Trägern damit ein Verfahren, die Lebenssituation und die Integrationschancen dieser Personenkreise nachhaltig zu verbessern.
Das Fachbuch Beschäftigungsorientiertes Fallmanagement für Praktiker, Studierende, Lehr- und Führungskräfte bietet eine fundierte Einführung:
- in die Entstehungsgeschichte des beschäftigungsorientierten Fallmanagements
- in die methodische und organisatorische Umsetzung
- in die Arbeit mit ausgewählten Zielgruppen
- in neue Entwicklungsperspektiven
- in weiterhin bestehende Herausforderungen bei der Umsetzung (z. B. von Qualitätsstandards des Case Managements)
Dies alles auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, arbeitsmarktpolitischer Weichenstellungen (Stichwort Bürgergeld) und großer Praxisnähe. Unterstützt wird die methodische Umsetzung durch konkretisierende Ausführungen ausgewählter Ansätze.
Weitere Details
Weitere Ausgaben
Andere Ausgaben

Personen
Prof. Dr. Rainer Göckler (emeritiert) war Professor für Soziale Arbeit an der DHBW Stuttgart, Fakultät Sozialwesen, und leitet die Studienrichtung "Arbeit, Integration und soziale Sicherung". Langjährige Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Professor für Integrationsmanagement an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit. Zertifizierter Case Manager und Case Management-Ausbilder (DGCC), Coach und Supervisor (MI).
Prof. Dr. Matthias Rübner ist Professor für Integrationsmanagement an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim. Mehrjährige Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Jena und Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Ingolstadt. Zertifizierter Case Management-Ausbilder (DGCC).
Inhalt
- Beschäftigungsorientiertes Fallmanagement
- Schnellübersicht
- Professionellen Standards folgen und die lokale Umsetzung entwickeln
- Abkürzungsverzeichnis
- I. Case Management und beschäftigungs- orientiertes Fallmanagement
- 1.1 Definition, Entwicklung und Einordnung
- 1.2 Begriffsklärungen
- 1.2.1 Schnittmengen und Abgrenzungen zu verwandten Dienstleistungsbegriffen
- Care Management
- Disease Management
- Einzelfallhilfe/Casework
- Entlass- und Übergangsmanagement
- 1.2.2 Zum beschäftigungsorientierten Fallmanagement
- 1.3 Historische Rückblenden und Entwicklungslinien
- 1.3.1 Übergreifende Entwicklungslinien des Case Managements
- 1.3.2 Entwicklungslinien des beschäftigungsorientierten Fallmanagements
- 1.3.3 Erste konzeptionelle Ausgestaltungen des beschäftigungs- orientierten Fallmanagements
- 1.4 Das SGB II - ein Arbeitsfeld für das Case Management?
- 1.4.1 Aufbrechen der versäulten Strukturen des bundesrepublikanischen Sozialleistungssystems
- 1.4.2 Die Bedeutung der Mitarbeiterkompetenzen zur Überwindung behördlicher Grenzen
- 1.4.3 Vernetzungsnotwendigkeit bei Jobcentern und Dienstleistern am Arbeitsmarkt
- II. Umsetzung des Fallmanagements in der Beschäftigungsförderung
- 2.1 Einflusssphären auf das Fallmanagement
- 2.2 Rechtlicher Rahmen
- 1. Orientierung an der Würde des Menschen
- 2. Orientierung an der Beschäftigungsaufnahme und Eingliederung in Arbeit
- 3. Umfassende und nachhaltige Unterstützung
- 4. Ausdifferenziertes gesetzlich verankertes Hilfespektrum
- 5. Umfassende Mitwirkungspflichten und Leistungsminderungen
- 2.3 Organisationale Grundsatzentscheidungen
- 2.3.1 Programmatische Weichenstellungen
- 2.3.2 Kommunikationswege
- 2.3.3 Personal
- 2.4 Fachliche Standards und ethische Grundlagen
- 2.4.1 Fachliche Standards des Case Managements
- Leitprinzipien
- Adressaten
- Fachlichkeit
- Gesellschafts- und sozialpolitische Ordnungsgesichtspunkte
- 2.4.2 Ethische Grundlagen des Case Managements
- 2.4.3 Spannungsfelder und Dilemmata-Situationen im Case Management
- 2.5 Weitere Einflussfaktoren
- III. Prozessschritte und Standards im beschäftigungsorientierten Fallmanagement
- 3.1 Prozessstruktur des Case Managements
- 3.2 Fallzugang und Einstiegsberatung
- 3.2.1 Case Finding
- Handlungsfeldübergreifende Indikationskriterien
- Die erste Bestimmung zum Case Finding im SGB II
- Untergesetzliche Mindestkriterien und Weisungen zum Case Finding im SGB II
- Übergangs- und Schnittstellenmanagement als Organisations- und Interaktionsaufgabe
- 3.2.2 Zur Rolle von Beratung im Fallmanagement
- 3.2.3 Intaking
- 3.3 Assessment
- 3.3.1 Konzeptionelle Einordnung des Assessments
- 3.3.2 Sozialgesetzlicher Rahmen und Datenschutz
- 3.3.3 Assessmentkategorien in der Beschäftigungsförderung
- Bedeutung eines Bezugsrahmens für Assessmentkategorien
- Assessmentkategorie "Materielle Lebenslage"
- Assessmentkategorie "Motivation"
- Assessmentkategorie "Bildung, Beruf und Beschäftigung"
- Formale Qualifikationsmerkmale und berufliche Fähigkeiten
- Berufliche Orientierungen und Interessen
- Bildungs- und Erwerbsbiografie
- Bewerbungs- und Bildungsaktivitäten
- Assessmentkategorie "Gesundheitliche Situation"
- Assessmentkategorie "Soziale Beziehungen"
- Familiäre Situation
- Soziale Einbindung und Netzwerke
- Balance von Bedarfen und Ressourcen
- 3.3.4 Erhebungsmethoden und Beurteilungsfehler im Assessment
- 3.3.5 Re-Assessment
- 3.3.6 Ansprüche an Dokumentation und Dokumentationssysteme
- Konzeptionelle Voraussetzungen
- Organisatorische und geschäftspolitische Voraussetzungen
- 3.4 Integrationsplanung
- 3.4.1 Essentials der Serviceplanung
- Beraterische Kompetenz
- Fachkompetenz
- Planungskompetenz
- 3.4.2 Funktion von Zielen und Zielhierarchien
- Prozessebene
- Personale Ebene
- Systemebene
- Leitziele
- Bereichsziele
- Handlungsziele
- 3.4.3 Planung von Integrationsstrategien
- 1. Indirekte Integrationsstrategien
- 2. Direkte Integrationsstrategien
- 3. Zielgruppenspezifische Integrationsstrategien
- 4. Medienangebote
- Weitere Planung
- 3.4.4 Kooperationsplan
- 3.4.5 Dokumentation
- 1. Primärgründe für die Übernahme in das Fallmanagement
- 2. Ziele
- 3. Maßnahmen/Leistungen
- 4. Zeitplanung
- 5. Verantwortlichkeit
- 6. Zielerreichung
- 7. Gründe für die Beendigung des Fallmanagements
- 3.5 Koordinierte Durchführung
- 3.5.1 Grundlagen: Zwischen Einzelfall und System
- 3.5.2 Kooperations- und Netzwerkpartner im Welfare Mix
- Akteursgruppen im Welfare Mix
- Kooperationsbeziehungen im Rahmen der Leistungserbringung
- Netzwerke im beschäftigungsorientierten Fallmanagement
- 3.5.3 Zwischen Linking, Monitoring und Steuerung
- Linking
- Monitoring
- Steuerung
- 3.5.4 Eigene Leistungserbringung im Fallmanagement
- Beratung als Prozessbegleitung
- Sozialintegrative und beschäftigungsorientierte Beratung
- Ganzheitliche Betreuung
- Vermittlung in Ausbildung und Arbeit
- 3.5.5 Supportstrukturen der Organisations- und Netzwerkebene
- Teamkultur, Teamstruktur, Unterstützungsformen
- Unterstützungsformen mit externen Netzwerkpartnern
- 3.6 Fallabschluss und Evaluation
- IV. Organisatorische Vielfalt des Fallmanagements in der Praxis der Jobcenter
- 4.1 Organisationsvarianten und Mindestvoraussetzungen für das Case Management
- 4.2 Spezialisierte Varianten
- 4.3 Generalisierte Varianten
- 4.4 Sicherndes/soziales Fallmanagement
- 4.5 Ganzheitliches Fallmanagement
- 4.6 Aufsuchendes Fallmanagement
- 1. Aufsuchendes/sozialräumliches Fallmanagement im weiteren Sinne (ohne direkten Personenbezug)
- 2. Aufsuchendes Fallmanagement im engeren Sinne (im Rahmen bestehender Mandatierung) bzw. Hausbesuch
- 4.7 Fallmanagement in der Beschäftigungsförderung durch Dritte
- V. Zielgruppenvielfalt des Fallmanagements in der Praxis der Jobcenter
- 5.1 Zielgruppenoffenheit vs. Zielgruppenfestlegung
- 5.2 Fallmanagement für junge Menschen
- 5.2.1 Einordnung
- 5.2.2 Datenlage
- 5.2.3 Umsetzung
- 5.2.4 Vernetzung
- 5.3 Fallmanagement für ältere langzeitarbeitslose Menschen
- 5.3.1 Einordnung
- 5.3.2 Datenlage
- 5.3.3 Umsetzung
- 5.3.4 Vernetzung
- 5.4 Ganzheitliches Fallmanagement mit Familien
- 5.4.1 Einordnung
- 5.4.2 Datenlage
- 5.4.3 Umsetzung
- 5.4.4 Vernetzung
- 5.5 Fallmanagement mit gesundheitlich beeinträchtigten Personen
- 5.5.1 Einordnung
- 5.5.2 Datenlage
- Menschen mit psychischen Erkrankungen
- Psychische Erkrankungen bei Arbeitslosigkeit und SGB-II-Leistungsbezug
- Depressive Störungen
- Angststörungen
- Substanzgebrauchsstörungen
- Zur Rolle von Erwerbsarbeit bei psychischen Erkrankungen
- 5.5.3 Umsetzung
- Sozialmedizinische Begutachtungen
- Ansatzpunkte zur Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen
- Spezifische Ansatzpunkte zur Unterstützung von Menschen mit Substanzgebrauchsstörungen
- 1. Übergänge in Therapieangebote schneller gestalten
- 2. Nahtlosigkeit in den Übergängen herstellen
- 3. Einander kennen und voneinander wissen
- Verwendung von Instrumenten in gemeinsamer Sprache
- Aufrechterhaltung vermittlungsunterstützender Aktivitäten der Jobcenter während des stationären Klinikaufenthalts
- 5.5.4 Vernetzung
- 5.6 Fallmanagement in Flucht-/Migrationsteams
- 5.6.1 Einordnung
- 5.6.2 Datenlage
- 5.6.3 Umsetzung
- 5.6.4 Vernetzung
- 5.7 Fallmanagement bei der Betreuung Alleinerziehender
- 5.7.1 Einordnung
- 5.7.2 Datenlage
- 5.7.3 Umsetzung
- 5.7.4 Vernetzung
- Netzwerk Beruf
- Erwerbsbiografie und Lebensentwürfe
- Verantwortung für Kinder und Kinderbetreuung
- Finanzielle Leistungen
- Berufliches Lernen
- Aufstockende Arbeitskräfte
- 5.8 Fallmanagement für wohnungslose Menschen
- 5.8.1 Einordnung
- 5.8.2 Datenlage
- 5.8.3 Umsetzung
- 5.8.4 Vernetzung
- VI. Von politischen Leistungsvergleichen zu ersten Ansätzen einer qualitativen Erfassung von Wirkung
- 6.1 Wirkungsmessung sozialer Dienstleistungen
- 6.2 Status quo: Leistungsvergleiche, Integrationszahlen und nicht erfasste Beiträge
- 6.3 Ein Messkonzept auf Basis des Befähigungsansatzes (Capability Approach)
- Das Konzept der Verwirklichungschancen nach Sen (Befähigungsansatz)
- 6.4 Steuerungs- und Controllingchancen mit dem Handlungskonzept Case Management
- 6.4.1 Mottoziel (Leitziel, Grundsatzziel)
- 6.4.2 Bereichsziele (Rahmenziele, Teilziele)
- 6.4.3 Handlungsziele (Ergebnisziele, Umsetzungsziele)
- 6.4.4 Hilfeleistung (Kennziffer HL)
- 6.4.5 Verantwortliche
- 6.4.6 Zeitrahmen
- 6.4.7 Hindernisse/Wenn-Dann-Pläne
- 6.4.8 Wirkungsindikator
- 6.4.9 Hilfebedarfssektor (Kennziffer HS)
- 6.4.10 Status
- 6.4.11 Vorteile der Vorgehensweise
- Gesamtgesellschaftlich
- Führungskräfte im Jobcenter
- Kommunale Führung
- Fachkräfte im Case Management
- VII. Kritik und forschungstheoretische Perspektiven
- 7.1 Die Kritik am Fallmanagement aus der Sozialen Arbeit
- 7.1.1 Ein Case Management - viele Einsatzfelder
- 7.1.2 Kritik - Ja, aber .
- 7.1.3 Warum am beschäftigungsorientierten Fallmanagement festhalten?
- 7.2 Forschungstheoretische Einordnung - ein Ansatz
- 7.3 Wo steht das beschäftigungsorientierte Fallmanagement?
- 7.3.1 Chancen und Risiken halten sich die Waage
- 7.3.2 Qualifizierung im Case Management
- Literaturverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Stichwortverzeichnis
Systemvoraussetzungen
Dateiformat: PDF
Kopierschutz: ohne DRM (Digital Rights Management)
Systemvoraussetzungen:
- Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).
- Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions oder die App PocketBook (siehe E-Book Hilfe).
- E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m.
Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist.
Ein Kopierschutz bzw. Digital Rights Management wird bei diesem E-Book nicht eingesetzt.
Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.