
Opfer
Über Verwundbarkeit als Selbstbild
Maria-Sibylla Lotter(Autor*in)
Hanser (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 17. März 2026
Buch
Hardcover
288 Seiten
978-3-446-28227-8 (ISBN)
Beschreibung
Was bedeutete es in der heutigen Gesellschaft, die Opferrolle zu erleben und Verwundbarkeit zu zeigen?
Schwäche zu zeigen galt lange als Tabu. Heute kann, wer sich als Opfer sieht, mit Aufmerksamkeit und Empathie rechnen. Sieger und Helden taugen nicht mehr selbstverständlich als Vorbilder. Die Philosophin Maria-Sibylla Lotter erklärt diesen Wandel mit der weiten Verbreitung psychotherapeutischen Denkens und den vielfältigen Formen der Erinnerung an die Opfer politischer Gewalt. Damit wird die Gesellschaft menschlicher, geht aber das Risiko ein, dass Menschen in der Opferrolle Handlungsfähigkeit und Autonomie einbüßen. Reden wir allzu schnell von Opfern? Müssen wir uns darin üben, Konflikte und Verletzungen als unvermeidliche Erfahrungen zu akzeptieren? Maria-Sibylla Lotter wirft einen kühlen Blick auf eine aufgeregte Debatte.
Weitere Details
Sprache
Deutsch
Verlagsort
München
Deutschland
Produkt-Hinweis
Pappband
Maße
Höhe: 206 mm
Breite: 129 mm
Dicke: 28 mm
Gewicht
382 gr
ISBN-13
978-3-446-28227-8 (9783446282278)
Schweitzer Klassifikation
Weitere Ausgaben
Person
Autor*in
Maria-Sibylla Lotter, geboren 1961 in Kassel, studierte in Freiburg, Berlin und St. Louis Philosophie, Religionswissenschaft und Ethnologie. 2010 habilitierte sie sich in Zürich, seit 2014 ist sie an der Ruhr-Universität Bochum Professorin für Ethik und Ästhetik. Daneben schreibt sie regelmäßig für die NZZ und Die Zeit. Sie lebt in Freiburg.
ISNI: 0000 0000 3548 7892
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