
Eigentlichkeit
Beschreibung
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Die Forderung nach der Eigentlichkeit im Umgang mit der Sprache kann als Universalie der Sprachreflexion verstanden werden. Jedes Sprechen und Schreiben soll sich sachlich treffend auf die Welt beziehen und zugleich auch die wahren Absichten des Sprechers bzw. Autors zu erkennen geben.
Das Ziel des vorliegendes Bandes liegt darin, dieses kommunikative Grundprinzip des 'eigentlichen' Sprechens und Schreibens aus theoretischer, methodischer und analysepraktischer Sicht zu beleuchten.
Um seinem Gegenstand gerecht werden zu können, der nicht nur Grundlage sprachwissenschaftlicher Reflexion ist, sondern auch in anderen Disziplinen, wie der Literaturwissenschaft, der Philosophie oder der Theologie, eine große Rolle spielt, wählt der Band einen hin zu anderen Disziplinen geöffneten Zugang, der sowohl synchrone wie auch diachrone Perspektiven berücksichtigt.
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Personen
Inhalt
- Intro
- Inhalt
- Einleitung
- Literatur
- I. Der Begriff der Eigentlichkeit
- Vom Eigentlichen und Uneigentlichen
- Das 'Eigentliche' als Prinzip der Wissenskonstitution. Deutschsprachige Enzyklopädien des 18. bis 21. Jahrhunderts
- Eigentlichkeit als Rhetorik-Frame
- Adamische Sprache. Genealogische Eigentlichkeit im deutschen Sprachdenken des Barock und der Aufklärung
- Eigentlich: Bausteine einer Wortgeschichte
- II. Zugriffe auf Eigentlichkeit
- "Symbols grow". Korpuspragmatik und Wirklichkeit
- Grammatik und Literatur. Grammatische Eigentlichkeit bei Kehlmann, Timm, Liebmann, Handke, Strittmatter und Ruge
- Das eigentliche Ziel der Diskursanalyse?. Über Wege zum gesellschaftlichen Wissen
- Theorie, Methode oder Disziplin. Plastikwörter innerhalb der Sprachwissenschaft?
- III. Sprache und Referenz
- Wes Geistes Kind oder Von der Sprache der Eigentlichkeit zur sprachgebundenen Authentizität. Überlegungen zum Verhältnis von Sprache und Wahrheit
- 'Eigentlichkeit' als Movens und als Gegenstand von Sprachkritik
- "The touchstone that trieth all doctrines". Der eigentliche Sinn der Heiligen Schrift in frühen Übersetzungen Tyndales und Luthers
- IV. Eigentlichkeit vs. Uneigentlichkeit
- Textsortenfakes. Das Postulat der Eigentlichkeit in der Werbung
- Irren, täuschen und lügen. Das Sprechen über Formen eigentlichen und uneigentlichen Volksbetrugs
- "das Organ der Vernunft". Anmerkungen zu Johann Gottfried Herders anthropologischer Beredsamkeit
- Metaphorische Rede als eigentliche Rede. Formen der Selbstthematisierung bei Jaspers und Heidegger
- Semantic non-transparency in the mental lexicon. On the relation between word-formation and naming
- Die Negation als Sprachspiel
- V. Eigentlichkeit als Absicht des Sprechers
- Wie die Zeit vergeht. Eigentlichkeit aus romanistischer Sicht
- M.a.W. das heißt also mit anderen Worten, um mal auf den Punkt zu kommen. Zum Gebrauch und zur Aneignung literaler Paraphrasenprozeduren
- VI. Eigentlichkeit und Multimodalität
- 'Ich habe es doch mit eigenen Augen gesehen!'. Zur Eigentlichkeit bildlicher Zeichen
- "in weniger als einer Stunde fühlte ich mich befreundet". Aneignung fremder Dinge in Goethes Italienischer Reise
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