
Therapiemanuale für die neuropsychologische Rehabilitation
Beschreibung
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Handbuch und Therapiematerialien (Übungsbögen, Protokollbögen usw.) für die (kosteneffiziente) Gruppenarbeit und Einzeltherapien mit Reha-Patienten nach Hirnschädigungen.
Präzise Arbeitsanleitungen und umfassender Materialfundus für Planung und Ausführung klar strukturierter, wissenschaftlich evaluierter und praktisch erprobter Gruppenangebote zur Therapie kognitiver Hirnleistungen und Kompensation von Störungen.
Die Arbeitsanleitungen beinhalten: Ablauf der Therapiestunden mit präzisen Zeitvorgaben, Beschreibung des jeweiligen Hauptthemas und relevanter Unterthemen, dazu jeweils Übungsblätter und "Hausaufgaben", Tipps bei Problemen im Gruppenprozess.
Für erfahrene ebenso wie unerfahrene Therapeuten, die mit den Therapiemanualen selbstständig effiziente Gruppenangebote planen und durchführen können.
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Inhalt
Bernd Genal
4.1 Allgemeine Anleitung: Umgang mit den Übungen - 101
4.1.1 Einführung in den Bereich »Soziale Regeln« - 102
4.1.2 Einführung in den Bereich »Arbeitsgedächtnis« - 102
4.1.3 Einführung in den Bereich »Planen und Problemlösen« - 103
4.2 Übersicht über die 15 Therapiestunden - 103
4.3 Die 15 Therapiestunden - 104
4.1 Allgemeine Anleitung:
Umgang mit den Übungen
Einer effizienten Behandlung neuropsychologischer Störungen muss immer eine ausführliche neuropsychologische Diagnostik vorausgehen, um gerade beim Einsatz in der Gruppe den Einzelnen dennoch weitestgehend individuell fördern und fordern, aber auch um eine Überforderung möglichst gering halten zu können. Die Diagnostik als Grundlage für die weitere Planung der Inhalte sollte sich an den jeweils aktuellen Richtlinien für die Erfassung neuropsychologischer Störungen orientieren. Hinweise dazu finden sich in der einschlägigen Literatur (z. B. v. Cramon et al. 1993, Sturm et al. 2000) oder in den Richtlinien der Gesellschaft für Neuropsychologie.
Die Therapietage (Module) sind aufgeteilt in drei unterschiedliche Komponenten, die zeitlich definiert sind, jedoch nach dem jeweils aktuellen Stand der Teilnehmer auch (im Schweregrad) modifiziert werden können. Innerhalb der Gruppe können den einzelnen Teilnehmern auch unterschiedlich schwierige Aufgaben gegeben werden, wenn das Leistungsniveau stark differiert. Zu Beginn jedes Therapietages sollte die Klärung aktueller Fragen aus der letzten Stunde stehen. Für den Fall, dass Übungsblätter als Hausaufgabe verteilt wurden, müssen diese zumindest kurz nachbesprochen werden. Eventuell muss bei den folgenden Komponenten dann mit reduziertem Aufgabenumfang gearbeitet werden (wenn nötig 5-10 Minuten).
Erste Komponente
Die erste Komponente eines jeden Moduls soll immer eine ca. zehnminütige Übung zum divergenten Denken beinhalten. Das Ziel besteht darin, den Teilnehmer zu einer Übernahme der Initiative sprachlicher Produktion anzuregen und die Produktion von Einfällen und das Assoziationsvermögen vor allem im sprachlichen Bereich zu trainieren.
In diesem Bereich sind deutlich mehr Übungen pro Therapietag enthalten, als in dieser kurzen Zeit bearbeitbar sind. Es soll deshalb eine Auswahl aus den vorgegebenen Arbeitsblättern getroffen werden, um auch auf verschiedene Stärken und Schwächen in der Gruppe eingehen zu können.
In der Regel sollte nach Fertigstellung der Aufgaben eine Rückmeldung über die gefundenen Lösungen erfolgen (einzeln oder in der Gruppe). Exemplarisch können einzelne besonders gelungene Lösungen herausgestellt oder Bearbeitungen, die systematische Fehler aufzeigen lassen, in der Gruppe nachbesprochen werden. Informationen zur Lösung der Aufgabe, wenn nötig auch die notwendigen Lösungsschritte sollen im Anschluss an diese Besprechung gegeben werden, wenn Teilnehmer keine sinnvolle Lösung erreicht haben. (Wenn alle eine richtige Lösung erarbeitet haben entfällt dies.)
Die Aufgaben werden in der Regel einzeln bearbeitet, d. h. jedes Mitglied der Gruppe arbeitet für sich. Die Dokumentation der Aufgabenbewältigung erfolgt immer auf dem Aufgabenblatt, dieses wird von jedem Teilnehmer in einem Ordner gesammelt.
Zweite Komponente
Die zweite Komponente, die für eine Dauer von 30 Minuten ausgelegt ist soll jeweils einen aus den folgenden Bereichen trainieren:
Handlungsplanung, induktives Denken, deduktives Denken und das Einhalten sozialer Regeln.
Ziel dieser Einheit ist analog zu den Übungsbereichen
. die Schulung der Konzeptbildung,
. das Finden von Oberbegriffen,
. das Finden und Verwenden logischer Regeln,
. die Unterdrückung unangemessener Einfälle,
. der Aufbau sozial erwünschter Verhaltensweisen und
. zu lernen, die logische Abfolge von Handlungen etc. zu bestimmen.
In diesem Bereich sind mehr Übungen pro Therapietag enthalten, als in der Zeit bearbeitbar ist. Es kann daher eine Auswahl aus den vorgegebenen Arbeitsblättern getroffen werden, um auf verschiedene Stärken und Schwächen in der Gruppe eingehen zu können. In diesem Bereich muss nach Fertigstellung der Aufgaben eine Rückmeldung über die gefundenen Lösungen erfolgen.
Systemvoraussetzungen
Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)
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