
Der jüdische Witz
Zur unabgegoltenen Problematik einer alten Kategorie
Brill Deutschland (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 5. Oktober 2015
Buch
Softcover
360 Seiten
978-3-7705-5892-6 (ISBN)
Beschreibung
Der >jüdische Witz< wurde in den 1960er Jahren vor allem durch die Sammlung Salcia Landmanns bekannt. Doch erschöpft er sich in heiteren, folkloristischen Erzählwitzen? Der vorliegende Essayband bezweifelt dies und erweitert die Diskussion zum >jüdischen Witz< um drei neue Perspektiven. Erstens erfasst er neben dem Erzählwitz erstmals systematisch dessen literarische Variante, die von Satirikern wie Heine und Tucholsky, von Romanciers wie Döblin oder Hilsenrath entwickelt wurde. Zweitens erinnert er an die ursprünglich als Schmähvokabel gedachte Prägung des sogenannten »Judenwitzes«, die von jüdischen Autoren des Vormärzes umgedreht und als »Waffe« im Prozess der jüdischen Selbstbehauptung eingesetzt wurde. So entstand eine eher aggressive Version, deren wichtigste Vertreter Heine, Börne, Kraus und Tucholsky waren. Und drittens liefert er erstmals einen transatlantischen Vergleich und fragt: Weshalb gestaltete sich die Kultivierung des jüdischen Witzes in den USA so anders als in Europa? Denn während der jüdische Witz in Europa durch die Shoa nahezu vernichtet wurde, findet sich in den USA eine ungebrochene Tradition, die von Eddie Cantor über Woody Allen bis hin zu Jerry Seinfeld reicht.
Weitere Details
Auflage
2015
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Deutschland
Verlagsgruppe
Brill | Fink
Zielgruppe
Für Beruf und Forschung
Produkt-Hinweis
Broschur/Paperback
Klebebindung
Illustrationen
15
15 s/w Photographien bzw. Rasterbilder
15 s/w Abb.
Maße
Höhe: 23.3 cm
Breite: 15.7 cm
Gewicht
614 gr
ISBN-13
978-3-7705-5892-6 (9783770558926)
Schweitzer Klassifikation