
Die strafrechtliche Verantwortung der Hersteller automatisierter und autonomer Fahrzeuge.
Ferdinand Hohenleitner(Autor*in)
Duncker & Humblot (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 31. Januar 2024
Buch
Softcover
476 Seiten
978-3-428-19063-8 (ISBN)
Beschreibung
Bei automatisierten und autonomen Fahrzeugen wirkt sich die technische Verlagerung der Verantwortung für die Fahraufgabe vom Nutzer auf ein Steuerungssystem auf die strafrechtliche Verantwortung aus. Gerade für den Hersteller bergen strafrechtliche Konsequenzen das Potenzial einer innovationshemmenden Wirkung.
Es wird geklärt, ob die bestehende Strafrechtsdogmatik der rasanten technischen Entwicklung gerecht wird. In diesem Zuge kristallisiert der Autor einzelne Sorgfaltsanforderungen an Hersteller solcher Fahrzeuge heraus, geht auf den menschlichen Fahrer als Vergleichsmaßstab ein und widmet sich Fragen in Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz. Es wird untersucht, wann es der Hersteller zu verantworten vermag, ein solches Fahrzeug in den Verkehr zu bringen, und welche Maßstäbe und Kriterien hierfür anzulegen sind. Der Autor zeigt, dass die technische Disruption keine grundlegenden Umwälzungen auf Ebene des Strafrechts erfordert. Es bedarf vielmehr der Adaption an die sich ändernde Lebenswirklichkeit.
Weitere Details
Reihe
Thesis
Dissertationsschrift
2023
LMU München
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Berlin
Deutschland
Produkt-Hinweis
Broschur/Paperback
Klebebindung
Maße
Höhe: 23.3 cm
Breite: 15.7 cm
Gewicht
700 gr
ISBN-13
978-3-428-19063-8 (9783428190638)
Schweitzer Klassifikation
Weitere Ausgaben
Person
Ferdinand Hohenleitner studierte an der Universität Passau. Sein Referendariat absolvierte er am OLG Nürnberg mit Stationen u.a. bei der Staatsanwaltschaft und einer internationalen Wirtschaftskanzlei in München. Nach Abschluss des Zweiten Staatsexamens war er promotionsbegleitend zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in einer internationalen Wirtschaftskanzlei im Bereich Wirtschaftsstrafrecht und sodann als zugelassener Rechtsanwalt in einer weiteren internationalen Wirtschaftskanzlei in München tätig. Zuletzt war der Autor für mehrere Jahre als Staatsanwalt mit Tätigkeitsschwerpunkt Organisierte Kriminalität aktiv, bevor es ihn zurück in die Privatwirtschaft zog.
Inhalt
Einführung
1. Das Strafrecht als Hemmschuh auf dem Weg zum autonomen Fahrzeug
Problemaufriss - Untersuchungsgegenstand
2. Grundlagen
Der Autonomiebegriff im Kontext automatisierter Fahrzeuge - Stufen des automatisierten Fahrens - Technische Realisierung des automatisierten Fahrens
3. Der Hersteller automatisierter Fahrzeuge im Lichte des Strafrechts
Der Hersteller als zentrale Figur des automatisierten Fahrens - Strafbarkeitsrisiken - Problemkreise auf Tatbestandsebene
4. Der produktstrafrechtliche Pflichtenkreis des Herstellers
Allgemein zu den Sorgfaltsanforderungen - Spezifische Sorgfaltsanforderungen an Hersteller automatisierter Fahrzeuge - Ergebnis
5. Begrenzung der produktstrafrechtlichen Verantwortlichkeit des Herstellers
Objektive Vorhersehbarkeit - Objektive Zurechnung - Individuelle Sorgfaltspflichtverletzung - Selbstlernende Systeme - Ergebnis
6. Handlungsbedarf des Gesetzgebers
Handlungsbedarf auf Ebene des Strafrechts - Verhaltens- und Zulassungsrecht als bestes Mittel der Wahl
Zusammenfassung und Schlussbetrachtung
Ergebnis in 17 Thesen
Literaturverzeichnis
Sonstige Quellen, Stichwortverzeichnis