
Amtsgewalt und Volksgesundheit
Das öffentliche Gesundheitswesen im nationalsozialistischen München
Annemone Christians-Bernsee(Autor*in)
Wallstein (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 11. November 2013
374 Seiten
978-3-8353-2464-0 (ISBN)
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Beschreibung
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Gesundheitspolitik in der »Hauptstadt der Bewegung«: Fürsorge und Verfolgung.
Der Umbau der Gesellschaft nach erbbiologisch-rassistischen Ordnungsideen war ein Hauptziel nationalsozialistischer Politik. Dabei kam der auf »Rassenhygiene« programmierten Gesundheitspolitik eine Schlüsselrolle zu. Annemone Christians untersucht diesen Politikbereich am Beispiel Münchens, der sogenannten »Hauptstadt der Bewegung«. Im Vordergrund stehen dabei Kooperationen und Konflikte städtischer Stellen und ihre Folgen für die gesundheitspolitische Praxis der Münchner »Erb- und Rassenpflege«.
Die Autorin nimmt Fürsorge- und Verfolgungshandeln gleichermaßen in den Blick und verdeutlicht damit die charakteristische Ambivalenz der NS-Gesundheitspolitik. Dieser Ansatz der Untersuchung legt Brüche und Kontinuitäten in Gesundheitsdefinitionen, Personalpolitik und Verwaltungsstrukturen frei.
Weitere Details
Reihe
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Göttingen
Deutschland
Dateigröße
7,01 MB
ISBN-13
978-3-8353-2464-0 (9783835324640)
Schweitzer Klassifikation
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Annemone Christians-Bernsee
Amtsgewalt und Volksgesundheit
Das öffentliche Gesundheitswesen im nationalsozialistischen München
Buch
11/2013
1. Auflage
Wallstein
38,00 €
Artikel ist vergriffen; siehe andere Ausgabe
Person
Autor*in
Annemone Christians ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der LMU München. Davor war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt »Das Private im Nationalsozialismus« am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin tätig.
Veröffentlichungen u.a.: Amtsgewalt und Volksgemeinschaft. Das öffentliche Gesundheitswesen im nationalsozialistischen München (2013); Tinte und Blech. Eine Pilotstudie zu Fritz Beindorff (1860-1944) und den Günther Wagner Pelikan-Werken im Nationalsozialismus (2018).
ISNI: 0000 0000 2910 9123
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Inhalt
- Umschlag
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- 1 Einleitung
- 2 Das institutionelle Gefu¨ge: Handlungsrahmen und Akteure des kommunalen Gesundheitswesens
- 2.1 Von der Gutachterstelle zur Zentralverwaltung: Das städtische Gesundheitsamt
- 2.1.1 Die Ausgangslage: Medizinalverwaltung und -versorgung bis 1934
- 2.1.2 Fördernde und verzögernde Faktoren beim Ausbau der Gesundheitsverwaltung 1934-1939
- 2.1.3 Expansion im Krieg: Die Übernahme des Gesundheitssektors durch das Gesundheitsamt
- 2.2 Mediziner, Juristen, Politiker: Das amtsärztliche Personal und die gesundheitspolitischen Akteure
- 2.3 Der »Volkskörper« im Interaktionsfeld von Stadt, Staat, NSDAP und freier Wohlfahrtspflege
- 2.3.1 Vereinheitlichung des Gesundheitswesens? Die Verteilung von Gesundheitskompetenzen innerhalb der Stadtverwaltung
- 2.3.2 Konkurrierende Ressourcenanspru¨che: Aushandlungsprozesse zwischen Stadt, NSDAP und Wehrmacht
- 2.3.3 Kooperation und Konflikt im Verhältnis von Stadtverwaltung und NS-Volkswohlfahrt
- 2.3.4 Wechselseitige Verdrängungsprozesse: Mu¨nchen und die freien Wohlfahrtsverbände
- 2.4 Die Mu¨nchner Beteiligung am Gesundheitsausschuss des Deutschen Gemeindetags
- 3 Betreuung, Kontrolle, Zwang: Ideologisierte Gesundheitsfu¨rsorge
- 3.1 Die Familienfu¨rsorge
- 3.2 Die Mu¨tter- und Säuglingsfu¨rsorge
- 3.3 Der Schulgesundheitsdienst
- 3.4 Die Sportförderung
- 3.5 Die Tuberkulosefu¨rsorge
- 4 Erfassen, Bewerten, Verfolgen: Die Praxis der »Erb- und Rassenpflege«
- 4.1 Erfassen - Die »erbbiologische Bestandsaufnahme«
- 4.2 Bewerten - Die Ehegesundheitspolitik
- 4.3 Verfolgen - Die Zwangssterilisationen
- 4.3.1 Das Verfahren eröffnen: Mu¨nchner Amtsärzte als Gutachter und Antragsteller
- 4.3.2 Im Fadenkreuz: Betroffene und Diagnosen
- 4.3.3 Das Erbgesundheitsgericht Mu¨nchen: Richter, Beisitzer und Beschlu¨sse
- 4.3.4 »sachlich unbegru¨ndet«: Beschwerden vor dem Erbgesundheitsobergericht
- 4.3.5 Die Ausfu¨hrung der Zwangseingriffe und ihre physischen und psychischen Folgen
- 5 Effizienzstreben im Ausnahmezustand: Krankenversorgung und Gesundheitsverwaltung im Krieg
- 5.1 Mangel und Mobilisierung: Kommunale Kompensationsstrategien fu¨r die Verknappung medizinischer Ressourcen
- 5.2 Die städtischen Hilfs- und Ausweichkrankenhäuser in und um Mu¨nchen
- 5.3 Verdrängung von Patienten aus der medizinischen Versorgung
- 5.4 Die Assoziationsanstalt Schönbrunn als Ausweichstelle fu¨r Mu¨nchner Patienten
- 6 Abwicklung des Ausnahmezustands: Zwischen Reorientierung und dem Fortwirken nationalsozialistischer Paradigmen
- 6.1 »Entnazifizierung« im Gesundheitssektor
- 6.2 Krankenversorgung und städtisches Krisenmanagement nach Kriegsende
- 6.3 Kein »typisches NS-Unrecht«? Die Bemu¨hungen der Opfer der Zwangssterilisation um Anerkennung und Entschädigung
- 7 Resu¨mee
- Anhang
- Abku¨rzungen
- Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen
- Quellen
- Literatur
- Dank
- Personenregister
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