Keine Gesellschaft ohne Natur

Beiträge zur Entwicklung einer Sozialen Ökologie
 
 
Campus (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. April 2016
  • |
  • 509 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-593-43377-6 (ISBN)
 
Die Beziehungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen, technisierten Gesellschaften und der Natur bilden einen globalen Krisenzusammenhang. Was zeichnet diese Bedürfnisse aus und warum haben sich die Verhältnisse weltweit so verändert, dass inzwischen von einer neuen geologischen Epoche gesprochen wird, dem Anthropozän? Der Autor fragt, wie die Wissenschaft ihre Erkenntnisblockaden überwinden kann, um die krisenhaften Beziehungen zu begreifen und praktisch gestalten zu können. Aus dieser Perspektive skizziert er einen Weg in ein neues transdisziplinäres Forschungsfeld - und begründet darin das Programm einer Sozialen Ökologie als kritischer Wissenschaft von den gesellschaftlichen Naturverhältnissen.
  • Deutsch
  • Frankfurt / New York
  • Neue Ausgabe
  • 5,24 MB
978-3-593-43377-6 (9783593433776)
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Egon Becker, Physiker und Sozialwissenschaftler, war von 1972 bis 2000 Professor für Wissenschafts- und Hochschulforschung an der Universität Frankfurt. Er ist Mitbegründer des ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt/Main.
Inhalt

Einleitung von Thomas Kluge 7

Ökologie und Politik

Probleme - ein linker Gemeinplatz? 17
Natur als Politik? 20
Pädagogischer Universalismus in den neuen sozialen Bewegungen 34
Jenseits der Utopie 48
Politische Ökologie als revolutionäre Utopie? 55

Krise und Kritik der Wissenschaft

Max Born - Naturwissenschaft und Politik 80
Albert Einstein - Die Unmöglichkeit des göttlichen Beobachters 85
Transformationskern und kulturelle Hülle (mit Thomas Jahn und Peter Wehling) 98
Grenzüberschreitungen - Konzepttransfers und Wissenschaftsdynamik 118
Wissenschaft als ökologisches Risiko 137
Die postindustrielle Wissensgesellschaft - ein moderner Mythos? 158
Politik an der Universität oder Wissenschaft und Demokratie 180

Nachhaltigkeit und Transdisziplinarität

Bildung und Überlebenskrise - Die Soziale Ökologie im Diskurs über Umwelt und Entwicklung 194
Risiko Gesellschaft - Ökologische Wachstumsbegrenzung oder gesellschaftliche Entwicklung? 217
Problemtransformationen in der transdisziplinären Forschung 234
Nachhaltige Wissensprozesse - Bleibt die Universität ein privilegierter Ort der Wissenschaft? 269

Systemdenken

Systemdenken in der wissenschaftlichen Ökologie und in der politischen Ökologiebewegung 293
Talcott Parsons soziologische Energie (mit Bernhard Schmincke) 311
Die Ökologie im Banne des Systemdenkens (mit Broder Breckling) 328
Sozial-ökologische Systeme als epistemische Objekte 354

Die Wissenschaft von den gesellschaftlichen Naturverhältnissen

Soziale Ökologie - Konturen und Konzepte einer neuen Wissenschaft 389
Umrisse einer kritischen Theorie gesellschaftlicher Naturverhältnisse (mit Thomas Jahn) 418
Gegen das Verwischen der Differenz zwischen Gesellschaft und Natur 443
Globalisierte Naturverhältnisse 454
Gesellschaftliche Naturverhältnisse als Rahmenkonzept (mit Diana Hummel und Thomas Jahn) 466

Bibliographie Egon Becker 493
Einleitung

Die Beziehungen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Natur sind das gemeinsame Thema der hier versammelten Aufsätze. Gefragt wird, was diese Beziehungen auszeichnet, wie sie sich verändert haben und wie sie sich vermutlich weiter verändern werden. Menschliche Aktivitäten beeinflussen biologische, atmosphärische, hydrologische und geologische Prozesse so stark, dass sie als eine treibende Kraft physischer Erdveränderungen angesehen werden können. Es wird inzwischen sogar von einer neuen geologischen Epoche gesprochen, dem Anthropozän. Natur ist nicht mehr ohne Gesellschaft denkbar. Zugleich sind die komplexen Beziehungen zwischen Gesellschaft und Natur - die gesellschaftlichen Naturverhältnisse - krisenhaft geworden. Gesellschaft ist nicht mehr ohne Natur denkbar. Es geht also um krisenhafte Beziehungen und Verhältnisse. In den ausgewählten Texten werden miteinander verschlungene gesellschaftliche und natürliche Veränderungsprozesse empirisch beschrieben, theoretisch reflektiert und kritisch bewertet. Herausgefunden werden soll, wie sich deren Ausmaß und Richtung zielorientiert beeinflussen lassen. Im Zentrum der theoretischen und politischen Aufmerksamkeit des Autors steht die Wissenschaft: Wie kann sie ihre Erkenntnisblockaden überwinden, um die Krise der gesellschaftlichen Naturverhältnisse angemessen zu begreifen? Wo diese Frage ernsthaft gestellt wird, da rücken die Grenzen zwischen Natur- und Sozialwissenschaften ins Blickfeld. Im Grenzgebiet wird ein neues wissenschaftliches Terrain sichtbar, dem inzwischen viele Namen gegeben wurden: Politische Ökologie, Humanökologie, integrative Umweltforschung, ... Aktiv an gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Veränderungsprozessen teilnehmend, skizziert der Autor verschiedene Wege in dieses Terrain und arbeitet daran mit, eine Soziale Ökologie als transdisziplinäre Wissenschaft zu begründen und praktisch werden zu lassen.
Fast alle ausgewählten Texte sind zwischen 1980 und 2012 entstanden. In diesen drei Jahrzehnten hat sich viel verändert. Die Texte entstammen nicht nur verschiedenen Phasen der wissenschaftlichen und politischen Arbeit ihres Autors, in vielen Fällen beziehen sie sich auch auf Situationen und Umstände, die unwiderruflich vergangen sind. Wer von den Jüngeren erinnert sich noch an die theoretischen und politischen Kontroversen in der Frühphase der Ökologiebewegung oder an den Streit über eine ökologische Gegenwissenschaft? Die vorliegenden Aufsätze sind in einem doppelten Sinne zeitgebunden: In ihnen reflektieren sich sowohl Entwicklungen im Denken des Autors als auch deren Entstehungskontexte. Sie beleuchten den wissenschaftlichen Diskussionsstand und das politisch-intellektuelle Klima zu ihrer Entstehungszeit. Vergegenwärtigt man sich den jeweiligen Entstehungskontext, historisiert also die Texte radikal, dann tritt deren Zeitbindung deutlich hervor, und sie können als Dokumente subjektiver und objektiver intellektueller Entwicklungen gelesen werden. Doch damit wären sie unterbestimmt, denn die Texte sind zwar zeitgebunden, aber keineswegs veraltet. Ihre Aktualität zeigt sich, wenn man von den Situationen und Umständen ihrer Entstehung absieht und die darin formulierten Probleme, Ideen, Gedanken, Thesen und Argumente kontextunabhängig liest, überprüft und produktiv weiterzudenken versucht. Dann tritt Unabgegoltenes und immer noch Gültiges hervor.
Auf das neue Terrain blickt der Autor nicht aus einem Flug über den Wolken. Viele seiner Texte spiegeln Interventionen, es sind Stellungnahmen und Positionsbestimmungen in jeweils aktuellen Kontroversen, Eingriffe in unabgeschlossene gesellschaftliche und wissenschaftliche Prozesse. Dazu sind Spürsinn und Neugier für Veränderungen, Umbrüche und Neu-Konstellierungen nötig, und es müssen kritisches Unterscheidungsvermögen und ein Gespür für zukünftige Möglichkeiten inmitten unklarer Situationen ausgebildet werden, ohne zeitgeistigen Strömungen und intellektuellen Moden zu akklamieren.
Ist so etwas überhaupt möglich, ohne sich in der unabsehbaren Mannigfaltigkeit der Phänomene und Stellungnahmen zu verirren und die Orientierung zu verlieren? Wie Umbrüche, Phasenübergänge und neue Ordnungsmuster in der unbelebten Natur begrifflich zu fassen, theoretisch zu erklären und methodisch zu erschließen sind, das war bereits in den physikalischen Veröffentlichungen des Autors in den 1960er Jahren ein zentrales Thema - und es bildet bis heute das Gravitationszentrum auch seiner sozialwissenschaftlichen und sozial-ökologischen Publikationen: Immer wieder werden diskontinuierliche Prozesse und emergente Ordnungsmuster in den Blick genommen. Für physikalische und chemische Prozesse gibt es dafür inzwischen weitgehend anerkannte Theorien und Modelle - von der Thermodynamik irreversibler Prozesse bis zur neueren Komplexitätstheorie. Doch es ist hochgradig umstritten, mit welchen philosophischen Vorstellungen, theoretischen Begriffen und normativen Orientierungen in der organischen Natur und in der menschlichen Gesellschaft krisenhafte Veränderungs- und Stagnationsprozesse verstanden werden können und welche Handlungsoptionen daraus folgen. Und noch weniger ist klar, wie die komplexen Beziehungen zwischen Mensch, Gesellschaft und Natur theoretisch zu fassen sind. Wer als Wissenschaftler und politischer Intellektueller in derartige Kontroversen einzugreifen versucht, der trägt fast zwangsläufig gesellschaftliche Auseinandersetzungen in das Terrain der Wissenschaften hinein, was dort heftige Abwehrreaktionen auslösen kann. In den Sozialwissenschaften steht für eine derartige Abwehr das Postulat der Wertfreiheit und der wissenschaftlichen Objektivität, in den Naturwissenschaften die institutionelle und habituelle Ausgrenzung jeglicher Form politisierter Wissenschaft. Spätestens seit dem großen Methodenstreit über erklärende und verstehende Wissenschaften Anfang des 20. Jahrhunderts war man sich über die Grenzen der wissenschaftlichen Großkulturen hinweg darüber einig, dass Natur und Gesellschaft kategorial strikt zu trennen seien, und dass zwischen Naturwissenschaft und Technik einerseits, Sozial- und Kulturwissenschaften andererseits eine epistemologische und methodische Grenze verläuft: diesseits der Grenze werde kausalanalytisch erklärt, jenseits sinndeutend verstanden. Aber wie soll und kann im Grenzgebiet geforscht werden?
Egon Becker hat zwischen 1960 und 1968 zunächst versucht, Wissenschaft und Politik fein säuberlich auseinanderzuhalten und die Grenze zwischen Natur- und Sozialwissenschaften nur in der Freizeit heimlich zu überschreiten. Er studiert in Darmstadt Elektrotechnik, Physik und Mathematik und arbeitet nach seiner Promotion an der Technischen Hochschule Darmstadt, der Yale Universität in New Haven (USA) und der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Er forscht, lehrt und publiziert im Bereich der Festkörperphysik, der Quantentheorie des Magnetismus und nicht-linearer physikalischer Prozesse. Gewissermaßen nebenberuflich studiert er in den Darmstädter Jahren bei dem Philosophen Karl Schlechta, dem Politikwissenschaftler Eugen Kogon, dem Zeithistoriker Karl Otmar von Aretin und dem Pädagogen Martin Wagenschein - und ab und zu auch in Frankfurt bei Theodor W. Adorno und anderen Vertretern der Kritischen Theorie. Er beteiligt sich an Arbeitskreisen in der Evangelischen Studentengemeinde und im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) und betreibt ein intensives Selbststudium der Philosophie.
Daneben ist er seit Anfang der 1960er Jahre in der Naturfreundejugend, im SDS, bei den Kriegsdienstverweigerern, in der Ostermarschbewegung und in der Kampagne gegen die Notstandsgesetze politisch ziemlich aktiv; er arbeitet auf Lehrgängen und Seminaren mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammen, schreibt Artikel und Flugblätter, spricht in öffentlichen Diskussionen und auf Kundgebungen als radikaler Demokrat und undogmatischer Sozialist. Es gelingt ihm zwar lange Zeit, seine wissenschaftliche Arbeit und seine politischen Aktivitäten äußerlich auseinanderzuhalten sowie neben Physik und Mathematik auch noch Philosophie und Soziologie zu studieren. Doch in seinem Kopf funktioniert diese Trennung nicht so recht, und die Beziehungen zwischen den getrennten Bereichen werden für ihn mehr und mehr zu einem existenziellen Problem und zu einer intellektuellen Herausforderung.
Dass die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Politik sowie die zwischen Naturwissenschaft und Sozialwissenschaft schließlich immer mehr ins Zentrum auch seiner wissenschaftlichen Arbeit rücken, das hängt eng mit Erfahrungen zusammen, die er nach seiner Darmstädter Promotion während eines Forschungsaufenthalts von 1967 bis 1968 an der Yale University in den USA macht. Im dortigen Physics Department trifft er auf die späteren Nobelpreisträger Murray Gell-Mann und Lars Onsager; er besucht Seminare bei dem Wissenschaftshistoriker Th. S. Kuhn und dem Systemtheoretiker Karl W. Deutsch; und er forscht zusammen mit dem Physiker Werner P. Wolf und dem Chemiker Stanley Mroczkowski, beides jüdische Wissenschaftler, geflohen vor dem Nazi-Regime - Wolf aus dem austro-faschistischen Wien, Mroczkowski aus dem Warschauer Ghetto. Die Erfahrungen in Yale sind tiefgreifend und prägend - nicht nur, dass er als junger Deutscher von Emigranten akzeptiert und geschätzt wird, sondern auch, dass ihn seine Kollegen als eine politisch aktive Person achten, die in der Opposition gegen den Vietnamkrieg mitarbeitet. Die andere prägende Erfahrung ist der kollegiale Umgang, unabhängig von Status und Hierarchie. Er arbeitet in dieser Zeit an Theorien magnetischer Phasenübergänge und Ordnungsprozessen (s. Veröffentlichungsliste). Yale war schon damals eine auf wissenschaftliche Exzellenz und demokratische Elitebildung ausgerichtete Universität, die ihre jungen Wissenschaftler besonders fördert. Gleich, ob es darum geht ein mathematisches Problem zu lösen, neue Literatur zu beschaffen oder eine Wohnung zu finden - auch junge Wissenschaftler bekommen von den Älteren jede ihnen mögliche Unterstützung. In der Universität herrscht ein intellektuelles Klima der Kooperation und sachlichen Auseinandersetzung. Man ist als Post-doc Gleicher unter Gleichen: Wichtig ist, was man zu sagen hat und wie man das Gesagte als Person verkörpert. Aus diesem auf Gegenseitigkeit beruhenden Respekt und der Haltung, Wissen nicht zu privatisieren, sondern an Andere weiterzugeben, um die zu erzielenden Erkenntnisse kritisch zu prüfen und dadurch zu verbessern, geht ein eigenes anspornendes Klima der Anerkennung hervor. Diese Erfahrungen bilden einen biographischen Hintergrund für Beckers akademische Orientierung und seinen wissenschaftlichen Habitus.
Im Herbst 1968 kehrt er nach Deutschland zurück und nimmt an der Frankfurter Universität im Institut für Theoretische Physik die Stelle eines wissenschaftlichen Assistenten an. Ganz anders als in Yale ist das Klima in diesem universitären Institut von einem statusgebundenen Hierarchie-Denken geprägt, Amtsautorität zählt hier mehr als sachliche Argumente. Die damals noch recht jungen Ordinarien versuchen mit allen Mitteln, das Institut gegen die Einflüsse und Wirren der Studentenbewegung abzuschirmen. Nach den prägenden Erfahrungen in den USA sind für Becker die in Frankfurt erfahrenen institutionellen und personellen Abhängigkeiten nicht mehr zu ertragen. Zusammen mit wissenschaftlichen Mitarbeitern aus allen Fakultäten organisiert er einen Assistentenrat, der sich stark in die Frankfurter Hochschul- und Gremienpolitik einmischt. Als aktives Mitglied der Bundesassistentenkonferenz (BAK) arbeitet er an Konzepten für eine demokratische Verfassung der Universität mit. Angestoßen wurde diese bundesweite Politisierung junger Wissenschaftler sicherlich von der Studentenbewegung, auffällig ist aber, welche besondere Rolle dabei eine Reihe von USA-Rückkehrern spielten, aber auch Stipendiaten des evangelischen Studienwerks Villigst, weil in dessen Umfeld für viele der kollegiale, gleichberechtigte Austausch und das freie Denken prägend waren.
In dieser Interventions- und Umbruchssituation hat sich für Beckers Biographie und Laufbahn etwas Entscheidendes ereignet: Er versucht jetzt, seine wissenschaftliche Arbeit und seine politischen Aktivitäten nicht mehr äußerlich auseinanderzuhalten. Vielmehr machte er neben der Physik auch das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft zum Thema seiner universitären Tätigkeit; und er beginnt gleichzeitig mit dem Versuch, Physik und andere Naturwissenschaften aus einer philosophischen und soziologischen Perspektive zu betrachten. Was bisher lediglich als sein persönliches Problem erschien, wird jetzt zu einer mit Anderen geteilten politischen und intellektuellen Herausforderung. Auf diese Weise hat sich ein wichtiger Kristallisationskern für zahlreiche neue Aktivitäten herausgebildet. Er verlässt die Physik, nimmt zunächst eine Stelle für Hochschuldidaktik und Wissenschaftstheorie in dem neu gegründeten Didaktischen Zentrum an der Goethe-Universität an und wird 1972 auf eine Professur für Wissenschafts- und Hochschulforschung im Fachbereich Erziehungswissenschaften berufen. Das ist für ihn fast so etwas wie eine Auswanderung in eine andere Kultur.
In dieser Kultur kommt es zu einer sehr fruchtbaren und lange andauernden interdisziplinären Zusammenarbeit mit dem Soziologen Jürgen Ritsert, die stark wissenschafts- und gesellschaftstheoretisch geprägt ist. Es entstehen mehrere gemeinsame Vorhaben, beispielsweise ein fachbereichsübergeifender Grundkurs über Theorien und Methoden der Sozialwissenschaften, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte große Projekt "Sozialgeschichte der Sozialwissenschaften und Sozialphilosophie", oder das kleine Projekt "Natur und Naturwissenschaften in der Kritischen Theorie". Dabei erweist es sich als vorteilhaft, dass Becker neben Physik und Mathematik auch Philosophie und Soziologie studiert hat, die Texte der Frankfurter Schule (Horkheimer, Adorno, Marcuse) gut kennt und auch in der Marx'schen Kritik der Politischen Ökonomie bewandert ist. Zwischen 1970 und 1980 entwickeln sich in Seminaren, Arbeitsgruppen und Vorlesungen - oft in Auseinandersetzung mit damals kursierenden studentischen Vorstellungen und politisch-ideologischen Strömungen - viele der Ideen und programmatischen Überlegungen, die später in das große Projekt einer "Sozialen Ökologie" eingehen werden.
Mitte der 80er Jahre war eine Zeit der Umbrüche; die neuen sozialen Bewegungen, die Anti-AKW-Bewegung, die Friedensbewegung waren virulent, und in dieser historisch offenen Situation kam es zu der "Gelegenheit", über eine andere Wissenschaft nicht nur nachzudenken, sondern dieses Ansinnen auch in die Hand zu nehmen. 1986 bekommt Egon Becker von der hessischen Landesregierung den Auftrag, eine Forschungsgruppe einzurichten, um ein Gutachten zur "Sozialen Ökologie" auszuarbeiten - eine Wissenschaft, die es damals in Deutschland überhaupt noch nicht gab. Er bringt eine Gruppe von "competent rebels" zusammen, die aus der kritischen Soziologie und den Politikwissenschaften, aus der Frauen- und Genderforschung, aus der ökologischen Technik- und Naturwissenschaftskritik kommen. Aus dieser Gruppe geht schließlich die außeruniversitäre Gründung des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) in Frankfurt hervor. In der Gründungsphase dieses Instituts wird zunächst ein Anschluss an das frühe interdisziplinäre Forschungsprogramm von Horkheimer gesucht und dessen Vorstellungen von einer "dynamischen Konstellation von Individuum, Gesellschaft und Natur" eigenständig theoretisch weiterentwickelt. Zeitgleich entstanden damals andere außeruniversitäre Institute, wie das Öko-Institut Freiburg-Darmstadt, das Katalyse-Institut in Köln, das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung in Berlin. Für die Gründung des Frankfurter Instituts für sozial-ökologische Forschung war der Impetus einer alternativen Wissenschaft leitend - und nicht so sehr die von politischen Aktivisten geforderten Gegengutachten (z.B. zur Sicherheit von Kernkraftwerken).
Egon Becker stand mehr als 30 Jahre als eine Art Spiritus Rektor für die Entwicklung der Frankfurter Sozialen Ökologie und hat seine wissenschaftlichen und politischen Interessen in die inhaltliche und organisatorische Entwicklung des ISOE eingebracht und besonders die Theoriearbeit vorangetrieben. Die hier veröffentlichten Aufsätze - seit Anfang der 1980er Jahre - spiegeln diese intellektuelle Entwicklung. Sie markieren reflexive Interventionen, die auf ein vertieftes Verständnis der Beziehungen von Individuum, Gesellschaft und Natur zielen. Sie haben darüber hinaus viele der empirischen Arbeiten des ISOE befruchtet; umgekehrt wurde Becker aber auch durch die im ISOE entstandenen Überlegungen und Forschungsansätze, empirischen Studien und Gutachten inspiriert, und viele der aus Politik und Bürgergesellschaft herangetragene Anfragen waren für ihn Anlässe für neue konzeptionelle Überlegungen

Thomas Kluge
ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung
Frankfurt am Main, Januar 2016


Ökologie und Politik

Das Ende der 1970er Jahre markiert eine Zeit starker ökonomischer, politischer und kultureller Veränderungen. Darauf reagieren neu entstandene soziale Bewegungen mit vielfältigen Aktivitäten. Die Umweltbewegung protestiert lokal und regional gegen die Verschmutzung von Flüssen und Wäldern, die Zerstörung einzelner Biotope und die fortschreitende Zersiedelung von Landschaften. Die Friedensbewegung organisiert die größten Demonstrationen der Nachkriegsgeschichte der BRD. Zeitgleich zerfallen die meisten der aus der Studentenbewegung hervorgegangen linksradikalen Gruppen und Sekten. Die Anti-AKW-Bewegung wächst rasch an und organisiert Großdemonstrationen gegen den Bau von Kernkraftwerken und Wiederaufbereitungsanlagen. Große Infrastrukturprojekte werden infrage gestellt, meist verbunden mit räumlich begrenzten Konflikten über Standorte von Mülldeponien, Flugplatz-Erweiterungen oder Wasserentnahmen im Umland großer Städte etc. Aus der neuen Frauenbewegung geht ein breites Spektrum selbstorganisierter Projekte und politischer Initiativen hervor - aber auch neue gesellschaftstheoretische und wissenschaftskritische Überlegungen; das Verhältnis von privatem und öffentlichem Leben wird thematisiert und über den Zusammenhang zwischen Kapitalismus, patriarchalischen Herrschaftsformen und Naturzerstörung nachgedacht und gestritten.
Im Rhein-Main-Gebiet eskaliert Anfang der 1980er Jahre die Debatte über den Ausbau des Frankfurter Flughafens (Startbahn West) zu einem regionalen Großkonflikt. Auch hier geht es um konkrete raumverknüpfte Lebensbedingungen. Viele Betroffene fühlen sich von der Politik der Parteien und des Parlaments übergangen, nicht angehört und aus dem Entscheidungsprozess ausgegrenzt. Mit Blick auf die mit dem Bau der Startbahn West verbundenen Probleme und Konflikte wird aus der Frankfurter Universität heraus die sog. Wald-Uni gegründet, an der sich Becker aktiv beteiligt. Der Umweltpfarrer Kurt Oeser eröffnet sie am 6. März 1982 in Mörfelden-Walldorf mitten in dem für die neue Startbahn vorgesehenen Waldgebiet. Dort wird intensiv darüber diskutiert, wie sich die parlamentarische Politik gegenüber Einsprüchen von Bürgerinitiativen verhält, welche Rolle der Wissenschaft in diesen Prozessen zukommt, wie mit wissenschaftlichen Gutachten Politik betrieben wird und welche Bedeutung dem Laien-Wissen zukommt. Diese Diskussionen wirken auf den Hochschulbetrieb zurück: In Vorlesungen und Seminaren einer kleinen Professorengruppe aus mehreren Fachbereichen werden Themen behandelt, die in einer osmotischen Verbindung zu diesen politischen Prozessen stehen: Bei Becker geht es um das Verhältnis Mensch/Natur/Gesellschaft in verschiedenen Wissenschaften, den neuzeitlichen Naturbegriff, die Naturfrage bei Marx, den Sozio-Biologismus, ... Heute ist es nur noch schwer verständlich, wie derartige scheinbar bloß akademische Themen untergründig mit dem Startbahn-Konflikt verbunden waren - aber sie waren es.
Die neuen sozialen Bewegungen veränderten damals den Raum des Politischen, neue Orientierungen wurden gesucht und über das politische Selbstverständnis der Akteure gestritten. Es veränderte sich damit aber auch der Raum des theoretischen Denkens. Die Ordnung des linken Diskurses und die ihn fundierenden Kategorien werden in Zweifel gezogen. Nach und nach kristallisiert sich so etwas wie eine theoretische Problematik in praktischer Gestalt heraus, deren Bedeutung und Gewicht Egon Becker schon früh erkennt: Wie lassen sich die in politischen Konflikten manifestierenden krisenhaften Beziehungen zwischen Mensch, Gesellschaft und Natur denken, wissenschaftlich erfassen und praktisch bewältigen? Den Kern dieser Pro-blematik bildet eine Paradoxie: In der ökologischen Krise kann nicht mehr klar zwischen Natur und Gesellschaft unterschieden werden; deren Wechselbeziehungen lassen sich aber nur erkennen, wenn zwischen Natur und Gesellschaft klar unterschieden wird. Diese >Naturfrage< dringt aus den politischen Debatten in die Wissenschaft ein. In der Umweltforschung, der Geographie und in der traditionellen Humanökologie trifft sie auf eingespielte Diskurse über Mensch-Umwelt-Beziehungen, in denen das Neue der theoretischen Problematik kaum wahrgenommen wird. Die Naturfrage wird aber auch im neo-marxistischen Diskurs sowie innerhalb einer ethisch orientierten Naturphilosophie aufgegriffen. Beide Versuche unterschätzen allerdings das Gewicht der neuen theoretischen Problematik: Die Naturfrage ist nicht nur Ausdruck einer kapitalistischen Reproduktionskrise. Marx muss mit einer ökologischen Brille neu gelesen werden. Dadurch werden die Umrisse eines >ökologischen Marxismus< erkennbar. Die Naturfrage ist auch nicht bloße Folge einer anthropozentrischen Ethik oder eines nur schwach entwickelten Umweltbewusstseins. Aus der Kritik an Verabsolutierungen ethisch-philosophischer Argumentationen entsteht eine neue, gesellschaftstheoretisch und naturwissenschaftlich aufgeklärte >ökologische Ethik<. In dieser schwierigen Konstellation müssen sich linke Intellektuelle und kritische Wissenschaftler in einem verwirrenden politisch-theoretischen Streit verorten, in dem Standpunkte und Bekenntnisse eingefordert werden. Becker lehnt es ab, vorschnell für die eine oder andere Extremposition Partei zu ergreifen. Nur so ist es für ihn möglich, die neue theoretische Problematik aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und genauer auszubuchstabieren. Neue Gegenstände werden so sichtbar und neue Fragen können gestellt werden.

Probleme - ein linker Gemeinplatz? (1983)

Wissenschaft kann auf verschiedenen Wegen voranschreiten. Der traditionelle Weg beginnt bei dem vorhandenen, zumeist disziplinär geordneten wissenschaftlichen Wissen und den darin zu findenden Lücken, die durch methodisch geregelte Forschung geschlossen werden sollen. Auf diesem Weg lässt sich das vorhandene Wissen Schritt um Schritt verbessern und erneuern. Wenn alles gut geht, endet dieser Weg bei einer neuen Theorie als Form des geprüften, gesicherten und begrifflich geordneten Wissens. Man kann hier von einer theorieorientierten Wissenschaft sprechen. Die modernen Naturwissenschaften - allen voran die moderne Physik - sind auf diesem Weg erfolgreich vorangeschritten. Ein anderer Weg beginnt bei gesellschaftlich gestellten Problemen und es wird darin nach bearbeitbaren und noch unbearbeitbaren Bestandteilen gesucht. Auf diesem Weg wird den realisierten und auch den noch nicht realisierten Lösungsoptionen gefolgt und so das Ausgangsproblem schrittweise verändert. Dabei bleiben das vorhandene Wissen und die verfügbaren Methoden mit dem Ausgangsproblem verbunden, das sich zwar verändert, aber niemals ganz verschwindet. Man kann hier von einer problemorientierten Wissenschaft sprechen. Becker favorisiert den zweiten Weg, da er überzeugt ist, dass nur so die mit der Naturfrage aufgeworfene theoretische Problematik in praktischer Gestalt wissenschaftlich befriedigend bearbeitet werden kann.
Seit Anfang der 1970er Jahre beschäftigt er sich daher auch immer wieder mit der Kategorie Problem und damit zusammenhängenden philosophischen und wissenschaftstheoretischen Fragen. Resultate dieser Überlegungen werden in mehreren Aufsätzen genutzt, insbesondere dann, wenn es um das Verhältnis von alltäglichen und wissenschaftlichen Problemen oder um Transdisziplinarität geht. Bisher sind allerdings seine problemtheoretischen Studien in keiner zusammenfassenden Darstellung veröffentlicht worden. In der hier abgedruckten kleinen Glosse über einen linken Gemeinplatz wird angesprochen, was Gegenstand einer Problemtheorie sein könnte.

* * *

Die Welt ist voller Probleme. Bei den frühen Griechen hießen "problemata" zum Beispiel die Bollwerke, Hürden und Schilder, auf welche die Krieger stießen. Wer heute von "Problemen" redet, der meint Schwierigkeiten, offene Fragen, Aufgaben, Rätsel, unangenehme Lagen usw. Und wer problembewußt die ihn umstellenden Probleme erkennt, anpackt, zerlegt, umformt, verschiebt, umgeht oder sich an ihnen die Zähne ausbeißt, der ist auf der Höhe der Zeit. In unserer Alltagssprache behandeln wir Probleme wie Dinge und sprechen ihnen eine eigentümliche Objektivität zu: Den Problemen kann man eine Größe, einen Umfang oder ein Gewicht zuschreiben und sie in Raum und Zeit lokalisieren. Sie sind widerständig, hartnäckig, können einen Menschen erdrücken, und wir können vor unüberwindbaren Problembergen stehen bleiben. "Problem" ist zum Schlüsselwort der Epoche avanciert; keine kleine Lebenswelt und kein großes gesellschaftliches System ohne seine Probleme: Beziehungsprobleme, psychische Probleme, Geldprobleme, Wohnungsprobleme, Bildungsprobleme, Arbeitsmarktprobleme, Finanzprobleme, ökonomische Probleme . Sie stellen sich uns in den Weg, wir stolpern darüber, sind Hindernisse auf dem Weg zu Glück, Erfolg, Macht und politischem Einfluß. Noch gewichtiger und philosophisch bedeutend werden Probleme, wenn sie die Form einer Problematik angenommen haben.
Wie ein Chamäleon kann sich das Problem von einem Quasi-Gegenstand in eine schöpferische Quasi-Tätigkeit verwandeln: Das beginnt ganz lautlos, indem etwas bislang Harmloses über Nacht problematisch wird. Aber wir können auch lautstark Initiativen entwickeln und Selbstverständliches problematisieren; es wird dann problematisch, und ein neues Problem hat seine Existenz gefunden.
In der Welt der Probleme finden Kopfarbeiter und Politiker das Material für ihre Tätigkeiten. Sie vermessen diese Welt mit einer besonderen Topologie: Auf Ebenen, in Kreisen, Dimensionen und Horizonten, vor Hintergründen und hinter Vordergründigem lokalisieren und erspüren Experten ihre Probleme. Die breiten sich aus wie Müll vor den Städten, Gift im Wasser und Gestank in der Luft. Problemberge verlagern sich und wachsen uns über den Kopf. Doch keine Bange: Wissenschaftler und Politiker, Linke und Rechte haben sich längst an die Arbeit gemacht, tragen die Problemberge ab und zeigen uns Wege in das Jenseits der Problemwelt: die Welt der Lösungen. Doch in dieser Welt stoßen wir dann auf Computer, Autobahnen, Raketensysteme, psychiatrische Kliniken, ABM-Maßnahmen, Volkszählungen . und auf Folgeprobleme der rationalen Problemlösungen. Wenn Experten ihre Probleme lösen, dann werden sie wieder menschlich und können sich präsentieren, als hätten sie aus Sand, Steinen, Holz oder Metall etwas produziert; als hätten sie Wege durch unbekanntes Gelände gebahnt und die Welt von Elend, Gift, Schmutz und Gestank befreit. Merkwürdigerweise vermehren sich durch solche Tätigkeiten unsere Probleme. Wir sollten die Welt also genauer betrachten. Denn trotz ihrer Quasi-Objektivität besitzen die Probleme eine unausrottbare Subjektivität. Es sind deine und meine Probleme, sie können verschwinden, wenn war uns umorientieren und unsere Handlungsziele verändern. Angesichts von Problemen müssen wir etwas tun, auch wenn uns die unauflösbaren zur Verzweiflung treiben und die besonders hartnäckigen unsere Handlungsmöglichkeiten auf Null einschränken. Wir gehen mit Problemen erfolgreich oder erfolglos um; wir stellen uns ihnen, weichen ihnen aus oder werden von ihnen überwältigt. Kurz gesagt: Probleme bestehen nur zusammen mit menschlichem Leiden, Dulden, Handeln und Kämpfen. "In der Natur gibt es keine Probleme; dort existieren nur Lösungen", sagte einmal ein kluger Philosoph.
Bezogen auf ein vorgegebenes Muster von Bedürfnissen, Situationsdeutungen, Zwecken und Absichten, stellen sich Probleme den wollenden und wissenden Menschen wie materielle Gegenstände in den Weg. Die "Welt der Probleme", das sind die Schwierigkeiten, die wir uns machen und die uns gemacht werden, das Leid, das wir nicht mehr ertragen wollen, und die gesellschaftlichen Krisen, die unsere Lebenswelt erreicht haben. Der Zusammenhang von Schwierigkeiten, Leid und Unterdrückung wird zerrissen, wenn wir aus ihm "Probleme" herauslösen und mit einer Hoffnung auf "Lösungen" versehen; wir produzieren so jene abstrakte Problemwelt, in der dann entschlossen gehandelt werden kann. Politiker und Wissenschaftler, Therapeuten und Pädagogen, Ärzte und Informatiker brauchen diese Welt. Denn was wären sie ohne unsere Probleme?

Drucknachweis

Egon Becker (1983): Problem. In: Johannes Beck/Heiner Boehncke/Wolfgang Müller/Gerhard Vinnai (Hg.): Klasse, Körper, Kopfarbeit. Lexikon linker Gemeinplätze. Bearbeitet von Heiner Boehncke und Herbert Stubenrauch. Reinbek: Rowohlt, 104-106
Copyright 1983 Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg

Dateiformat: PDF
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