Stufen zur Pflegekompetenz

From Novice to Expert
 
 
Hogrefe (Verlag)
  • 3. Auflage
  • |
  • erschienen am 20. März 2017
  • |
  • 336 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-456-75771-1 (ISBN)
 
"From Novice to Expert" - der Klassiker zum Thema Pflegekompetenz und -expertise sowie die Rolle der Intuition in der Pflege von Patricia Benner. Wie sich erfahrene Pflegende mit großer Expertise in komplexen Pflegesituationen verhalten und in welcher Weise sich ihr professionelles Verhalten von dem lernender und weniger erfahrener Kolleginnen und Kollegen unterscheidet, zeigt Patricia Benner in ihrem zum Klassiker und Standardwerk avancierten Werk. Sie beschreibt eine professionelle Pflege, die ein tieferes Verständnis des Patienten voraussetzt und von Pflegenden fordert, die Perspektive des Patienten einzunehmen, um eine individuelle und respektvolle Pflege anbieten und gestalten zu können. Benner beschreibt eine Pflege, die das krankheitsbedingt verletzte oder bedrohte Selbst des Patienten aufrechterhält, schützt und durch Caring, Coping und Selbstmanagement ermöglicht. Die von Benner beschriebene professionelle Pflege fasst alle klinischen Entscheidungen zugleich als ethische Entscheidungen auf gründet auf einem Menschenbild der Verletzlichkeit beruht auf intensivem inneren Beteiligtsein am Erleben der Patienten fasst Menschenwürde als zwischenmenschliches Geschehen auf. Die zweite und dritte deutsche Auflage wurde um einen Beitrag zur exzellenten Pflege im 21. Jahrhundert ergänzt, der Patricia Benners Impulse für eine patientensensible Pflegepraxis verdeutlicht.
3., unveränd. Aufl.
  • Deutsch
  • Bern
  • |
  • Deutschland
  • Pflegeexperten, Pflegepädagogen, Pflegemanager, Pflegepraktiker
  • 5,34 MB
978-3-456-75771-1 (9783456757711)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Stufen zur Pflegekompetenz [Seite 2]
1.1 - Nutzungsbedingungen [Seite 6]
1.2 - Inhaltsverzeichnis [Seite 7]
1.3 - Geleitwort zur ersten deutschen Ausgabe (1994) [Seite 13]
1.4 - Vorwort [Seite 15]
1.5 - Einleitung [Seite 17]
1.5.1 - Ein Wort an die Skeptiker [Seite 17]
1.5.1.1 - Sinneswahrnehmung als Ursprung ausgezeichneten pflegerischen Könnens [Seite 18]
1.5.1.2 - Entscheidungsspielräume [Seite 18]
1.5.1.3 - Die ungeschminkte Realität [Seite 20]
1.5.1.4 - Pflegeperson-Patienten-Beziehung: Nähe und Distanz [Seite 20]
1.5.1.5 - Nur ein Anfang [Seite 21]
1.6 - Danksagung [Seite 23]
2 - Exzellente Pflege im 21. Jahrhundert [Seite 25]
2.1 - Eine Zeitenwende in der Pflege [Seite 25]
2.2 - Wegweiserin der professionellen Pflege [Seite 27]
2.3 - «Vertieftes Patientenverstehen» [Seite 28]
2.4 - Pflegerische Phänomenologie [Seite 29]
2.5 - «Existenziales Krankheitserleben» [Seite 30]
2.6 - Das pflegerische Menschenbild [Seite 31]
2.7 - Klinische Kompetenz [Seite 32]
2.8 - Expertise und Exzellenz [Seite 34]
2.9 - «Nursing Presence»: Pflegerische Nähe [Seite 35]
2.10 - «Psychoneuroimmunologie» der Pflegebeziehung [Seite 36]
2.11 - Die patientensensible Erkenntnisweise: Intuition [Seite 37]
2.12 - Neurobiologie der Intuition [Seite 38]
2.13 - Kritische Anfragen an Patricia Benners Pflegeverständnis [Seite 39]
2.14 - Der Zukunftsauftrag der Pflege [Seite 40]
2.15 - Kompetenz in «Performance» übersetzen [Seite 40]
2.16 - Expertise evaluieren [Seite 41]
2.17 - «Ethische Sensitivität» [Seite 41]
2.18 - Teamexzellenz fördern [Seite 42]
2.19 - Patricia Benners Botschaften: Die Pflege der Zukunft gestalten [Seite 42]
2.20 - Zusammenfassung: [Seite 44]
2.20.1 - Definition professioneller patientensensibler Pflege nach Patricia Benner [Seite 44]
3 - 1 Klinisches Praxiswissen entdecken [Seite 47]
3.1 - Unterschiede zwischen praktischem und theoretischem Wissen [Seite 48]
3.2 - Expertenwissen [Seite 49]
3.3 - Praktisches Wissen ausbauen [Seite 50]
3.4 - Ein gemeinsames Verständnis [Seite 51]
3.5 - Annahmen, Erwartungen und Einstellungen [Seite 52]
3.6 - Paradigmatische Fälle und persönliches Wissen [Seite 53]
3.7 - Maximen [Seite 55]
3.8 - Nicht vorgesehene Aufgaben [Seite 55]
3.9 - Zusammenfassung und Schlussfolgerungen [Seite 56]
4 - 2 Das Dreyfus-Modell des Kompetenzerwerbs auf die Pflege anwenden [Seite 59]
4.1 - Methoden [Seite 60]
4.2 - Interpretation der Daten [Seite 61]
4.3 - Stufe 1: Anfänger [Seite 65]
4.4 - Stufe 2: Fortgeschrittene Anfängerin/fortgeschrittener Anfänger [Seite 66]
4.4.1 - Konsequenzen für Aus- und Fortbildung [Seite 66]
4.5 - Stufe 3: Kompetente Pflegende [Seite 69]
4.5.1 - Konsequenzen für Aus- und Fortbildung [Seite 70]
4.6 - Stufe 4: Erfahrene Pflegende [Seite 70]
4.6.1 - Konsequenzen für Aus- und Fortbildung [Seite 72]
4.7 - Stufe 5: Pflegeexpertin/Pflegeexperte [Seite 73]
4.7.1 - Konsequenzen für Aus- und Fortbildung [Seite 75]
4.8 - Die Rolle der Erfahrung [Seite 77]
5 - 3 Klinisches Wissen erfassen und beschreiben - Ein interpretativer Ansatz [Seite 81]
5.1 - Leistung beurteilen [Seite 85]
5.2 - Bereiche und Kompetenzen identifizieren [Seite 85]
5.3 - Zusammenfassung [Seite 87]
6 - 4 Helfen [Seite 89]
6.1 - Die heilende Beziehung: ein heilendes Klima schaffen und sich dafür einsetzen, dass Heilung geschehen kann [Seite 92]
6.1.1 - Beispiel I [Seite 92]
6.1.2 - Beispiel II [Seite 93]
6.2 - Dem Patienten seine Lage so angenehm wie möglich gestalten [Seite 95]
6.2.1 - Beispiel I [Seite 96]
6.2.2 - Beispiel II [Seite 96]
6.3 - Einfach da sein [Seite 97]
6.3.1 - Beispiel I [Seite 97]
6.3.2 - Beispiel II [Seite 97]
6.3.3 - Beispiel III [Seite 97]
6.4 - Den Patienten befähigen, sich so stark wie möglich an seiner Genesung zu beteiligen und Verantwortung dafür zu übernehmen [Seite 98]
6.4.1 - Beispiel I [Seite 99]
6.4.2 - Beispiel II [Seite 99]
6.5 - Schmerzen einschätzen und geeignete Maßnahmen auswählen [Seite 101]
6.5.1 - Beispiel [Seite 101]
6.6 - Trost spenden und Kontakt herstellen über körperliche Berührung [Seite 101]
6.6.1 - Beispiel I [Seite 102]
6.6.2 - Beispiel II [Seite 102]
6.7 - Angehörige emotional und durch Informationen unterstützen [Seite 103]
6.7.1 - Beispiel I [Seite 103]
6.7.2 - Beispiel II [Seite 103]
6.8 - Patienten durch emotionale Krisen und Entwicklungsprozesse führen [Seite 104]
6.8.1 - Als psychologische und kulturelle Vermittler handeln [Seite 105]
6.8.2 - Beispiel I [Seite 105]
6.8.3 - Beispiel II [Seite 106]
6.8.4 - Beispiel III [Seite 107]
6.8.5 - Ziele therapeutisch einsetzen [Seite 107]
6.8.6 - Beispiel [Seite 108]
6.8.7 - Eine therapeutische Gemeinschaft aufbauen und aufrechterhalten [Seite 109]
6.8.8 - Beispiel [Seite 110]
6.9 - Zusammenfassung und Schlussfolgerungen [Seite 110]
7 - 5 Beraten und Betreuen [Seite 113]
7.1 - Das richtige Timing: den Zeitpunkt erfassen, an dem sich der Patient auf neue Erfahrungen einlassen kann [Seite 115]
7.1.1 - Beispiel [Seite 115]
7.2 - Dem Patienten helfen, die Folgen seiner Krankheit in sein Leben zu integrieren [Seite 116]
7.2.1 - Beispiel I [Seite 116]
7.2.2 - Beispiel II [Seite 117]
7.3 - Den Patienten über sein Krankheitsverständnis sprechen lassen und seine Sichtweise nachvollziehen [Seite 119]
7.3.1 - Beispiel I [Seite 119]
7.3.2 - Beispiel II [Seite 119]
7.4 - Dem Patienten eine Deutung seines Zustandes anbieten und Interventionen erklären [Seite 120]
7.4.1 - Beispiel I [Seite 121]
7.4.2 - Beispiel II [Seite 122]
7.5 - Die Funktion der Betreuung: kulturell heikle Aspekte der Krankheit zugänglich und verstehbar machen [Seite 122]
7.5.1 - Beispiel I [Seite 123]
7.5.2 - Beispiel II [Seite 124]
7.6 - Zusammenfassung und Schlussfolgerungen [Seite 125]
8 - 6 Diagnostik und Patientenüberwachung [Seite 129]
8.1 - Bedeutsame Veränderungen des Patientenzustands erkennen und dokumentieren [Seite 131]
8.1.1 - Beispiel I [Seite 132]
8.1.2 - Beispiel II [Seite 132]
8.1.3 - Beispiel III [Seite 133]
8.2 - Frühe Alarmsignale geben: Komplikationen und Verschlechterungen gedanklich vorwegnehmen, noch ehe messbare diagnostische Anzeichen vorliegen [Seite 133]
8.2.1 - Beispiel I [Seite 133]
8.2.2 - Beispiel II [Seite 134]
8.3 - Zukünftige Probleme erahnen: Vorausschauendes Denken [Seite 135]
8.3.1 - Beispiel [Seite 136]
8.4 - Wissen, welche besonderen Probleme und Erfahrungen mit den verschiedenen Krankheiten verbunden sind: Die Bedürfnisse des Patienten gedanklich vorwegnehmen [Seite 137]
8.4.1 - Beispiel [Seite 137]
8.5 - Die Möglichkeiten des Patienten einschätzen, gesund zu werden und auf verschiedene Behandlungsstrategien anzusprechen [Seite 138]
8.5.1 - Beispiel [Seite 138]
8.6 - Zusammenfassung und Schlussfolgerungen [Seite 139]
9 - 7 Wirkungsvolles Handeln in Notfällen [Seite 141]
9.1 - Kompetent handeln in lebensbedrohlichen Notfallsituationen: Probleme schnell erfassen [Seite 142]
9.1.1 - Beispiel I [Seite 142]
9.1.2 - Beispiel II [Seite 143]
9.2 - Das Unvorhersehbare bewältigen: Handlungsbedarf und Ressourcen in Notfallsituationen rasch aufeinander abstimmen [Seite 144]
9.2.1 - Beispiel I [Seite 144]
9.2.2 - Beispiel II [Seite 145]
9.2.3 - Beispiel III [Seite 145]
9.3 - Kritische Zustände beim Patienten erkennen und bewältigen, bis der Arzt eintrifft [Seite 146]
9.3.1 - Beispiel I [Seite 147]
9.3.2 - Beispiel II [Seite 147]
9.3.3 - Beispiel III [Seite 148]
9.4 - Zusammenfassung und Schlussfolgerungen [Seite 149]
10 - 8 Durchführen und Überwachen von Behandlungen [Seite 151]
10.1 - Infusionen möglichst risiko- und komplikationslos beginnen und fortführen [Seite 153]
10.1.1 - Beispiel I [Seite 153]
10.1.2 - Beispiel II [Seite 153]
10.2 - Medikamente mit Sorgfalt und geringem Risiko verabreichen: Überwachung von therapeutischen und unerwünschten Effekten wie Toxizität und Unverträglichkeiten [Seite 154]
10.2.1 - Beispiel I [Seite 155]
10.2.2 - Beispiel II [Seite 155]
10.2.3 - Beispiel III [Seite 155]
10.3 - Mögliche Folgen von Immobilität bekämpfen [Seite 156]
10.3.1 - Beispiel I [Seite 156]
10.3.2 - Beispiel II [Seite 157]
10.3.3 - Beispiel III [Seite 157]
10.4 - Eine Wundversorgung vornehmen, die schnelles Abheilen, Wohlbefinden des Patienten und gutes Abfließen von Wundsekreten ermöglicht [Seite 157]
10.4.1 - Beispiel I [Seite 158]
10.4.2 - Beispiel II [Seite 158]
10.5 - Zusammenfassung und Schlussfolgerungen [Seite 159]
11 - 9 Die Qualität der medizinischen Versorgung überwachen und sicherstellen [Seite 163]
11.1 - Maßnahmen auf ihre medizinische und pflegerische Sicherheit überprüfen [Seite 164]
11.1.1 - Beispiel I [Seite 165]
11.1.2 - Beispiel II [Seite 165]
11.1.3 - Beispiel III [Seite 166]
11.2 - Beurteilen, was ohne Risiko aus dem Behandlungsplan gestrichen und was hinzugefügt werden kann [Seite 166]
11.2.1 - Beispiel I [Seite 167]
11.2.2 - Beispiel II [Seite 168]
11.3 - Ärzte zur rechten Zeit zu den notwendigen Schritten bewegen [Seite 168]
11.3.1 - Beispiel [Seite 169]
11.4 - Zusammenfassung und Schlussfolgerungen [Seite 169]
12 - 10 Organisation und Zusammenarbeit [Seite 173]
12.1 - Mit den vielfaltigen Bedürfnissen und Wünschen der Patienten umgehen: Prioritäten setzen [Seite 174]
12.1.1 - Beispiel I [Seite 175]
12.1.2 - Beispiel II [Seite 176]
12.2 - Ein therapeutisches Team aufbauen und funktionsfähig erhalten zur Gewährleistung optimaler Therapie [Seite 177]
12.2.1 - Beispiel I [Seite 177]
12.2.2 - Beispiel II [Seite 177]
12.3 - Die Folgen von Personalmangel und hoher Fluktuation bewältigen [Seite 178]
12.3.1 - Beispiel I [Seite 181]
12.3.2 - Beispiel II [Seite 181]
12.3.3 - Beispiel [Seite 182]
12.3.4 - Beispiel [Seite 182]
12.3.5 - Beispiel I [Seite 183]
12.3.6 - Beispiel II [Seite 183]
12.3.7 - Beispiel I [Seite 184]
12.3.8 - Beispiel II [Seite 184]
12.3.9 - Beispiel III [Seite 185]
12.4 - Zusammenfassung und Schlussfolgerungen [Seite 185]
13 - 11 Konsequenzen für Forschung und klinische Praxis [Seite 189]
13.1 - Nähe und Distanz [Seite 189]
13.2 - Pflegeperson-Patienten-Beziehung [Seite 190]
13.3 - Frühe Alarmsignale [Seite 192]
13.4 - Über die Grenzen der Krankenpflege hinaus [Seite 193]
13.5 - Überwachung und Organisation [Seite 194]
13.6 - Anteilnahme und Engagement [Seite 195]
14 - 12 Konsequenzen für die berufliche Entwicklung und die Ausbildung [Seite 199]
14.1 - Berufliche Entwicklung [Seite 200]
14.1.1 - Klinische Spezialisierung [Seite 205]
14.1.2 - Personalentwicklungsprogramme [Seite 206]
14.1.3 - Personalstabilität [Seite 207]
14.1.4 - Leistungsbeurteilung [Seite 208]
14.1.5 - Ermessensspielräume [Seite 208]
14.2 - Ausbildung [Seite 209]
14.2.1 - Klinische Spezialisierung [Seite 210]
14.2.2 - Ausbildung in praktischen Fähigkeiten [Seite 211]
14.2.3 - Klinische Anleitung von Berufsanfängern [Seite 211]
15 - 13 Auf dem Weg zu einer neuen Identität und einem neuen Anspruch in der Pflege [Seite 221]
15.1 - Leistungen angemessen würdigen und Anreize schaffen [Seite 225]
15.2 - Aufstiegsmöglichkeiten [Seite 227]
15.3 - Kooperativere Beziehungen [Seite 229]
15.4 - Zunehmende Anerkennung [Seite 230]
16 - 14 Hervorragendes Können und Macht in der klinischen Pflegepraxis [Seite 233]
16.1 - Die Macht, Veränderungen zu bewirken [Seite 236]
16.2 - Integrierende Anteilnahme [Seite 237]
16.3 - Fürsprecher des Patienten sein [Seite 237]
16.4 - Heilende Kräfte [Seite 238]
16.5 - Persönliches Engagement [Seite 239]
16.6 - Probleme lösen [Seite 240]
17 - Epilog: Praktische Anwendung [Seite 247]
18 - Gebrauch und Missbrauch formaler Modelle in der Pflegepraxis [Seite 251]
18.1 - von Deborah R. Gordon, Dr. phil. Medical Anthropology Program University of California, San Francisco [Seite 251]
18.2 - Formale Modelle [Seite 252]
18.2.1 - Formale Modelle als Landkarten: Eine Möglichkeit zum Ausgleich praktischer Defizite [Seite 253]
18.2.2 - Formale Modelle als Grundlage für Übereinstimmung und Standardisierung [Seite 259]
18.3 - Missbrauch von Modellen [Seite 261]
18.3.1 - Standardisierung situativer Bedingungen und die Ersetzung persönlicher Urteile durch allgemeingültige Regeln [Seite 262]
18.3.2 - Übermäßiger Einsatz formaler Modelle und Regeln zur Gewährleistung von Struktur und Kontrolle [Seite 263]
18.4 - Verschleierung von Sachverhalten [Seite 265]
18.5 - Zusammenfassung [Seite 266]
19 - Einführung einer neuen Position für Pflegende am El Camino Hospital [Seite 269]
19.1 - von Ann Huntsman Janet Reiss Lederer10 und Elaine M. Peterman [Seite 269]
19.2 - Das Beförderungsverfahren [Seite 271]
19.2.1 - Beispiel I (Kathy Brown) [Seite 273]
19.2.2 - Beispiel 2 (Lucy Ann Nomura) [Seite 275]
19.2.3 - Beispiel 3 (Janet Crowley) [Seite 276]
19.3 - Die Entscheidung des Ausschusses [Seite 277]
19.4 - Wirkung auf den Gesamtbetrieb [Seite 278]
19.5 - Zusammenfassung [Seite 280]
20 - Exzellenz in der Pflege [Seite 281]
20.1 - von Jeanette Ullery Leiterin der Abteilung für Personalentwicklung, St. Luke's Regional Medical Center, Mountain States Tumor Institute, Boise (Idaho) [Seite 281]
21 - Leistungen graduierter Pflegefachpersonen erfassen zur Aufstellung und Bewertung von Lehrplänen [Seite 285]
21.1 - von Mary V. Fenton University of Texas Medical Branch School of Nursing at Galveston [Seite 285]
21.2 - Zusätzliche Kompetenzen [Seite 287]
21.2.1 - Konfliktsituationen [Seite 289]
21.2.2 - Einstellungen [Seite 290]
21.2.3 - Unerwähnt bleibende Aspekte der Pflegepraxis [Seite 291]
21.2.4 - Wissenslücken [Seite 293]
21.2.5 - Neue Erkenntnisse gewinnen [Seite 293]
21.3 - Bewertung [Seite 295]
22 - Brücken zwischen Berufsausbildung und Berufspraxis bauen [Seite 297]
22.1 - von Kathleen Dolan Stellvertretende Leiterin der Abteilung für Ausbildung und Forschung in der Krankenpflege, University of California, San Francisco [Seite 297]
22.2 - Das Einführungsprogramm [Seite 299]
22.3 - Training von Praxisbegleitern [Seite 300]
22.4 - Fortbildungsseminare [Seite 301]
22.5 - Pflegende in leitender Funktion [Seite 303]
22.6 - Zusammenfassung [Seite 304]
23 - Schlussbemerkung [Seite 307]
24 - Glossar [Seite 309]
25 - Anhang [Seite 315]
25.1 - Leitfaden für die Erfassung kritischer Ereignisse [Seite 315]
26 - Literaturverzeichnis [Seite 319]
27 - Über die Autorin [Seite 327]
27.1 - Patricia Benner, RN, Ph.D., FAAN, FRCN, Prof. em. [Seite 327]
28 - Quellen [Seite 329]
28.1 - Ausgewählte Publikationen [Seite 329]
28.1.1 - Bücher [Seite 329]
28.1.2 - Bücher (dt.) [Seite 329]
28.1.3 - Originalartikel [Seite 329]
28.1.4 - Buchbeiträge [Seite 330]
28.1.5 - Bibliographie Patricia Benner [Seite 330]
29 - Sachwortverzeichnis [Seite 335]

Einleitung


Dieses Buch beruht auf vertieftem Nachdenken über pflegerisches Handeln und auf Gesprächen mit Pflegenden. Im Rahmen unseres Forschungsansatzes zeigten sich fünf Entwicklungsstufen in der Pflegepraxis: Anfänger, fortgeschrittene Anfänger, kompetente Pflegende, erfahrene Pflegende und Pflegeexperten. Diese Stufen werden hier mit den Worten von Pflegenden beschrieben, die einzeln oder in Gruppen befragt und beobachtet wurden. Viele Situationen, in denen Pflegende effektiv zum Wohl des Patienten beitragen konnten, haben wir in dieses Buch aufgenommen. In Beispielen kommt anschaulich zum Ausdruck, wodurch gute Pflege sich auszeichnet. Dabei handelt es sich nicht um abstrakte Ideale, sondern um Realitäten in einem Umfeld, das von Unvollkommenheit und unvorhersehbaren Ereignissen geprägt ist. Pflegende bemühen sich Tag für Tag, diese Ungewissheit zu meistern.

Ein Wort an die Skeptiker


Wer die Beispiele liest, empfindet möglicherweise Zweifel und sich fragt sich, ob das beschriebene Vorgehen in der Pflegepraxis überhaupt möglich ist. Solche Skepsis ist berechtigt, denn die Beispiele beziehen sich auf außergewöhnliche klinische Situationen, in denen Pflegende neue Einsichten gewonnen haben oder einen bedeutsamen Beitrag zum Wohl eines Patienten geleistet haben. Beruht diese Skepsis auf einer grundsätzliche Ernüchterung über die Möglichkeit, als Pflegende einfühlsam und wirkungsvoll zu handeln, - dann bietet dieses Buch dem Zweifelnden eindringliche Gegenbeweise. Ein Hoffnungsstrahl für die Ernüchterten wird sichtbar.

Sinneswahrnehmung als Ursprung ausgezeichneten pflegerischen Könnens


Dieses Buch stellt einige der unerschütterlichen Überzeugungen und Annahmen im Bereich professioneller Pflege in Frage. Wir behaupten, dass Wahrnehmen eine zentrale Rolle für die Qualität pflegerischer Entscheidungen spielt. Häufig bilden vage Ahnungen und allgemeine Einschätzungen den Ausgangspunkt der Pflege. Eine systematische Analyse findet zunächst noch nicht statt. Theoretische Klarheit steht oft nicht am Anfang, sondern erst am Ende des Prozesses. Pflegeexpertinnen und -experten beschreiben ihre Wahrnehmungen oft mit Worten wie «ich hatte ein ungutes Gefühl », «es kam mir seltsam vor» oder «ich ahnte, dass irgendetwas nicht stimmte». Solche Worte sind für Lehrpersonen und Praktikerinnen problematisch. Denn es gilt, über solche ersten Eindrücke hinauszugehen und zu belegbaren Schlussfolgerungen zu kommen. Pflegeexpertinnen und -experten wissen, dass mehr als nur vage Vermutungen notwendig sind, um die Verfassung eines Patienten klinisch zu beurteilen. Ihre Erfahrung hat sie jedoch gelehrt, sich bei der Informationssuche auch von unscharfen Empfindungen und Eindrücken leiten zu lassen.

Auf der Suche nach wissenschaftlichen Begründungen übersehen Pflegende, Ärzte und Berater häufig, wie bedeutsam die Wahrnehmungsfähigkeit ist. Wären Pflegende seelenlose Computer oder Monitore, so wären sie auf eindeutige Signale angewiesen, um einen bestimmten Aspekt eines Problems zu erkennen. Glücklicherweise können Menschen bei ihren Entscheidungen auf eine ganzheitliche Gestaltwahrnehmung zurückgreifen. Sie reagieren auf feinste Veränderungen bei einem Patienten, indem sie nach weiteren Informationen suchen und dabei vom Team unterstützt werden. Experten und Expertinnen bleiben niemals bei bloßen Vermutungen stehen. Zugleich lassen sie jedoch auch vage Vermutungen niemals unbeachtet. Sie begreifen sie als Chance, um ein Problem möglichst früh zu erkennen, um nach weiteren Informationen zu suchen, die Klarheit schaffen können.

Entscheidungsspielräume


Es wäre nicht in unserem Sinn, das hier beschriebene Modell des Kompetenzerwerbs als Plädoyer für unsystematisches Lernen und für eine Rückkehr zu frühen Ausbildungsformen zu verstehen. Dies wäre ein Missverständnis. Deshalb möchten wir erwähnen, dass wir ein Modell des Kompetenzerwerbs verwendet haben («Dreyfus-Modell»), das ursprünglich im Rahmen eines Forschungsprojekts für Piloten in Notfallsituationen entstand. Piloten fliegen nicht einfach los, um durch Versuch und Irrtum ein Gefühl für das Flugzeug zu entwickeln. Unter diesen Bedingungen würde ein angehender Pilot nicht einmal seine Grundausbildung überleben. Dasselbe gilt für die Pflege. Pflegerische Tätigkeiten sind mit ebenso gro- ßen Risiken verbunden - sowohl für Patienten als auch für Pflegende. Es bedarf gut geplanter Unterrichtsprogramme, um fähige Pflegefachpersonen auszubilden. Fähigkeiten durch Erfahrung zu erwerben, gelingt sicherer und schneller, wenn eine solide Grundausbildung vorhanden ist.

Die Absicht dieses Buches besteht darin, die Grenzen formaler Regeln aufzuzeigen und auf die Bedeutung der Urteilsfähigkeit der Pflegenden hinzuweisen. Das heißt nicht, über die Prinzipien von Physiologie, Krankenpflege und Medizin hinwegzusehen. Wir plädieren nicht für Chaos und Anarchie. Auch behaupten wir nicht, es gäbe keine Regeln - das wäre so, als erlaubten wir, generell die Regeln der Asepsis außer Acht zu lassen, nur weil unter Notfallbedingungen manchmal auf steriles Arbeiten verzichtet werden muss. In außergewöhnlichen Situationen dürfen allgemeingültige Grundsätze nicht einfach ignoriert werden. Ich befürworte keineswegs, sorglos Regeln zu vernachlässigen, sondern vertrete die Position, dass ein sachverständiges, auf Erfahrung gestütztes Erfassen der Situation auch ohne starres Befolgen von Regeln möglich ist.

Sobald die Situation erfasst ist, wird klar, was vernünftigerweise zu tun ist. Dies entspricht den Erfordernissen der Situation besser als sich starren Grundsätzen und Regeln zu unterwerfen. Es könnten immer neue Regeln erzeugt werden, um eine große Spannbreite von Ausnahmen zu berücksichtigen. Doch ein Experte oder eine Expertin wissen auch in neuen Ausnahmesituationen, was das Richtige ist.

Dieses Buch beschäftigt sich mit riskanten, situationsspezifischen Entscheidungen, über die man normalerweise nicht spricht. Sich hinter Regeln und vorgegebenen Verfahrensweisen zu verstecken, stellt für Menzies (1960) eine Form der Angstabwehr dar. Es handelt sich um eine Bewältigungsstrategie, die zusätzlich belastend ist, weil sie echte Erkenntnis verhindert und dem eigentlichen pflegerischen Handeln im Weg steht.

Die ungeschminkte Realität


Manche Leser hätten es wahrscheinlich bevorzugt, wenn ich nur Beispiele ausgewählt hätte, in denen eine vorbildliche Zusammenarbeit und eine ideale Beziehung zwischen Ärzten und Pflegenden zum Ausdruck kommen. Tatsächlich haben mich Ärzte und leitende Pflegefachpersonen darauf angesprochen. Beispiele, in denen die Beziehung zwischen Ärzten und Pflegenden in einem negativen Licht erscheinen, finden sie problematisch. Auch ich hätte mir gewünscht, bei dieser Untersuchung nur auf vorurteilsfreie, kooperative Beziehungen zwischen Pflegenden und Ärzten zu stoßen. Das wäre jedoch reines Wunschdenken und keine beschreibende Forschung - ein ideales Modell anstelle eines empirisch überprüften. Probleme zwischen den Berufsgruppen sind in dieser Studie eher zu wenig thematisiert, wenn man berdenkt, wie viel Raum dieses Thema in den Interviews einnahm.

In der Realität haben Pflegende und Ärzte gute und schlechte Tage. Ist ärztliche Hilfe in Krisensituationen nicht sofort verfügbar, springen Pflegende viel häufiger ein als offiziell zugegeben wird. Wer sagt, es handle sich hier nicht um Pflege, lässt außer Acht, was Pflegende in ihrem Beruf tatsächlich tun. Eine Leistung gilt als ausgezeichnet, wenn trotz widriger Umstände (z.B. keine kooperative Beziehung oder keine ursprünglich pflegerische Aufgabe) für den Patienten getan wurde, was notwendig war. Hätten wir nur ein Idealbild dargestellt, wäre uns vieles entgangen, was charakteristisch für die heutige Pflegepraxis ist. Nicht zu wissen, wer und was wir jetzt sind, macht es uns schwer, dahin zu gelangen, wo wir in Zukunft sein möchten.

Pflegeperson-Patienten-Beziehung: Nähe und Distanz


Zu Recht mag die Leserin oder der Leser die Repräsentativität dieser Arbeit in Frage stellen. Es war nicht das Ziel, den ganz normalen Alltag zu beschreiben, sondern die Höhepunkte - die Momente, in denen praktisches Wissen erweitert wird. Die Teilnehmenden wurden gebeten, klinische Situationen zu beschreiben, die sich durch etwas Besonderes auszeichneten. Pflegende sind Tag für Tag in engem Kontakt mit Patienten. Den größten Teil der Zeit sind sie sich nicht bewusst, welchen Einfluss ihre Handlungen auf die Patienten haben. An viele Begegnungen erinnern sich Pflegende später nicht mehr. Die Beziehung zwischen Patienten und Pflegenden stellen ein Kaleidoskop aus Nähe- und Distanzmomenten dar. Dabei handelt es sich um einige der dramatischsten, ergreifendsten und auch unscheinbarsten Momente im Leben. Die unscheinbaren Augenblicke wurden hier ausgespart, denn unsere Forschungsstrategie legte das Hauptaugenmerk auf außergewöhnliche klinische Situationen. Da wir herausragende Leistungen darstellen wollten, sind keine negativen Beispiele aufgeführt, in denen Fehler gemacht wurden (Beispiele für das Erkennen von Defiziten enthält der Beitrag von Fenton, S. 248ff.)

Nur ein Anfang


Es beunruhigt mich, dass die 31 beschriebenen Kompetenzen für «absolut» angesehen werden könnten, um daraus ein starres System zu errichten bzw. eine ein für alle Mal festschriebene Kompetenzliste daraus zu machen. Die Absicht dieser Arbeit liegt darin, Pflegende zu motivieren, ihre eigenen Beispiele zu sammeln und sich mit Forschungsfragen zu beschäftigen, die sich aus ihrem eigenen...

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie die kostenlose App Adobe Digital Editions oder eine andere Lese-App für E-Books (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nur bedingt: Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

30,99 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
PDF mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
Hinweis: Die Auswahl des von Ihnen gewünschten Dateiformats und des Kopierschutzes erfolgt erst im System des E-Book Anbieters
E-Book bestellen