
Transnationale und intersektionale Machtverhältnisse
24 Stunden-Betreuung in der häuslichen Pflege - eine multiperspektivische Analyse
Jasmin Kiekert(Autor*in)
Logos Berlin (Verlag)
Erschienen am 15. August 2024
Buch
Softcover
245 Seiten
978-3-8325-5734-8 (ISBN)
Beschreibung
Denk ich an die Pflege in Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht. Die Adaption dieses bekannten Satzes trifft den Inhalt des Buches sehr genau. Die familiale Pflege in Deutschland ist ohne externe Dienstleister zunehmend nicht mehr leistbar. Um die Pflege der Angehörigen zu realisieren sind seit gut drei Jahrzehnten zunehmend Migrant*innen aus mittel- und südosteuropäischen Ländern im Privathaushalt unter prekären und illegalen Bedingungen tätig. Die Politik findet keine Antwort auf die drängenden gesellschaftlichen Fragen und Versorgungslücken, sodass pflegende Angehörige einen Spagat zwischen der eigenen beruflichen Tätigkeit und der Betreuung der pflegebedürftigen Personen vollziehen. Mit Hilfe transnationaler Sorgearrangements wird das häusliche Pflegesetting aufrechterhalten. In diesem Buch werden die Perspektiven von Angehörigen, Migrant*innen, examinierten Pflegefachkräften und Vermittlungsagenturen im Bezug auf den Einsatz der Migrant*innen im Haushalt analysiert. Es wird eine machtkritische, intersektionale Perspektive verfolgt, die die pflegebedürftige Person im Zentrum des Geschehens konstatiert und gleichzeitig intergenerationale und transnationale Abhängigkeitsverhältnisse offenlegt. Dieses Buch scheut nicht den Blick hinter die Kulissen, sondern analysiert die Risiken und Gefahren des 24 Stunden-Arrangements.
Weitere Details
Thesis
Dissertationsschrift
2023
Pädagogische Hochschule Freiburg
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Deutschland
Produkt-Hinweis
Broschur/Paperback
Klebebindung
Maße
Höhe: 24 cm
Breite: 17 cm
Gewicht
186 gr
ISBN-13
978-3-8325-5734-8 (9783832557348)
Schweitzer Klassifikation
Person
Jasmin Kiekert studierte Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Migration und absolvierte den Masterstudiengang Dienstleistungsentwicklung im Sozial- und Gesundheitswesen an der Katholischen Hochschule Freiburg. Sie vollzog den Wechsel von der Praxis in die Wissenschaft nach dem Masterabschluss und promovierte an der Fakultät für Bildungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, an der sie mehr als acht Jahre als akademische Mitarbeiterin im Bereich Versorgungsforschung tätig war. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich, Versorgungsforschung, Pflegemigration und Sozialpolitik.