
Die Act of State-Doktrin als Zukunftsmodell für Deutschland?
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Inhalt
- Cover
- Vorwort
- Abkürzungsverzeichnis
- Titel
- Vorwort
- Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Einleitung
- A. Problemstellung und Gang der Darstellung
- B. Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes
- Kapitel 1: Völkerrechtliche Vorgaben für die Nachprüfung fremder Hoheitsakte durch staatliche Gerichte
- A. Vorüberlegungen
- B. Das Prinzip der Gleichheit der Staaten und der Grundsatz "par inter parem non habet iurisdictionem"
- C. Das Prinzip der staatlichen Souveränität
- I. Der rechtliche Gehalt des Souveränitätsgrundsatzes
- II. Souveränität und die Ausübung von Hoheitsgewalt
- III. Ansätze zur Lösung von Zuständigkeitskollisionen
- 1. Nach monistischem Verständnis des Verhältnisses von Völkerrecht und staatlichem Recht
- 2. Differenzierung nach mittelbarer und unmittelbarer Auslandswirkung
- 3. Differenzierung nach ausschließlicher und konkurrierender Zuständigkeit
- 4. Bewertung der Lösungsansätze
- IV. Zusammenfassung
- D. Völkerrechtsverletzung durch die Anerkennung völkerrechtswidriger Hoheitsakte
- E. Die Nachprüfung fremder Hoheitsakte durch die Gerichte und der Grundsatz der Staatenimmunität
- F. Ergebnis
- Kapitel 2: Das US-amerikanische Modell: Die Act of State-Doktrin
- A. Die wichtigsten Rechtsquellen der Act of State-Doktrin
- I. Die Entwicklung der Act of State-Doktrin durch die Rechtsprechung
- 1. Frühe Ansätze in der englischen und US-amerikanischen Rechtsprechung
- a) Die englischen Ursprünge der Act of State-Doktrin
- b) Erste US-amerikanische Entscheidungen
- 2. Die Entscheidungen des Supreme Court zur Act of State-Doktrin
- a) Underhill v. Hernandez
- b) American Banana Co. v. United Fruit Co
- c) Oetjen v. Central Leather Co
- d) Ricaud v. American Metal Co
- e) Shapleigh v. Mier
- f) United States v. Belmont
- g) United States v. Pink
- h) Banco Nacional de Cuba v. Sabbatino
- i) First National City Bank v. Banco Nacional de Cuba
- j) Alfred Dunhill of London, Inc. v. Republic of Cuba
- k) W.S. Kirkpatrick & Co., Inc. v. Environmental Tectonics Corporation, International
- 3. Die Entscheidungen der Instanzgerichte
- II. Die Act of State-Doktrin im Restatement (Third) of Foreign Relations Law
- B. Die Act of State-Doktrin als Ausdruck richterlicher Selbstbeschränkung im System der Gewaltenteilung und die Rolle der Exekutive
- I. Die Rationale der Act of State-Doktrin in der Rechtsprechung des Supreme Court
- 1. Traditionelle Konzeption
- 2. Die Sabbatino-Entscheidung
- 3. Die Herleitung der Act of State-Doktrin seit der Sabbatino- Entscheidung
- 4. Exkurs: Das System der Gewaltenteilung in der US-Verfassung und die außenpolitischen Zuständigkeiten
- II. Die Bedeutung tatsächlicher Einflußnahme durch die Exekutive
- 1. Die Bernstein-Exception
- a) Bernstein v. N. V. Nederlandsche-Amerikaansche Stoomvaart-Maatschappij
- b) Die Haltung des Supreme Court
- c) Kritik an der Bernstein-Exception
- 2. Die Praxis der Gerichte
- 3. Die Forderung nach einer Executive-Exception
- III. Das Second Hickenlooper Amendment
- IV. Die Haltung der Exekutive
- V. Die Kritik am Verständnis der Act of State-Doktrin als Ausdruck richterlicher Selbstbeschränkung im System der Gewaltenteilung
- VI. Act of State- und Political Question-Doktrin
- 1. Die Political Question-Doktrin
- 2. Die Rolle der Political Question-Doktrin in außenpolitisch bedeutsamen Fällen
- 3. Das Verhältnis zwischen Act of State- und Political Question- Doktrin
- 4. Exkurs: Richterliche Selbstbeschränkung in den Zwangsarbeiterfällen
- VII. Zusammenfassung und Stellungnahme
- C. Die Voraussetzungen der Act of State-Doktrin
- I. Das Merkmal des Act of State
- II. Akt einer anerkannten Regierung
- III. Die Territorialität der fremdstaatlichen Maßnahme
- IV. Gültigkeit des fremden Hoheitsaktes
- V. Die Einführung der Act of State-Doktrin in den Prozeß und Beweislastregelung
- VI. Die Act of State-Doktrin als Regel des US-amerikanischen Bundesrechts
- D. Die Anwendung der Doktrin: Starre Anerkennungsregel vs. Abwägung durch das erkennende Gericht
- I. Die Doktrin als starre Anerkennungsregel
- II. Abwägungsentscheidung über die Anwendung der Doktrin
- III. Die Zukunft des Balancing-Approach nach der Kirkpatrick-Entscheidung
- IV. Kritik an dem Balancing-Approach
- V. Zusammenfassung
- E. Die Ausnahmen von der Act of State-Doktrin
- I. Gesetzliche und völkerrechtsvertragliche Ausnahmen
- 1. Gesetzliche Ausnahmen
- a) Das Second Hickenlooper Amendment
- b) Cuban Liberty and Democratic Solidarity (LIBERTAD) Act
- c) Vollstreckung von Schiedssprüchen
- 2. Völkerrechtsvertragliche Regelungen
- II. Richterrechtlich entwickelte Ausnahmen
- 1. Gefestigte rechtliche Standards
- a) Die Treaty-Exception
- b) Die International Law-Exception
- 2. Die Bernstein-Exception
- 3. Die Commercial Activity-Exception
- 4. Die Counterclaim-Exception
- 5. Hoheitsakte untergegangener Regierungen
- III. Zusammenfassung
- F. Die Wirkungsweise der Act of State-Doktrin und ihre dogmatische Einordnung
- I. Die Act of State-Doktrin als Principle of Abstention?
- II. Die Act of State-Doktrin als Principle of Decision
- 1. Die Hinnahme des fremden Hoheitsaktes als gültig
- 2. Der fremde Hoheitsakt als Rule of Decision
- III. Weiterführende Ansätze: Die dogmatische Einordnung der Act of State-Doktrin in das System des Conflict of Laws
- 1. Einführung
- 2. Choice of Law-Theorien
- a) Henkin: Die Act of State-Doktrin als die Anwendung der Public Policy des Forumstaates ausschließende Spezialregelung
- b) Fox: Die Act of State-Doktrin und moderne Theorien des Choice of Law
- 3. Die Act of State-Doktrin als eigenständige Conflict of Laws-Regel
- a) Dellapenna: Die Act of State-Doktrin als Rule of Repose
- b) Crockett: Die Act of State-Doktrin als Rule of Conflict of Laws
- IV. Zusammenfassung und Stellungnahme
- G. Kritik an der Act of State-Doktrin
- H. Die Act of State-Doktrin: Zusammenfassung
- Kapitel 3: Die Nachprüfung fremder Hoheitsakte durch staatliche Gerichte in Deutschland
- A. Einführung
- I. Die Nachprüfung fremder Hoheitsakte und der Begriff der Anerkennung
- II. Die Anerkennung fremder Hoheitsakte und die Anwendung ausländischen öffentlichen Rechts
- III. Die dogmatische Einordnung der Anerkennung fremder Hoheitsakte im Spannungsfeld von internationalem Privatrecht, internationalem öffentlichen Recht und internationalem Verfahrensrecht
- B. Exemplarisch: Die Behandlung ausländischer Enteignungsakte durch die deutschen Zivilgerichte
- I. Die Grundsätze des internationalen Enteignungsrechts
- 1. Der Begriff der Enteignung im internationalen Enteignungsrecht
- 2. Das Territorialitätsprinzip
- a) Die Wirkungsweise des Territorialitätsprinzips
- b) Der Geltungsgrund des Territorialitätsprinzips
- 3. Weitere Anerkennungsvoraussetzungen
- a) Überprüfung anhand des Rechts des Enteignungsstaates
- b) Vollzug der Enteignung
- c) Völkerrechtsmäßigkeit der Enteignung
- 4. Einschränkung der Anerkennung durch den Vorbehalt des ordre public
- a) Art. 6 EGBGB oder allgemeiner ordre public-Vorbehalt
- b) Offensichtliche Unvereinbarkeit mit wesentlichen Grundsätzen des deutschen Rechts
- aa) Verstöße gegen grundrechtliche Wertungen
- bb) Verstöße gegen das Völkerrecht
- cc) Insbesondere: Das Kriterium der Inlandsbeziehung
- c) Beispiele aus der Rechtsprechung
- d) Der "Iranische Bürgschaftsfall"
- II. Abweichende Lösungsvorschläge / Auflockerungen des Territorialitätsprinzips
- III. Zusammenfassung
- C. Die Vorbildfunktion der Regeln über die Anerkennung ausländischer Urteile
- I. Die Grundsätze der Urteilsanerkennung nach § 328 ZPO
- 1. Der Begriff und die Wirkungen der Anerkennung eines fremden Urteils
- 2. Gegenstand der Anerkennung
- 3. Verbot der révision au fond
- 4. Die Anerkennungshindernisse des § 328 ZPO
- a) Anerkennungszuständigkeit, § 328 Abs. 1 Nr. 1 ZPO
- b) Rechtliches Gehör, § 328 Abs. 1 Nr. 2 ZPO
- c) Unvereinbarkeit mit einer anderen Entscheidung,§ 328 Abs. 1 Nr. 3 ZPO
- d) Verletzung des ordre public, § 328 Abs. 1 Nr. 4 ZPO
- e) Gegenseitigkeit, § 328 Abs. 1 Nr. 5 ZPO
- II. Interessenskonflikte und rechtspolitische Erwägungen bei der Urteilsanerkennung
- 1. Grundsätzlicher Ausgleich zwischen Partei- und Staatsinteressen
- 2. Sonderfall: Das Gegenseitigkeitserfordernis nach § 328 Abs. 1 Nr. 5 ZPO
- III. Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Urteilsanerkennung und Anerkennung ausländischer Enteignungsakte
- 1. Einzelne Grundsätze der Anerkennung
- a) Parallelen
- b) Unterschiede
- 2. Zugrundeliegende Interessenskollisionen
- IV. Relevanz der Grundsätze der Urteilsanerkennung für die Anerkennung anderer Hoheitsakte
- D. Deutsche Verwaltungsakte im Zivilprozeß
- I. Die Bindung der Zivilgerichte an Verwaltungsakte
- II. Der Grund für die Bindung
- III. Übertragbarkeit auf die Nachprüfung fremder Hoheitsakte
- E. Grundrechtsbindungen der Zivilgerichte bei der Nachprüfung fremder Hoheitsakte
- I. Einfachgesetzliche Bindung durch Art. 6 EGBGB
- II. Unmittelbar verfassungsrechtliche Bindung an die Grundrechte
- 1. Die Leitnorm des Art. 1 Abs. 3 GG
- a) Ausländische Staatsgewalt
- b) Grundsatz der Bindung bei Sachverhalten mit Auslandsbezug
- 2. Einschränkungen des Umfanges der Grundrechtsbindungen
- a) Auswirkungen des grenzüberschreitenden Elements des Sachverhaltes
- b) Das Erfordernis einer Inlandsbeziehung
- c) Besonderheiten der Privatrechtsstreitigkeit
- 3. Die grundrechtlichen Anforderungen an die Anerkennung fremder Hoheitsakte
- a) Extraterritoriale Hoheitsakte
- b) Intraterritoriale Hoheitsakte
- aa) Grundrechtliche Schutzpflichten
- bb) Eingriff in den grundrechtlichen Schutzbereich
- III. Zusammenfassung
- F. Die Gefahr außenpolitischer Störungen durch die Nachprüfung fremder Hoheitsakte und die außenpolitische Unzuständigkeit der Gerichte
- I. Einführung
- II. Außenpolitische Zuständigkeiten im Gewaltenteilungsgefüge des Grundgesetzes
- III. Berücksichtigung außenpolitischer Belange bei der Nachprüfung fremder Hoheitsakte
- 1. Prozessualer Ansatzpunkt
- a) Aussetzung des Verfahrens
- b) Prozessuale Möglichkeiten der Geltendmachung außenpolitischer Einschätzungen seitens der Regierung
- aa) Erteilung einer amtlichen Auskunft gemäß § 273 Abs. 2 Nr. 2 ZPO
- bb) Beteiligung als Nebenintervenient gemäß § 66 ZPO
- cc) Beteiligung als "amicus curiae"
- (1) Vertreter des öffentlichen Interesses im Verwaltungsgerichtsverfahren
- (2) Principle 13 der ALI/UNIDROIT Principles of Transnational Civil Procedure
- (3) Stellungnahme
- c) Zusammenfassung
- 2. Anerkennungsregel als Ansatzpunkt
- a) Uneingeschränkte Anerkennung aus dem Gedanken richterlicher Selbstbeschränkung
- aa) Uneinheitliche Position deutscher Zivilgerichte
- bb) Verfassungsgerichtliche Selbstbeschränkung im außenpolitischen Bereich
- (1) Ausdrückliche Überlegungen zur Rücknahme richterlicher Kontrolle
- (2) Weitergehende verdeckte verfassungsgerichtliche Selbstbeschränkung
- (a) Mahnwachen-Beschluß
- (b) Bodenreformurteile
- (c) Bewertung
- (3) Fazit
- cc) Übertragbarkeit der Grundsätze verfassungsgerichtlicher richterlicher Selbstbeschränkung auf die zivilgerichtliche Überprüfung fremder Hoheitsakte
- b) Vetorecht der Exekutive
- c) Berücksichtigung außenpolitischer Belange im Rahmen der ordre public-Kontrolle
- d) Stellungnahme
- IV. Ergebnis
- G. Entwurf einer allgemeinen Anerkennungsregel
- I. Ausgangspunkt
- II. Anerkennungsvoraussetzungen
- 1. Internationale Zuständigkeit
- 2. Anerkennungsgegenstand
- a) Wirksamkeit
- b) Keine Überprüfung der Rechtmäßigkeit
- c) Endgültigkeit
- d) Vollzug
- 3. Vorbehalt des ordre public
- a) Grundrechte
- b) Völkerrecht
- c) Inlandsbeziehung
- d) Verfahrensrechtlicher ordre public
- e) Einbeziehung außenpolitischer Interessen
- f) Gesamtwürdigung
- III. Rechtsfolge und Auswirkungen auf den Prüfungsumfang
- IV. Zusammenfassung
- H. Die Nachprüfung fremder Hoheitsakte in Deutschland: Zusammenfassung
- Kapitel 4: Vergleich der Rechtslage in den USA und in Deutschland
- Schlußwort
- Literaturverzeichnis
- Sachregister
Systemvoraussetzungen
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