
Straße, Platz, Palast
Beschreibung
Menschen gehen auf die Straße. Die Öffentlichkeit wird als Marktplatz der Ideen beschrieben. Parlamente aus Glas verheißen politische Transparenz: Im Sprechen über Politik greifen wir häufig auf Metaphern aus und Bezüge zu Architektur und Städtebau zurück. Und tatsächlich preisen »Starchitekten« ihre Entwürfe als Beiträge zum Gelingen der Demokratie an. Aber gibt es wirklich so etwas wie eine demokratische Architektur?
In seinem neuen Buch verknüpft Jan-Werner Müller auf brillante Weise die Geschichte von Städtebau und politischem Denken. Er reist in die Antike und betrachtet die Realität hinter oftmals idealisierten Orten wie der Agora oder dem Forum. Er untersucht kritisch das Symbol deutscher Demokratie, die viel gepriesene Reichstagskuppel in Berlin, er inspiziert Planstädte in der ägyptischen Wüste und Louis Kahns brutalistisches Parlamentsgebäude in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Am Ende dieser Tour d'Horizon stehen sieben Bausteine für das Denken über Demokratie und Architektur. Und die Einsicht, dass eine demokratische Architektur den Bürgerinnen und Bürgern immer wieder die Möglichkeit geben muss, sich gegenseitig aus überraschenden Blickwinkeln wahrzunehmen.
Rezensionen / Stimmen
»Der in Princeton lehrende Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller fragt, was es mit dieser geläufigen Verbindung von Demokratie und Architektur auf sich hat. Was daran ist bloße Metapher, was tatsächlich für das Funktionieren von Demokratien unerlässlich? Antworten sucht er auf einer rasanten Reise durch Zeit und Raum.«Weitere Details
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