
Hedgefonds-Investments im Private Banking
Beschreibung
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In seiner Studie untersucht Constantin Echter erstmals die Verbreitung von Hedgefonds-Investments bei vermögenden Privatanlegern in Deutschland. Im Rahmen einer schriftlichen Befragung bei Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken erfasst er die aktuelle Verbreitung sowie die zukünftige Entwicklung von Hedgefonds-Investments im deutschen Private Banking. Für die im Rahmen der Befragung ermittelten Daten werden neben der deskriptiven Statistik insbesondere Analysemethoden der induktiven Statistik eingesetzt. Aus seiner umfassenden Studie leitet der Autor Empfehlungen für eine wirkungsvolle Produkt- und Vertriebsgestaltung von Hedgefonds-Anlagen für vermögende Privatkunden ab.
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Inhalt
6.1 Theoretischer Hintergrund und Beschreibung der Stichprobe
Ein Charakteristikum von Hedgefonds ist die eingeschränkte Rückgabemöglichkeit der Anteile im Gegensatz zu Investmentfonds, die in der Regel börsentäglich zum Nettoinventarwert bei der zugehörigen Fondsgesellschaft eingelöst werden können. (Dach)-Hedgefonds-Anlagen hingegen können von Investoren nur zu den in den Wertpapierverkaufsprospekten festgelegten Terminen zurückgeben werden, ein permanentes Einlösungsrecht ist nicht gegeben. 46% der im Rahmen einer Studie untersuchten Single-Hedgefonds sind laut einer empirischen Untersuchung mit einer monatlichen Rücknahmefrequenz ausgestattet. Die Anteile von 36% der Einzelfonds können vierteljährlich eingelöst werden. Bei Dach-Hedgefonds können ähnliche Liquiditätsmodalitäten festgestellt werden. 49% der untersuchten Dach-Hedgefonds haben eine monatliche Rücknahmefrequenz.
Bei 36% der Dachfonds können Investoren vierteljährlich aussteigen. Ein wöchentlicher Ausstieg ist nur bei 1% der berücksichtigten Produkte möglich, während 5% der Dachfonds ihren Investoren gar nur eine jährliche Rücknahmemöglichkeit einräumen. Die übrigen Produkte (9%) weisen andere Liquiditätsfenster auf. Bei (Dach)-Hedgefonds existieren zudem in den meisten Fällen sog. Ankündigungsfristen (Notice Periods). So kann ein Investor beispielsweise bei einem Produkt mit einer monatlichen Rücknahmefrequenz und einer Notice Period von 20 Kalendertagen seine Anteile nur zurückgeben, wenn er der Hedgefondsgesellschaft spätestens 20 Kalendertage vor Monatsende den Rücknahmewunsch mitteilt.
Da die Rücknahmeeigenschaften der Dachfonds mit denen der zugrunde liegenden Hedgefonds korrespondieren müssen, können Dach-Hedgefonds mit hoher Liquidität überwiegend nur in Zielfonds mit häufigen Rücknahmemöglichkeiten investieren. Bei der Beurteilung der Liquiditätseigenschaften von Hedgefonds darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass hohe Liquidität nicht nur von Vorteil für Investoren sein kann. Wie eine wissenschaftliche Studie nachweist, haben Hedgefonds mit geringeren Rücknahmemöglichkeiten eine höhere Performance, da sie sowohl den Cash-Anteil als auch den administrativen Aufwand für Rücknahmen verringern können.
Zudem können Hedgefonds-Manager vermehrt auf illiquideren Märkten (z.B. Distressed Securities, Mortgage-Backed Securities Arbitrage, Emerging Markets) tätig werden.139 Insbesondere bei illiquiden Instrumenten kann in einer angespannten Marktlage ein plötzlicher Verkauf hervorgerufen durch Anteilverkäufe der Investoren zu Verlusten führen, da derartige Positionen am Sekundärmarkt nur mit Abschlägen veräußert werden können.
Durch das Eingehen von illiquiden Positionen generieren Hedgefonds-Manager somit für Ihre Investoren eine Liquiditätsprämie.140 In einer ordinalskalierten Frage mit vier Ausprägungen wurde erfasst, welche Rücknahmefrist (wöchentlich, monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich) deutsche Banken bei Dach-Hedgefonds für sinnvoll erachten. 217 der insgesamt 229 an dieser Studie teilnehmenden Banken gaben hierzu ihre Einschätzung ab. Der Mittelwert dieser Stichprobe hat dabei einen Wert von 1,50. Sowohl Median als auch Modalwert liegen bei 1,00.
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