
Bindung und Trauma
Risiken und Schutzfaktoren für die Entwicklung von Kindern
Klett-Cotta (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 4. November 2015
276 Seiten
978-3-608-10118-8 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
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Beschreibung
Die Beiträge dieses Bandes führen die teilweise auf unterschiedlichen Wegen entstandenen Erkenntnisse der beiden Richtungen zusammen. Eines wissen wir ganz sicher: Eine sichere Bindungserfahrung in der Kindheit - wenigstens eine! - ist ein ganz wichtiger Schutz gegen das Aufkommen psychopathologischer Symptome nach einem traumatischen Erlebnis.
Die Erkenntnisse der Bindungsforschung haben in jüngerer Zeit in psychoanalytische und psychotherapeutische Überlegungen Einzug gehalten. Dieses Buch führt nun erstmals die bisher weitgehend unabhängig voneinander operierenden Richtungen Bindungsforschung und Psychotraumatologie zusammen. Es wird dargestellt, wie Bindungsverhalten und -störungen mit traumatischen Trennungs- und Verlusterlebnissen zusammenhängen oder auch mit anderen traumatischen Ereignissen wie körperlicher und emotionaler Mißhandlung oder sexueller Gewalt. Die Bindungsforschung hat herausgearbeitet, wie solche ungelösten Traumata sich auf gestörtes Verhalten bei Kindern und auf Bindungsrepräsentationen bei Erwachsenen auswirken können. Parallel dazu hat sich die Psychotraumatologie bei ihren Untersuchungen eher darauf konzentriert zu erforschen, welche psychopathologischen Symptome durch ungelöste Traumatafolgen ausgelöst werden können. Bedeutsam sind auch neue Erkenntnisse darüber, wie Kinder ein akutes Trauma überstehen können und welche Schutzfaktoren zu ihrer psychischen Stabilisierung beitragen.
Mit Beiträgen von Anni Bergman, Lutz-Ulrich Besser, Marc H. Bornstein, Arne Hofmann, Klaus E. Grossmann, Gerald Hüther, Mechthild Papousek, Peter Riedesser u.a.
Rezensionen / Stimmen
»Das Buch führt die bisher weitgehend unabhängig voneinander operierenden Richtungen Bindungsforschung und Psychotraumatologie zusammen.« Dr. med. Mabuse, Januar/Februar 2015Weitere Details
Auflage
6. Auflage 2019
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Stuttgart
Deutschland
Dateigröße
7,19 MB
ISBN-13
978-3-608-10118-8 (9783608101188)
Schweitzer Klassifikation
Weitere Ausgaben
Personen
Herausgeber*in
Karl Heinz Brisch, Univ.-Prof., Dr. med. habil., ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie und Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Neurologie; Psychoanalytiker für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Gruppen; Ausbildung in spezieller Psychotraumatologie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Er war bis 2020 Vorstand des weltweit ersten Lehrstuhls für Early Life Care und leitete das gleichnamige Forschungsinstitut an der PMU in Salzburg.
Seine klinische Tätigkeit und sein Forschungsschwerpunkt umfassen den Bereich der frühkindlichen Entwicklung und der Psychotherapie von bindungstraumatisierten Menschen in allen Altersgruppen.
Brisch leitete über viele Jahre die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München und entwickelte dort das MOSES®-Therapiemodell zur erfolgreichen Intensiv-Psychotherapie von früh traumatisierten Kindern und Jugendlichen.
Er entwickelte die Präventionsprogramme »SAFE® - Sichere Ausbildung für Eltern« und »B.A.S.E® - Babywatching«, die inzwischen in vielen Ländern Europas, aber etwa auch in Australien, Neuseeland und Russland Verbreitung gefunden haben.
Brisch ist Gründungsmitglied der »Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit« (GAIMH e. V. - German-Speaking Association for Infant Mental Health) und war dort viele Jahre lang im Vorstand. Die GAIMH ist eine Tochtergesellschaft der WAIMH - World Association for Infant Mental Health.
Bis 2022 organisierte er die jährlich stattfindende renommierte Internationale Bindungskonferenz (www.bindungskonferenz.de) so wie von 2018 bis 2021 die Internationale Early Life Care Konferenz in Salzburg (www.earlylifecare.at).
Brisch verbreitet die Inhalte und Ergebnisse der Bindungs- und Traumaforschung und -psychotherapie auch durch viele Publikationen, Vorträge und die Teilnahme an zahlreichen Radio- und Fernsehsendungen (www.khbrisch.de).
ISNI: 0000 0000 3839 8035 GND: 123786215
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Theodor Hellbrügge (1919-2014), Prof. Dr. med., Dr. h.c. mult., em. Professor für Sozialpädiatrie der Ludwig-Maximilians-Universität in München, war ein Pionier und Begründer der Sozialpädiatrie in der modernen Kinderheilkunde und ein bedeutender Kinderarzt.
ISNI: 0000 0000 8404 414X GND: 118746715
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Inhalt
- BINDUNG UND TRAUMA
- INHALT
- VORWORT
- EINLEITUNG
- EMMY WERNER: ENGAGEMENT FÜR EIN LEBENSWERK ZUM VERSTÄNDNIS MENSCHLICHER ENTWICKLUNG ÜBER DEN LEBENSLAUF
- Hintergrund
- Befunde
- Frühes und mittleres Erwachsenenalter
- Faktoren, die zur Überwindung von Fehlanpassungen beitragen
- Die soziale und die wissenschaftlicher Zukunft
- RISIKO- UND SCHUTZFAKTOREN IN DER KINDLICHEN ENTWICKLUNG
- Historische Lehren für die Sozialpädiatrie
- Risiken und Schutzaufgaben heute
- Hauptgefahr: Verlust der Mutter-Kind-Bindung
- René Spitz - Leben und Forschungen
- Spitz' Wiederentdeckung des Deprivationssyndroms
- Folgen früher Mutter-Kind-Trennung
- Pfaundlers Entdeckung des Mutterverlust-Syndroms
- Spitz' empirische Analysen
- Interaktionsforschung im frühen Kindesalter
- Sprachentwicklung und frühe Mutter-Kind-Interaktion
- Frühe Entwicklungsrehabilitation als Schutzfaktor
- Weitere Erforschung des Deprivationssyndroms
- Verlaufs- und Folgeuntersuchungen
- Die Bedeutung der Filme von René Spitz
- Filme im Kampf gegen frühe Kollektiverziehung
- Das Resümee: Neue Beachtung kindlicher Risiko- und familiärer Schutzfaktoren
- Filme
- VULNERABILITÄT UND RESILIENZ IN DER ENTWICKLUNG VON KINDERN
- Einleitung
- Risikoforschung
- Mannheimer Risikokinderstudie
- Langfristige Entwicklung von Risikokindern
- Risikogruppen
- Protektive Faktoren und Resilienz
- Frühe Mutter-Kind-Interaktion als Schutzfaktor
- Zusammenfassung und Schlußfolgerungen
- SCHUTZFAKTOREN IN DER PSYCHOSOZIALEN ENTWICKLUNG EHEMALIGER HEIM- UND PFLEGEKINDER
- SCHULE: SCHUTZ- ODER RISIKOFAKTOR KINDLICHER ENTWICKLUNG
- Schulen vor neuen Herausforderungen
- Die Schule als Schutz- oder Risikofaktor kindlicher Entwicklung
- Schulqualität als schützender Faktor
- Erhebungsinstrument
- Perspektiven
- Fazit
- DIE AUSWIRKUNGEN TRAUMATISCHER ERFAHRUNGEN IM KINDESALTER AUF DIE HIRNENTWICKLUNG
- Der Normalfall
- Der Extremfall
- BINDUNGSSTÖRUNGEN UND TRAUMA
- Desorganisation und Trauma
- Bindungsstörungen und Trauma
- Risikoschwangerschaft und Trauma
- Risikogeburt und Trauma
- Psychotherapie
- Ausblick
- AUSWIRKUNGEN MÜTTERLICHER TRAUMATISIERUNGEN AUF KOMMUNIKATION UND BEZIEHUNG IN DER FRÜHEN KINDHEIT
- ENTWICKLUNGSPSYCHOPATHOLOGIE VON KINDERN MIT TRAUMATISCHEN ERFAHRUNGEN
- PSYCHOTRAUMATOLOGIE BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN
- Einleitung
- Grundlagen der Psychotraumatologie
- Neurobiologische Perspektiven
- Behandlungsmethoden
- Zusammenfassung
- PSYCHISCHE DEPRIVATION ALS PATHOPLASTISCHER UND PROGNOSTISCHER FAKTOR BEI KINDERN MIT MINIMALER ZEREBRALER DYSFUNKTION
- ASPEKTE VON BINDUNG UND TRAUMA IN DER LANGJÄHRIGEN BEHANDLUNG EINES AUTISTISCHEN KINDES
- GEWALTBEDINGTE TRAUMATA IN DER GENERATIONENFOLGE
- Forschungsfragen und Hypothesen
- Vorläufige Forschungsergebnisse
- Klinisches Beispiel: Frau V. und Kevin, 3 Jahre alt
- Ausblick
- BEOBACHTUNGEN AUS NEW YORK
- Zusammenfassung
- Einleitung
- Die Kinderecke und andere seelische Zufluchtsorte
- Abwehrprozesse und Dilemmata
- Akute Reaktionsmuster, die in Privatpraxen behandelt wurden
- Schlußfolgerungen
- FÖRDERUNG POSITIVER EIGENSCHAFTEN UND WERTE BEI KLEINKINDERN
- Einführung
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