
Sampling in der Musikproduktion
Beschreibung
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Der Soziologe Georg Fischer liefert die erste empirische Studie zum Sampling in der Musik, die explizit den Einfluss des deutschen Urheberrechts auf die kreative Praxis untersucht. Er zeigt die Fülle und Vielfalt an kreativen Umgehungsstrategien, die sich im Schatten des Urheberrechts ausgebreitet und verankert haben - und mit denen die Künstler_innen die eigene Sichtbarkeit sowie die ästhetische Komplexität und monetäre Verwertung ihrer Werke notgedrungen einschränken.
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Inhalt
- Cover
- Inhalt
- Vorwort
- »Nur mir« oder die Frage: Wem gehört eigentlich ein Klang?
- Teil 1 - Theorie
- 1 Der Kampf um die Hoheit zur technischen Reproduzierbarkeit
- 1.1 Steigerungs- und Suspensionstendenzen technischer Reproduzierbarkeit
- 1.1.1 Die Steigerung technischer Reproduzierbarkeit als akademisches und künstlerisches Thema
- 1.1.2 Gefangen in der Zwischenablage: Suspension technischer Reproduzierbarkeit
- 1.1.3 Urheberrechtliche Konfigurationen technischer Reproduzierbarkeit und ihre Delegation an Technologie
- 1.2 Der Status der Neuheit in Urheberrecht und Remixkultur
- 1.2.1 Vorsicht: Kann Spuren alter Werke enthalten! Der Neuheitsimperativ des deutschen Urheberrechts
- 1.2.2 Fifty Shades of Referentiality. Sampling und der Neuheitsimperativ der Remixkultur
- 1.3 Résumé und forschungsanleitende Fragen
- 2 Neuheit und Kreativität in der Innovationsgesellschaft
- 2.1 Das Neue als Zentralkategorie der Innovationsgesellschaft: Innovationen als nachhaltige Neuerungen
- 2.2 Zwischen gewohnten Überraschungen und Propertisierung: Das Kreativsubjekt an der Schnittstelle von Kunst, Wirtschaft und Recht
- 2.3 Kunstsoziologische Perspektiven auf Neuheit und Kreativität
- 2.3.1 Die Kunst als autonomes gesellschaftliches Funktionssystem
- 2.3.2 Die Regeln (il)legitimer Kunst
- 2.3.3 Kunst als kollektives Handeln
- 2.4 Kreativität als kollektives Handeln
- 2.4.1 Kreativität als Kontribution
- 2.4.2 Kreativität als Exploration und Rekonstruktion
- 2.4.3 Kreativität als Symbolisation
- Teil 2 - Historie
- 3 Historische Entwicklung von Sampling im 20. Jahrhundert
- 3.1 Steigerung technischer Reproduzierbarkeit und vereinzelte künstlerische Experimente (1878-1945)
- 3.2 Ausbreitung und Institutionalisierung von Cut and Paste-Verfahren in verschiedenen Kunstwelten (1945-1970)
- 3.3 Konsolidierung und Ausdifferenzierung analoger Remixkulturen (1969-1979)
- 3.4 Von analogen Praktiken hin zu digitalem Sampling (ab 1979)
- 4 Sampling zwischen Kreativität und Kriminalität
- 4.1 Urheberrechtliche Konfigurationen technischer Reproduzierbarkeit. Sampling als illegale Kunst
- 4.1.1 Neue Technik, neue Fragen: »Digital sampling: Is it theft?«
- 4.1.2 Neue, kriminelle Kunst: »Thievery in the form of sampling«
- 4.1.3 Neue Probleme: »All Samples Cleared?«
- 4.1.4 Neue Normalität: »Get a License or do not sample!«
- 4.2 Urheberrecht als Anreiz und Hemmnis für Kreativität
- 4.2.1 Dominante Perspektiven: Stimulations- vs. Marginalisierungsthese
- 4.2.2 Ansätze einer empirisch orientierten Urheberrechtsforschung
- 4.2.2.1 Umgehungsstrategien als afrodiasporische Praktiken des Widerstands
- 4.2.2.2 Sampling im Spannungsfeld von Postmoderne und Urheberrecht
- 4.2.2.3 Ethik und Ästhetik samplebasierter Musikproduktion
- 4.2.2.4 Die Kosten der Lizenzierung
- 4.2.2.5 Sampling und empirische Urheberrechtsforschung im deutschsprachigen Raum
- Teil 3 - Empirie
- 5 Methodik
- 5.1 Forschungslücke und Formulierung der Forschungsfrage
- 5.2 Methodische Ausgangspunkte
- 5.2.1 Sensible soziale Bereiche im Lichte des Interpretativen Paradigmas
- 5.2.2 Fokussierte Ethnografie
- 5.2.3 Schauplätze
- 5.3 Methodisches Vorgehen
- 5.3.1 Feldzugang und theoretisches Sampling
- 5.3.2 Datenerhebung und -analyse
- 5.3.3 Strategische Sensibilisierung für Eigen und Fremd
- 6 Kopieren, Komponieren, Koordinieren - Die Kunstwelt samplingbasierter Popmusik und ihre urheberrechtlichen Verwicklungen
- 6.1 Kopieren
- 6.1.1 Konsum und Beschaffung: Wie Serendipität gemanagt wird
- 6.1.1.1 Die Ausstellung des eigenen Konsums
- 6.1.1.2 Legalität und Legitimität der Beschaffung
- 6.1.2 Distribution und Publikation: Wie Zugang ermöglicht und Aufmerksamkeit geschaffen werden
- 6.1.2.1 Öffentliche, teilöffentliche und private Musik
- 6.1.2.2 Steigerung der Detektabilität
- 6.2 Komponieren
- 6.2.1 Ästhetische Reparaturen und klangliche Originalität
- 6.2.1.1 Klänge und Limitationen
- 6.2.1.2 Ästhetisierung von Kopiervorgängen
- 6.2.2 Lost in the Loop
- 6.2.2.1 Praktiken der Versionierung
- 6.2.2.2 »Wo dieses Nachdenken einfach aufhört«
- 6.3 Koordinieren
- 6.3.1 Unmögliche Kooperationen
- 6.3.1.1 »Wenn man Glück hat«
- 6.3.1.2 Lizenzierungsstrategien unter Risiko
- 6.3.2 Scheiternde Lizenzierungen
- 6.3.2.1 Künstlerische Reaktionen
- 6.3.2.2 Umgehungsstrategien (»Wenn die Klänge nicht frei sind, dann wird's kompliziert«)
- Teil 4 - Diskussion
- 7 Von der Umgehung der Kreativität zur Kreativität der Umgehung
- 7.1 Sampling als kreatives kollektives Handeln
- 7.2 Kreative Umgehungsstrategien
- 7.3 Umgehungskreativität als Schatteninnovation
- 7.4 Ausblick
- Anhang
- A Methodischer Anhang
- A.1 Reflexion der eigenen Feldposition
- A.1.1 Ästhetische Affizierung
- A.1.2 Musik und Wissenschaft
- A.1.3 Verschiebungen
- B Quellenverzeichnis
- B.1 Literaturverzeichnis
- B.2 Zitierte Internetseiten
- B.3 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
- B.4 Weitere Ressourcen
- B.4.1 Zitierte Gesetze
- B.4.2 Verfahrensgang »Metall auf Metall«
- B.4.3 Zitierte Gerichtsurteile und -verfahren
- B.4.4 Allgemeine juristische und musikindustrielle Ressourcen
- B.4.5 Discografie
- B.4.6 Zitierte Filme
- C Danksagung
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