
Der digitale Nachlass
Beschreibung
Internet und Smartphone, soziale Netzwerke und Onlineshops sind aus unserem Privat- und Berufsleben nicht mehr wegzudenken. Die wenigsten von uns machen sich jedoch Gedanken, was mit ihren Daten, Nachrichten, Online-Verträgen und kostenpflichtigen Mitgliedschaften nach ihrem Tod passiert.
So sind angeblich 5 % aller aktiven Facebook-Accounts sogenannte digitale Zombies, deren Nutzer bereits verstorben sind. Die vom Nutzer hinterlassenen elektronischen Daten werden aus rechtlicher Sicht als "digitaler Nachlass" bezeichnet. Das Thema gewinnt zunehmend an Bedeutung und ist längst im Alltag angekommen.
Unter "digitalem Nachlass" wird die Gesamtheit des digitalen Vermögens verstanden, also Immaterialgüterrechte, Domainrechte sowie sämtliche Vertragsbeziehungen zwischen Providern und dem Erblasser hinsichtlich der Nutzung des Internets selbst, aber auch hinsichtlich diverser Internetdienstleistungen, und damit auch die Gesamtheit aller Accounts und Daten des Erblassers im Internet.

Das Schweitzer Vademecum ist ein renommierter Fachkatalog, der speziell die relevanten Angebote für juristisch und steuerrechtlich Interessierte sortiert, aufbereitet und seit über 100 Jahren der Orientierung dient. Das Schweitzer Vademecum beinhaltet Bücher, Zeitschriften, Datenbanken, Loseblattwerke aus dem deutschsprachigen In- und Ausland und ist seit 1997 wichtiger Bestandteil des Schweitzer Webshops.
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Inhalt
1 Digitaler Nachlass - wen betrifft es?
1.1 Praxisbeispiele
1.1.1 Das Millionenvermögen der Kunden
1.1.2 Das Millionenvermögen des Erblassers
1.1.3 Der digitale Nachlass eines Influencers
1.2 Im täglichen Leben - Jeder Benutzer ist gefragt
1.2.1 Der übliche Anwender
1.2.2 Der digitale Nachlass des üblichen Anwenders
1.3 Der "Facebook-Fall"
2 Digitaler Nachlass - was ist das überhaupt?
2.1 Der Begriff aus rechtlicher Sicht
2.2 Begriff aus praktischer Sicht: Inhalt des digitalen Nachlasses
3 Interessenlage - Wer sind die Akteure im digitalen Nachlass?
3.1 Der Erblasser
3.1.1 Wunsch: "mit mir stirbt auch mein digitales Ich"
3.1.2 Wunsch: "Digitale Unsterblichkeit"
3.2 Der Erbe
3.3 Die Angehörigen
3.4 Vertragspartner
3.5 Geschäftspartner oder Berater
4 Der rechtliche Rahmen
4.1 Einstieg
4.2 Relevante Rechtsgebiete
4.3 Internationale Rechtsgrundlagen
4.3.1 Europa
4.3.2 Regelungen in den USA
4.4 Nationale Rechtsgrundlagen
4.4.1 Arbeitsgruppe "digitaler Neustart"
4.4.2 Erbrecht
4.4.3 Telekommunikationsgesetz: Das Fernmeldegeheimnis
4.4.4 Datenschutz im DS-GVO
4.4.5 Persönlichkeitsrecht
4.4.6 Nationales AGB-Recht
4.5 Internationales Privatrecht
5 Die Rechtsfragen zum digitalen Nachlass
5.1 Klärung der Vererblichkeit durch den Bundesgerichtshof
5.1.1 Begründung der Vorinstanzen
5.1.2 Entscheidung des Bundesgerichtshofes
5.1.3 Bedeutung des Facebook-Urteils
6 Die praktische Handhabung
6.1 Hürden und Risiken aus Sicht des Erben
6.1.1 Zugangshindernisse
6.1.2 Risiken
6.2 Übergang der einzelnen digitalen Nachlassgegenstände
6.2.1 Hardware
6.2.2 E-Mail-Konto und seine Bedeutung
6.2.3 Social Media Daten und Profile
6.2.4 E-Mails
6.2.5 Inhalte des Erblassers auf Videoplattformen wie YouTube
6.2.6 Vertragsbeziehungen zu Anbietern
6.2.7 Webseite und Domains
6.2.8 Nutzungsrechte digitaler Musik-, Literatur- und Videosammlungen
6.2.9 Online Zahlungsverkehr
6.2.10 Daten in Cloud, zum Beispiel iCloud, Dropbox, OneDrive
6.3 Anspruchsdurchsetzung
6.3.1 Wie weist der Erbe die Gesamtrechtsfolge nach?
6.3.2 Gerichtliche Geltendmachung
7 Vorsorge des Erblassers
7.1 Allgemein
7.2 Umsetzung
7.2.1 Inventarisieren und kategorisieren
7.2.2 Nutzungsbedingungen prüfen
7.2.3 Entscheidung treffen
7.2.4 Festlegen der Entscheidung
7.2.5 Praktische Vorsorgemaßnahmen treffen
7.2.6 Rechtliche Vorsorgemaßnahmen treffen
7.2.7 Fazit für die Vorsorge
8 Was also tun? - 10 Tipps
9 Muster
9.1 Vollmachtsurkunde
9.2 Verzeichnis für den digitalen Nachlass