
Auf dem Sonnendeck der Titanic?
Nachdenken über gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit
Vera Kattermann(Autor*in)
Psychosozial-Verlag
Erschienen im September 2025
Buch
Softcover
162 Seiten
978-3-8379-3459-5 (ISBN)
Beschreibung
Die krisenhafte Gegenwart ruft in vielen Menschen dystopische Zukunftsängste hervor. Weltuntergangsfantasien als archaische Ängste vor dem Zusammenbruch, vor dem Ende aller existenziellen Verbindungen, überschatten die Suche nach gesellschaftlicher Zukunftsfähigkeit. In ihrem Gedankenexperiment fragt Vera Kattermann, ob wir aktuelle gesellschaftspolitische Kontroversen besser verstehen, wenn wir uns als Passagiere an Bord der Titanic sehen - Passagiere, die aufgefordert sind, drohende Gefahren abzuwenden, die Abläufe an Bord neu zu regeln, und trotz Krisengefühlen Transformation zu wagen. Sie entwirft eine neue Form der gemeinschaftlichen Zukunfts- und Hoffnungsarbeit, die nach dem Möglichen fragt und sich kritisch den bewussten und unbewussten Hindernissen stellt. Denn auch für düstere Szenarien gibt es ein Danach, eine dann neu zu gestaltende Welt.
Rezensionen / Stimmen
»Die Verbindung von psychoanalytischen, politischen und kulturellen Perspektiven. Wie Angst, Hoffnung und Verantwortung zusammenwirken, wird differenziert beleuchtet. Manche Passagen sind dichter, theorielastiger - da muss man konzentriert mitdenken. Aber genau diese Tiefe macht das Buch stark.«@dunkelrot.de auf Instagram am 30. September 2025
Weitere Details
Reihe
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Gießen
Deutschland
Maße
Höhe: 206 mm
Breite: 144 mm
Dicke: 12 mm
Gewicht
245 gr
ISBN-13
978-3-8379-3459-5 (9783837934595)
Schweitzer Klassifikation
Weitere Ausgaben
Person
Inhalt
1 Einführung
1.1 Auf der Suche nach Zukunftskompetenzen
1.2 Über den gegenwärtigen Zukunftsverlust
1.3 Zukunftsüberforderung oder Zukunftsarbeit?
1.4 Fragen und Themen: Der rote Faden dieses Buches
2 Aus dem Ruder gelaufen: Überleben an Bord der Titanic?
2.1 Die Menschheit an Bord der Titanic
2.2 Im Untergang: Bedrohungsreaktionen
2.3 Umbau bei voller Fahrt?
3 Der letzte Mensch: Wovon Endzeitszenarien erzählen
3.1 Frühe Mythen und Kinofilme: Szenarien einer bedrohten Welt
3.2 Das soziale Katastrophische
3.3 Solidarität und Verlustaversion
3.4 Wenn die anderen zu Feinden werden
3.5 »Analphabeten der Angst«
4 Zukunft zwischen Angst und Hoffnung
4.1 An die eigene Sterblichkeit glauben?
4.2 Menschheit vor dem Kollaps
4.3 Umgehen mit Bedrohung und Verlust
4.4 Paradoxien der Hoffnung
4.5 Hoffnung und Resilienz-Kritik
4.6 Eine »Resilienzrevolution«?
5 Hoffnungskonflikte: Gesellschaft im Widerspruch
5.1 Womit das »Prinzip Hoffnung« kollidierte
5.2 Gesellschaftliche Anti-Gruppen
5.3 Die Torheit der Mächtigen
5.4 Hoffnung und Macht: Über die »gesellschaftliche Produktion von Unbewusstheit«
6 Zukunftsarbeit in der Krise
6.1 Die radikale Hoffnung einer Meise
6.2 Veränderung als Katastrophe
6.3 Unter dem Zeltdach der Angst
6.4 Gescheiterte Abhängigkeit und Führungssehnsucht
6.5 Krisengesellschaft und epistemische Explosion
7 Gesellschaft in Metamorphose
7.1 Von der Apokalypse zur Post-Apokalypse
7.2 Die Metamorphose der Welt
7.3 Was für die Raupe das Ende der Welt .
8 Aufbrüche in die Zukunft
8.1 Lust an der Zerstörung
8.2 Lost in transformation?
8.3 Gemeinsam hoffen
8.4 Vom Kathedralen-Denken zum Arche-Noah-Denken
8.5 Auf dem Sonnendeck der Titanic
Literatur
Danksagung